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Russlanddeutsche Spätaussiedler und Aspekte ihrer Integration in Deutschland

Titel: Russlanddeutsche Spätaussiedler und Aspekte ihrer Integration in Deutschland

Hausarbeit , 2007 , 31 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Johann Strese (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird ein kleiner Überblick zur Situation der Russlanddeutschen in der Bundesrepublik Deutschland gegeben. Außerdem werden ein Einblick in die Geschichte dieser Menschen verschafft und einige Integrationsmaßnahmen des Bundes vorgestellt. Aber auch ihre Probleme und Schwierigkeiten in der deutschen Gesellschaft finden Erwähnung. Im Anschluss werden drei Integrationskonzepte für Spätaussiedler vorgestellt und kritisch hinterfragt.

Der Begriff „Integration“ ist nicht unumstritten, kann ihn doch jeder nach Bedarf für sich selbst auslegen. Oft sind die geführten Diskussionen sehr kontrovers und kommen nur selten auf einen gemeinsamen. Die Integrationsforderer verlangen eine Anpassung der Zuwanderer an die hiesige deutsche Gesellschaft, denn nur zu gern zählt man negative Beispiele von „Desintegration“ auf, die sich auch in Form von Gesetzesverstößen niederschlagen. Diese Forderung ist jedoch oft sehr pauschal formuliert und liefert nur selten wirkliche Lösungsansätze.
Dagegen fühlen sich die Zuwanderer im Ausleben ihrer kulturellen und religiösen Traditionen stark eingegrenzt und lehnen eine pauschale Verurteilung und Einmischung ab. Nicht zuletzt monieren sie die ungleiche Chanceverteilung, die für sie in den verschiedensten Bereichen zu spüren ist.
Obwohl sie Einwanderer mit Sonderstatus sind, werden auch russlanddeutsche Spätaussiedler nicht aus der Integrationsdebatte ausgeklammert. Lange Zeit galt diese Gruppe als besonders anpassungsfähig und somit als integriert in die deutsche Gesellschaft. Doch mit dem Zusammenbruch des Ostblocks erreichte der Zustrom von Aussiedlern enorme Dimensionen. Allmählich wurde Kritik laut, diese Zuwanderer würden sich nicht integrieren wollen. In den Medien verbreiteten sich Schlagworte wie „Russenmafia“, „Klein-Moskau“ oder „Sozialschmarotzer“ im Zusammenhang mit den Spätaussiedlern.


[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Geschichte der Russlanddeutschen

2.1. Einwanderung nach Russland

2.2. Aussiedlung in die Bundesrepublik Deutschland

3. Integrationsmaßnahmen für Russlanddeutsche

3.1. Bis 1992

3.2. Nach 1992

4. Aspekte der Integration von Aussiedlern und Spätaussiedlern aus der ehemaligen Sowjetunion

4.1. Sprachkenntnisse

4.2. Segregation

4.3. Aussiedlerkriminalität

4.4. Berufliche Integration

4.5. Bildungssituation

5. Russlanddeutsche im aktuellen bundesweiten Integrationskontext

5.1. „Integration von Spätaussiedlern in Bayern“

5.2. „Handlungskonzept zur Integration der Spätaussiedler/-innen aus der ehem. UdSSR und ihren Familienangehörigen in Essen“

5.3. „Identität und Integration – Ein Integrationsangebot für Spätaussiedler in Ergänzung zum Integrationskurs“

5.4. Zusammenfassung

6. Schlussbemerkung

7. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Integrationssituation von russlanddeutschen Spätaussiedlern in Deutschland, beleuchtet historische Hintergründe, staatliche Maßnahmen sowie spezifische Problemlagen wie Sprachdefizite, berufliche Dequalifizierung und Segregation, um abschließend verschiedene Integrationskonzepte kritisch zu evaluieren.

  • Historische Entwicklung der Ansiedlung und Zuwanderung von Russlanddeutschen
  • Analyse staatlicher Integrationsmaßnahmen vor und nach 1992
  • Untersuchung zentraler Integrationsaspekte: Sprache, Wohnen, Kriminalität, Beruf und Bildung
  • Kritische Gegenüberstellung aktueller Integrationskonzepte aus Bayern, Essen und auf Bundesebene
  • Diskussion über nachhaltige Ansätze zur Förderung der Partizipation und Identitätsbildung

Auszug aus dem Buch

4.1. Sprachkenntnisse

Wenn bis Ende der 1980er Jahre noch die meisten Aussiedler über ausreichende Deutschkenntnisse verfügten, so hat sich dies bis in die Mitte der 1990er Jahre drastisch geändert. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Vor dem Zusammenbruch der ehemaligen Sowjetunion und den sozialistischen Ländern Osteuropas bemühten sich vorwiegend Gruppen um eine Ausreise, die eine relativ starke ethnische Bindung zum „Deutschtum“ hatten und dementsprechend auch die deutsche Sprache in ihren Herkunftsregionen pflegten. Nach der Öffnung der Grenzen im Ostblock, aber auch mit dem Zerfall ganzer Wirtschaften, erhöhte sich der Auswanderungsstrom. Viele Spätaussiedler wuchsen teilweise durch die Deportation in ethnisch gemischten Kulturkreisen auf und konnten somit ihren deutschen Dialekt und ihre Kultur nur schwer pflegen. Sie waren darauf angewiesen sich der Mehrheit anzupassen und Russisch zu sprechen. Mit dem Ergebnis, dass fast ein halbes Jahrhundert nach der Deportation die darauf folgenden Generationen nur unzureichend bzw. gar nicht Deutsch sprechen konnten. Studien zum Sprachverhalten in binationalen Ehen zeigen auf, dass die Ehepartner sich meistens für das prestigeträchtigere Idiom als Familiensprache entscheiden. Was in diesem Falle überwiegend Russisch wäre (vgl. Dietz 1999: 159).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff der Integration als kontroverses Diskussionsfeld und umreißt die Problemstellung der Spätaussiedler-Situation im Kontext zunehmender gesellschaftlicher Kritik.

