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"Hör mal'n beten to!" Niederdeutsch im Schulalltag unter besonderer Berücksichtigung der Primarstufe

Titel: "Hör mal'n beten to!" Niederdeutsch im Schulalltag unter besonderer Berücksichtigung der Primarstufe

Hausarbeit , 2007 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Mirco Rauch (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Mittelpunkt dieser Darstellung steht der Stellenwert des Niederdeutschen in der Schule. Dabei werden insbesondere die Ziele einer Integration in die Lehrpläne diskutiert, bisherige Erfahrungen aus der Primarstufe erläutert und Zukunftsperspektiven der 'plattdeutschen' Sprache im Unterricht aufgezeigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Niederdeutsch unter dem Gesichtspunkt der Mehrsprachigkeit

2.1. Vorteile mehrsprachiger Erziehung

2.2. Status des Niederdeutschen als Unterrichtsgegenstand

3. Bisherige Erfahrungen mit Niederdeutsch in der Schule

3.1. Niederdeutsch in der Unterrichtspraxis

3.2. Die Rolle des Lehrers

3.3. Dreisprachiger Unterricht: Ein Projekt aus den Niederlanden

4. ‚Platt’ auf dem Lehrplan: Ein Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis?

4.1. Rahmenrichtlinien norddeutscher Bundesländer

4.2. Probleme bei der Umsetzung

4.3. Niederdeutsch-Erweiterung: Konsequenzen für den Schulalltag

5. Lösungsansätze

5.1. Aufgaben der Politik

5.2. Aufgaben des Lehrers

6. Schlussdiskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Situation des Niederdeutschen im Schulalltag, insbesondere an Grundschulen, und analysiert Möglichkeiten sowie Hürden für eine stärkere Integration der Regionalsprache in den Unterricht.

  • Mehrsprachigkeit und ihre Vorteile für die kindliche Entwicklung
  • Status und Wahrnehmung des Niederdeutschen im schulischen Kontext
  • Analyse der Rahmenrichtlinien in norddeutschen Bundesländern
  • Herausforderungen in der Lehreraus- und -fortbildung
  • Lösungsansätze für eine verbindliche und nachhaltige Implementierung

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Da werden Sie geholfen!“ Mit diesem Slogan für eine Telefonauskunft war Verona Pooth vor einiger Zeit in der Fernsehwerbung zu sehen. Nahezu jeder deutschsprachige Zuschauer wird bemerkt haben, dass es sich bei diesem Satz um nicht ganz einwandfreies Hochdeutsch handelt: Das Verb ‚helfen’ wird hier in der passiven Form benutzt. Aufgrund dieser falschen, aber doch heiter wirkenden Satzkonstruktion wurde der Werbeslogan Pooths – vor allem in der Dienstleistungsbranche – beinahe zum geflügelten Wort. Jedoch kann die Fehlerhaftigkeit dieses Satzes sogar angezweifelt werden: Wer einmal die niederdeutsche Sprache gehört, sich aber nicht weiter mit ihr auseinandergesetzt hat, wird vielleicht vernommen haben, dass dort die Anrede Se sowohl im Dativ (‚Ihnen’) als auch im Akkusativ (‚Sie’) gebraucht wird.

In seiner fehlerfreien hochdeutschen Form „Da wird Ihnen geholfen!“ kann also der Satz wortwörtlich ins Niederdeutsche übersetzt werden mit „Dor ward Se holpen!“. Und schon könnten Menschen, die nicht aktiv Niederdeutsch sprechen, ohne Weiteres schlussfolgern, dass der von Verona Pooth absichtlich fehlerhaft vorgetragene Werbespruch nur auf die Wurzeln der niederdeutsche Sprache zurückzuführen sei. Vor allem Kinder und Jugendliche würden dann aufgrund dieser Annahme die Inkorrektheit des Satzes in Frage stellen, da sie kaum noch Niederdeutsch beherrschen; somit wissen die wenigsten unter ihnen, dass der Niederdeutschsprechende sich eines differenzierten Satzbaus bedient, um eventuelle Verwechselungen von Se im Dativ und Se im Akkusativ zu vermeiden. Der Werbeslogan in seiner hochdeutschen, korrekten Form „Da wird Ihnen geholfen!“ würde also im Niederdeutschen in etwa lauten: „Dor kreeng Se Hülp!“

Schon allein dieses Beispiel demonstriert, dass Niederdeutsch eine eigenständige Sprache mit ihren individuellen Besonderheiten ist. Und darüber hinaus: Wer diese Sprache nicht – wenigstens ansatzweise – beherrscht, kann Gefahr laufen, Fehler im Hochdeutschen allein auf ihre Existenz zurückzuführen. Nicht nur aus diesem Grund sollte der niederdeutschen Sprache (wieder) mehr Aufmerksamkeit geschenkt und gerade in öffentlichen Institutionen, wie z.B. Schulen, noch mehr Wert auf deren Vermittlung gelegt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Niederdeutschen ein und begründet anhand eines Sprachbeispiels, warum eine stärkere Auseinandersetzung mit der Regionalsprache in der Schule notwendig ist.

