Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Gräzistik - Literatur

Tragik und Philosophie bei Menanders Samia

Titel: Tragik und Philosophie bei Menanders Samia

Seminararbeit , 2005 , 16 Seiten , Note: 2,25

Autor:in: Jessica Hund (Autor:in)

Gräzistik - Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese in tragischer Dichtersprache verfasste Passage unterscheidet sich im Stil gänzlich von ihrem Kontext, welcher der einfachen Alltagssprache nachempfunden ist. Diese Mimesis der Alltagssprache ist typisch für die Komödiendichtung des Menander, der sich in seinen Stücken auf das Alltagsleben konzentriert. In seiner Komödie schafft er eine auf zwei Häuser reduzierte Miniaturwelt, welche in erster Linie die Beziehung von Vater und Sohn, d.h. die Beziehung Demeas’ zu seinem Adoptivsohn Moschion, thematisiert.

In der vorliegenden Hausarbeit soll nun der „Entscheidungsmonolog“ des Demeas (V 324-356 ), einer genaueren Betrachtung unterzogen werden.
Anhand einer Verkettung missverständlicher Eindrücke zu dem Glauben gekommen, von den beiden ihm am nächsten stehenden Menschen, nämlich seinem Adoptivsohn Moschion und seiner Hetäre Chrysis, hintergangen worden zu sein, indem die beiden ein Kind miteinander gezeugt hätten, geht Demeas nun in sich und trifft bezüglich Moschion und Chrysis eine Entscheidung. Hierbei durchlebt er verschiedene Gefühlslagen, wobei er von verzweifelter Erregung zu Selbstbeherrschung und entschiedener Besonnenheit gelangt, wobei er einen im weiteren Verlauf wiederkehrenden Anflug von Bitterkeit und Verzweiflung sofort wieder zurückdrängt.
Nach der Übersetzung diese Monologs und einigen textkritischen Bemerkungen unter der Einbeziehung des Papyrus Bodmer soll eine allgemeine Interpretation folgen.
Im Anschluss daran erfolgt die Untersuchung konkreter Einzelaspekte: Zuerst werden Funktion und Wirkung der zu Anfang zitierten Tragödien-Allusion erläutert, wobei zugleich der komischen Wirkung Demeas‘ im Monolog Beachtung gezollt wird. Darauf wird abschließend erörtert, ob Menander in seinem Werk einer bestimmten philosophischen Gesinnung Ausdruck verleiht.
Mit der Schlussbemerkung wird ein die Arbeit abrundendes Resümee gezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Übersetzung der Verse 324-356

3 Textkritik

4 Interpretation der Verse 324-356

5 Paratragödie und Komik

6 Philosophie bei Menander?

7 Schlussbemerkung

8 Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den sogenannten „Entscheidungsmonolog“ des Demeas (V 324-356) aus Menanders Komödie „Samia“, um die dramaturgische Funktion der darin enthaltenen Tragödien-Allusionen sowie die philosophische Verortung des Werkes im Kontext der Neuen Komödie zu analysieren.

  • Literarische Analyse des Entscheidungsmonologs des Demeas.
  • Untersuchung von Paratragödie und komischen Elementen.
  • Textkritische Betrachtung unter Einbeziehung des Papyrus Bodmer.
  • Diskussion philosophischer Einflüsse (Peripatos) auf Menanders Charakterdarstellung.
  • Gegenüberstellung von Schicksalsglauben in der Tragödie und menschlicher Eigenverantwortung in der Neuen Komödie.

Auszug aus dem Buch

4 Interpretation der Verse 324-356

Dem Monolog des Demeas geht ein Dialog desselben mit dem Koch voraus, von welchem der Alte die Fehlinformation erhalten hat, dass das Kind von Chrysis sei. Der Monolog beginnt mit einem impulsiven Ausruf in V 324, welcher vielleicht, sofern ein Sklave zugegen ist, an diesen gerichtet ist oder aber den Rest der Welt adressiert. Dieser Ausruf beinhaltet sowohl eine Anandiplosis des Lokaladverbs ποι als auch eine Ellipse eines Verbums der Bewegung.

In V 325 wird die pathetische Alltagssprache zugunsten der in tragischer Dichtersprache stehenden Passage „ω πολισμα Κεκροπιας χθονος, ω ταναος αιθηρ, ω“ (V 325-326) verlassen.

