In meiner Hausarbeit mit dem Thema „Medienkompetenz und Deutschunterricht“ gehe ich zunächst auf die Erläuterungen bzw. Definitionen der verwendeten Begriffe ein. Was sind Medien und was ist Medienkompetenz überhaupt? In diesem Teil meiner Arbeit werde ich größtenteils auf Forschungsergebnisse zurückgreifen, um den Begriff, wie er von den Wissenschaftlern geprägt wurde, möglichst unverfälscht zu definieren.
Im zweiten Teil erläutere ich die Ausgangssituation der Lernenden. Ich möchte erörtern, wie Kinder mit Medien in Verbindung treten und mit ihnen aufwachsen (Mediensozialisation). Weiterhin beschreibe ich, inwieweit Schule und (Deutsch-) Unterricht an diese Situation anknüpfen müssen. Es werden einige Daten und Fakten genannt, die die heutige Nutzung von Medien verdeutlichen sollen. Man braucht eine fundierte Grundlage aus Aspekten (wie z.B. vermehrte Computernutzung), die die Notwendigkeit eines medienintegrativen Unterrichts begründen soll.
Zudem erörtere ich, was medienintegrativen Unterricht ausmacht. Was müssen Lehrende beachten, um ihren Unterricht wirklich „medienintegrativ“ nennen zu können?
Weiterhin beschreibt meine Ausarbeitung, welche Erwartungen medienintegrativer Deutschunterricht an seine Schüler stellt und welches Lernziel er beabsichtigt. An dieser Stelle wird nun der Begriff „Medienkompetenz“ wichtig. Wie erlange ich im Unterricht Medienkompetenz? Wie kann Deutschunterricht das Ziel Medienkompetenz gewährleisten? Und wann geht man kompetent mit Medien um? Auf diese Fragen werde ich im vierten Teil (4.) meiner Hausarbeit eingehen.
Da ich die praktische Umsetzung nicht ganz außer Acht lassen wollte, befasst sich der nächste Teil (5.) mit dem Unterrichtsbeispiel Ronja Räubertochter. Dabei wird in einer Klasse ein Thema anhand verschiedener medialer Formen präsentiert.
Im Schlussteil möchte ich kurz das Thema meiner Ausarbeitung kommentieren und anhand einer aktuellen Diskussion auf die Nützlichkeit von Medienkompetenz eingehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Erläuterungen:
1.1 Einleitung
1.2 Definitionen und Erläuterungen
2. Mediensozialisation
3. Medienintegrativer Deutschunterricht
3.1. Ausgangssituation
3.2 Grundannahmen des medienintegrativen Deutschunterrichts
4. Medienkompetenz im Deutschunterricht
5. Medienintegrierter Unterricht am Praxisbeispiel Ronja Räubertochter
6. Probleme schulischer Medienerziehung
7. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und praktische Umsetzung von Medienkompetenz im Deutschunterricht. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer durch einen medienintegrativen Ansatz Schülern helfen können, sich in einer von verschiedenen Medien geprägten Lebenswelt zurechtzufinden, diese kritisch zu hinterfragen und aktiv mitzugestalten.
- Theoretische Fundierung und Definition von Medienkompetenz
- Analyse der Mediensozialisation von Kindern und Jugendlichen
- Grundlagen und Chancen des medienintegrativen Deutschunterrichts
- Praktische Erprobung durch das Unterrichtsbeispiel "Ronja Räubertochter"
- Diskussion der Herausforderungen schulischer Medienerziehung
Auszug aus dem Buch
3.2 Grundannahmen des medienintegrativen Deutschunterrichts
Der medienintegrative Deutschunterricht sollte in seiner Medienauswahl flexibel und breit gefächert sein. Man sollte es vermeiden sich auf ein Medium zu beschränken, denn auch der Lehrplan verlangt es mit einer großen Anzahl an Medien zu arbeiten.
Weiterhin sollte der „moderne“ Deutschunterricht berücksichtigen, dass neben traditionellen Texten auch andere Formen von Medien heute die Gesellschaft bestimmen, tangieren und unsere Kultur mit prägen. So sollten zum einen fiktionale Formen, zu denen zum Beispiel Spielfilme und Serien zählen sowie Vermittler wie Dokumentationen und Nachrichten die „reale“ Informationen enthalten und weitergeben, in den Unterricht einfließen.
