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Die Politik der SPD im deutschen Wiedervereinigungsprozess und deren Auswirkung auf die Bundestagswahl 1990

Titel: Die Politik der SPD im deutschen Wiedervereinigungsprozess und deren Auswirkung auf die Bundestagswahl 1990

Seminararbeit , 2002 , 25 Seiten , Note: 2

Autor:in: Stephan Scheeder (Autor:in)

Geschichte Europas - Neueste Geschichte, Europäische Einigung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Bundestagswahl vom Dezember 1990 stand ganz im Zeichen der deutsch-deutschen Wiedervereinigung. Der 3. Oktober, der neue "Tag der deutschen Einheit" war gerade vorüber und war der gesamten Bevölkerung in West und Ost noch bestens in Erinnerung. Überhaupt war die politische Landschaft in Deutschland in dieser Phase beinahe komplett vom Thema Wiedervereinigung bestimmt. So war es bald zum ungeschriebenen Gesetz geworden: Wer die beste Wiedervereinigungspolitik zu machen versteht, wird die ersten gesamtdeutschen Wahlen für sich entscheiden. Das Ergebnis der Wahlen ist allgemein bekannt. Die CDU/CSU trug einen ungefährdeten Sieg davon und ließ die SPD Fraktion mit weitem Abstand hinter sich.

"Die SPD muß aufpassen, dass sie die deutsche Einheit nicht verschläft" hatte bereits im November ′89 der Hamburger Bürgermeister Henning Voscherau (SPD) gemahnt. Angesichts der Wahlschlappe mußte sich die SPD fragen, ob nicht genau dieses eingetreten war. Wo lagen die Ursachen für die Niederlage, die in dieser Deutlichkeit auch von Wahlanalytikern nicht vorausgesagt worden war?
Die Auswirkung der SPD Wiedervereinigungspolitik auf die Bundestagswahl 1990 zu untersuchen soll auch Schwerpunkt dieser Arbeit sein. War die Politik der Sozialdemokraten tatsächlich konzeptlos oder einfach zu unstrukturiert um seriös zu wirken? Vor allem aber die Frage, wie es sich mit der Einigkeit innerhalb der Partei verhielt und wie sich eventuelle interne Spannungen auf die Selbstdarstellung der Partei nach außen auswirkten, wird der Arbeit zugrunde liegen. Und natürlich stellt sich auch die Frage, welche Rolle die Schlüsselfigur Oskar Lafontaine bei der Wahlniederlage hatte. Der Person Lafontaine soll in der Arbeit besondere Beachtung geschenkt werden.
Die Arbeit wird zunächst einleitend kurz die Ergebnisse der beiden Wahlen von 1990 (DDR Volkskammerwahl und gesamtdeutsche Bundestagswahl) darstellen, um dann im Hauptteil die Zusammenhänge zwischen der Politik der SPD und dem Ausgang der Wahlen zu erarbeiten. Um die Politik der SPD besser beleuchten zu können wird der erste Teil der Arbeit außerdem einen kurzen Rückblick auf die Deutschland-Politik der SPD in den 70er und 80er Jahren werfen um dann auf den Schwerpunkt, die Jahre 1989/90, einzugehen. Die Untersuchungen werden sich allerdings auf den zeitlichen Rahmen zwischen Mauerfall und dem ersten Staatsvertrag beschränken.
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Die Wahlen von 1990

2. Einbettung in den historischen Kontext - Die SPD Politik der 70er und 80er Jahre

3. Die erste Hürde – Reaktionen nach dem Mauerfall

4. Schritte im Einheitsprozeß

4.1 Der Berliner Parteitag – Die Suche nach der klaren Linie

4.2 Die Wirtschafts- und Währungsunion – Erneute Krise der SPD

4.3 Der Weg zum ersten Staatsvertrag – Offener Konflikt innerhalb der Partei

5. Die Schlüsselrolle Oskar Lafontaines

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der SPD während des deutschen Wiedervereinigungsprozesses und deren Auswirkungen auf den Ausgang der Bundestagswahl 1990, wobei insbesondere die parteiinternen Spannungen und die politische Strategie analysiert werden.

  • Analyse der SPD-Deutschlandpolitik in den 1970er und 1980er Jahren
  • Untersuchung der Reaktion der SPD auf den Mauerfall 1989
  • Bewertung der Rolle Oskar Lafontaines im Wahlkampf
  • Ursachenforschung zur Wahlniederlage der SPD bei der Bundestagswahl 1990

Auszug aus dem Buch

Die Schlüsselrolle Oskar Lafontaines

Dass der Kanzlerkandidat einer Partei einen entscheidenden Einfluss auf den Ausgang der Wahlen hat, ist wohl kein Geheimnis. Dass Oskar Lafontaine jedoch in besonderer Weise maßgeblich für den Ausgang der 90er Wahlen war liegt vor allem daran, dass er nicht nur gegenüber dem politischen Gegner zu polarisieren versuchte, sondern dieselbe Wirkung auch innerhalb seiner eigenen Partei hervorrief. Lafontaine legte eine sehr klare politische Linie vor. Er sah die Chancen der SPD in einer klaren Oppositionspolitik gegenüber der Bundesregierung. Vor allem in den wirtschaftlichen Fragen der Einheit sprach er sich deutlich gegen die schnelle Wirtschafts- und Währungsunion der Bundesregierung aus.