Wie bereits oben erwähnt, findet sich zu dieser Stelle im Papyrus Bodmer eine den euripideischen Oidipus als Quelle dieser Passage nennende Randnotiz. Auch wenn sich diese Verse nicht in den spärlich erhaltenen Fragmenten jener Tragödie befinden, sind die Wendung „ταναος αιθηρ“ und derartige poetische Umschreibungen für Athen bei Euripides nicht ungewöhnlich. Dass gerade Athen genannt wird, ist auch insofern bedeutsam, dass dieses als die Zufluchtsstätte des Ödipus nach seiner Blendung gilt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Untersuchungsgegenstandes, des „Entscheidungsmonologs“ des Demeas in Menanders „Samia“, sowie Erläuterung der methodischen Vorgehensweise.

2 Übersetzung der Verse 324-356: Wiedergabe der zentralen Passage aus dem Monolog des Demeas in deutscher Sprache.

3 Textkritik: Untersuchung der Überlieferung des Monologs, insbesondere des Papyrus Bodmer 25, und Klärung von Lesarten ausgewählter Versstellen.

4 Interpretation der Verse 324-356: Eingehende Analyse der dramatischen Struktur, der tragischen Allusionen und der psychologischen Gefühlslagen des Demeas.

5 Paratragödie und Komik: Erörterung der Funktion von Paratragödien als Mittel zur Erzeugung von Komik innerhalb der Neuen Komödie.

6 Philosophie bei Menander?: Erörterung, ob Menanders Dichtung eine bestimmte philosophische Gesinnung, etwa des Peripatos, widerspiegelt.

7 Schlussbemerkung: Zusammenfassendes Resümee über die Verbindung von Komik und Tragik sowie die Darstellung menschlicher Eigenverantwortung.

8 Bibliographie: Auflistung der herangezogenen Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Menander, Samia, Demeas, Entscheidungsmonolog, Tragik, Komödie, Paratragödie, Philosophie, Peripatos, Papyrus Bodmer, Athen, Schicksal, Moschion, Chrysis, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Entscheidungsmonolog des Demeas aus Menanders Komödie „Samia“ und untersucht die dramaturgische Funktion der tragischen Elemente im komischen Stück.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die literarische Analyse des Monologs, das Verhältnis von Tragik und Komik (Paratragödie) sowie die philosophische Einordnung der Charaktere.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Menander tragische und komische Elemente harmonisch vereint, um die Emanzipation des Menschen vom unerbittlichen Schicksal der Tragödie darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt philologische Methoden der Textanalyse, vergleicht Papyri-Varianten und setzt das Werk in den historischen Kontext des hellenistischen Athen.

Welche Inhalte umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil behandelt die Übersetzung, Textkritik, Interpretation, das Phänomen der Paratragödie und die mögliche Beeinflussung Menanders durch aristotelisches Gedankengut.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Menander, Samia, Paratragödie, Peripatos, Entscheidungsmonolog und die philosophische Charakterdarstellung.

Wie unterscheidet sich die Welt der Neuen Komödie von der griechischen Tragödie laut der Autorin?

Während die Helden der Tragödie dem unaufhaltsamen Schicksal ausgeliefert sind, agieren die Charaktere bei Menander eigenverantwortlich und sind für ihr Handeln selbst verantwortlich.

Warum wird die Figur der Helena im Monolog erwähnt?

Die Erwähnung dient als paratragodische Anspielung, um die vermeintliche Untreue der Chrysis zu unterstreichen, wobei die mythologische Figur der Helena hier auf die Aspekte Schönheit und Treulosigkeit reduziert wird.

Wird Menander als Anhänger einer spezifischen philosophischen Schule identifiziert?

Die Autorin stellt fest, dass keine eindeutige Zuweisung möglich ist, sieht jedoch die aristotelische Lehre, den Peripatos, als die wahrscheinlichste Übereinstimmung in Bezug auf das väterliche Erziehungsmodell.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Tragik und Philosophie bei Menanders Samia
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Seminar für klassische Philologie)
Veranstaltung
Griechisches Proseminar: Menander, Samia
Note
2,25
Autor
Jessica Hund (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
16
Katalognummer
V80437
ISBN (eBook)
9783638870917
ISBN (Buch)
9783638870931
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tragik Philosophie Menanders Samia Griechisches Proseminar Menander Samia
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jessica Hund (Autor:in), 2005, Tragik und Philosophie bei Menanders Samia, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/80437
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  16  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum