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„Wer hat Recht?“ oder: Eine Kontroverse in der Forschung über das Verhältnis von Landrecht und Lehnrecht im Prozess gegen Heinrich den Löwen

Titel: „Wer hat Recht?“ oder: Eine Kontroverse in der Forschung über das Verhältnis von Landrecht und Lehnrecht im Prozess gegen Heinrich den Löwen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2007 , 28 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Julian Gedig (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Der Historiker, der mittelalterliche Geschichte darstellt, will er seinen Zeitgenossen verständlich sein, muß mittelalterliche Geschichte mit Begriffen darstellen, die der neueren Zeit entnommen sind.
Mittelalterliche Texte als Quellen für historische Darstellungen zu nutzen, birgt die Versuchung in sich, die für historische Darstellungen erforderlichen Begriffe schon in mittelalterlichen Texten vorzufinden. Die Erforschung der Gelnhäuser Urkunde und ihres Berichtes über den Prozeß gegen Heinrich den Löwen bietet Beispiele für die Wirksamkeit dieser Versuchung. Land- und Lehnrecht sind Begriffe, die Jahrzehnte und Jahrhunderte nach der Gelnhäuser Urkunde die Gestalt annahmen, die denen sie der Geschichtswissenschaft des 19. und 20. Jahrhunderts vertraut wurden.“
Der Historiker Gerhard Theuerkauf schrieb diese Sätze am Ende seines Aufsatzes über Heinrich den Löwen. Eine grundlegende Problematik benennt er dabei explizit:
In der Forschungsliteratur werden seit Jahrzehnten die Begriffe Landrecht und Lehnrecht verwendet, um ein ganz spezielles Ereignis, nämlich die Absprechung des herzoglichen Grundbesitzes Heinrichs des Löwen und deren Übertragung an den Erzbischof von Köln, zu beschreiben.
Die verwendeten Rechtsbegriffe kamen allerdings zur damaligen Zeit, Ende des 12. Jahrhunderts, nicht in der Art und Weise im Sprachgebrauch vor, wie sie die Historiker in ihren Aufsätzen verwenden. Die Problematik wird außerdem dadurch verschärft, dass die Begriffe zum Teil nicht synonym gebraucht werden und ihre Inhaltsseite, nämlich was es bedeutet nach Landrecht bzw. nach Lehnrecht angeklagt zu werden, nicht eindeutig geklärt ist.
Die nachfolgende Untersuchung soll versuchen aufzuzeigen, was die einzelnen Autoren unter Landrecht bzw. unter Lehnrecht verstehen, welche Argumente sie für die Aufteilung des Verfahrens gegen Heinrich den Löwen in zwei Prozesse (bzw. die Zusammenfassung in ein Verfahren) vorbringen und wie sie die Quellen heranziehen, bzw. deuten um ihre Argumentationsweise abzusichern. Dadei werden in dieser Arbeit sechs wissenschaftliche Aufsätze untersucht. Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede die sich in den Aufsätzen ergeben, werden am Ende der Arbeit zusammenfassend dargestellt. Durch diese Schritte soll versucht werden zu zeigen, ob die von den Autoren durchgeführte Aufteilung bzw. Zusammenfügung der Verfahren beim Prozess gegen Heinrich den Löwen sinnvoll erscheint oder ob die Autoren auf der Schritt der Aufteilung bzw.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Der Historische Tatbestand – Ein überblick

1.2 Vorstellung der untersuchten Texte

2. Untersuchung der wissenschaftlichen Texte

2.1 Carl Erdmann: Kaisertum und Herzogsgewalt im Zeitalter Friedrichs I.

2.2 Karl Jordan: Heinrich der Löwe – Eine Biographie

2.3 Odilo Engels: Zur Entmachtung Heinrich des Löwen

2.4 Karl Heinemeyer: Kaiser und Reichsfürst

2.5 Stefan Weinfurter: Erzbischof Philipp von Köln und der Sturz Heinrichs des Löwen

2.6 Gerhard Theuerkauf – Der Prozeß gegen Heinrich den Löwen

3. Schlussbetrachtung

3.1 Tabellarische Zusammenfassung

3.2 Wer hat Recht?

4. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die wissenschaftliche Kontroverse um den Prozess gegen Heinrich den Löwen, insbesondere die Frage, ob der historische Vorgang als ein einheitliches Verfahren nach allgemeinem Recht oder als zwei getrennte Prozesse (nach Land- und Lehnrecht) zu bewerten ist. Ziel ist es, die Argumentationsweisen verschiedener Historiker zu analysieren und deren Plausibilität kritisch gegenüberzustellen.

