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Identität = Heimat? Interdisziplinäre Untersuchungen zu scheinbar einfachen Begriffen

Title: Identität = Heimat? Interdisziplinäre Untersuchungen zu scheinbar einfachen Begriffen

Diploma Thesis , 2004 , 186 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: MMag. Georg Christoph Heilingsetzer (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit stellt den Versuch dar, die in diesem Zusammenhang diagnostizierbare „babylonische Sprachverwirrung“ um die elastischen und polyvalenten Begriffe Heimat und Identität ein wenig aufzulösen und auf deren synonymen Gebrauch einzugehen. Der lange Zeit verpönte und totgesagte Begriff Heimat feiert heute eine unerwartete Wiederauferstehung, manchmal vermag er nach wie vor zu provozieren. Heimat wurde in den letzten Jahrzehnten immer mehr zum Wirtschaftsfaktor und auf diesem Weg nicht selten durch kitschige Phantasmagorien entstellt; die Regionalkultur erlebt in den Zeiten der Globalisierung paradoxerweise einen neuen Aufschwung. Auch der Begriff Identität ist in aller Munde, manche warnen vor dem Verlust von Identität, andere diskutieren über die Abschaffung des Begriffes. Nach Meinung des Autors ist eine Tabuisierung oder Abschaffung von Begriffen jedoch nur dann sinnvoll, wenn es bessere Alternativen zu ihnen gibt. Solche sind nicht in Sicht.
Die vorliegende Arbeit beabsichtigt keine allgemeingültigen Bedeutungskonkretisierungen oder gar endgültige Definitionen der zur Diskussion stehenden Begriffe, ihr Ziel und Anliegen ist vielmehr, zur Illumination bestimmter Aspekte in diesem Zusammenhang beizutragen und auf Probleme und Gefahren hinzuweisen. Weiters soll versucht werden Schnittstellen und Zusammenhänge auszuloten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG UND HINFÜHRUNG

