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Die österreichische Gruppenbesteuerung - ein Vorbild für Deutschland?

Titel: Die österreichische Gruppenbesteuerung - ein Vorbild für Deutschland?

Seminararbeit , 2007 , 38 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Rolf Südbeck (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Organschaft als Möglichkeit zur Steueroptimierung wird seit langem in Deutschland wie in Österreich als nicht mehr zeitgemäß empfunden. Durch die finanzielle – sowie die bis vor wenigen Jahren obligatorische wirtschaftliche und organisatorische – Eingliederung, wie auch durch den zwingenden Abschluss eines Gewinnabführungsvertrages, erscheinen die Organgesellschaften als willenlose Werkzeuge der Organträger. Zudem entsprechen die vertikalen Weisungsbefugnisse nicht mehr den Anforderungen der zunehmenden Globalisierung und den damit einhergehenden Erfordernissen an moderne Unternehmensstrukturen. Dennoch haben Unternehmensgruppen, die mit der Bildung einer Organschaft auf betriebswirtschaftlich sinnvolle und konkurrenzfähige Organisationsstrukturen verzichten, einen rechtsformabhängigen, steuerlichen Vorteil gegenüber solchen Unternehmen, die zwar konkurrenzfähige Organisationsstrukturen besitzen, aber dafür nicht an organschaftlichen Steuervorteilen teilhaben können.

Im Jahr 2005 hat Österreich mit der Steuerreform die Organschaft durch die Gruppenbesteuerung ersetzt. Ziel der Gruppenbesteuerung ist es, den Unternehmensgruppen eine wettbewerbsadäquate Ausrichtung ihrer Unternehmensstrukturen zu ermöglichen und so Österreich als Standort für internationale Konzerne zu stärken. Dafür wurden Neuerungen wie etwa die Mehrmüttergruppe, die Möglichkeit der Einbeziehung ausländischer Verluste und die Erweiterung des Kreises der Gruppenträger und -mitglieder entwickelt.

In dieser Arbeit sollen sowohl Vorteile als auch problematische Bereiche der österreichischen Gruppenbesteuerung aufgezeigt werden, um anschließend ihre Vorbildfunktion für Deutschland zu beurteilen.
Zu diesem Zweck erfolgt in Kapitel 2 eine ausführliche Darstellung der Gruppenbesteuerung in Österreich, sowie eine Darstellung der aktuellen deutschen Organschaft in Kapitel 3. Im Anschluss erfolgt in Kapitel 4 ein Vergleich mit der Beurteilung, welche Elemente der Gruppenbesteuerung Deutschland übernehmen könnte, um Defizite der Organschaft zu beheben.
Die zugehörigen Tabellen und Abbildungen befinden sich im Anhang.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die österreichische Gruppenbesteuerung

2.1. Tatbestandliche Voraussetzungen der Gruppenbesteuerung

2.1.1. Gruppenträger

2.1.2. Gruppenmitglieder

2.1.3. Finanzielle Verbindung

2.1.4. Gruppenantrag und Mindestdauer der Zugehörigkeit

2.2. Rechtsfolgen der Gruppenbesteuerung

2.2.1. Ergebniszurechnung und Besteuerung der Gruppe

2.2.2. Behandlung von Mehrmüttergruppen (Joint-Ventures)

2.2.3. Behandlung von Auslandsverlusten

2.2.4. Firmenwert- und Teilwertabschreibungen

2.3. Europarechtskonformität der Gruppenbesteuerung

2.4. Grenzen der Vorteilhaftigkeit

2.5. Zusammenfassende Beurteilung der Gruppenbesteuerung

3. Die deutsche Organschaftsbesteuerung

3.1. Tatbestandliche Voraussetzungen der Organschaft

3.1.1. Organträger

3.1.2. Organgesellschaft

3.1.3. Gewinnabführungsvertrag

3.1.4. Finanzielle Eingliederung

3.2. Rechtsfolgen der Organschaft

3.2.1. Ergebniszurechnung und Besteuerung der Organschaft

3.2.2. Behandlung von Mehrmüttergruppen (Joint-Ventures)

3.2.3. Die grenzüberschreitende Organschaft

3.2.4. Behandlung von Auslandsverlusten

3.3. Europarechtskonformität der Organschaftsbesteuerung

3.4. Zusammenfassende Beurteilung der deutschen Organschaft

4. Die Gruppenbesteuerung als Vorbild für Deutschland

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das österreichische Modell der Gruppenbesteuerung auf seine Eignung als Vorbild für die deutsche Organschaftsbesteuerung, indem sie die strukturellen Unterschiede, die Möglichkeiten der modernen Unternehmensgestaltung sowie die Europarechtskonformität beider Systeme vergleicht.

  • Analyse der österreichischen Gruppenbesteuerung und ihrer modernen Strukturmerkmale.
  • Untersuchung der deutschen Organschaftsbesteuerung und deren kritische Reflexion.
  • Vergleich der Behandlung von Mehrmüttergruppen und Auslandsverlusten.
  • Diskussion der Europarechtskonformität beider Steuersysteme.
  • Beurteilung der Übertragbarkeit österreichischer Elemente zur Modernisierung des deutschen Rechts.

