Dieses Buch soll dazu beitragen, unsere vierbeinigen Freunde besser zu verstehen und übliche Fehler in der Erziehung zu vermeiden.
Anschaulich werden die normalen Verhaltensweisen unserer Hunde geschildert und der Weg vom "Verstehen" über "Verständigung" bis hin zum Aufbau einer harmonischen Beziehung mit dem Partner Hund aufgezeigt. Anhand von Fallbeispielen wird gezeigt, w i e man das Verhalten seines Hundes beurteilt und w i e man ohne Einsatz von Leckerli, Gewalt oder Psychoterror den Hund zu einem idealen Partner macht.
Vom "normalen" Hundeverhalten (das nicht unbedingt erwünscht ist) über das Lern- und Lehrverhalten bis hin zur Beziehung zwischen Hund und Mensch wird der Weg gezeigt. Anhand von Beispielen wird erklärt, wie man "normales", aber unerwünschtes Verhalten in erwünschtes Verhalten ändert und vieles mehr.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort:
Ein Hund ist ein Hund, ist ein Hund.
Teil 1 - Verhalten
Was ist das - Hundeverhalten?
Die Entwicklungsphasen des Hundes
Hilfe, mein Hund verhält sich
Von Affen und Wölfen
Ansichten, Einsichten, Aussichten?
Teil 2 - Was tun wenn
Mein Hund - das (un-)bekannte Wesen?
Teil 3 - Lernen und Lehren
Lernen und Lehren
3. Was ist Lehren?
Gehe nicht vor mir,
Was ist Aufmerksamkeit?
Teil 4 - Problemhunde gibt es nicht!
That's Life - Voll aus dem Leben
Anhang - Guck mal, wer da zieht
Wann zieht der Hund?
Halsband und Co
Wer zieht denn nur wirklich?
Temperamente sind verschieden
Das Anlegen des Brustgeschirrs
Gewöhnung an das Brustgeschirr und Leine
Das Stopp!
Übung 1 - Slowly = Langsam
Übung 2 - Slalom
der Abenteuer-Spaziergang
Richtungswechsel
Zu guter Letzt
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, Hundebesitzern ein tiefgreifendes Verständnis für die natürliche Psychologie und das Verhalten ihrer Vierbeiner zu vermitteln. Im Fokus steht dabei die Etablierung einer stressfreien, harmonischen Beziehung zwischen Mensch und Hund, frei von veralteten Dominanztheorien und gewaltbasierten Erziehungsmethoden.
- Analyse und Dekodierung des natürlichen Hundeverhaltens
- Kritische Auseinandersetzung mit der "Dominanztheorie"
- Bedeutung der Entwicklungsphasen für die Erziehung
- Gewaltfreie Kommunikation und Leinenführung
- Bedeutung von Vertrauen und Respekt in der Mensch-Hund-Beziehung
Auszug aus dem Buch
Das ist das - Hundeverhalten?
Verhalten beschreibt alle Lebensäußerungen. Bei Tieren setzt es sich allgemein zusammen aus:
a) Bewegungen (gehen, liegen, strecken, usw.)
b) Lautäußerungen (bellen, quietschen, jaulen, knurren, usw.)
c) Körperhaltungen (gähnen, Kopfhoch, Kopftief, usw.)
Hierzu gehören aber auch Veränderungen wie Farbwechsel oder Gerüche, die der Verständigung dienen können. Verhaltensweisen können angeboren, erworben oder durch Erfahrungen verändert worden sein.
In der Verhaltenstherapie unterscheiden wir zwischen:
a) normalem Verhalten
b) abnormalem Verhalten
c) erwünschtem Verhalten
d) unerwünschtem Verhalten
Dabei kann normales Verhalten vom Menschen unerwünscht sein und abnormales Verhalten kann vom Menschen erwünscht sein. Äußerste Vorsicht ist geboten, wenn normales Verhalten abtrainiert werden soll. Häufig fügt man seinem Hund damit Schaden zu. Die meisten unerwünschten Verhaltensweisen unserer Vierbeiner beruhen entweder auf „normalen Verhaltensweisen“ oder sind „erlerntes Verhalten“, das wir Menschen ihnen oft genug selbst „beigebracht“ haben – sei es bewusst oder unbewusst.
Zusammenfassung der Kapitel
Teil 1 - Verhalten: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des hündischen Verhaltens, die verschiedenen Entwicklungsphasen und zeigt auf, warum viele vermeintliche Probleme eigentlich natürliche Kommunikationsformen sind.
Teil 2 - Was tun wenn: Hier wird der Fokus auf spezifische Alltagssituationen und Missverständnisse zwischen Mensch und Hund gelegt, um die Kommunikation im Zusammenleben zu verbessern.
Teil 3 - Lernen und Lehren: Dieser Abschnitt widmet sich den wissenschaftlichen Aspekten des Lernverhaltens beim Hund sowie der Verantwortung des Menschen als Lehrer und Erzieher.
Teil 4 - Problemhunde gibt es nicht!: Das Kapitel räumt mit dem Begriff des "Problemhundes" auf und zeigt, dass Verhaltensschwierigkeiten meist hausgemacht sind und durch Vertrauensaufbau gelöst werden können.
Schlüsselwörter
Hundeverhalten, Hundeerziehung, Bindung, positive Verstärkung, Kommunikation, Hundepsychologie, Dominanztheorie, Angstverhalten, Welpenentwicklung, Vertrauen, Körpersprache, Leinenführung, Artgerechtes Leben, Hundeschule, Stressvermeidung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?
Das Buch vermittelt ein grundlegendes Verständnis für das Wesen des Hundes, um durch Wissen und Empathie eine harmonische, gewaltfreie Beziehung zwischen Mensch und Hund aufzubauen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Themen sind unter anderem das natürliche Verhalten des Hundes, die Phasen seiner Entwicklung, die richtige Kommunikation, gewaltfreie Lernmethoden und die Lösung von Alltagsproblemen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Leser davon zu überzeugen, dass Dominanz-Training veraltet ist und durch eine Beziehung ersetzt werden sollte, die auf gegenseitigem Vertrauen und Respekt basiert.
Welche wissenschaftliche Methode liegt dem Werk zugrunde?
Die Autorin stützt sich auf jahrelange praktische Erfahrung sowie auf verhaltensbiologische Erkenntnisse, die das soziale Wesen des Hundes in den Mittelpunkt stellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert, wie Hunde kommunizieren, warum sie sich in bestimmten Situationen zeigen, wie sie lernen und wie der Mensch als fairer Partner agieren kann.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diesen Ratgeber?
Hundeerziehung ohne Gewalt, Aufbau von Vertrauen, Verständnis der "Hundesprache" und Kritik an veralteten Erziehungskonzepten.
Warum lehnt die Autorin die Dominanztheorie bei Hunden ab?
Da wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass Hunde keine Wölfe sind und nicht in einer starren Rudel-Hierarchie leben, ist die Annahme einer menschlichen Dominanz-Position fachlich unbegründet und schadet der Bindung.
Wie sollte man nach Ansicht der Autorin mit "unerwünschtem" Verhalten umgehen?
Anstatt das Verhalten zu bestrafen, sollte der Halter nach den Ursachen suchen – etwa in Stress, Angst oder Missverständnissen – und diese durch positive Anleitung korrigieren.
- Arbeit zitieren
- Angie Mienk (Autor:in), 2008, Hunde verstehen und besser erziehen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/88474