1.1 THEMENSTELLUNG UND FORSCHUNGSFRAGE

1.2 STAND DER WISSENSCHAFT

1.3 ARBEITSWEISE

1.4 TEXTKRITISCHE HINWEISE

1.5 EINFÜHRUNG

2. HEIMAT: EINE ANNÄHERUNG

2.1 DER HEIMATBEGRIFF

2.1.1 ZUR ETYMOLOGIE DES WORTES „HEIMAT“

2.1.2 BEGRIFFGESCHICHTE – EIN STREIFZUG DURCH LEXIKALISCHE STANDARDWERKE

2.2 HEIMATBEWEGUNG VERSUS REGIONALISMUS

2.3 WURZELN UND ANFÄNGE DER DEUTSCHEN HEIMATBEWEGUNG

2.4 WIE EIN BEGRIFF IN DAS SCHMUTZIGE FAHRWASSER DER NATIONALIDEOLOGIE GERIET – WIE SOLL MAN HEUTE MIT „HEIMAT“ UMGEHEN?

2.5 HEIMAT ALS POLITIKUM

2.6 SUBJEKTIVE ASPEKTE VON HEIMAT

2.6.1 HEIMAT IN DER LITERATUR UND IN DER SPRACHE

2.6.2 HEIMAT IM GLAUBEN UND IN DER RELIGION

2.6.3 HEIMAT ALS „GUTES GEFÜHL“

2.7 DIE BEDEUTUNG VON MYTHEN, VERBINDENDER TRADITION UND BRÄUCHEN UND FESTEN FÜR DIE BINDUNG ZUR HEIMAT

3. HEIMAT: EIN NATURWISSENSCHAFATLICHES THEMA?

3.1 HEIMAT ALS CONDITIO SINE QUA NON?

3.1.1 DIE BEDÜRFNISPYRAMIDE NACH MASLOW

3.2 DER KULTURBEGRIFF

3.3 KULTURÖKOLOGIE: NATUR UND KULTUR IM ZUSAMMENSPIEL

3.3.1 DAS „MÄNGELWESEN“ MENSCH

3.4 ZUM BEGRIFF DER UNIVERSALIE IM ZUSAMMENHANG MIT DER CONDITIO HUMANA

3.4.1 IST DER MENSCHLICHE WILLE FREI?

3.4.2 ANLAGE UND UMWELT

3.5 SESSHAFTIGKEIT: GEBURTSSTUNDE DER TERRITORIALITÄT?

3.6 ERKENNTNISSE SOZIOBIOLOGISCHER UND ETHOLOGISCHER FORSCHUNG IM ZUSAMMENHANG MIT TERRITORIALITÄT

3.7 HEIMATGEFÜHLE: VORAUSSETZUNG IM GEHIRNORGANISCHEN BEREICH

3.8 GERÜCHE UND GESCHMACKSEMPFINDUNGEN ALS AUSLÖSER HEIMATBEZOGENER GEFÜHLE

3.9 PRÄGUNGSVORGÄNGE

3.10 DIE MUTTER-KIND-BINDUNG ALS VORAUSSETZUNG FÜR ANDERE BINDUNGSPROZESSE

4. IDENTITÄT

4.1 WESEN UND FUNKTION VON MODE- ODER PLASTIKWÖRTERN

4.2 DER IDENTITÄTSBEGRIFF

4.3 WIE ENTSTEHT IDENTITÄT?

4.4 DENKEN UND GEDÄCHTNIS ALS GRUNDLAGEN FÜR EIN IDENTITÄTSBEWUSSTSEIN

4.5 PHILOSOPHISCH-THEORETISCHE ÜBERLEGUNGEN

4.6 KONZEPTE AUS DER PSYCHOLOGIE

4.6.1 ERIK H. ERIKSONS ICH-IDENTITÄT: EIN PSYCHOANALYTISCHES KONZEPT

4.6.2 GEORGE H. MEAD: IDENTITÄT ALS GESELLSCHAFTLICHER PROZESS

4.6.3 HEINER KEUPP: IDENTITÄT ALS TÄGLICHE KNOCHENARBEIT

4.7 KOLLEKTIVE IDENTITÄT

4.7.1 DAS „KOLLEKTIVE GEDÄCHTNIS“, DIE „ARCHETYPEN“ UND DAS „KULTURELLE GEDÄCHTNIS“

4.7.2 DIE THEORIE DER SOZIALEN IDENTITÄT

4.7.3 EIN STREIFLICHT AUF DIE VÖLKERPSYCHOLOGIE („PSYCHISCHE ETHNOLOGIE“)

4.7.4 DER VÖLKERGEDANKE BEI ADOLF BASTIAN (HINWEISE)

4.7.5 DAS HABITUSKONZEPT VON BOURDIEU

4.8 POLITISCHE ASPEKTE VON IDENTITÄT

4.8.1 IDENTITÄTSPOLITIK UND ETHNIZITÄT

4.8.2 ABSCHIEDSGRÜSSE AN DEN NATIONALSTAAT – DER NATIONALISMUS VERWELKT DENNOCH NICHT

4.8.3 DIE EUROPÄISCHE IDENTITÄT

5. HEIMAT UND IDENTITÄT IM VERHÄLTNIS ZUM FREMDEN

5.1 GLOBALISIERUNG

5.2 HOMO HOMINI LUPUS?

5.3 DIE FREMDWAHRNEHMUNG

5.4 SHIFTING-IDENTITY

6. SYNOPSE: HEIMAT UND IDENTITÄT

7. SCHLUSSBEMERKUNG

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielschichtigen und oft inflationär verwendeten Begriffe „Heimat“ und „Identität“, um deren theoretische Grundlagen zu ergründen und die komplexe, brisante Frage zu beleuchten, ob und in welcher Weise diese beiden Begriffe in ein logisches oder politisches Relationalverhältnis zueinander gesetzt werden können.

  • Interdisziplinäre Untersuchung der Bedeutungswandel von Heimat und Identität.
  • Analyse der historischen und politischen Instrumentalisierung von Heimat (von der Heimatbewegung bis zur heutigen Politik).
  • Naturwissenschaftliche Perspektiven auf Heimatbedürfnisse (u.a. Soziobiologie, Ethologie, Territorialverhalten).
  • Theoretische Konzepte von Identität (individuelle vs. kollektive Identität, psychologische und soziologische Ansätze).
  • Untersuchung des Verhältnisses von Heimat und Identität zur Fremdheit und Globalisierung.

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Heimatbegriff

„Heimat“ ist einer jener Begriffe, die sich besonders schwer definieren lassen. Der Grund mag wohl darin liegen, dass es sich um einen Begriff handelt, mit dem die Menschen entsprechend ihrer individuellen Erfahrungen unterschiedliche Gefühle verbinden – kurz die individuell-emotionale Komponente des Begriffs ermöglicht keine allgemein gültige Definition (vgl. Mertens 2001: 43). Die begriffliche Bedeutung des Wortes für den Einzelnen scheint sich aus der spezifisch, individuell-biographischen Situation zu ergeben, die Vorstellungen von Heimat sind daher interindividuell, aber auch intraindividuell verschieden und veränderlich, sie werden geprägt durch Landschaft, Sprache, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, vor allem aber auch durch die individuelle Befindlichkeit.

