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Kriminalität im ländlichen Raum. Umfang, Delikts- und Täterstruktur

Titel: Kriminalität im ländlichen Raum. Umfang, Delikts- und Täterstruktur

Studienarbeit , 2019 , 63 Seiten

Autor:in: Delal Askin (Autor:in)

Soziologie - Recht und Kriminalität

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Warum das Bild über die ländliche Kriminalität in seiner heutigen Form besteht, möchte diese Arbeit versuchen zu erklären.

In Deutschland selbst ist die ländliche Kriminalität auf vereinzelte Forschungen begrenzt. Es fehlt bislang an geeigneten Statistiken und Studien. Der zweite Teil der Arbeit beschäftigt sich daher mit dem Kriminalitätsaufkommen der ländlichen Räume in Baden-Württemberg hinsichtlich Umfang, Delikts- und Täterstruktur und möchte auf die ländliche Kriminalität im deutschen Raum eingehen. Der Grund für die Untersuchung des ländlichen Raumes in Baden-Württemberg liegt darin, dass das Landeskriminalamt Baden-Württemberg Daten weiterleiten konnte, die als Grundlage für diese Arbeit dienen konnten.

Viele Menschen assoziieren mit städtischen (urbanen) Räumen den "Inbegriff von Kriminalität". Auch aus der Sicht der Kriminologie – so scheint es zumindest – wird der "urbane Raum" als Untersuchungsraum für das Erklären von abweichendem Verhalten bevorzugt. Die im Vergleich zur Stadt niedrigen Kriminalitätsraten auf dem Land haben die Forscher in der Vergangenheit nicht oft beschäftigt. Dies führte unmittelbar zu der Vernachlässigung der Forschung der ländlichen Kriminalität, die möglicherweise mit dem Gedanken einherging, dass niedrige Kriminalitätsraten mit keiner Kriminalität und keinen Problemen vor Ort assoziiert wurde.

Diese Assoziation birgt jedoch die Gefahr, dass die ländliche Kriminalität nicht untersucht wird und erweckt den Anschein, dass es keine ländliche Kriminalität gibt, die thematisiert werden muss. Wie sieht es aber um den ländlichen Raum wirklich aus? Handelt es sich bei der Kriminalität im ländlichen Raum im Gegensatz zum urbanen Raum um Einzelfälle, die belanglos sind oder ist die ländliche Kriminalität ein ernstzunehmendes Thema? Die ländliche Kriminalität gehört im Gegensatz zu der urbanen Kriminalität einem der jüngsten Forschungsgebiete der Kriminologie an.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Ländliche Kriminalität

1. Aus der Forschungsperspektive

2. Der ländliche Raum und seine soziale Kontrolle

3. Soziale Kontrolle – Fluch oder Segen?

III. Raumbezogene Kriminalität

1. Begriffsbestimmung „ländlicher Raum“ für Deutschland

2. Raumtheoretische Erklärungsansätze

a) Theorie der sozialen Desorganisation

b) Routine-Activity-Ansatz

3. Raumanalyse der ländlichen Räume in Baden-Württemberg

4. Sozio-ökonomische Faktoren des ländlichen Raums in BW

a) Geografische Lage

b) Fläche

c) Bevölkerung, Bevölkerungsdichte und Bevölkerungsentwicklung

d) Alters- und Geschlechtsgruppen

e) Ausländeranteil

f) Erwerbstätige

g) Arbeitslosenanteil

h) Schulabgänge

i) Verfügbare Einkommen in den ländlichen Räumen

5. Registrierte Kriminalität in den ländlichen Räumen in BW

a) Umfang der registrierten Straftaten

b) Deliktsstruktur

c) Täterstruktur

6. Auswertung

7. Gründe für den Anstieg der Kriminalität im ländlichen Raum

IV. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das bisher wissenschaftlich vernachlässigte Phänomen der Kriminalität im ländlichen Raum, mit einem spezifischen Fokus auf Baden-Württemberg. Ziel ist es, den Umfang, die Deliktsstruktur und die Täterstruktur in ländlichen Regionen zu analysieren, um bestehende Mythen über kriminalitätsfreie ländliche Idyllen kritisch zu hinterfragen und die Einflussfaktoren auf das Kriminalitätsaufkommen zu identifizieren.

  • Kriminologische Einordnung des ländlichen Raums
  • Analyse sozio-ökonomischer Faktoren und ihrer Wirkung auf Kriminalität
  • Untersuchung der Rolle informeller sozialer Kontrolle
  • Empirische Auswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS)
  • Vergleich von Raumstrukturen und Kriminalitätsbelastungen

Auszug aus dem Buch

Soziale Kontrolle – Fluch oder Segen?

