Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Politik - Thema: Deutsche Außenpolitik

Die Deutschlandpolitik der Regierung Brandt/Scheel im parlamentarischen Prozess

Titel: Die Deutschlandpolitik der Regierung Brandt/Scheel im parlamentarischen Prozess

Seminararbeit , 2002 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Andreas Kaul (Autor:in)

Politik - Thema: Deutsche Außenpolitik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Ostpolitik der sozial-liberalen Koalition umfasst die Teilbereiche Osteuropa-Politik und Deutschlandpolitik. Die durch die Regierung ausgehandelten Vertragswerke waren für Deutschland und Osteuropa ein wichtiger Meilenstein in der Entspannungspolitik und bildeten nicht zuletzt eine Basis für die 1990 erfolgte Deutsche Wiedervereinigung.
In dieser Hausarbeit soll der parlamentarische Prozess um die Deutschlandverträge der sozial-liberalen Koalition behandelt werden und explizit die Haltung der parlamentarischen Opposition herausgestellt werden. Da im sechsten Deutschen Bundestag FDP und SPD die Regierung bildeten, war die CDU/CSU-Fraktion die alleinige Oppositionspartei. In dieser Hausarbeit sollen die Strategien, die Meinungen sowie die parlamentarischen Mittel der Union dokumentiert und bewertet werden.
Im auf diese Einleitung folgenden zweiten Kapitel dieser Hausarbeit werden die Deutschlandverträge der sozial-liberalen Regierung bearbeitet. Nach einer kurzen Einleitung über die Vorverhandlungen werden das Vier-Mächte-Abkommen, das Transitabkommen, das Verkehrsabkommen und der Grundlagenvertrag mit ihren Inhalten vorgestellt und dokumentiert. In Kapitel drei dieser Arbeit soll die parlamentarische Diskussion um die Deutschlandverträge behandelt werden. Zunächst soll auf die Debatten im Deutschen Bundestag eingegangen und die Standpunkte der parlamentarischen Opposition verdeutlicht werden. Im Anschließenden Unterkapitel 3.2 wird das konstruktive Misstrauensvotum der Opposition gegen Bundeskanzler Willy Brandt, mitsamt den Hintergründen, beleuchtet. Das darauf folgende Unterkapitel (3.3) untersucht die nach dem konstruktiven Misstrauensvotum erfolgte Auflösung des Deutschen Bundestages und den damit verbundenen Neuwahlen. In Kapitel 3.4 soll die Klage der parlamentarischen Opposition vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe bearbeitet werden. Im Schlusswort dieser Hausarbeit (Kapitel 4) sollen die Standpunkte der CDU/CSU-Fraktion noch einmal aus der Gesamtübersicht betrachtet und bewertet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Deutschlandverträge

2.1 Das Vier-Mächte-Abkommen

2.2 Das Transitabkommen

2.3 Das Verkehrsabkommen

2.4 Der Grundlagenvertrag

3. Die parlamentarische Diskussion

3.1 Die Debatte um die Deutschlandverträge

3.2 Das konstruktive Misstrauensvotum

3.3 Auflösung und Neuwahlen zum Deutschen Bundestag

3.4 Die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht

4. Die Bewertung der oppositionellen Deutschlandpolitik (Schlussbetrachtung)

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den parlamentarischen Prozess im Zusammenhang mit den Deutschlandverträgen der sozial-liberalen Koalition unter Willy Brandt sowie die Rolle und Strategien der CDU/CSU-Opposition in diesem Zeitraum.

  • Analyse der zentralen Vertragswerke (Vier-Mächte-Abkommen, Transitabkommen, Verkehrsvertrag, Grundlagenvertrag).
  • Untersuchung der parlamentarischen Auseinandersetzungen im Deutschen Bundestag.
  • Bewertung des konstruktiven Misstrauensvotums gegen Bundeskanzler Willy Brandt.
  • Betrachtung der Rolle des Bundesverfassungsgerichts bei der Überprüfung der Verträge.
  • Kritische Würdigung der oppositionellen Haltung und Strategie der Union.

