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Die frühe Entwicklung des Berufs der Sozialen Arbeit mit speziellem Blick auf die Frauenbewegung und unter Mitwirkung jüdischer Frauen, gegen Ende des 19. Jhd. bis ca. 1920

Titel: Die frühe Entwicklung des Berufs der Sozialen Arbeit mit speziellem Blick auf die Frauenbewegung und unter Mitwirkung jüdischer Frauen, gegen Ende des 19. Jhd. bis ca. 1920

Hausarbeit , 2007 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sandra Bräutigam-Schifano (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Mitte des 19. Jhd. erkämpften Frauenbewegungen mehr Rechte für sich. Die traditionelle Arbeit der Frauen veränderte sich rapide, durch die zunehmende Industrialisierung. Frauen unterer Schichten erfuhren in dieser Zeit eine Doppelbelastung, aufgrund ökokomischer Schieflagen. Die Frauen des Bürgertums waren entlastet durch Dienstmägde und Kindermädchen, aber auch durch Fortschritte in der Technik. Dennoch blieb ihnen eine höhere Bildung und Berufstätigkeit verwehrt. Diese Frauen suchten nach neuen Handlungsfeldern. Im Bereich der „socialen Fürsorge“ eröffneten sich für den weiblichen Mittelstand diese Handlungsräume. Sie dienten aber nicht als Erwerbsberuf, sondern waren die soziale Verpflichtung des bürgerlichen Mittelstands gegenüber den unteren Schichten. Bürgerliche Frauen sollten ihre angeborenen Fähigkeiten der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, indem sie sich sozial engagierten. Dieses Engagement verstand sich nicht als Berufstätigkeit, sondern als Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft. Henriette Schrader-Breymann formulierte den Begriff „Mütterlichkeit“, d.h. die Fähigkeit und Begabung der Frau im Bereich der Erziehung, Pflege, Fürsorge, Emotionalität und Zuwendung. Alice Salomon schaffte eine soziale Ausbildung, die die soziale und fachliche Eignung des ehrenamtlichen Engagements unterstützen sollte. Eine berufliche Qualifikation im Sinne von Erwerbstätigkeit spielte dabei keine Rolle. Mit der zunehmenden Frage nach Personal in der Armenpflege wandelte sich die dienende soziale Arbeit der Frau zur Sozialarbeit, in der es weniger um ehrenamtliches Engagement als um Erwerbstätigkeit ging. Das Tätigkeitsfeld der Sozialen Arbeit öffnete sich jetzt auch den anderen Bevölkerungsschichten. (vgl. Kerntext Modul 01a)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ursprünge der Sozialen Arbeit

2.1. Folgen der Industriealisierung

2.2. Situation der bürgerlichen Frau im 19. Jhd.

2.3. Mütterlichkeit – Weibliche Kulturleistung

3. Entwicklung der Frauenbewegung

3.1. Frauenvereine – Frauenbewegung

3.2. Die Mädchen- und Frauengruppen in Berlin

4. Jüdinnen in der Sozialen Arbeit

4.1. Traditionelles Judentum – Die Rolle der Frau

4.2. Assimilation ins deutsche Bürgertum

4.3. Jüdinnen in bürgerlichen Wohltätigkeitsvereinen

5. Das Wirken von Alice Salomon und ihr Einfluss auf die Soziale Arbeit

5.1. Alice Salomon – Kurzbiographie

5.2. Ihr Beitrag zur Sozialen Arbeit

6. Verberuflichung der Sozialen Arbeit

6.1. Erste Ausbildungsstätten

6.2. Soziale Frauenschulen

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die frühe Entwicklung der Sozialen Arbeit als Berufsfeld zwischen 1890 und 1920, mit einem besonderen Fokus auf die Rolle der bürgerlichen Frauenbewegung und die spezifischen Beiträge jüdischer Frauen. Dabei wird analysiert, wie gesellschaftliche Veränderungen, das Konzept der "Mütterlichkeit" und die Emanzipationsbestrebungen der Zeit zur Institutionalisierung und Professionalisierung sozialer Berufe führten.