2. Die Geschichte der Russlanddeutschen: Dieses Kapitel zeichnet den historischen Weg von der mittelalterlichen Einwanderung nach Russland über die privilegierte Kolonisation bis hin zur Deportation und den Folgen des Zweiten Weltkriegs nach.

3. Integrationsmaßnahmen für Russlanddeutsche: Es werden die staatlichen Förderansätze verglichen, wobei die Wende von einer eher passiven Unterstützung vor 1992 hin zu restriktiveren Regelungen nach 1992 aufgezeigt wird.

4. Aspekte der Integration von Aussiedlern und Spätaussiedlern aus der ehemaligen Sowjetunion: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert spezifische Integrationshindernisse in den Bereichen Sprache, räumliche Segregation, Kriminalität, Arbeitsmarkt und Bildung.

5. Russlanddeutsche im aktuellen bundesweiten Integrationskontext: Hier werden drei konkrete Integrationskonzepte auf Landes- und kommunaler Ebene kritisch untersucht und hinsichtlich ihrer praktischen Wirksamkeit bewertet.

6. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion über die Integrationsproblematik und betont die Notwendigkeit nachhaltiger, ressourcenorientierter Förderansätze.

7. Bibliographie: Das Verzeichnis listet sämtliche verwendete wissenschaftliche Literatur sowie die herangezogenen Internetquellen auf.

Schlüsselwörter

Russlanddeutsche, Spätaussiedler, Integration, Migration, Sprachkenntnisse, Segregation, berufliche Qualifizierung, Identitätsbildung, Bildungsdefizite, Arbeitsmarktintegration, Integrationskonzepte, Sozialhilfe, Sowjetunion, Migrationspolitik, Jugendkriminalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Integration von russlanddeutschen Spätaussiedlern in die deutsche Gesellschaft, wobei besonderes Augenmerk auf die Entwicklung der Zuwanderungsgeschichte und die daraus resultierenden Herausforderungen gelegt wird.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Untersuchung abgedeckt?

Zentrale Themen sind die historische Genese, Sprachproblematiken, berufliche Dequalifizierung, Segregation, Bildungsfragen sowie die Bewertung aktueller staatlicher Integrationsmodelle.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, einen Überblick über die Situation dieser Zuwanderergruppe zu geben und kritisch zu hinterfragen, wie effektiv die existierenden Integrationskonzepte auf die aktuellen Schwierigkeiten reagieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung bestehender Fachliteratur, aktueller Statistiken sowie einer kritischen Analyse spezifischer Integrationsberichte und Handlungskonzepte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung, eine detaillierte Analyse struktureller Integrationshindernisse sowie eine vergleichende Untersuchung spezifischer Programme aus Bayern und Essen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Russlanddeutsche, Spätaussiedler, Integration, Sprachförderung und soziale Partizipation.

Wie unterscheidet sich die Integrationserfahrung der frühen Aussiedler von denen nach 1992?

Während frühe Einwanderer von einem positiven Arbeitsmarkt und besseren Deutschkenntnissen profitierten, stießen Spätaussiedler ab 1992 auf verschärfte Bedingungen und einen zunehmenden Integrationsbedarf.

Welche Rolle spielen Sprachkenntnisse für die Integration?

Der Autor identifiziert mangelnde Sprachkenntnisse als einen der Hauptfaktoren für berufliche Dequalifizierung und soziale Isolation, kritisiert jedoch zugleich die Kürzung der Kursdauern durch den Bund.

Wie bewertet die Arbeit das Konzept „Identität und Integration“?

Das Konzept wird als positiver Schritt begrüßt, da es auf praktische Erfahrungen und Eigeninitiative setzt, wobei der Autor die Erweiterung des Zielgruppen-Altersrahmens anmahnt.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Russlanddeutsche Spätaussiedler und Aspekte ihrer Integration in Deutschland
Hochschule
Universität Potsdam  (Intitut für Geographie)
Veranstaltung
Integration und soziale Partizipation von Migranten
Note
1,7
Autor
Johann Strese (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
31
Katalognummer
V89599
ISBN (eBook)
9783638036627
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Russlanddeutsche Spätaussiedler Aspekte Integration Deutschland Integration Partizipation Migranten Assimilation Kriminalität Einwanderung Zuwanderung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johann Strese (Autor:in), 2007, Russlanddeutsche Spätaussiedler und Aspekte ihrer Integration in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/89599
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Leseprobe aus  31  Seiten
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