Auszug aus dem Buch

2. Die Deutschlandverträge

In seiner Regierungserklärung vom 28. Oktober 1969 deutete der neue Bundeskanzler Willy Brandt die Verhandlungsbereitschaft mit der DDR an. Er betonte, dass man mit der DDR auf der Basis der Gleichberechtigung Gespräche führen wolle und das Verhältnis der beiden Deutschen Staaten untereinander verbessert und normalisiert werden solle. Grundsätzliche Fragen oder noch nicht geklärte Fragen sollten verbessert werden. Der Regierungschef stellte jedoch fest: „Eine völkerrechtliche Anerkennung der DDR kann nicht in Betracht kommen. Auch wenn zwei Staaten in Deutschland existieren, sind sie doch füreinander nicht Ausland; ihre Beziehungen zueinander können nur von besonderer Art sein.“

Die Reaktion der DDR ließ zunächst keine Verhandlungsbereitschaft erkennen, die Konzeption der Bundesregierung über mögliche Gespräche wurde vom Staatsratsvorsitzenden der DDR, Walter Ulbricht, als „Vormundschaftsanspruch“ der BRD gegenüber der DDR zurückgewiesen. Dennoch übersandte Ulbricht am 17. Dezember 1969 einen „Entwurf eines Vertrages über die Aufnahme gleichberechtigter Beziehungen zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland“ an Bundespräsident Gustav W. Heinemann. Bundeskanzler Willy Brandt verzichtete darauf, einen Gegenvorschlag vorzulegen. Er schlug aber vor, einen Meinungsaustausch der beiden Regierungen durchzuführen. Hierbei sollten alle Fragen der Beziehungen zueinander geklärt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Haltung der Opposition zum parlamentarischen Prozess der Deutschlandverträge der sozial-liberalen Regierung zu untersuchen und zu bewerten.

2. Die Deutschlandverträge: Dieses Kapitel stellt die wesentlichen Abkommen der Deutschlandpolitik vor, darunter das Vier-Mächte-Abkommen sowie das Transit- und das Verkehrsabkommen, und erläutert deren Entstehung und Inhalte.

2.1 Das Vier-Mächte-Abkommen: Der Abschnitt befasst sich mit der diplomatischen Lösung des Berlin-Problems durch die Siegermächte als Grundlage für die weiterführende innerdeutsche Politik.

2.2 Das Transitabkommen: Hier wird das erste unmittelbar zwischen BRD und DDR ausgehandelte Abkommen zur Erleichterung des Personen- und Güterverkehrs nach West-Berlin beschrieben.

2.3 Das Verkehrsabkommen: Dieses Kapitel beschreibt die dauerhafte Regelung des gegenseitigen Verkehrs zwischen den beiden deutschen Staaten und die damit verbundenen humanitären Erleichterungen.

2.4 Der Grundlagenvertrag: Der Abschnitt thematisiert die Verhandlungen und Inhalte des Grundlagenvertrages, der eine „besondere Beziehung“ zwischen den beiden Staaten als Basis für die weitere Zusammenarbeit schuf.

3. Die Parlamentarische Diskussion: Die parlamentarischen Auseinandersetzungen, insbesondere die Kritik der CDU/CSU-Opposition an den Verträgen, werden hier in den Fokus gerückt.

3.1 Die Debatte um die Deutschlandverträge: Dieser Teil analysiert die inhaltliche Kritik der Unionsparteien, die den Verträgen unter anderem den Vorwurf einer völkerrechtlichen Anerkennung der DDR entgegenbrachten.

3.2 Das konstruktive Misstrauensvotum: Der Abschnitt beleuchtet den Versuch der Opposition, die Regierung Brandt unter Ausnutzung der knappen parlamentarischen Mehrheit zu stürzen.

3.3 Auflösung und Neuwahlen zum Deutschen Bundestag: Hier wird der Prozess beschrieben, der infolge der instabilen politischen Lage zur vorzeitigen Auflösung des Bundestages und den Neuwahlen 1972 führte.

