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Bonifatius und die Feier der „Confirmatio“ im Mittelalter

Titel: Bonifatius und die Feier der „Confirmatio“ im Mittelalter

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2007 , 15 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Marcus Schumacher (Autor:in)

Theologie - Praktische Theologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Sakrament der Firmung ist durch viele Prozesse im Laufe der Zeit zu dem Sakrament mit dem Ritus geworden, wie wir es heute kennen und feiern. Doch so wurde es nicht immer gefeiert, es hat im Laufe der Zeit viele Veränderungen durchgemacht.
In dieser Hausarbeit soll im ersten Schritt dargestellt werden, wie das Sakrament der Firmung in der Urkirche gefeiert wurde. Darüber hinaus werden die Unterschiede zwischen den beiden vorherrschenden Riten, dem römischen und dem gallikanischen Ritus, die zu Beginn der Mission des Heiligen Bonifatius in Europa vorherrschten, dargestellt. In einem zweiten Schritt wird der Versuch des Heiligen Bonifatius dargelegt, die beiden Riten zusammenzuführen. Ferner werden kurz die Reformen, die in Bezug auf die Firmung wichtig sind, genannt. Ebenso wird aufgezeigt, welchen Einfluss die damaligen Machthaber im Frankenreich (die Karolinger) bei der Umsetzung der Reformen ausübten. Abschließend soll in dieser Arbeit erläutert werden, wie die Firmung von dem Ritus der Initiation abgetrennt wurde und sich somit ein eigenständiger Firmritus entwickeln konnte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das sacramentum initiationis

3 Die zwei vorherrschenden Initiationsriten in Europa im Mittelalter

3.1 Der römische Ritus

3.2 Der gallikanische Ritus

3.3 Der Ritus Bonifatius

4 Die bonifazisch-karolingische Liturgiereform

4.1 Die Unterstützung durch die Karolinger

4.2 Die Weihe Bonifatius zum Bischof

4.3 Die Weihe von Hilfsbischöfen

4.4 Der Firmritus als eigener Ritus

5 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Firmung vom Bestandteil des umfassenden Initiationsritus der frühen Kirche hin zu einem eigenständigen, vom Bischof gespendeten Sakrament, wobei der Fokus auf den liturgischen Reformen des Heiligen Bonifatius und deren politisch-kultureller Einbettung im Karolingerreich liegt.

  • Die liturgische Struktur der frühen Kirche und die Bedeutung des "sacramentum initiationis".
  • Gegenüberstellung des römischen und des gallikanischen Ritus als Ausgangslage der Missionierung.
  • Die Rolle des Heiligen Bonifatius bei der Durchsetzung des römischen Liturgieritus in Europa.
  • Einfluss der karolingischen Herrscher auf die kirchlichen Strukturreformen.
  • Die Entkoppelung der Firmung von der Taufe durch räumliche und pastorale Notwendigkeiten.

Auszug aus dem Buch

3.1 Der römische Ritus

Der römische Ritus hat an der Initiation, wie sie die traditio apostolica beschreibt, festgehalten. Mit Ausnahme, dass das Chrisma nur noch einmal im Jahr am Gründonnerstag geweiht wurde. Alle anderen Riten und deren Abfolge von Taufe, priesterlicher Salbung, bischöflicher Handauflegung mit Stirnsignierung und abermaliger Chrisma - Salbung und abschließender Eucharistiefeier wurden beibehalten. Das Recht der Taufspendung konnte an die Priester weitergeben werden, denn im Neuen Testament findet sich keine Textstelle, wo von einer rein apostolischen Handlung gesprochen wird. Anders war es bei der abschließenden Handauflegung und Chrisma - Salbung. Hier wird in der Apostelgeschichte ganz eindeutig davon gesprochen, dass Petrus und Johannes nach Samaria gehen mussten, um den dort getauften, die Hände aufzulegen.

Auch Papst Stephan II. erklärt 753 n.Ch. diese zweite postbaptismale Salbung als einzigen römischen Ritus und verweist auf die Apostelgeschichte „[…] folgen entsprechend der römischen Liturgie seit jeher zwei Salbungen auf die Taufspendung, von denen die erste der Priester erteilt und die zweite – gewissermaßen zur Bestätigung: deshalb >Firmung< - der Bischof vornimmt. Bekanntermaßen liegt das Vorbild für diese Aufgabenteilung in der Apostelgeschichte (Apg 8,14 – 17), wo von Petrus und Johannes berichtet wird, daß sie nach Samaria gehen mußten, um den vom Diakon Philippus Getauften die Hände aufzulegen und den Geist zu vermitteln […].“