  • Analyse der Rechtsbegriffe Landrecht und Lehnrecht im Kontext des 12. Jahrhunderts.
  • Untersuchung von sechs wissenschaftlichen Fachaufsätzen aus dem Zeitraum 1944–1993.
  • Kritische Bewertung der These einer Zweiteilung des Verfahrens.
  • Gegenüberstellung der Forschungsmeinungen zu den Absichten Kaiser Friedrich Barbarossas.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Der Historiker, der mittelalterliche Geschichte darstellt will er seinen Zeitgenossen verständliche sein, muß mittelalterliche Geschichte mit Begriffen darstellen, die der neueren Zeit entnommen sind. Mittelalterliche Texte als Quellen für historische Darstellungen zu nutzen, birgt die Versuchung in sich, die für historische Darstellungen erforderlichen Begriffe schon in mittelalterlichen Texten vorzufinden. Die Erforschung der Gelnhäuser Urkunde und ihres Berichtes über den Prozeß gegen Heinrich den Löwen bietet Beispiele für die Wirksamkeit dieser Versuchung. Land- und Lehnrecht sind Begriffe, die Jahrzehnte und Jahrhunderte nach der Gelnhäuser Urkunde die Gestalt annahmen, die denen sie der Geschichtswissenschaft des 19. und 20. Jahrhunderts vertraut wurden.“1

Der Historiker Gerhard Theuerkauf schrieb diese Sätze am Ende seines Aufsatzes über Heinrich den Löwen. Eine grundlegende Problematik benennt er dabei explizit: In der Forschungsliteratur werden seit Jahrzehnten die Begriffe Landrecht und Lehnrecht verwendet, um ein ganz spezielles Ereignis, nämlich die Absprechung des herzoglichen Grundbesitzes Heinrichs des Löwen und deren Übertragung an den Erzbischof von Köln, zu beschreiben. Die verwendeten Rechtsbegriffe kamen allerdings zur damaligen Zeit, Ende des 12. Jahrhunderts, nicht in der Art und Weise im Sprachgebrauch vor, wie sie die Historiker in ihren Aufsätzen verwenden. Die Problematik wird außerdem dadurch verschärft, dass die Begriffe zum Teil nicht synonym gebraucht werden und ihre Inhaltsseite, nämlich was es bedeutet nach Landrecht bzw. nach Lehnrecht angeklagt zu werden, nicht eindeutig geklärt ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der historiographischen Verwendung von Rechtsbegriffen ein und skizziert den Aufbau der Untersuchung sowie die zentrale Forschungsfrage.

2. Untersuchung der wissenschaftlichen Texte: In diesem Hauptteil werden chronologisch die Positionen von sechs ausgewählten Historikern analysiert, um deren Argumentationslogik hinsichtlich der Prozessstruktur zu verstehen.

3. Schlussbetrachtung: Das Kapitel bietet eine vergleichende tabellarische Übersicht der diskutierten Forschungspositionen und zieht ein abschließendes Resümee über die Nachvollziehbarkeit der gegensätzlichen Thesen.

4. Literaturverzeichnis: Hier werden alle in der Arbeit herangezogenen wissenschaftlichen Aufsätze und Quellen systematisch aufgelistet.

Schlüsselwörter

Heinrich der Löwe, Friedrich Barbarossa, Gelnhäuser Urkunde, Landrecht, Lehnrecht, Geschichtswissenschaft, Prozessführung, Mittelalter, Historiographie, Rechtsgeschichte, Entmachtung, Staufer, Welfen, Forschungsdebatte, Urteilsfindung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der wissenschaftlichen Debatte darüber, wie der historische Prozess gegen Heinrich den Löwen rechtlich einzuordnen ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Anwendung von Land- und Lehnrecht sowie die Deutung der Rolle von Kaiser Friedrich Barbarossa in diesem Machtkampf.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, ob die Aufteilung des Prozesses in zwei unterschiedliche Rechtsverfahren (Land- und Lehnrecht) wissenschaftlich fundiert ist oder ob ein einheitliches Vorgehen vorlag.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor wendet eine chronologische komparative Analyse von sechs geschichtswissenschaftlichen Aufsätzen an, um deren jeweilige Argumentationsweise und Quelleninterpretation zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Texte von Erdmann, Jordan, Engels, Heinemeyer, Weinfurter und Theuerkauf einzeln analysiert und ihre Argumente zur Verfahrensteilung gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Rechtsgeschichte, Prozessführung im Mittelalter, Historiographie und die spezifische Kontroverse um Land- und Lehnrecht definieren den Kern dieser Arbeit.

Wie bewertet der Autor die Position von Theuerkauf?

Theuerkauf wird als Gegenspieler zur Mehrheitsmeinung dargestellt, da er als Einziger schlüssig gegen eine Zweiteilung argumentiert und das allgemeine Recht in den Vordergrund rückt.

Was ist das zentrale Dilemma der Forschung?

Das Dilemma besteht darin, dass sowohl die Befürworter als auch die Gegner der Zweiteilung plausible, aber jeweils auf unterschiedlichen Interpretationen basierende Argumente anführen, was eine eindeutige Lösung erschwert.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
„Wer hat Recht?“ oder: Eine Kontroverse in der Forschung über das Verhältnis von Landrecht und Lehnrecht im Prozess gegen Heinrich den Löwen
Hochschule
Universität Kassel  (Fachbereich Geschichte)
Veranstaltung
Der Sturz Heinrichs des Löwen
Note
2,0
Autor
Julian Gedig (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
28
Katalognummer
V87383
ISBN (eBook)
9783638031387
ISBN (Buch)
9783638929196
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Recht Eine Kontroverse Forschung Verhältnis Landrecht Lehnrecht Prozess Heinrich Löwen Sturz Heinrichs Löwen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julian Gedig (Autor:in), 2007, „Wer hat Recht?“ oder: Eine Kontroverse in der Forschung über das Verhältnis von Landrecht und Lehnrecht im Prozess gegen Heinrich den Löwen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/87383
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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