Das deutsche Gesundheitssystem befindet sich in enormen Wandlungsprozessen. Es wird von neuen Anforderungen geprägt, unterliegt u.a. einem höheren Wettbewerb und größerer Bürgerbeteiligung. Diese Veränderungen betreffen sehr stark auch das Krankenhauswesen.
Die Arbeit richtet sich in einer Literaturanalyse an der Frage aus, welche Auswirkungen das mittlere und höhere Management eines Krankenhauses auf die Lernende Organisation besitzt und welche Bedeutung dies im aktuellen gesundheitspolitischen Geschehen hat. Das Ziel der Arbeit ist, zu zeigen, dass sich aufgrund der enormen Wandlungen im Gesundheitswesen ebensolche Anforderungs- und Aufgabenveränderungen für das Krankenhausmanagement ergeben. Hierbei soll sich im exemplarischen Sinne überwiegend auf das ärztliche Management beschränkt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Krankenhaus als Lernende Organisation
2.1. Die Lernende Organisation
2.1.1. Die erfolgreiche Organisation
2.1.2. Die gesunde Organisation
2.2. Das lernende Krankenhaus
3. Neue Anforderungen an das Krankenhausmanagement
3.1. Management des Wandels
3.2. Betriebliches Gesundheitsmanagement
3.3. Kooperation im Lern- und Wissensmanagement
4. Andere Aufgaben des ärztlichen Krankenhausmanagements
4.1. Patientenorientierung
4.2. Organisationsorientierung
4.3. Managementorientierung
5. Neue Kompetenzanforderungen
5.1. Managementkompetenz
5.2. Lern- und Lernorganisationskompetenz
5.3. Soziale und kooperative Kompetenz
6. Schlussfolgerungen
7. Abschluss
Zielsetzung & Themen der Publikation
Die Arbeit untersucht durch eine Literaturanalyse, welche Auswirkungen das mittlere und höhere Management von Krankenhäusern auf die Entwicklung zur lernenden Organisation hat. Ziel ist es aufzuzeigen, dass die massiven Wandlungsprozesse im Gesundheitswesen neue Anforderungen an Führungspersonen stellen, wobei der Fokus exemplarisch auf das ärztliche Management gelegt wird.
- Krankenhaus als lernende Organisation unter ökonomischem Druck
- Anforderungen an das Management des Wandels
- Bedeutung von betrieblichem Gesundheitsmanagement
- Wandel der ärztlichen Aufgaben und Kompetenzprofile
- Kooperation und Wissensmanagement als Kernfaktoren
Auszug aus dem Buch
2.1. Die Lernende Organisation
In Anlehnung an Giddens (1999) ist eine Organisation ein unpersönlich verwalteter, geplanter und zielgerichteter Verband von Personen, der zur Durchsetzung seiner Ziele mittels zweckgebundener Gebäude und Tätigkeiten mehr oder minder ausgeprägt in das gesellschaftliche Leben eingreift.
Argyris und Schön (1999) beschreiben, dass eine Organisation lernt, wenn sie sich Informationen aneignet, also ihren Informationsstand erweitert. Organisationales Lernen schließt einen Informationsgehalt, ein Lernergebnis und damit einen Lernprozess mit ein.
Diese Lernprozesse sind personell gebunden, dienen aber spezifischen Interessen der Organisation zu ihrem organisationalen Wissen und Handeln.
Organisationales Lernen findet folglich statt, wenn einzelne Personen oder Gruppen innerhalb einer Organisation im Interesse dieser eine Problemsituation untersuchen, bestehende Divergenzen erkennen, Handlungen zur Problemlösung einbringen und somit nachhaltige organisationelle Änderungsprozesse initiieren (Argyris u. Schön 1999).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Problematik des deutschen Gesundheitssystems und der Zielsetzung der Arbeit, den Einfluss des Managements auf die lernende Organisation zu analysieren.
2. Das Krankenhaus als Lernende Organisation: Theoretische Herleitung des Konzepts der lernenden und gesunden Organisation und deren Übertragung auf den Krankenhaussektor.
3. Neue Anforderungen an das Krankenhausmanagement: Beleuchtung der Notwendigkeit von Wandlungsmanagement, Gesundheitsmanagement und Kooperation im Wissensmanagement.
4. Andere Aufgaben des ärztlichen Krankenhausmanagements: Analyse spezifischer Managementaufgaben wie Patienten- und Organisationsorientierung im ärztlichen Bereich.
5. Neue Kompetenzanforderungen: Diskussion der notwendigen Management-, Lern- und Sozialkompetenzen für Führungspersonen im Krankenhaus.
6. Schlussfolgerungen: Synthese der Ergebnisse, die unterstreicht, dass medizinische Fachkompetenz allein nicht mehr ausreicht und Managementkompetenz entscheidend ist.
7. Abschluss: Fazit und Bestätigung der eingangs aufgestellten Thesen zur hohen Verantwortung des Managements für den Erfolg der lernenden Organisation.
Schlüsselwörter
Krankenhausmanagement, Lernende Organisation, Organisationsentwicklung, Gesundheitsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung, Patientenorientierung, Managementkompetenz, Personalentwicklung, Wissensmanagement, Soziale Kompetenz, Kooperation, Organisationskapital, Wandel, Systemdenken, Führung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Publikation analysiert die Auswirkungen des mittleren und höheren Managements auf die Entwicklung des Krankenhauses als lernende Organisation.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind Organisationsentwicklung, betriebliches Gesundheitsmanagement, Wissensmanagement und die veränderten Kompetenzanforderungen an Führungskräfte.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist aufzuzeigen, dass aufgrund der Wandlungen im Gesundheitswesen neue Anforderungen an das Krankenhausmanagement gestellt werden und Führungspersonen maßgeblich den Lernerfolg der Organisation bestimmen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, um den Zusammenhang zwischen Managementverhalten und der lernenden Organisation theoretisch zu begründen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Anforderungen an das Management des Wandels, die Bedeutung der Mitarbeiterorientierung sowie die Verschiebung der ärztlichen Anforderungen hin zu Management- und Sozialkompetenzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Krankenhausmanagement, Lernende Organisation, Organisationsentwicklung, Gesundheitsmanagement und Führungskompetenz sind die zentralen Begriffe.
Warum ist das ärztliche Management ein besonderer Fokus?
Weil Mediziner in Führungspositionen traditionell eher durch Fachwissen glänzen, das heutige komplexe Krankenhausmanagement jedoch zunehmend betriebswirtschaftliche und sozialwissenschaftliche Qualifikationen erfordert.
Welchen Einfluss hat das Gesundheitsmanagement auf den Erfolg?
Gesundheitsmanagement wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden und die Motivation der Mitarbeiter aus, was Fehlzeiten reduziert und die Prozessqualität verbessert.
Was ist das Fazit zur ärztlichen Managementposition?
Die medizinisch-fachliche Kompetenz ist für Führungspositionen nicht mehr allein ausschlaggebend; Management- und Sozialkompetenzen sind für den Erfolg der Organisation entscheidender geworden.
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- Dipl.-Berufspäd. für Pflegewissenschaft, MPH Arne Mahler (Author), 2006, Auswirkungen des mittleren und höheren Managements auf das Krankenhaus als lernende Organisation, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/79001