1. EINLEITUNG
2. WÄHRUNGSREFORM UND WECHSELKURSREGIME
2.1 AUSGANGSPUNKT: HYPERINFLATION IN DEN BALTISCHEN STAATEN
2.2 ERSTE SCHRITTE GEGEN DIE INFLATION: PRIVATISIERUNGS-VOUCHER UND DER TALONAS
2.3 EINFÜHRUNG DES LITAS UND EINES CURRENCY BOARDS
2.4 RISIKEN DER NEUEN WÄHRUNG UND DES CURRENCY BOARDS
2.5 BEWERTUNG DES LITAS UND AUSWIRKUNGEN DES WECHSELKURSREGIMES
2.5.1 Mundell I
2.5.2 Mundell II und Z-Score
2.5.3 Wechselkursstabilität und Inflation
2.5.4 Wechselkursstabilität und Wachstum
3. LEISTUNGSBILANZ
3.1 AUSGANGSPUNKT: DAS LEISTUNGSBILANZDEFIZIT LITAUENS
3.2 LEISTUNGSBILANZDEFIZITE IM RAHMEN EINER INTERTEMPORALEN KONSUM- UND SPAROPTIMIERUNG NACH FISHER
3.3 DAS LEISTUNGSBILANZDEFIZIT ALS LANGFRISTIGE SCHULDLAST
3.4 STRUKTUR DES LEISTUNGSBILANZDEFIZITS
3.5 WEITERE EINFLUSSFAKTOREN IM RAHMEN EINES ZAHLUNGSBILANZDEFIZITS
3.5.1 Ausländische Direktinvestitionen
3.5.2 Zwillingsdefizite
3.5.3 Original Sin
3.6 BEURTEILUNG DER WIRTSCHAFTSENTWICKLUNG IN DEN BALTISCHEN STAATEN
4. FAZIT UND AUSBLICK
Über 16 Jahre nach dem Fall des eisernen Vorhangs und vor dem Hintergrund der EU-Osterweiterung 2004 scheint sich heute zumindest ein politischer Traum erfüllt zu haben. Daher ist es an der Zeit Zwischenbilanz zu ziehen und auch eine volkswirtschaftliche Bestandsaufnahme hinzuzunehmen - Fragen der bisherigen Erfolge, Probleme, aber auch der Beiträge zur makroökonomischen Stabilisierung sind dabei von besonderer Relevanz.
Unter Berücksichtigung dieser Fragestellungen richtet sich das Augenmerk dieser Arbeit auf die Baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen mit besonderem Schwerpunkt auf Litauen.
Ziel ist es anhand von ausgewählten makro- und mikroökonomischen Determinanten zu einer differenzierten Gesamtbeurteilung zu kommen.
Die Arbeit orientiert sich an der chronologischen Entwicklung Litauens seit der Wiedererlangung der Unabhängigkeit.
Im ersten Teil wird daher das Anfangsproblem der Hyperinflation in der jungen Republik dargelegt. Es folgen Erläuterungen zur Währungsreform und zum Wechselkursregime mit seinen Vor- und Nachteilen, sowie eine quantitative Bewertung des Wechselkursregimes.
In einem zweiten Teil soll das Leistungsbilanzdefizit als aktuelle Gefahrenquelle für das Currency Board diskutiert werden. Weiterhin wird es in einem einfachen und dynamischen Modellrahmen gebracht. Ebenso sollen weitere Einflussfaktoren und Möglichkeiten des Leistungsbilanzausgleichs dargestellt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Währungsreform und Wechselkursregime
2.1 Ausgangspunkt: Hyperinflation in den baltischen Staaten
2.2 Erste Schritte gegen die Inflation: Privatisierungs-Voucher und der Talonas
2.3 Einführung des Litas und eines Currency Boards
2.4 Risiken der neuen Währung und des Currency Boards
2.5 Bewertung des Litas und Auswirkungen des Wechselkursregimes
2.5.1 Mundell I
2.5.2 Mundell II und Z-Score
2.5.3 Wechselkursstabilität und Inflation
2.5.4 Wechselkursstabilität und Wachstum
3. Leistungsbilanz
3.1 Ausgangspunkt: Das Leistungsbilanzdefizit Litauens
3.2 Leistungsbilanzdefizite im Rahmen einer intertemporalen Konsum- und Sparoptimierung nach Fisher
3.3 Das Leistungsbilanzdefizit als langfristige Schuldlast
3.4 Struktur des Leistungsbilanzdefizits
3.5 Weitere Einflussfaktoren im Rahmen eines Zahlungsbilanzdefizits
3.5.1 Ausländische Direktinvestitionen
3.5.2 Zwillingsdefizite
3.5.3 Original Sin
3.6 Beurteilung der Wirtschaftsentwicklung in den baltischen Staaten
4. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt eine volkswirtschaftliche Bestandsaufnahme der makroökonomischen Entwicklung der baltischen Staaten, mit besonderem Fokus auf Litauen, seit der Wiedererlangung der Unabhängigkeit, um die bisherigen Erfolge und Probleme differenziert zu bewerten.
