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Der Totentanz im Mittelalter - eine monumentale Bußpredigt

Title: Der Totentanz im Mittelalter - eine monumentale Bußpredigt

Seminar Paper , 2005 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Kevin Masalon (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

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Der Titel dieser Arbeit „Der Totentanz im Mittelalter – eine monumentale Bußpredigt“ deutet bereits an, dass sie sich mit einer besonders extremen Darstellung des Memento mori im Mittelalter beschäftigen wird. Es soll exemplarisch dargestellt werden, auf welche Weise bzw. mit welchen Mitteln die Menschen zur Buße und Umkehr angehalten werden. Im Zentrum stehen vor allem die Verse dieser allegorischen Darstellungen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Totentanz im Mittelalter

2.1. Ursprung und Entwicklung

2.2. Gattungskonstituierende Gestaltungselemente

2.3. Predigt und Buße

3. Schlussbemerkung

4. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Totentanz im Mittelalter als monumentale Bußpredigt. Ziel ist es, exemplarisch aufzuzeigen, mit welchen allegorischen Mitteln der Mensch zur Buße und Umkehr angehalten wurde, wobei die Verse der Darstellungen im Zentrum der Analyse stehen.

  • Historischer Kontext des Todes im Spätmittelalter
  • Ursprung und Entwicklung der Totentanztradition
  • Analyse gattungskonstituierender Elemente wie Ständereihe und Tanzmotiv
  • Die Funktion des Totentanzes als Appell an das Memento mori

Auszug aus dem Buch

2.3. Predigt und Buße

Beide Totentänze enthalten eine Art von einleitender Vorrede. So wird der Oberdeutsche, vierzeilige Totentanz mit folgender Predigt eingeleitet:

Der erst prediger. O diser welt weisheit kind, alle die noch im leben sind, setzt in euer herz zwei wort, die von Christo sind gehort. 5 das ein: Get her! das ander: Get hin! durch das erst die frumen hand gewin mit des himels port, die in geöffnet ist. des ander die bösen wist ab zu der hellischen porten. 10 also wirt in den worten gegeben ein sollich underscheid, das einhalb ist ganz freud bereit, anderhalb die pein, ach genzlich, überal on ende ewiglich. 15

Der Text wendet sich direkt an die Lebenden. Schlüsselbegriffe dieses ersten Ausschnitts sind „Get her“ und „Geht hin“ (V. 6), womit die Richtungen zum Himmel und zur Hölle gemeint sind. Da diese Worte „von Christo sind gehort“ (V. 5) und somit aus seiner Perspektive ausgesprochen wurden, wundert es nicht, dass für Himmel das Lokaladverbial her und für Hölle hin verwendet wird. Gewissermaßen als Warnung und um den Unterschied dieser beiden Orte evidenter zu machen, erfolgt der Hinweis einer im Himmel zu findenden „freud“ (V. 13) und einer in der Hölle anzutreffenden „pein“ (V. 14), welche „überal on ende ewiglich.“ (V. 15) ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Totentanz als extreme Form des Memento mori und legt den methodischen Fokus auf die Analyse der Verse aus dem Oberdeutschen und dem Berner Totentanz.

2. Der Totentanz im Mittelalter: Dieses Hauptkapitel beleuchtet den historischen Ursprung, die Einflüsse der Danse macabre sowie die zentralen Gestaltungselemente wie die Ständegesellschaft und die Todesfigur.

2.1. Ursprung und Entwicklung: Dieser Abschnitt beschreibt, wie die Pestwellen des 14. und 15. Jahrhunderts das religiöse Empfinden und die Entstehung der Totentanztradition maßgeblich prägten.

2.2. Gattungskonstituierende Gestaltungselemente: Hier werden Ständereihe, Todesfigur und Tanzmotiv als die drei definierenden Merkmale der Gattung im Kontext der spätmittelalterlichen Gesellschaft analysiert.

2.3. Predigt und Buße: Dieser Teil analysiert den Dialogcharakter der Totentänze und deren Funktion als Mahnmal, um die Ständegesellschaft zur Reue zu bewegen.

3. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung fasst die Ergebnisse zusammen und hebt das Motiv der Gleichheit vor dem Tod als zentrale Botschaft hervor, die auch als Spiegel der damaligen Gesellschaft diente.

4. Literaturverzeichnis: Hier werden die verwendeten Primär- und Sekundärquellen dokumentiert.

Schlüsselwörter

Totentanz, Mittelalter, Memento mori, Pest, Buße, Ständegesellschaft, Gleichheit, Todesfigur, Allegorie, Danse macabre, Oberdeutscher Totentanz, Berner Totentanz, Metanoia, Jüngstes Gericht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der kulturellen Bedeutung des Totentanzes im Mittelalter und untersucht diesen als monumentale Bußpredigt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen der historische Kontext durch die Pestepidemien, die allegorische Darstellung des Todes und die soziale Gleichheit aller Stände im Angesicht des Todes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, mit welchen sprachlichen und bildlichen Mitteln die Menschen im Mittelalter zur Buße und Umkehr angehalten wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse von Textbeispielen durchgeführt, ergänzt durch historische Erläuterungen zu Gattungsmerkmalen und Entstehungsgeschichte.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die Ursprungsgeschichte, die formalen Gestaltungselemente der Gattung sowie die detaillierte inhaltliche Analyse der Dialoge zwischen Tod und Ständevertretern.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind das Memento mori, die Ständegesellschaft, die Gleichheit vor dem Tod sowie die religiöse Funktion des Totentanzes.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Papstes im Totentanz?

Der Autor zeigt auf, dass der Papst als höchster Repräsentant der Kirche kritisiert wird, da er seine "Heiligkeit" als Schein entlarvt und sich seiner Gleichheit mit anderen Menschen beugen muss.

Warum spielt die Figur des Kaufmanns eine besondere Rolle?

Der Kaufmann dient als Beispiel für das Verfehlungs-Motiv der Gier; sein Reichtum erweist sich im Angesicht des Todes als nutzlos, was die absolute Vergänglichkeit unterstreicht.

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Details

Title
Der Totentanz im Mittelalter - eine monumentale Bußpredigt
College
University of Duisburg-Essen  (Germanistik)
Course
Krankheit und Tod im Mittelalter
Grade
1,3
Author
Kevin Masalon (Author)
Publication Year
2005
Pages
18
Catalog Number
V83805
ISBN (eBook)
9783638001120
ISBN (Book)
9783638937900
Language
German
Tags
Totentanz Mittelalter Bußpredigt Krankheit Mittelalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kevin Masalon (Author), 2005, Der Totentanz im Mittelalter - eine monumentale Bußpredigt, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/83805
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