  • Die Auswirkungen der Industrialisierung auf die soziale Lage und die Frauenrolle.
  • Die Bedeutung der "geistigen Mütterlichkeit" als Legitimation für das soziale Engagement bürgerlicher Frauen.
  • Die Rolle jüdischer Frauen und deren Integration in bürgerliche Wohltätigkeitsstrukturen.
  • Alice Salomons Einfluss auf die Konzeption und Institutionalisierung der Sozialen Arbeit.
  • Der Übergang von ehrenamtlicher Wohltätigkeit zur berufsbezogenen Sozialarbeit.

Auszug aus dem Buch

5.2. Ihr Beitrag zur Sozialen Arbeit

„Ihre besondere Leistung bestand darin, die Vorstellungen der bürgerlichen Frauenbewegung von der besonderen Kulturaufgabe der Frau mit dem Gedanken des sozialen Friedens und der sozialen Verantwortung der gehobenen Klassen, ... zu verbinden zu dem Konzept der besonderen Eignung und Verpflichtung der bürgerlichen Frau, durch soziale Arbeit an der Erhaltung des sozialen Friedens mitzuwirken.“(Zitat, Sachße 1994, S.116)

Dieses Zitat steht als Beispiel für Salomons Leitbild, dass die Entwicklung sozialer Arbeit als Frauenberuf bestimmte.

Salomon gehörte zum gemäßigten Flügel der bürgerlichen Frauenbewegung, der sich mit der Organisation der Wohlfahrtspflege beschäftigte. (vgl. Zeller 1994, S.34) Seit 1893 arbeitete sie in der „Mädchen- und Frauengruppe für soziale Hilfsarbeit“ mit, unter Anleitung Jeanette Schwerins. Jeanette Schwerin war Salomons Mentorin und beeinflusste ihre „Lebensaufgabe“ - die Soziale Arbeit, entscheidend mit. (vgl. Fassmann 1996, S.258) Mit der ehrenamtlichen Tätigkeit, wurde sie mit dem Elend der Arbeiterfrauen und Kinder vertraut. Alice Salomon forderte bürgerliche Frauen zur sozialen Hilfstätigkeit auf, um aus dem bürgerlichen Dasein und der damit verbundenen „Leere“ zu entkommen (vgl. Brehmer 1990, S.224) Speziell unverheiratete Frauen sollten die Massenarmut als Herausforderung annehmen und durch soziales Engagement, eine spezifisch „weibliche Kulturleistung“ vollbringen (vgl. Mütterlichkeit Kap. 2.3.) Wohltätigkeit war für Salomon nicht Barmherzigkeit, sondern ein Akt sozialer Gerechtigkeit (vgl. Fassmann 1996, S.259)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Ausgangslage der Sozialen Arbeit im 19. Jahrhundert ein und umreißt die Zielsetzung der Arbeit, die bürgerliche Frauenbewegung und das Wirken Alice Salomons zu beleuchten.

2. Ursprünge der Sozialen Arbeit: Das Kapitel analysiert die durch Industrialisierung verursachten sozialen Notlagen und den Wandel der Frauenrolle, wobei der Begriff der "Mütterlichkeit" als zentrale Legitimationsgrundlage für bürgerliches Engagement eingeführt wird.

3. Entwicklung der Frauenbewegung: Hier wird die Entstehung organisierter Frauenvereine, deren Ziele bezüglich Bildung und Emanzipation sowie die Gründung der "Mädchen- und Frauengruppen" in Berlin als Vorläufer der organisierten Sozialarbeit behandelt.

4. Jüdinnen in der Sozialen Arbeit: Dieses Kapitel beleuchtet die Rolle jüdischer Frauen, deren Assimilation in das deutsche Bürgertum und ihr verstärktes Engagement in konfessionslosen Wohltätigkeitsvereinen vor dem Hintergrund religiöser Gebote wie "Zedakah".

5. Das Wirken von Alice Salomon und ihr Einfluss auf die Soziale Arbeit: Das Kapitel widmet sich der Biografie und dem maßgeblichen Beitrag Salomons zur Institutionalisierung der Sozialen Arbeit sowie ihrer Definition derselben als soziale Pflicht und Profession.