Das Auftreten oder Nichtauftreten des abweichenden Verhaltens hängt u. a. vom Grad der ländlichen sozialen – (formellen und informellen) – Kontrollstrukturen („rural social control“) ab. Dies führt zu der Frage, welche sozialen Kontrollstrukturen dazu beitragen, welche Arten von abweichendem Verhalten sichtbar werden oder unsichtbar bleiben. Die sichtbaren – registrierten – Straftaten sind in der Stadt mehr als auf dem Land. Für das Land wird angenommen, dass die stärkere soziale Kontrolle bzw. die soziale Organisation dem abweichenden Verhalten entgegenwirkt und somit die sichtbare Kriminalität geringer als in der Stadt ausfällt. Das abweichende Verhalten steht als Synonym für Verhaltensweisen, die von der in einer Gemeinschaft geltenden Norm abweicht. Rechtsnormen sind nur ein Teil davon. Die geltenden Normen, wie bspw. Verhaltenserwartungen, die das gemeinsame Leben formen, werden von der Gemeinschaft festgesetzt.

Zunächst ist festzustellen, dass die informelle soziale Kontrolle das abweichende Verhalten aufhält, das mit den gemeinsamen Normen kollidiert. Eine Kollision würde u. a. zu sozialer Verachtung in der Gemeinschaft führen mit Folgen wie kollektiven Beschimpfungen und Rufschädigung. Bei nicht tolerierbarem, abweichendem Verhalten kann es sogar zum vollständigen Ausschluss aus der Gemeinschaft und ihren sozialen Netzwerken führen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Vernachlässigung des ländlichen Raums in der kriminologischen Forschung und definiert die Zielsetzung der Untersuchung im Kontext von Baden-Württemberg.

II. Ländliche Kriminalität: Dieses Kapitel erörtert die historische Forschungsperspektive auf ländliche Kriminalität, die Idealisierung des Dorfes als kriminalitätsarm und die ambivalente Rolle sozialer Kontrollmechanismen.

III. Raumbezogene Kriminalität: Hier werden theoretische Grundlagen (soziale Desorganisation, Routine-Activity) sowie sozio-ökonomische Faktoren und die Kriminalitätsstatistik für ländliche Räume in Baden-Württemberg detailliert analysiert.

IV. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Heterogenität ländlicher Räume und unterstreicht den Bedarf für weiterführende, datengestützte Forschung.

Schlüsselwörter

Kriminalität im ländlichen Raum, Kriminologie, soziale Kontrolle, Baden-Württemberg, PKS, Deliktsstruktur, Täterstruktur, soziale Desorganisation, Routine-Activity-Ansatz, informelle Kontrolle, Land-Stadt-Unterschiede, Kriminalitätsbelastung, Siedlungsstruktur, Sicherheitsmentalität, Prävention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Kriminalitätsaufkommen in ländlichen Räumen, um das verbreitete Bild des ländlichen Raums als "kriminalitätsfreien Ort" zu prüfen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Themen sind die Kriminologie des ländlichen Raums, soziale Kontrolle, sozio-ökonomische Einflussfaktoren und die Analyse polizeilicher Daten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, den Umfang, die Delikts- und Täterstruktur ländlicher Gebiete in Baden-Württemberg empirisch zu erfassen und die Ursachen für das Kriminalitätsbild zu ergründen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine Raumanalyse auf Basis der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) in Verbindung mit sozio-ökonomischen Daten der betroffenen Landkreise.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich theoretischen Modellen, der detaillierten Raumanalyse der baden-württembergischen Kreise und der Bewertung verschiedener Risikofaktoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ländliche Kriminalität, soziale Kontrolle, Raumbezogene Kriminalität und PKS-Daten geprägt.

Warum wird gerade der ländliche Raum in Baden-Württemberg untersucht?

Baden-Württemberg wurde gewählt, da das dortige Landeskriminalamt ausreichend Datensätze bereitstellte, die eine fundierte räumliche Analyse ermöglichen.

Welchen Einfluss hat informelle soziale Kontrolle auf die Kriminalität?

Informelle Kontrolle kann Kriminalität zwar präventiv verringern, führt jedoch gleichzeitig dazu, dass Taten schweigend toleriert werden, um die Gemeinschaftsharmonie nicht zu gefährden.

Ist die geografische Lage ein entscheidender Faktor für die Kriminalität?

Die Daten zeigen, dass die Lage allein kein ausschlaggebender Faktor ist, da selbst benachbarte Kreise stark unterschiedliche Kriminalitätsraten aufweisen können.

Ende der Leseprobe aus 63 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kriminalität im ländlichen Raum. Umfang, Delikts- und Täterstruktur
Hochschule
Freie Universität Berlin
Autor
Delal Askin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
63
Katalognummer
V900059
ISBN (eBook)
9783346215376
ISBN (Buch)
9783346215383
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kriminologie Ländlicher Raum Rural Crime Baden-Württemberg Rural Crime Germany Kriminalität im ländlichen Raum Polizeiliche Kriminalstatistik Sozio-ökonomische Risikofaktoren Bild der ländlichen Kriminalität Täterstruktur Deliktsstruktur Strafrecht Jura Daten der ländlichen Kriminalität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Delal Askin (Autor:in), 2019, Kriminalität im ländlichen Raum. Umfang, Delikts- und Täterstruktur, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/900059
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