2. Niederdeutsch unter dem Gesichtspunkt der Mehrsprachigkeit: Dieses Kapitel erläutert die Vorteile frühkindlicher Mehrsprachigkeit und diskutiert den Status des Niederdeutschen als eigenständige Sprache gegenüber dem Hochdeutschen.

3. Bisherige Erfahrungen mit Niederdeutsch in der Schule: Es wird der Ist-Zustand des Niederdeutschunterrichts analysiert, die Rolle der Lehrkräfte beleuchtet und ein erfolgreiches dreisprachiges Schulprojekt aus den Niederlanden als Vergleichsmodell herangezogen.

4. ‚Platt’ auf dem Lehrplan: Ein Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis?: Das Kapitel untersucht die Diskrepanz zwischen offiziellen Rahmenrichtlinien der norddeutschen Bundesländer und der schwierigen Umsetzung aufgrund mangelnder Ressourcen und Ausbildung.

5. Lösungsansätze: Hier werden konkrete Maßnahmen für Politik und Lehrkräfte diskutiert, um das Niederdeutsche verbindlicher und nachhaltiger im Schulalltag zu verankern.

6. Schlussdiskussion: Die Arbeit resümiert, dass das Fundament für Niederdeutsch zwar gelegt ist, aber eine dauerhafte Sicherung nur durch eine geänderte Einstellung und aktive Förderung möglich bleibt.

Schlüsselwörter

Niederdeutsch, Plattdeutsch, Mehrsprachigkeit, Grundschule, Lehrpläne, Fremdsprachenerwerb, Sprachwandel, Lehrerfortbildung, Dialektologie, Sprachunterricht, Regionalsprache, Sprachbewusstsein, Didaktik, Kulturvermittlung, Bildungsstandards.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Stellenwert der niederdeutschen Sprache im norddeutschen Schulwesen, insbesondere in der Primarstufe, und beleuchtet deren Rolle als Teil einer mehrsprachigen Erziehung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Vorteile von Mehrsprachigkeit, die aktuelle Situation des Plattdeutschen in Lehrplänen sowie die Hindernisse bei der Umsetzung im schulischen Alltag.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Niederdeutsch trotz curricularer und struktureller Hürden stärker als eigenständige Sprache in den Grundschulalltag integriert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine Literatur- und Diskursanalyse durch, ergänzt durch den Vergleich mit empirischen Untersuchungen aus den Niederlanden, um den Status Quo zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zur Mehrsprachigkeit, eine Bestandsaufnahme des derzeitigen Niederdeutschunterrichts sowie eine Analyse von Problemen bei der Umsetzung und mögliche Lösungsstrategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Niederdeutsch, Mehrsprachigkeit, Grundschule, Lehrerausbildung und Sprachbewusstsein charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Einstellung der Lehrkräfte bei der Integration des Niederdeutschen?

Die Einstellung ist entscheidend; viele Lehrkräfte vernachlässigen die Sprache mangels eigener Kenntnisse oder aufgrund der (historisch falschen) Ansicht, es handele sich lediglich um eine fehlerhafte Form des Hochdeutschen.

Kann das niederländische Projekt als Vorbild für deutsche Schulen dienen?

Ja, das Projekt in den Niederlanden zeigt, dass die frühe Förderung von zwei Regionalsprachen parallel zum Englischen nicht zulasten der Standardsprache geht und somit auch in Deutschland als Idealmodell dienen kann.

Warum wird eine Änderung der Lehrerfortbildung gefordert?

Da viele Lehrer während ihres Studiums keine Berührungspunkte mit dem Niederdeutschen hatten, sind verpflichtende Module in der universitären Ausbildung sowie begleitende Fortbildungen notwendig, um die notwendige Fachkompetenz zu sichern.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Hör mal'n beten to!" Niederdeutsch im Schulalltag unter besonderer Berücksichtigung der Primarstufe
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Note
1,0
Autor
Mirco Rauch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
25
Katalognummer
V83128
ISBN (eBook)
9783638019200
ISBN (Buch)
9783638920186
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Niederdeutsch Schulalltag Berücksichtigung Primarstufe Plattdeutsch Schule Platt Friesisch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mirco Rauch (Autor:in), 2007, "Hör mal'n beten to!" Niederdeutsch im Schulalltag unter besonderer Berücksichtigung der Primarstufe, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/83128
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Leseprobe aus  25  Seiten
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