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Typische Mnemosyne - Konstruktion des Andenkens in Axel Hackes "Deutschlandalbum"

Titel: Typische Mnemosyne - Konstruktion des Andenkens in Axel Hackes "Deutschlandalbum"

Hausarbeit , 2007 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jan-Henning Sommer (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wenn Heidegger vom Gedächtnis als der Versammlung des Andenkens schreibt, weist uns das nicht zuletzt auch auf den fragmentarischen Charakter der Erinnerungen hin, der Gedächtnis konstituiert. Axel Hackes Deutschlandalbum kann als die Sammlung einer Vielzahl von subjektiven Andenken in Form von Text und Bild begriffen werden – ein Denken an Deutschland. Diese Sichtweise legt die Vermutung nahe, dass wir es mit einer Art von literarischem Gedächtnis zu tun haben. Aber wie und in welcher Weise? Der literaturwissenschaftliche Gedächtnisdiskurs der letzten Jahrzehnte bietet uns drei verschiedene Grundrichtungen an, auf die wir zurückgreifen können. Zum einen die Beschäftigung mit dem Gedächtnis der Literatur (als genitivus subjectivus oder objectivus), zum zweiten mit dem Gedächtnis in der Literatur und zuletzt mit der Literatur als Medium des Gedächtnisses. Für diese Arbeit ist vor allem der letzte Ansatz äußerst spannend, weil das Album als spezifische mediale Form eine besondere Art eines kulturellen Gedächtnismediums darstellt und seinen Inhalt in eine Disposition bringt. Eine bestimmte Anordnung setzt eine Art von Konstruktion voraus, was unter literaturwissenschaftlichen Gesichtspunkten zu der Frage nach den Charakteristika und Effekten dieser Konstruktion führt. Im Vorwort schreibt Axel Hacke zu der Idee des Albums: „Später schaut man alles an […] und sagt: So war das. Hatte ich schon ganz vergessen“ . In diesem Satz ist das Programm des Buches im Hinblick auf die Form des Albums als Gedächtnis impliziert. Das Programm zu erinnern. Sofort stellt sich jedoch die Frage, was genau erinnert wird. Sind es, wie man zunächst vermuten könnte, das Allgemeine und das Typische der Figuren oder der Geschichten, die erzählt werden? Oder wird im Akt des Andenkens bei der Lektüre von Hackes Deutschlandalbum noch etwas anderes evoziert als die oberflächlichen Klischees, die sich im Text zunächst ausmachen lassen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Versammlung des Andenkens

2. Die zwei, Bilder

2.1 Verschiedene Wirkungsstrategien

2.2 Flächen der Abwesenheit

3. Berührungsflächen von Text und Bild

3.1 Dominanz und Steuerung

3.2 Suggerierte Mündlichkeit

3.3 Typische Amateurfotos

4. Die doppelte Typisierung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Konstruktion des kulturellen Gedächtnisses und des Andenkens in Axel Hackes „Deutschlandalbum“. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie durch das Zusammenspiel von Text und Bild Stereotype über Deutschland sowie eine spezifische erzählerische Perspektive erzeugt und typisiert werden.

  • Analyse der Text-Bild-Relation in literarischen Alben
  • Untersuchung der Typisierungsprozesse auf der Ebene des Erzählten und des Erzählers
  • Semiotische Analyse der eingesetzten Bild-Strategien (Schnappschussästhetik, Symbolik)
  • Deutung der Rolle des Erzählers als „Familienmitglied“ im Kontext nationaler Identitätskonstruktion
  • Erörterung der Bedeutung von Mündlichkeit und Deixis für die Leserführung