6. Verberuflichung der Sozialen Arbeit: Die Entstehung der ersten Jahreskurse und sozialen Frauenschulen wird hier als zentraler Schritt von der ehrenamtlichen Tätigkeit zum strukturierten, fachlich qualifizierten Ausbildungsberuf dargestellt.

7. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst den Bogen von den gesellschaftlichen Umbrüchen des 19. Jahrhunderts bis zur Etablierung der Sozialen Arbeit als Profession unter der Mitwirkung der Frauenbewegung und Alice Salomon zusammen.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Frauenbewegung, Industrialisierung, Mütterlichkeit, Alice Salomon, Wohltätigkeit, Jüdinnen, Emanzipation, Profession, Sozialethik, Frauenberuf, Ausbildung, Wohlfahrtspflege, Kulturleistung, Armenpflege.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Entstehung der Sozialen Arbeit als Berufsfeld zwischen 1890 und 1920 und untersucht, welchen maßgeblichen Anteil die bürgerliche Frauenbewegung und jüdische Frauen dabei hatten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen der Industrialisierung, das Konzept der "Mütterlichkeit", die Entwicklung von Frauenvereinen, die Rolle jüdischer Frauen bei der Emanzipation sowie die Professionalisierung sozialer Ausbildungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich durch das Engagement bürgerlicher Frauen ein neues soziales Handlungsfeld entwickelte und wie durch Pionierinnen wie Alice Salomon eine strukturierte berufliche Qualifizierung für soziale Arbeit entstand.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden theoretischen Auseinandersetzung mit der Fachliteratur und historischen Quellen, um die Zusammenhänge zwischen Frauenbewegung, sozialem Engagement und der Entstehung sozialer Berufe darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Ursprünge der Sozialen Arbeit (Industrialisierung, Mütterlichkeit), die Entwicklung der Frauenbewegung, die Rolle jüdischer Frauen, das Wirken Alice Salomons und die Institutionalisierung durch erste Frauenschulen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Soziale Arbeit, Frauenbewegung, Alice Salomon, Mütterlichkeit, Professionalisierung, Emanzipation und wohltätiges Engagement.

Welche Bedeutung hatte der Begriff "Mütterlichkeit" in diesem Kontext?

"Mütterlichkeit" wurde von der Frauenbewegung genutzt, um soziale Hilfeleistungen außerhalb der Familie als spezifisch weibliche "Kulturleistung" zu legitimieren und gesellschaftlich zu etablieren.

Warum spielt die Rolle jüdischer Frauen eine besondere Rolle in der Arbeit?

Jüdische Frauen engagierten sich überdurchschnittlich stark in bürgerlichen Wohltätigkeitsvereinen, da dies für sie eine Möglichkeit der Assimilation und der gesellschaftlichen Teilhabe darstellte.

Welche Rolle spielte Alice Salomon konkret für die Institutionalisierung?

Alice Salomon gründete die erste überkonfessionelle soziale Frauenschule in Deutschland und entwickelte Curricula, wodurch sie die Soziale Arbeit von einer rein ehrenamtlichen Wohltätigkeit zur fachlich qualifizierten Profession erhob.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die frühe Entwicklung des Berufs der Sozialen Arbeit mit speziellem Blick auf die Frauenbewegung und unter Mitwirkung jüdischer Frauen, gegen Ende des 19. Jhd. bis ca. 1920
Hochschule
Hochschule Koblenz (ehem. FH Koblenz)
Veranstaltung
basa-online
Note
1,0
Autor
Sandra Bräutigam-Schifano (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
23
Katalognummer
V87928
ISBN (eBook)
9783638037723
ISBN (Buch)
9783638934985
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entwicklung Berufs Sozialen Arbeit Blick Frauenbewegung Mitwirkung Frauen Ende
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sandra Bräutigam-Schifano (Autor:in), 2007, Die frühe Entwicklung des Berufs der Sozialen Arbeit mit speziellem Blick auf die Frauenbewegung und unter Mitwirkung jüdischer Frauen, gegen Ende des 19. Jhd. bis ca. 1920, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/87928
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Leseprobe aus  23  Seiten
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