- Makroökonomische Stabilisierung durch Währungsreformen und Currency Boards.
- Analyse des Wechselkursregimes anhand der Optimum Currency Area (OCA) Theorie.
- Untersuchung des Leistungsbilanzdefizits als Gefahrenquelle für die Stabilität.
- Einflussfaktoren von Kapitalflüssen und ausländischen Direktinvestitionen.
- Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung und der Konvergenzprozesse.
Auszug aus dem Buch
3.4 Struktur des Leistungsbilanzdefizits
Roubini und Wachtel (1998) gehen im Rahmen der Tragbarkeit eines Leistungsbilanzdefizits nun der Struktur der Leistungsbilanz nach. Diese gliedert sich in die Komponenten Handelsbilanz, Dienstleistungsbilanz, Bilanz der Erwerbs- und Vermögenseinkommen und Bilanz der laufenden Übertragungen auf. Die Leistungsbilanz selbst ist Teil der Zahlungsbilanz (Burda und Wyplosz (2003)). Beruht nun das Leistungsbilanzdefizit vor allem auf einem Handelsbilanzdefizit, wie es nach Abb 3. in Litauen der Fall ist, so besteht eher Grund zur Sorge, da man relativ weit vom langfristigen Schuldlast-Gleichgewicht entfernt ist. Diese Tendenz scheint sich nach Untersuchungen von Hansen und Hansen (2004) in Tab. 8 für alle baltischen Staaten zu bestätigen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die volkswirtschaftliche Bestandsaufnahme der baltischen Staaten ein und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2. Währungsreform und Wechselkursregime: Dieses Kapitel analysiert den Prozess der Währungsstabilisierung in Litauen durch die Einführung eines Currency Boards und bewertet das Wechselkursregime anhand theoretischer Modelle.
3. Leistungsbilanz: Dieser Abschnitt untersucht die Ursachen und Risiken des Leistungsbilanzdefizits in Litauen sowie dessen Tragfähigkeit unter Berücksichtigung verschiedener Einflussfaktoren.
4. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zur Währungsstabilität und zum Leistungsbilanzdefizit zusammen und bewertet die Perspektiven für die Euro-Einführung sowie den Konvergenzprozess Litauens.
Schlüsselwörter
Litauen, Baltische Staaten, Währungsreform, Currency Board, Hyperinflation, Wechselkursregime, Leistungsbilanzdefizit, Zahlungsbilanz, Auslandsdirektinvestitionen, Schuldlast, Wirtschaftswachstum, Euro-Beitritt, Konvergenz, Makroökonomie, Transformationsökonomie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit liefert eine volkswirtschaftliche Bestandsaufnahme der makroökonomischen Entwicklung der baltischen Staaten mit einem speziellen Fokus auf Litauen nach der Wiedererlangung ihrer Unabhängigkeit.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Stabilisierung der Währung nach der Hyperinflation sowie die Analyse der Nachhaltigkeit des Leistungsbilanzdefizits unter den spezifischen Bedingungen der baltischen Ökonomien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, anhand ausgewählter makro- und mikroökonomischer Kennzahlen eine differenzierte Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung Litauens und der Stabilität des dortigen Währungsregimes zu erstellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine chronologische Analyse der Entwicklung sowie die Anwendung theoretischer Modelle, insbesondere der Optimum Currency Area (OCA) Theorie und der langfristigen Schuldlastbetrachtung nach Hansen und Hansen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Währungsreform und das Currency Board analysiert, gefolgt von einer detaillierten Untersuchung des Leistungsbilanzdefizits und dessen Einflussfaktoren wie Direktinvestitionen und Schuldenlast.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Währungsreform, Currency Board, Hyperinflation, Leistungsbilanzdefizit, Auslandsdirektinvestitionen und Konvergenz charakterisiert.
Warum wird das Currency Board in der Arbeit so intensiv diskutiert?
Das Currency Board wird diskutiert, da es maßgeblich zur Lösung der Hyperinflation in Litauen beigetragen hat, jedoch zugleich Fragen bezüglich seiner Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum und die Krisenanfälligkeit aufwirft.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich des Leistungsbilanzdefizits?
Der Autor identifiziert das Leistungsbilanzdefizit als eine wesentliche Gefahrenquelle und betont, dass eine langfristige Finanzierung durch ausländische Direktinvestitionen aufgrund von Zykluseffekten und abnehmenden Grenzerträgen fragwürdig bleiben könnte.
- Arbeit zitieren
- Karsten Schütze (Autor:in), 2007, Die Makroökonomische Entwicklung Osteuropas: Eine Bestandsaufnahme, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/78164