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Ursachen versus Gründe

Warum die naturwissenschaftliche Erklärungen der Neurobiologen keine guten Gründe gegen die Willensfreiheit sind

Title: Ursachen versus Gründe

Scientific Essay , 2007 , 33 Pages

Autor:in: Markus Andreas Mayer (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century

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Summary Excerpt Details

Diese Untersuchung hat die Klärung der Frage, inwieweit die naturwissenschaftlichen Ergebnisse der Neurobiologen Auswirkungen auf die philosophische Debatte um die Willensfreiheit haben können, zum Thema.

Zunächst werden die methodologischen Grundsätze der Neurobiologie dargestellt und die beiden wichtigsten Experimente, die in der Argumentation um die Willensfreiheit insbesondere von den Neurowissenschaftlern Roth und Singer angeführt wurden, vorgestellt (Ziffer 2.1). Dies sind die Libet-Experimente (Ziffer 2.2.1) und die Experimente von Bennett und Hacker (Ziffer 2.2.2).

Danach wird ausgehend von der Unterscheidung von Ursachen und Gründen (Ziffer 3.1) gezeigt, dass die von den Neurowissenschaftlern vorgebrachten „Widerlegungen“ der Willensfreiheit Mängel aufweisen, die vor allem aus der fehlerhaften Rede, die das Gehirn als Akteur bezeichnet, entstehen. Diese Redeweise wird einer Sprachkritik unterzogen, die sich an frühere Untersuchungen von Bennett und Hacker anlehnt (Ziffer 3.2).

Ein Ausblick rundet die Untersuchung ab.

Excerpt


Gliederung des Textes

1. ZWECK UND ANLAGE DER ARBEIT

2. ALLGEMEINE GRUNDLAGEN UND RELEVANTE EXPERIMENTE DER NEUROBIOLOGIE

2.1 Naturwissenschaftliche Grundlagen (Methoden)

2.2 Für die Thematik wichtige Experimente

2.2.1 Die Libet-Experimente

2.2.2 Die Experimente von Haggard und Eimer (1999)

3 WARUM DIE NATURWISSENSCHAFTLICHEN ERGEBNISSE DIE THESE VON DER WILLENSFREIHEIT DES MENSCHEN NICHT WIDERLEGEN

3.1 Ursachen vs. Gründe

3.1.1 Ursachen und Kausalanalyse

3.1.2 Gründe

3.2 Über Kategorienfehler in der Diskussion

4 AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit neurobiologische Forschungsergebnisse tatsächlich geeignet sind, die philosophische Debatte über die menschliche Willensfreiheit zu beeinflussen oder die Freiheit als Illusion zu entlarven. Dabei wird kritisch hinterfragt, ob die von Neurowissenschaftlern gezogenen Schlüsse einer philosophischen Prüfung standhalten.

  • Methodologische Grundlagen der neurowissenschaftlichen Experimente
  • Analyse der Libet-Experimente sowie der Studien von Haggard und Eimer
  • Gegenüberstellung der Perspektiven von Ursachen (Naturwissenschaft) und Gründen (Geisteswissenschaft)
  • Kritik an Kategorienfehlern und der Zuschreibung von Akteursrollen an das Gehirn
  • Untersuchung des "Bindungsproblems" und der ontologischen Voraussetzungen der Hirnforschung

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Ursachen und Kausalanalyse

Max Planck stellte sich schon 1936 die Frage, wie die Willenfreiheit, die mit der Verantwortlichkeit des Menschen für seine Handlungen zusammenhängt, mit der kausalen Notwendigkeit jedes Geschehens, wie sie oftmals in der naturwissenschaftlichen Betrachtung der Welt zu Tage tritt, in Einklang gebracht werden kann. Planck kommt bei seinen Überlegungen zum Schluss, dass Willensfreiheit und sittliches Verantwortungsgefühl miteinander in Einklang gebracht werden können. Dies geschieht aber nicht darum, weil es in der Naturwissenschaft auch Dinge gebe, die sich nicht kausal erklären lassen können. Wenn man so argumentiere, also zum Beispiel die Quantenmechanik anführt, in der nicht alles kausal bestimmt ist, dann muss Verantwortung mit Zufall zusammenfallen, denn in der Quantenmechanik sei vieles vom Zufall bestimmt.