Lafontaines Bedenken waren auch nicht unbegründet. Auch die Bundesbank meldete starke Bedenken gegenüber einer raschen Vorgehensweise an. Besonders die Belastung der westdeutschen Bürger machte Lafontaine in diesem Zusammenhang zum Thema. Dabei kann ihm auch nicht vorgeworfen werden, er hätte kein Interesse an einer Verbesserung der Situation in der DDR gehabt. Lafontaines Ansatzpunkt war lediglich konträr zu dem der Bundesregierung. Er sah im „Vorrang einer spezifischen Währungsunion vor der Wirtschafts- und Sozialunion (...) die Zerstörung des Produktionsstandortes DDR für eine lange Zeit“ und damit auch das Erwachsen von enormen sozialen Problemen wie z.B. Massenarbeitslosigkeit für die Ost-Bürger. Betrachtet man die heutige Lage Ostdeutschlands waren Lafontaines Sorgen nicht unbegründet. Der Fehler Lafontaines lag also wohl eher an dessen Vorgehensweise und dessen Verhalten bei der Präsentation seines Konzepts.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Ausgangslage vor der Bundestagswahl 1990 und Einführung in die Fragestellung zur Rolle der SPD.

1.1 Die Wahlen von 1990: Kurzer Rückblick auf die Ergebnisse der DDR-Volkskammerwahl und der gesamtdeutschen Bundestagswahl.

2. Einbettung in den historischen Kontext - Die SPD Politik der 70er und 80er Jahre: Analyse der sozialdemokratischen Deutschlandpolitik von der Ära Brandt bis zur Oppositionsphase ab 1982.

3. Die erste Hürde – Reaktionen nach dem Mauerfall: Untersuchung der ersten parteiinternen Reaktionen und der damit einhergehenden Konzeptlosigkeit der SPD nach dem 9. November 1989.

4. Schritte im Einheitsprozeß: Einleitung in die strategischen Versuche der SPD, den Einigungsprozess aktiv mitzugestalten.

4.1 Der Berliner Parteitag – Die Suche nach der klaren Linie: Analyse der Versuche, eine einheitliche Position zum Thema deutsche Einheit zu finden.

4.2 Die Wirtschafts- und Währungsunion – Erneute Krise der SPD: Untersuchung der internen Konflikte bezüglich des Tempos und der Art der Währungsunion.

4.3 Der Weg zum ersten Staatsvertrag – Offener Konflikt innerhalb der Partei: Darstellung der Zuspitzung der parteiinternen Streitigkeiten während der Verhandlungen zum Staatsvertrag.

5. Die Schlüsselrolle Oskar Lafontaines: Eingehende Betrachtung der Person Lafontaine und dessen Einfluss auf die Wahlchancen der SPD.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ursachen für die Wahlniederlage und Reflexion über das politische Handeln der Partei.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der für die Arbeit herangezogenen Quellen.

Schlüsselwörter

SPD, Bundestagswahl 1990, Oskar Lafontaine, deutsche Wiedervereinigung, Wirtschafts- und Währungsunion, Deutschlandpolitik, Parteigeschichte, Mauerfall, Wahlkampf, politische Strategie, innerparteiliche Konflikte, Staatsvertrag, DDR, Sozialdemokratie, Wahlniederlage.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die politische Strategie und das Auftreten der SPD während der deutschen Wiedervereinigung sowie die Auswirkungen auf das Ergebnis der Bundestagswahl 1990.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Dokument?

Zentral sind die deutschlandpolitische Ausrichtung der SPD, die wirtschaftspolitischen Debatten zur Währungsunion und die internen Partei-Konflikte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der unkoordinierten Politik der SPD und der Wahlniederlage 1990 unter Berücksichtigung innerparteilicher Spannungen zu ergründen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche/historische Analyse auf Basis von Parteidokumenten, zeitgenössischen Medienberichten und fachwissenschaftlicher Literatur.

Was wird im Hauptteil detailliert beleuchtet?

Der Hauptteil behandelt den historischen Kontext, die Reaktionen nach dem Mauerfall, die Debatten um den Zehn-Punkte-Plan und die Rolle der Wirtschafts- und Währungsunion.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie SPD, Wiedervereinigung, Oskar Lafontaine, politische Konzeptionslosigkeit und Währungsunion geprägt.

Warum wird Oskar Lafontaine eine Schlüsselrolle zugeschrieben?

Lafontaine wird als zentrale Figur gesehen, die durch ihre Polarisierung sowohl gegenüber politischen Gegnern als auch innerhalb der eigenen Partei maßgeblich den Wahlverlauf beeinflusste.

Welchen Einfluss hatte der "Zehn-Punkte-Plan" auf die SPD?

Der Plan zwang die SPD zur Reaktion, wobei die Partei durch mangelnde Abstimmung und widersprüchliche Signale in eine defensive Lage geriet.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Politik der SPD im deutschen Wiedervereinigungsprozess und deren Auswirkung auf die Bundestagswahl 1990
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Friedrich Meinecke Institut)
Veranstaltung
Proseminar: Die Wiedervereinigung
Note
2
Autor
Stephan Scheeder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
25
Katalognummer
V7872
ISBN (eBook)
9783638149884
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Politik Wiedervereinigungsprozess Auswirkung Bundestagswahl Proseminar Wiedervereinigung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stephan Scheeder (Autor:in), 2002, Die Politik der SPD im deutschen Wiedervereinigungsprozess und deren Auswirkung auf die Bundestagswahl 1990, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/7872
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Leseprobe aus  25  Seiten
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