Anliegen dieser Arbeit ist die Darstellung der Schwimmtechniken Brust und Schmetterling. Dabei wird nicht nur isoliert auf beide Techniken für sich eingegangen, sondern diese auch im Vergleich miteinander und vor dem Hintergrund bio- und hydromechanischer Gegebenheiten im Medium Wasser betrachtet. Die Darstellung der Technik orientiert sich an der von Naumann (1981) und Schramm (1987) verwendeten analytisch-synthetischen Phasenstrukturierung von Bewegungen. Die unterstützende Einbeziehung von Abbildungen soll der besseren Nachvollziehbarkeit der Technikbeschreibungen dienen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Wesentliche physikalische Gegebenheiten beim Schwimmen und ihre Konsequenzen für die Schwimmtechniken
3. Die Technik der Schwimmarten
3.1 Brustschwimmen
3.1.1 Zu den Wettkampfbestimmungen des Brustschwimmens
3.1.2 Die Armbewegung
3.1.3 Die Beinbewegung
3.1.4 Gesamtbewegung und Atmung
3.2 Schmetterlingsschwimmen
3.2.1 Zu den Wettkampfbestimmungen des Schmetterlingsschwimmens
3.2.2 Die Armbewegung
3.2.3 Die Beinbewegung
3.2.4 Gesamtbewegung und Atmung
4. Brust- und Schmetterlingsschwimmen im Vergleich
5. Zusammenfassung
6. Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit analysiert und vergleicht die Schwimmtechniken Brust- und Schmetterlingsschwimmen unter Berücksichtigung bio- und hydromechanischer Rahmenbedingungen im Medium Wasser, um deren technische Realisierung besser zu verstehen.
- Physikalische Grundlagen der Fortbewegung im Wasser
- Technikanalyse des Brustschwimmens
- Technikanalyse des Schmetterlingsschwimmens
- Vergleichende Betrachtung beider Schwimmstile
- Phasenstrukturierung der Bewegungsabläufe
Auszug aus dem Buch
2. Wesentliche physikalische Gegebenheiten beim Schwimmen und ihre Konsequenzen für die Schwimmtechniken
Die Sportart Schwimmen ist neben dem Kunst- und Synchronschwimmen, dem Wasserspringen und dem Wasserball eine der wenigen die nicht auf festem Boden, sondern im Medium Wasser stattfindet. Anhand der Eigenschaften des Wassers ergeben sich charakteristische hydro- und biomechanische Rahmenbedingungen, aus denen im Laufe der Zeit die Schwimmtechniken als rationalste Lösungen der Aufgabe einer möglichst schnellen Fortbewegung hervorgegangen sind. Obwohl diese Arbeit sich auf die technische Realisierung des Schmetterlings- und Brustschwimmens konzentriert, sollen wesentliche, auch diesen Techniken zu Grunde liegende physikalische Grundlagen nicht unerwähnt bleiben.
Der Wasserwiderstand ist die entscheidende Komponente für die Fortbewegung im Wasser. Zum einen ermöglicht er diese erst – als Abdruckfläche für die Extremitäten, auf der anderen Seite bremst er sie aber auch. Im ersten Fall sollte er also maximiert, in letzterem minimiert werden. Der Gesamtwasserwiderstand setzt sich dabei aus dem Reibungs-, dem Wirbel-, dem Stirn- und dem Wellenwiderstand zusammen, wobei der so genannte Formwiderstand (Wirbelwiderstand + Stirnwiderstand) den größten Anteil ausmacht (Schramm 1987, S. 56-58). Um alle Teilwiderstände möglichst gering zu halten, ist eine stromlinienförmige, d. h. gestreckte, mit den Armen in Vorhalte und zur Wasseroberfläche möglichst horizontale Körperhaltung anzustreben. Schon ein leichtes Anheben des Kopfes oder nicht gestreckte Füße führen zu Widerstandszuwächsen von fünf bis dreizehn Prozent, ein starkes Anheben des Kopfes oder ein Anstellwinkel des Körpers von achtzehn Grad zu Zuwächsen von 25 bzw. 50 Prozent (Schramm, S. 60 nach Onoprienko 1979).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Ziels der Arbeit, die Techniken Brust- und Schmetterlingsschwimmen mittels analytisch-synthetischer Phasenstrukturierung zu vergleichen.
2. Wesentliche physikalische Gegebenheiten beim Schwimmen und ihre Konsequenzen für die Schwimmtechniken: Erläuterung der hydromechanischen Grundlagen, insbesondere des Wasserwiderstands und der notwendigen Körperhaltung zur Effizienzsteigerung.
3. Die Technik der Schwimmarten: Detaillierte Beschreibung der Phasenabläufe (Arme, Beine, Gesamtbewegung) für Brust- und Schmetterlingsschwimmen basierend auf wissenschaftlichen Modellen.
4. Brust- und Schmetterlingsschwimmen im Vergleich: Analyse der Bewegungsverwandtschaft und der strukturellen Unterschiede, insbesondere bei der Beinbewegung und der resultierenden Geschwindigkeit.
5. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse, die den synchronen Einsatz der Extremitäten bei beiden Stilen und die Überlegenheit der Delphintechnik hervorhebt.
6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen.
Schlüsselwörter
Schwimmtechnik, Brustschwimmen, Schmetterlingsschwimmen, Wasserwiderstand, Biomechanik, Hydromechanik, Phasenstrukturmodell, Antrieb, Körperhaltung, Delphinschwimmen, Bewegungszyklus, Fortbewegung, Strömungsgünstigkeit, Armbewegung, Beinbewegung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der detaillierten technischen Beschreibung und dem Vergleich der Schwimmstile Brust- und Schmetterlingsschwimmen im Kontext der Sportwissenschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die Analyse der Bewegungsabläufe, die physikalischen Rahmenbedingungen im Wasser und der strukturelle Vergleich zwischen Brust- und Delphintechnik.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Darstellung der Schwimmtechniken unter Anwendung eines analytisch-synthetischen Phasenstrukturmodells, um ein tieferes Verständnis für die Effizienz der Bewegungen zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive Technik-Analyse auf Basis wissenschaftlicher Fachliteratur zur Biomechanik und Schwimmtechnik durchgeführt, ergänzt durch bildliche Darstellungen der Bewegungsphasen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine physikalische Einordnung, die detaillierte Technikbeschreibung von Brust- und Schmetterlingsschwimmen (Arme, Beine, Atmung) sowie einen direkten Vergleich beider Stile.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Wasserwiderstand, Phasenstrukturmodell, Biomechanik, Antriebseffizienz und die spezifischen Bezeichnungen der Schwimmstile charakterisiert.
Warum ist eine stromlinienförmige Körperhaltung so entscheidend?
Eine gestreckte Haltung minimiert den Formwiderstand; bereits geringe Abweichungen der Körperachse können den Wasserwiderstand signifikant erhöhen, was den Vortrieb bremst.
Was ist der wesentliche strukturelle Unterschied in der Beinbewegung?
Beim Schmetterlingsschwimmen führen die Beine eine wellenförmige Delphinbewegung aus, während sie beim Brustschwimmen permanent gebeugt und gestreckt werden, was bei letzterem zeitweise zu negativen Impulsen führen kann.
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- Mathias Wick (Author), 2006, Zur Technik des Brust- und des Schmetterlingsschwimmens, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/74518