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Martin Luther King und die Anti-Atomkraftbewegung - Vergleichende Analyse des Konzepts des gewaltlosen Widerstands

Titel: Martin Luther King und die Anti-Atomkraftbewegung - Vergleichende Analyse des Konzepts des gewaltlosen Widerstands

Bachelorarbeit , 2006 , 41 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Sebastian Kentsch (Autor:in)

Geschichte Europas - Neueste Geschichte, Europäische Einigung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Thema der Bachelorarbeit sollen im Wesentlichen die Anti-AKW-Bewegung und die Bürgerrechtsbewegung sein. Schwerpunkt hierbei bilden die konzeptionellen Vorstellungen von Widerstand. Der Begriff des gewaltfreien Widerstand stellt einen zentralen Aspekt der Arbeit dar. Im Kontext der Arbeit wird versucht zu belegen oder auch zu widerlegen, inwiefern das Konzept des gewaltfreien Widerstands, repräsentiert durch Martin Luther King, sich auch in der Anti-AKW-Bewegung widerspiegelt. Ein Vergleich des Begriffs des gewaltlosen Widerstands von Martin Luther King mit Konzepten des Widerstands der Antiatomkraftbewegung ist Grundlage der Arbeit.
Einleitend um in die Thematik einzusteigen, erfolgt eine Definition des Gewalt -und des Widerstandsbegriffs.
Im Mittelpunkt der Arbeit steht wie bereits dargestellt der Vergleich der Konzeptionen der Antiatomkraftbewegung mit der Bürgerrechtsbewegung.
An Hand eines konkreten Fallbeispieles soll im letzten Kapitel der Analyse die Widerstandsform/-en und das Bild der AKW-Gegner in der Öffentlichkeit betrachtet werden. Für diese Auswertung wird der Augenzeugenbericht des Pastors Ulfrid Kleinert hinzugezogen. In dem Augenzeugenbericht schildert Ulfrid Kleinert die Tage der Demonstration vom 25. bis zum 28. Februar 1981 in Brokdorf.
Das Fallbeispiel erlaubt eine Betrachtung der praktischen Anwendung der konzeptionellen Vorstellungen. Vergleich und Einblick in die Widerstandskonzepte nicht nur auf theoretischer Basis, sondern auch auf praktischer wird so ermöglicht.
Abschließend werden in einem Resumée alle wichtigen Aspekte der Arbeit zusammenfassend erläutert. Weiterhin wird auf die Leitfrage der Thematik eingegangen.
Als Quellengrundlage dienen hauptsächlich Primärquellen von Akteuren der Antiatomkraftbewegung und von Martin Luther King. Aus diesem Grund ist das ganze Quellenmaterial differenziert zu betrachten. Persönliche Meinungen und Einschätzungen fließen in die Schilderungen von kirchlichen Mitgliedern in den Bürgerinitiativen, wie beispielsweise dem Pastor Kleinert und Martin Luther King mit ein. Somit gilt es die persönliche Intention und Empfindung der Autoren herauszufiltern um nur das für die Analyse relevante Material zu erhalten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Widerstands- / Gewaltbegriff

3. Widerstandskonzepte

3.1 Martin Luther King

3.2 Antiatomkraftbewegung

3.3 Vergleich des Widerstandskonzepts/Widerstandsbegriffs von Martin Luther King mit dem der Anti-AKW-Bewegung

4. 25.-28. Februar 1981 - Widerstand in Brokdorf- Analyse eines Augenzeugenberichts

4.1 Einordnung der Demonstration in den Kontext der Anti-AKW-Bewegung

4.2 Widerstandsform/-en

4.3 Bild der AKW- Gegner in der Öffentlichkeit

5. Resumée

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Einfluss des Konzepts des gewaltfreien Widerstands nach Martin Luther King auf die deutsche Anti-Atomkraftbewegung der 1970er und 1980er Jahre. Anhand theoretischer Grundlagen und einer Fallstudie zur Demonstration in Brokdorf (1981) wird analysiert, inwiefern die gewaltfreien Strategien der Bürgerrechtsbewegung in den Protesten gegen Atomkraftwerke Anwendung fanden.

  • Theoretische Auseinandersetzung mit Gewalt- und Widerstandsbegriffen.
  • Analyse des gewaltfreien Konzepts von Martin Luther King (Bürgerrechtsbewegung).
  • Untersuchung der Widerstandsformen in der Anti-Atomkraftbewegung.
  • Fallstudie: Analyse eines Augenzeugenberichts zur Brokdorf-Demonstration 1981.
  • Diskussion über das öffentliche Bild von AKW-Gegnern und Medieneinflüsse.