Planck gewinnt seine These stattdessen aus einem komplizierten Argument, welches im Folgenden zusammengefasst werden soll. Zunächst analysiert Planck, was unter Kausalität zu verstehen ist. Kausalität liege dann vor, wenn ein Vorgang vorausgesehen werden kann. Dazu ist ein Beobachter dieses Vorganges notwendig. Planck geht von einem „perfekten“ Beobachter aus (bzw. konstruiert diesen in einem Gedankenexperiment), der „die nötigen Kenntnisse aller einzelnen Umstände besitzt, die zu Beginn des Vorgangs vorliegen, und der außerdem mit einem hinreichend scharfen Verstande ausgerüstet ist. Selbstverständlich darf dieser Beobachter nicht irgendwie aktiv in den Verlauf des Vorganges eingreifen, sondern muß seine Voraussage machen können alleine auf Grund der ihm bekannten Tatsachen und Bedingungen, welche den Vorgang auslösen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. ZWECK UND ANLAGE DER ARBEIT: Einführung in die Fragestellung der Arbeit und Skizzierung des methodischen Vorgehens bei der Untersuchung des Verhältnisses von Neurowissenschaft und Willensfreiheit.

2. ALLGEMEINE GRUNDLAGEN UND RELEVANTE EXPERIMENTE DER NEUROBIOLOGIE: Darstellung der methodischen Zugänge der Neurowissenschaften und detaillierte Beschreibung der zentralen Experimente von Libet sowie Haggard und Eimer.

3 WARUM DIE NATURWISSENSCHAFTLICHEN ERGEBNISSE DIE THESE VON DER WILLENSFREIHEIT DES MENSCHEN NICHT WIDERLEGEN: Kritische Analyse der Argumentationsweisen von Neurowissenschaftlern, insbesondere bezüglich der Unterscheidung von Ursachen und Gründen sowie der Identifikation von Kategorienfehlern.

4 AUSBLICK: Fazit der Untersuchung, das die Unzulänglichkeit neurobiologischer Argumente gegen die Willensfreiheit bekräftigt und die Notwendigkeit einer Berücksichtigung der Innensicht des Menschen betont.

Schlüsselwörter

Willensfreiheit, Neurobiologie, Ursachen, Gründe, Kausalanalyse, Kategorienfehler, Bewusstsein, Hirnforschung, Libet-Experiment, materialistischer Monismus, Handlungstheorie, Perspektive der ersten Person, Bindungsproblem, Wittgensteins Sprachkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch, ob neurowissenschaftliche Befunde tatsächlich ausreichen, um die menschliche Willensfreiheit wissenschaftlich zu widerlegen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der methodologischen Kritik an neurobiologischen Experimenten, der philosophischen Unterscheidung von Ursachen und Gründen sowie der Analyse sprachlicher und konzeptioneller Fehler in der Hirnforschung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der Nachweis, dass die naturwissenschaftliche Sicht auf das Gehirn die philosophische Debatte über die Freiheit des menschlichen Willens nicht sinnvoll ersetzen oder auflösen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit bedient sich einer philosophischen Analyse, insbesondere durch den Vergleich verschiedener Perspektiven (Beobachter vs. Akteur) und durch eine sprachkritische Untersuchung der verwendeten Termini.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der Libet-Experimente, der Unterscheidung zwischen Kausalität und Gründen bei Handlungen sowie der Kritik an der Zuschreibung psychischer Attribute an das Gehirn (mereologischer Fehlschluss).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Willensfreiheit, Neurobiologie, Kausalanalyse, Gründe, Kategorienfehler und die Perspektive der ersten Person.

Was ist mit dem "Kategorienfehler" bei Roth und Singer gemeint?

Es wird kritisiert, dass Roth und Singer dem Gehirn die Rolle eines Akteurs zuschreiben, obwohl Handlungen wie Denken oder Entscheiden nur der Person als Ganzes zugeschrieben werden können.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Ursachen und Gründen eine zentrale Rolle?

Da Naturwissenschaften nach Ursachen suchen, übersehen sie die Bedeutung von Gründen für das menschliche Handeln, welche nur aus der Innensicht der handelnden Person verständlich werden.

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Details

Title
Ursachen versus Gründe
Subtitle
Warum die naturwissenschaftliche Erklärungen der Neurobiologen keine guten Gründe gegen die Willensfreiheit sind
Author
Markus Andreas Mayer (Author)
Publication Year
2007
Pages
33
Catalog Number
V83550
ISBN (eBook)
9783638909693
ISBN (Book)
9783638909723
Language
German
Tags
Ursachen Gründe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Andreas Mayer (Author), 2007, Ursachen versus Gründe, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/83550
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