Der Unterricht sollte außerdem so angelegt sein, dass allen Schülern die Möglichkeit geboten wird, ihre bereits vorhandenen Medienkompetenzen zu integrieren und sie zu erweitern. Dabei können die Unterrichtsformen sowie die Didaktiken variieren und offen eingesetzt werden. Es ist jedoch hervorzuheben, dass diese Form des Deutschunterrichts, in dem mit unterschiedlichen Medien gearbeitet wird, nicht im Kontrast zu einem Unterricht steht, der auf „Basiskonzepte des Literaturunterrichts“ baut. Medienintegrativer Deutschunterricht kann an ihn anknüpfen und in ihn integriert werden, so dass sich moderner und alt bewährter Unterricht nicht ausschließen, sondern zusammen arbeiten.
Ein Ziel des medienintegrativen Unterrichts soll es sein, fächerübergreifend zur Medienerziehung beizutragen. Hierbei wird „Medienerziehung […] als ein Prozess verstanden, der als Zieldimension Medienkompetenz hat.“ So „[…] gehört doch zu den obersten Zielen des Faches Deutsch, dass Lernende im Umgang mit spezifischen Medientexten ihre Verstehens- und Verständigungsfähigkeiten ausbauen, die wiederum eine Grundlage für selbstbestimmtes, mündiges und sozial verantwortliches Handeln darstellt.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Erläuterungen: Die Einleitung steckt das Thema ab, definiert grundlegende Begriffe wie Medien und Medienkompetenz und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit.
2. Mediensozialisation: Dieses Kapitel erläutert, wie Kinder in einer modernen Mediengesellschaft aufwachsen und welche Rolle Familie, Schule und Altersgruppe beim Kompetenzerwerb spielen.
3. Medienintegrativer Deutschunterricht: Es wird die Ausgangssituation beschrieben und dargelegt, warum und wie moderner Deutschunterricht über klassische Texte hinausgehen und verschiedene Medien einbinden muss.
4. Medienkompetenz im Deutschunterricht: Hier werden theoretische Dimensionen der Medienkompetenz (Analyse, Kritik, Nutzung, Gestaltung) detailliert vorgestellt und in den Kontext des Unterrichts gestellt.
5. Medienintegrierter Unterricht am Praxisbeispiel Ronja Räubertochter: Dieses Kapitel veranschaulicht anhand eines konkreten Praxisbeispiels, wie verschiedene mediale Formen wie Buch, Film, Theater und CD-ROM motivierend im Unterricht vernetzt werden können.
6. Probleme schulischer Medienerziehung: Es werden Hürden thematisiert, darunter fehlende fachspezifische Strukturen, konservative Lehrpläne und die Notwendigkeit kontinuierlicher Lehrerfortbildung.
7. Schluss: Das Fazit bekräftigt die Aktualität des Themas und plädiert für eine stärkere Verankerung der Medienbildung im Schulalltag.
Schlüsselwörter
Medienkompetenz, Deutschunterricht, Mediensozialisation, Medienerziehung, Medienintegration, Medienverbund, Medienkritik, Medienanalyse, Literaturunterricht, digitale Medien, fächerübergreifendes Lernen, Ronja Räubertochter, schulisches Lernen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung der Förderung von Medienkompetenz im Deutschunterricht in einer zunehmend mediengeprägten Welt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernpunkten zählen die theoretischen Dimensionen von Medienkompetenz, die Mediensozialisation Heranwachsender sowie praktische Ansätze für einen medienintegrativen Deutschunterricht.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer durch die Einbindung unterschiedlicher Medien in den Deutschunterricht Schüler dazu befähigen können, Medien kompetent, kritisch und reflektiert zu nutzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Forschungsergebnisse und medienpädagogische Konzepte zusammengeführt und diskutiert werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Analyse der Mediensozialisation, die Vorstellung von Dimensionen der Medienkompetenz und ein konkretes Unterrichtsbeispiel.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Medienkompetenz, Mediensozialisation, medienintegrativer Deutschunterricht und Medienerziehung.
Wie kann das Praxisbeispiel "Ronja Räubertochter" im Unterricht umgesetzt werden?
Das Beispiel zeigt, wie ein Roman durch den gezielten Einsatz von ergänzenden Medien wie Film, Theaterbesuch und interaktiver CD-ROM für die Schüler in seiner Komplexität erschlossen werden kann.
Warum stellt schulische Medienerziehung ein Problem dar?
Es fehlen oft eigene Schulfächer für diesen Bereich, die Lehrpläne sind häufig auf Printmedien fokussiert und viele Lehrkräfte fühlen sich aufgrund der schnellen technologischen Entwicklung fachlich überfordert.
- Arbeit zitieren
- Katharina Hardt (Autor:in), 2006, Medienkompetenz und Deutschunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/87140