Durch die Ausbreitung des Glaubens auf das weite flache Land ergab sich das Problem, dass es den Bischöfen nicht mehr möglich war, bei jeder Initiation anwesend zu sein, um zu „firmen“. Eine Möglichkeit dieses Dilemma zu beheben, wäre eine Delegierung der Geistspendung an Priester und Diakone gewesen, wie es schon bei der Taufe gemacht wurde, aber „die Delegierung der Geistspendung an Priester und Diakone hat sich nur zögernd und dann auch nicht überall durchsetzen können.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert den historischen Wandel des Firmritus von der Urkirche bis zur Ausbildung eines eigenständigen Sakraments unter Bonifatius.

2 Das sacramentum initiationis: Dieses Kapitel beschreibt den ursprünglichen, einheitlichen Initiationsritus der frühen Kirche auf Basis der traditio apostolica.

3 Die zwei vorherrschenden Initiationsriten in Europa im Mittelalter: Hier werden die Unterschiede zwischen dem römischen und gallikanischen Ritus analysiert und die Rolle von Bonifatius als Verfechter römischer Traditionen beleuchtet.

4 Die bonifazisch-karolingische Liturgiereform: Dieses Kapitel erläutert die Reformbemühungen durch Bonifatius, die Unterstützung durch die Karolinger und die Notwendigkeit, durch Hilfsbischöfe und die Abtrennung des Ritus auf die räumlichen Herausforderungen der Mission zu reagieren.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Trennung der Firmung von der Taufe eine direkte Konsequenz der erfolgreichen, aber räumlich ausgedehnten Missionstätigkeit des Heiligen Bonifatius war.

Schlüsselwörter

Firmung, Bonifatius, Initiationsritus, Liturgiereform, Karolinger, römischer Ritus, gallikanischer Ritus, sacramentum initiationis, Bischofsweihe, Hilfsbischöfe, postbaptismale Salbung, Kirchengeschichte, Mittelalter, Missionierung, Chrisma.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der geschichtlichen Transformation des Sakraments der Firmung im Mittelalter, insbesondere mit der Entwicklung weg von einem integralen Bestandteil der Tauffeier hin zu einer eigenständigen bischöflichen Handlung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert auf die liturgische Entwicklung, den Einfluss von Bonifatius als Missionar, die Rolle der karolingischen Machthaber und die praktischen Probleme bei der Durchführung kirchlicher Riten in weiten Missionsgebieten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Prozess und die Ursachen darzulegen, die dazu führten, dass die Firmung von der Taufe getrennt und als eigenständiger Ritus etabliert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische und liturgiegeschichtliche Analyse, die sich auf Quellenauswertungen, Synodenentscheidungen und biographische Dokumente stützt.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Mittelpunkt?

Der Hauptteil behandelt die Unterschiede zwischen dem römischen und gallikanischen Ritus, die reformerische Arbeit des Heiligen Bonifatius und die Notwendigkeit der Weihe von Hilfsbischöfen zur Sicherung der bischöflichen Firmspendung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zu den prägenden Begriffen gehören Bonifatius, Firmung, karolingische Liturgiereform und die Unterscheidung zwischen dem römischen und gallikanischen Ritus.

Warum war der Einfluss der Karolinger für Bonifatius so bedeutsam?

Die Karolinger unterstützten die Reformen des Bonifatius, da sie sich davon eine Stärkung ihres Königtums durch kirchliche Sanktion und eine bessere Absicherung ihrer Herrschaftsansprüche versprachen.

Was veranlasste die Trennung der Firmung von der Taufe?

Aufgrund der großen räumlichen Ausdehnung der Missionsgebiete konnte ein Bischof nicht mehr bei jeder Taufspendung persönlich anwesend sein, was zur Verschiebung der bischöflichen Salbung (Firmung) auf einen späteren Zeitpunkt führte.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bonifatius und die Feier der „Confirmatio“ im Mittelalter
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Institut für Liturgiewissenschaft)
Veranstaltung
Liturgie, „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Hl. Geist…“ Die Feier der Firmung - Ein Sakrament auf der Suche nach seiner Bedeutung
Note
1,7
Autor
Marcus Schumacher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
15
Katalognummer
V80666
ISBN (eBook)
9783638879255
ISBN (Buch)
9783638879309
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bonifatius Feier Mittelalter Liturgie Gabe Gottes Geist…“ Feier Firmung Sakrament Suche Bedeutung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marcus Schumacher (Autor:in), 2007, Bonifatius und die Feier der „Confirmatio“ im Mittelalter, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/80666
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