Auszug aus dem Buch

2. Die zwei, Bilder

Im Kapitel „Die zwei“ finden sich zwei Bilder, die zunächst ganz unterschiedlich wirken. Schon allein aus dem Grund, dass auf dem einen zwei Figuren zu finden sind, während sich auf dem anderen nur eine Figur zweiter Ordnung auf einem Plakat ausmachen lässt. Nach Titzmann kann man ein solches Kapitel insgesamt als eine Äußerung begreifen, in der Texte und Bilder koexistieren. Also zerfällt die gesamte Äußerung in Teilmengen unterschiedlicher semiotischer Objekte. Die Tatsache der weniger ausgeprägten Kodiertheit der primären, bildlichen Signifikanten lässt die Vermutung zu, dass ikonische Äußerungen den höheren bzw. unmittelbareren Attraktionsfaktor genießen und somit vorläufig im Rezeptionsprozess für sich stehen können. Wenn das stimmt, lässt sich damit zumindest partiell die Irritation erklären, welche im Hinblick auf das im Vorwort angekündigte Allgemeine im Subjektiven und den Bildern entsteht. Denn zunächst wirkt zumindest die erste dieser beiden ikonischen Äußerungen für sich nur in einem geringen Maße typisierend – wenn überhaupt. Inwieweit aber genau diese Wirkung auf der bereits erwähnten zweiten Ebene der Typisierung als ein gezieltes Mittel eingesetzt wird, werde ich später noch erläutern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Versammlung des Andenkens: Das Kapitel führt in den literaturwissenschaftlichen Gedächtnisdiskurs ein und definiert das „Deutschlandalbum“ als spezifische mediale Form kultureller Erinnerung.

2. Die zwei, Bilder: Es werden die verschiedenen Wirkungsstrategien der Bilder im Kapitel „Die zwei“ analysiert, wobei besonders die semiotischen Differenzen und die Funktion des Rechtecks als Abstraktum untersucht werden.

3. Berührungsflächen von Text und Bild: In diesem Hauptteil wird das komplexe Zusammenspiel zwischen Textsemantik und Bildsemantik sowie die Rolle der Mündlichkeit und Amateur-Ästhetik detailliert erforscht.

4. Die doppelte Typisierung: Das Fazit fasst zusammen, dass Hackes Werk sowohl das Erzählte als auch die Sichtweise des Erzählers als Familienmitglied systematisch typisiert.

Schlüsselwörter

Deutschlandalbum, Axel Hacke, Gedächtnisdiskurs, Text-Bild-Relation, Typisierung, Andenken, Amateurfoto, Erzählinstanz, kulturelles Gedächtnis, Medienkombination, Semiotik, Stereotype, Mündlichkeit, Familienalbum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Axel Hackes „Deutschlandalbum“ als Medium dient, um ein literarisches Gedächtnis und das „Andenken an Deutschland“ zu konstruieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Intermedialität von Text und Bild, die Konstruktion nationaler Klischees und die Rolle der erzählerischen Vermittlung durch eine „familiäre“ Erzählinstanz.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie das Werk durch die Anordnung von Text und Bild eine spezifische „typisierte“ Sichtweise auf Deutschland und dessen Bewohner erzeugt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Herangehensweise gewählt, die auf semiotischen Konzepten der Text-Bild-Relation (u.a. Titzmann, Schmitz-Emans) und Gedächtnistheorien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse einzelner Bildbeispiele, die Untersuchung von Dominanzverhältnissen zwischen Bild und Text sowie die Bedeutung der simulierten Mündlichkeit für die Charakterisierung des Erzählers.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Typisierung, Deutschlandalbum, Text-Bild-Relation, kulturelles Gedächtnis und die Rolle des Erzählers.

Wie spielt das „Familienalbum“ für die Argumentation eine Rolle?

Der Vergleich mit einem Familienalbum dient als Schlüsselkonzept, um die subjektive, selektive und „familiäre“ Sichtweise des Erzählers zu erklären, die den Leser in eine bestimmte Rolle drängt.

Was ist das Ergebnis der Untersuchung zu den Bildern?

Die Arbeit zeigt, dass die Bilder nicht nur illustrieren, sondern durch ihre serielle Anordnung und „Schnappschuss-Ästhetik“ die semantische Steuerung des Textes ergänzen oder irritieren.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Typische Mnemosyne - Konstruktion des Andenkens in Axel Hackes "Deutschlandalbum"
Hochschule
Universität Münster
Veranstaltung
Deutschland als Bilderbuch
Note
1,3
Autor
Jan-Henning Sommer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
14
Katalognummer
V73549
ISBN (eBook)
9783638635998
ISBN (Buch)
9783638769761
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Typische Mnemosyne Konstruktion Andenkens Axel Hackes Deutschlandalbum Deutschland Bilderbuch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jan-Henning Sommer (Autor:in), 2007, Typische Mnemosyne - Konstruktion des Andenkens in Axel Hackes "Deutschlandalbum", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/73549
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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