In der vorliegenden Arbeit möchte ich mich mit der Entwicklungszusammenarbeit der politischen Stiftungen auseinandersetzen.
Beginnen möchte ich hierbei mit einer kurzen Darstellung der entwicklungspolitisch tätigen Institutionen in Deutschland und der Einordnung der Stiftungen in die NGO-Szene. Im Weiteren stelle ich die Stiftungen kurz vor und stelle dann ihre Finanzierung dar, die sich stark von den Finanzierungsformen anderer NGOs unterscheidet.
Im nächsten Abschnitt werde ich dann die Entwicklungszusammenarbeit der politischen Stiftungen, deren Rahmenbedingungen, die Partner in den Entwicklungsländer und die Projekttypen darstellen. Zuletzt möchte ich noch auf die besondere außenpolitische Bedeutung der Stiftungen eingehen.
Ein besonderes Augenmerk werde ich hierbei auf die Besonderheit der Stiftungen gegenüber anderen NGOs legen, die sich z.B. in ihrer Einbindung in die offizielle Politik oder ihrer Finanzierungsform widerspiegelt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Institutionen der Entwicklungspolitik in Deutschland
3. Die politischen Stiftungen
3.1 Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES)
3.2 Die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS)
3.3 Die Friedrich-Naumann-Stiftung (FNS)
3.4 Die Heinrich-Böll-Stiftung (HBS)
3.5 Die Hanns-Seidel-Stiftung (HSS)
3.6 Die Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS)
4. Finanzierung
5. Die internationale Arbeit der Stiftungen
5.1 Die Entwicklungszusammenarbeit der Stiftungen
5.2 Die Partner in der Entwicklungszusammenarbeit der Stiftungen
5.3 Projekttypen
6. Die außenpolitische Bedeutung der politischen Stiftungen
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Arbeitsweise deutscher politischer Stiftungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich diese Stiftungen durch ihre spezifische staatliche Finanzierung, ihre Parteinähe und ihre Einbindung in die offizielle Außenpolitik von klassischen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) unterscheiden und welchen Beitrag sie zur internationalen Politik leisten.
- Einordnung der politischen Stiftungen in die deutsche NGO-Landschaft
- Analyse der staatlichen Finanzierungsmodelle und ihrer Auswirkungen
- Unterscheidung der Arbeitsbereiche: Gesellschaftspolitische Bildung und Sozialstrukturhilfe
- Die Funktion der Stiftungen als Akteure und Instrumente deutscher Außenpolitik
Auszug aus dem Buch
3. Die politischen Stiftungen
In Deutschland gibt es sechs verschiedene, den jeweiligen im Bundestag vertretenen Parteien nahe stehende politische Stiftungen. Es handelt sich bei den Stiftungen nicht um Stiftungen im Rechtlichen Sinne (mit Ausnahme der Friedrich-Naumann-Stiftung), sondern um eingetragene Vereine, die somit in ihrer Tätigkeit gemeinnützigen Zwecken zu dienen haben. Allen gemeinsam ist der Einsatz für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte, die Tätigkeitsschwerpunkte unterscheiden sich jedoch und sind weitgehend an politischen und weltanschaulichen Schwerpunkten der ihnen nahe stehenden Parteien ausgerichtet.
Rein rechtlich gesehen sind die Stiftungen von ihren Parteien unabhängig. Ihre „Parteinähe“ ist eher ideell, politische, sowie personell gegeben. Auf die konkrete Ausgestaltung der Tätigkeiten haben die Parteien keinen direkten Einfluss.
Die Stiftungen sind im In- und Ausland tätig. In Deutschland engagieren sie sich in der Politischen Bildungsarbeit, der Studienförderung und der Forschung. In meiner Arbeit möchte ich mich weitgehend auf die Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern konzentrieren. Zunächst möchte ich die in Deutschland tätigen Parteistiftungen kurz vorstellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung skizziert das Forschungsziel und die Vorgehensweise der Arbeit hinsichtlich der Untersuchung politischer Stiftungen in der Entwicklungszusammenarbeit.
2. Die Institutionen der Entwicklungspolitik in Deutschland: Dieses Kapitel stellt die Akteure der deutschen Entwicklungszusammenarbeit vor und grenzt die Stiftungen begrifflich von staatlichen Stellen und anderen Nichtregierungsorganisationen ab.
3. Die politischen Stiftungen: Hier werden die sechs parteinahen politischen Stiftungen einzeln porträtiert, wobei ihre historischen Wurzeln und ihre spezifischen Arbeitsschwerpunkte dargelegt werden.
4. Finanzierung: Das Kapitel erläutert die Besonderheit der überwiegend staatlichen Finanzierung über den Bundeshaushalt und die damit verbundene Unabhängigkeit von Spendengeldern.
5. Die internationale Arbeit der Stiftungen: Dieser Abschnitt analysiert die Arbeitsweise, die Auswahl der Partner vor Ort sowie die Unterscheidung zwischen gesellschaftspolitischer Bildung und Sozialstrukturhilfe.
6. Die außenpolitische Bedeutung der politischen Stiftungen: Das Kapitel beleuchtet die Rolle der Stiftungen als Instrumente der deutschen Außenpolitik und deren Funktionen als politisches Frühwarnsystem.
7. Fazit: Das Fazit fasst die zentrale These zusammen, dass die Stiftungen eine spezifische Lücke in der Entwicklungszusammenarbeit schließen, indem sie pluralistisch und dennoch unabhängig agieren.
Schlüsselwörter
Politische Stiftungen, Entwicklungszusammenarbeit, Bundeshaushalt, NGO, Außenpolitik, Demokratieförderung, Parteinähe, Gesellschaftspolitische Bildung, Sozialstrukturhilfe, Projektförderung, Institutionen, BMZ, Entwicklungsland, Politikdialog, pluralistisch
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle, Arbeitsweise und Finanzierung der deutschen politischen Stiftungen innerhalb des Bereichs der internationalen Entwicklungszusammenarbeit.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Abgrenzung zu anderen NGOs, den Finanzierungsmodellen durch den Bundeshaushalt sowie der Umsetzung spezifischer Projekte in den Bereichen Bildung und Sozialstruktur.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich politische Stiftungen als eine besondere Form von NGOs (QUANGOs) durch ihre Parteinähe und ihre Verankerung in der offiziellen Politik von anderen Trägern unterscheiden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine strukturierte Analyse und Auswertung von Sekundärliteratur und offiziellen Grundsätzen zur Entwicklungszusammenarbeit.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung der sechs Stiftungen, eine detaillierte Betrachtung ihrer Finanzierung, eine Analyse der Projektarbeit vor Ort und eine Untersuchung ihrer außenpolitischen Funktion.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Parteinähe, Entwicklungszusammenarbeit, staatliche Finanzierung und politische Instrumentalisierung geprägt.
Wie unterscheiden sich Stiftungen von anderen NGOs?
Im Gegensatz zu vielen anderen NGOs sind sie nicht primär auf Spenden angewiesen, sondern werden überwiegend staatlich finanziert und sind eng mit dem politischen System verknüpft.
Welche Rolle spielen die Stiftungen in der Außenpolitik?
Sie agieren oft dort, wo die offizielle Diplomatie aufgrund diplomatischer Etikette oder formaler Beschränkungen nicht tätig werden kann, und dienen als politisches Frühwarnsystem.
- Quote paper
- Katrin Wilde (Author), 2005, Die Entwicklungszusammenarbeit der deutschen politischen Stiftungen , Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/78349