Auszug aus dem Buch

3.1 Martin Luther King

Im Zuge der Bürgerrechtsbewegung in den USA in den 60er Jahren für die Gleichberechtigung des farbigen Bevölkerungsteils predigt Martin Luther King immer wieder die Gewaltlosigkeit und prägt dadurch das Konzept des gewaltlosen Widerstands. Er nimmt an verschiedenen Demonstrationen teil und versucht zwischen den Gegnern der Bürgerrechtsbewegung und den Befürwortern zu vermitteln. Dabei arbeitet er eng mit der National Association for Advancement of Colored People (NAACP) zusammen. Deutlich wird diese Zusammenarbeit auch in Bezug auf die Wahl der Widerstandsform gegen die Diskriminierung der „Schwarzen“ in Amerika. In seinem Buch „Why we can´t wait“, bezieht sich King auf eine Doktrin, die von der NAACP verfasst wurde. Diese Doktrin proklamiert unter anderem die für King wichtige Gewaltlosigkeit. Blinde Selbstjustiz sowie physische Gewalt stellen keine Lösung bzw. Ansatzpunkt für den Gewinn von Freiheit dar.

„The doctrine they preached was a nonviolent doctrine. It was not a doctrine that made their followers yearn for revenge but one that called upon them to champion change. It was not a doctrine that asked an eye for an eye but one that summoned men to seek to open the eyes of blind prejudice. The Negro turned his back on force not only because he knew he could not win his freedom through physical force but also because he believed that through physical force he could lose his soul.“

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Bürgerrechtsbewegung und der Anti-AKW-Bewegung ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der konzeptionellen Übertragbarkeit des gewaltfreien Widerstands.

2. Widerstands- / Gewaltbegriff: Dieses Kapitel erörtert verschiedene Definitionen von Widerstand und Gewalt, um ein theoretisches Fundament für die anschließende Analyse zu legen.

3. Widerstandskonzepte: Hier werden die Konzepte von Martin Luther King und der Anti-Atomkraftbewegung gegenübergestellt und auf ihre Übereinstimmungen und Unterschiede hin untersucht.

4. 25.-28. Februar 1981 - Widerstand in Brokdorf- Analyse eines Augenzeugenberichts: Anhand von Berichten über die Brokdorf-Demonstration wird die praktische Umsetzung sowie die Herausforderungen gewaltfreien Handelns analysiert, wobei auch die Rolle der Medien thematisiert wird.

5. Resumée: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und resümiert die begrenzte, aber vorhandene Übertragbarkeit des King’schen Konzepts auf den kirchlich geprägten Teil der Anti-AKW-Bewegung.

Schlüsselwörter

Widerstand, Gewaltfreiheit, Martin Luther King, Anti-Atomkraftbewegung, Bürgerrechtsbewegung, Brokdorf, ziviler Ungehorsam, Gewaltbegriff, Demonstration, Augenzeugenbericht, Kirche, Pazifismus, direkte Aktion, Kriminalisierung, Widerstandskonzept

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, ob und inwieweit das Konzept des gewaltfreien Widerstands von Martin Luther King als Vorbild für die deutsche Anti-Atomkraftbewegung gedient hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der theoretische Gewalt- und Widerstandsbegriff, die Bürgerrechtsbewegung in den USA sowie der Protest gegen Atomkraftwerke in Deutschland, insbesondere das Beispiel Brokdorf.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die konzeptionellen Vorstellungen von Widerstand beider Bewegungen zu vergleichen und zu prüfen, ob die gewaltfreie Philosophie Kings sich in der Praxis der Anti-AKW-Bewegung widerspiegelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die auf der Auswertung von Primärquellen, Literatur und einem konkreten Fallbeispiel (Augenzeugenbericht zur Demonstration in Brokdorf 1981) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsklärung, die Darstellung der Widerstandskonzepte beider Bewegungen sowie die detaillierte Analyse der Brokdorf-Demonstration und deren öffentlicher Wahrnehmung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Widerstand, Gewaltfreiheit, Martin Luther King, Anti-Atomkraftbewegung, Bürgerrechtsbewegung, Brokdorf und ziviler Ungehorsam.

Warum spielt die Kirche eine Rolle in der Arbeit?

Kirchliche Vertreter waren oft Initiatoren von gewaltfreiem Protest in der Anti-AKW-Bewegung und nutzten, ähnlich wie King, religiöse Grundüberzeugungen als ethische Basis für ihren Widerstand.

Welchen Einfluss hatte die Berichterstattung auf die Bewegung?

Die Arbeit zeigt auf, dass Medien und Politik durch einseitige Berichterstattung und Kriminalisierung der Demonstranten die Stimmung vor den Protesten bewusst eskalierten, um Polizeieinsätze zu rechtfertigen.

Ende der Leseprobe aus 41 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Martin Luther King und die Anti-Atomkraftbewegung - Vergleichende Analyse des Konzepts des gewaltlosen Widerstands
Hochschule
Universität Bielefeld  (Abteilung Geschichte)
Note
2,3
Autor
Sebastian Kentsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
41
Katalognummer
V87874
ISBN (eBook)
9783638023214
ISBN (Buch)
9783638921237
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Martin Luther King Anti-Atomkraftbewegung Vergleichende Analyse Konzepts Widerstands
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Kentsch (Autor:in), 2006, Martin Luther King und die Anti-Atomkraftbewegung - Vergleichende Analyse des Konzepts des gewaltlosen Widerstands, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/87874
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Leseprobe aus  41  Seiten
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