Auszug aus dem Buch

2.1.3. Finanzielle Verbindung

Die Voraussetzungen für die Zugehörigkeit zu einer Gruppe hat der Gesetzgeber in § 9 Abs. 4 und 5 öKStG nun weniger restriktiv, als noch bei der Organschaft, geregelt. Als Tatbestandsvoraussetzung für die Gruppenzugehörigkeit genügt fortan (als materielles Erfordernis) lediglich die finanzielle Verbundenheit des Gruppenträgers mit den Gruppenmitgliedern. Den Abschluss eines Ergebnisabführungsvertrages bedarf es ebenso wenig wie einer finanziellen, wirtschaftlichen oder organisatorischen Eingliederung. Somit kann eine Gruppenbildung ohne Umstrukturierung vollzogen werden.

Die Gruppenbesteuerung ist demnach strukturneutral, was im Sinne der Wettbewerbsanforderungen zu begrüßen ist. Umstrukturierungen, die oftmals aus steuerlichen Aspekten heraus geprägt waren und Abschlussprüfung sowie Rechtsverfolgung unnötig erschwert haben, sind nun in betriebswirtschaftlich sinnvoller Weise durchführbar. Der Vorteil dieser Neuregelung ist, dass eine größere Bandbreite an Gruppenstrukturen in den Genuss der Gruppenbesteuerung kommt als es noch zuvor bei den Regelungen zur Organschaft der Fall war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die veralteten Strukturen der deutschen Organschaft und stellt das Ziel der Arbeit vor, die österreichische Gruppenbesteuerung als mögliches Vorbild für Reformen zu bewerten.

2. Die österreichische Gruppenbesteuerung: Dieses Kapitel detailliert die Voraussetzungen und Rechtsfolgen der österreichischen Gruppenbesteuerung, inklusive Neuerungen wie der Mehrmüttergruppe und der Behandlung von Auslandsverlusten.

3. Die deutsche Organschaftsbesteuerung: Es erfolgt eine ausführliche Darstellung des deutschen Organschaftsrechts, wobei insbesondere die kritischen Anforderungen an Organträger, Organgesellschaften und die notwendigen Gewinnabführungsverträge analysiert werden.

4. Die Gruppenbesteuerung als Vorbild für Deutschland: Das Schlusskapitel vergleicht die beiden Modelle und zieht das Fazit, dass das österreichische System wertvolle Impulse für die Modernisierung des deutschen Konzernsteuerrechts liefern kann.

Schlüsselwörter

Gruppenbesteuerung, Organschaftsbesteuerung, Konzernsteuerrecht, Steuersubstrat, Verlustverrechnung, Gewinnabführungsvertrag, Europarechtskonformität, Mehrmüttergruppe, Finanziell Verbundenheit, Organträger, Organgesellschaft, Steuerreform, Auslandsverluste, Standortwettbewerb, Steuereinsparungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die österreichische Gruppenbesteuerung im Vergleich zur deutschen Organschaftsbesteuerung, um zu klären, ob das österreichische Modell als Vorbild für eine notwendige Modernisierung des deutschen Steuerrechts dienen kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der steuerlichen Behandlung von Konzernstrukturen, der Verlustverwertung, der Bildung von Mehrmüttergruppen (Joint Ventures) und der Vereinbarkeit der Regelungen mit dem Europarecht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Prüfung der österreichischen Gruppenbesteuerung hinsichtlich ihrer Vorteile und Risiken, um auf dieser Basis Handlungsempfehlungen für die deutsche Steuergesetzgebung abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine rechtsvergleichende Analyse der einschlägigen Gesetzesgrundlagen (öKStG und dKStG) durch, ergänzt durch eine Auswertung aktueller Fachliteratur und Stellungnahmen zur Standortattraktivität.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die Tatbestandsvoraussetzungen (wie finanzielle Verbindung oder Gruppenträgerschaft) sowie die spezifischen Rechtsfolgen der beiden Besteuerungsmodelle gegenübergestellt und ihre Europarechtskonformität beleuchtet.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Gruppenbesteuerung, Organschaft, Verlustverrechnung, Europarechtskonformität und Mehrmüttergruppe.

Wie unterscheidet sich die österreichische Gruppenbesteuerung bei der Verlustverwertung von der deutschen Organschaft?

Während in Deutschland Verlustvorträge der Organgesellschaften während der Organschaftszeit eingefroren bleiben, erlaubt das österreichische Modell die Verrechnung dieser Verluste mit eigenen Gewinnen, was eine effizientere Verlustverwertung ermöglicht.

Warum wird der deutsche Gewinnabführungsvertrag in der Arbeit als problematisch eingestuft?

Der Vertrag wird als enorme Hürde für ausländische Gesellschaften wahrgenommen, die das deutsche Steuersystem weniger attraktiv macht und zudem als potenziell europarechtswidrig kritisiert wird.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die österreichische Gruppenbesteuerung - ein Vorbild für Deutschland?
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Rechtswissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Seminar zum Konzernsteuerrecht
Note
2,3
Autor
Rolf Südbeck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
38
Katalognummer
V80342
ISBN (eBook)
9783638873499
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gruppenbesteuerung Vorbild Deutschland Seminar Konzernsteuerrecht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rolf Südbeck (Autor:in), 2007, Die österreichische Gruppenbesteuerung - ein Vorbild für Deutschland? , München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/80342
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Leseprobe aus  38  Seiten
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