Man könnte somit sagen, „Heimat“ kann nicht nur neu gefunden sondern auch immer wieder neu erfunden werden. Das Definitionsproblem ersparen sich viele politische Lexika und Handbücher, indem sie das Wort erst gar nicht aufnehmen (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG UND HINFÜHRUNG: Diese Einleitung führt in die Themenstellung ein, skizziert den Forschungsstand und erläutert die interdisziplinäre methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2. HEIMAT: EINE ANNÄHERUNG: Dieses Kapitel widmet sich der etymologischen und begriffsgeschichtlichen Herleitung von „Heimat“ und beleuchtet die historische Entwicklung sowie die politische Instrumentalisierung des Begriffs.

3. HEIMAT: EIN NATURWISSENSCHAFATLICHES THEMA?: Hier wird untersucht, ob Heimatgefühle und Territorialität auf biologischen Grundlagen basieren, unter Einbeziehung von Soziobiologie, Ethologie und Anthropologie.

4. IDENTITÄT: Dieser Abschnitt analysiert das theoretische Konzept der Identität, von philosophischen Grundlagen über psychologische Konzepte bis hin zu modernen identitätspolitischen Aspekten.

5. HEIMAT UND IDENTITÄT IM VERHÄLTNIS ZUM FREMDEN: Dieses Kapitel verknüpft beide Konstrukte und analysiert, wie sie in Relation zur Alterität, zur Globalisierung und zur Fremdwahrnehmung stehen.

6. SYNOPSE: HEIMAT UND IDENTITÄT: Die Synopse führt die zuvor behandelten Fäden zusammen, um Schnittstellen zwischen Heimat und Identität aufzuzeigen und die zentrale Forschungsfrage kritisch zu reflektieren.

7. SCHLUSSBEMERKUNG: Abschließend wird resümiert, dass eine apodiktische Antwort auf die Forschungsfrage nicht möglich ist, sondern ein behutsamer Umgang mit den Begriffen gefordert ist.

Schlüsselwörter

Heimat, Identität, Interdisziplinarität, Soziobiologie, Ethologie, Territorialität, Globalisierung, Ethnizität, kollektives Gedächtnis, conditio humana, Kulturökologie, Migrationsströme, Fremdwahrnehmung, nationale Identität, Identitätspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die komplexen und „phantomhaften“ Begriffe „Heimat“ und „Identität“, wobei sie versucht, deren Bedeutungsvielfalt durch eine interdisziplinäre Herangehensweise zu strukturieren und kritisch zu durchleuchten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Begriffsgeschichte von Heimat, die naturwissenschaftlichen Grundlagen territorialen Verhaltens, verschiedene Identitätstheorien (psychologisch und soziologisch) sowie das Spannungsfeld zwischen Identität, Heimat und dem Fremden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die politisch brisante Frage zu erörtern, ob und wie die Begriffe Heimat und Identität in ein logisches oder deckungsgleiches Verhältnis zueinander gebracht werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine interdisziplinäre Theoriearbeit, die Erkenntnisse aus Ethnologie, Volkskunde, Philosophie, Anthropologie, Human- und Soziobiologie, Ethologie, Soziologie, Psychologie, Geschichte, Politikwissenschaft und Theologie miteinander verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Abschnitte über die Annäherung an Heimat, die Frage ihrer biologischen Fundierung (Territorialität), Konzepte der Identität sowie deren Beziehung zueinander im Kontext der Fremderfahrung und Globalisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Heimat, Identität, Territorialität, conditio humana, Globalisierung, kollektives Gedächtnis und Ethnizität.

Inwiefern spielt der „Homo sapiens“ in der Arbeit eine Rolle?

Der Autor beleuchtet die stammesgeschichtliche Herkunft des Menschen, um zu erörtern, ob territoriales Verhalten bereits in unseren biologischen Anlagen (prähistorische Jäger- und Sammlerkulturen) verwurzelt ist oder ein erworbenes Kulturprodukt darstellt.

Wie bewertet der Autor politische Identitätspolitik?

Er warnt ausdrücklich vor der Instrumentalisierung kollektiver Identität zu exkludierenden, nationalistischen oder gewaltsamen Zwecken und fordert einen reflektierten, kritischen Umgang mit solchen Konstrukten.

Excerpt out of 186 pages  - scroll top

Details

Title
Identität = Heimat? Interdisziplinäre Untersuchungen zu scheinbar einfachen Begriffen
College
University of Vienna
Grade
1,0
Author
MMag. Georg Christoph Heilingsetzer (Author)
Publication Year
2004
Pages
186
Catalog Number
V85828
ISBN (eBook)
9783638900768
ISBN (Book)
9783638905442
Language
German
Tags
Identität Heimat
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
MMag. Georg Christoph Heilingsetzer (Author), 2004, Identität = Heimat? Interdisziplinäre Untersuchungen zu scheinbar einfachen Begriffen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/85828
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