3.4 Die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht: Dieser Teil behandelt die verfassungsrechtliche Überprüfung des Grundlagenvertrages durch das Bundesverfassungsgericht auf Antrag der Bayerischen Staatsregierung.

4. Die Bewertung der oppositionellen Deutschlandpolitik (Schlussbetrachtung): Das Schlusskapitel resümiert, dass die Opposition nach anfänglicher emotionaler Ablehnung den Weg zu einer konstruktiven Haltung finden musste, während die grundsätzlichen Differenzen vor allem in der Vorgehensweise lagen.

Schlüsselwörter

Deutschlandpolitik, Ostpolitik, sozial-liberale Koalition, Willy Brandt, CDU/CSU-Opposition, Grundlagenvertrag, Vier-Mächte-Abkommen, Transitabkommen, konstruktives Misstrauensvotum, Bundestag, Bundesverfassungsgericht, parlamentarischer Prozess, innerdeutsche Beziehungen, Deutschlandverträge, Wiedervereinigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den parlamentarischen Prozess und die politische Auseinandersetzung rund um die Deutschlandverträge der sozial-liberalen Regierung unter Bundeskanzler Willy Brandt in den frühen 1970er Jahren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf die wesentlichen Abkommen wie das Vier-Mächte-Abkommen und den Grundlagenvertrag sowie auf die Rolle der CDU/CSU-Opposition, die das parlamentarische Geschehen maßgeblich prägte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Strategien, Meinungen und die parlamentarischen Mittel der CDU/CSU-Fraktion als einzige Oppositionspartei im sechsten Deutschen Bundestag in Bezug auf die neue Ost- und Deutschlandpolitik zu dokumentieren und zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Der Autor wählt einen dokumentarischen und analytischen Ansatz, der die parlamentarischen Ereignisse teilweise chronologisch aufarbeitet, um die Standpunkte der Opposition in den Debatten verdeutlichen zu können.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Vertragswerke einerseits und die Analyse der parlamentarischen Diskussion andererseits, wozu auch das konstruktive Misstrauensvotum und die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gehören.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören Ostpolitik, Grundlagenvertrag, konstruktives Misstrauensvotum, parlamentarische Opposition und Deutschlandverträge.

Warum war das konstruktive Misstrauensvotum gegen Brandt für die Opposition so bedeutsam?

Die Opposition sah in der knappen Mehrheit der sozial-liberalen Regierung die Chance, den Kanzler stürzen zu können, ohne auf eine Neuwahl warten zu müssen, um so die Regierungsverantwortung zurückzugewinnen.

Was war der Kern der verfassungsrechtlichen Auseinandersetzung um den Grundlagenvertrag?

Die bayerische Staatsregierung wollte prüfen lassen, ob der Grundlagenvertrag mit dem Grundgesetz vereinbar ist, insbesondere in Bezug auf das Gebot der staatlichen Einheit Deutschlands und die Frage einer völkerrechtlichen Anerkennung der DDR.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Union nach den Neuwahlen von 1972?

Nach der Niederlage bei den Neuwahlen wandelte sich die Haltung der Union von einer eher blockierenden, emotionalen Ablehnung hin zu einer konstruktiven Opposition, die versuchte, ihre Ideen fundierter in die parlamentarische Debatte einzubringen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Deutschlandpolitik der Regierung Brandt/Scheel im parlamentarischen Prozess
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Seminar für Politische Wissenschaft)
Veranstaltung
Proseminar: Regierungssystem und Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland
Note
1,7
Autor
Andreas Kaul (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
20
Katalognummer
V79690
ISBN (Buch)
9783638854184
ISBN (eBook)
9783638857437
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Deutschlandpolitik Regierung Brandt/Scheel Prozess Proseminar Regierungssystem Außenpolitik Bundesrepublik Deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Kaul (Autor:in), 2002, Die Deutschlandpolitik der Regierung Brandt/Scheel im parlamentarischen Prozess, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/79690
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  20  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum