Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Politics - General and Theories of International Politics

Weltrepublik oder Völkerbund? Zur Konzeption von supranationaler Staatlichkeit in Immanuel Kants "Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf"

Title: Weltrepublik oder Völkerbund? Zur Konzeption  von supranationaler Staatlichkeit in Immanuel Kants "Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf"

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anke Leins (Author)

Politics - General and Theories of International Politics

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit möchte ich diskutieren, ob Kant sich durch seine Entscheidung für das „negative Surrogat“ wirklich mit dem Geringeren zufrieden gibt, oder ob nicht der Bund seinen ihm zugedachten Zweck voll und ganz erfüllt.
Meine These dabei ist, dass in „Zum ewigen Frieden“ zwar ein Weltstaat angedacht ist, sich dieser aber auf Grund von schlagkräftigen Argumenten, die Kant gegen ihn anführt, und die meiner Meinung nach auch zutreffend sind, nicht durchsetzten kann.
Im Folgenden möchte ich zwei unterschiedliche Positionen darstellen. Zum einen die unter anderem von Otfried Höffe vertretene Position, die in Kants Argumentation Widersprüche sieht und das “negative Surrogat“ deshalb als einen halbherzigen Kompromiss versteht, der allenfalls als Vorstufe zur Weltrepublik gelten kann. Ich werde mich besonders mit Otfried Höffe und der von ihm eingebrachten Weltstaatthese auseinandersetzten.
Die andere Position erkennt in Kants negativem Surrogat mehr Potential als die Vorstufe zu einer Weltrepublik. Für diese Autoren ist der Völkerbund Endergebnis und keine Vorstufe.
Beginnen möchte ich mit den Autoren, die sich für die Weltrepublik stark machen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Weltrepublik oder Völkerbund? Die Positionen verschiedener Autoren zu Kants Konzeption von supranationaler Staatlichkeit

2.1 Für die Idee einer Weltrepublik. Die Positionen von Otfried Höffe und Wolfgang Kersting

2.2 Für die Idee eines Völkerbundes

Die Positionen von Wade Huntley, James Bohman, Ernst-Otto Czempiel, Matthias Lutz-Bachmann und Andrew Hurrel

3. Für Kants Völkerbund und dessen Vorzüge

3.1 „Erster Definitivartikel zum ewigen Frieden: Die bürgerliche Verfassung in jedem Staate soll republikanisch sein.“

3.2 „Zweiter Definitivartikel zum ewigen Frieden: Das Völkerrecht soll auf einem Föderalismus freier Staaten gegründet sein.“

3.2.1 Völker als Staaten

3.2.2 Das Recht der Völker. Zu Kants Begriff des Völkerrechts

3.2.3 Warum das „negative Surrogat“?

3.2.4 Die Natur als Vermittlerin

3.3 „Dritter Definitivartikel zum ewigen Frieden: Das Weltbürgerrecht soll auf Bedingungen der allgemeinen Hospitalität eingeschränkt sein.“

4. Schluss: Kant als Visionär des Realisierbaren

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht Immanuel Kants Schrift „Zum ewigen Frieden“ hinsichtlich der Frage, ob der von Kant präferierte Staatenbund ein vollkommenes Instrument zur Friedenssicherung darstellt oder ob er lediglich eine unzureichende Vorstufe zu einer Weltrepublik bildet. Ziel ist es, Kants Konzept der supranationalen Staatlichkeit durch die Auseinandersetzung mit verschiedenen wissenschaftlichen Positionen zu beleuchten.

  • Kants Konzeption der supranationalen Staatlichkeit
  • Debatte: Weltrepublik versus Völkerbund
  • Analyse der drei Definitivartikel zum ewigen Frieden
  • Die Rolle der Natur als Vermittlerin
  • Souveränität und Menschenrechte im internationalen Kontext

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Völker als Staaten

„Völker als Staaten können wie einzelne Menschen beurteilt werden, die sich in ihrem Naturzustande (d.i. in der Unabhängigkeit von äußern Gesetzen) schon durch ihr Nebeneinandersein lädieren, und deren jeder um seiner Sicherheit willen von dem anderen fordern kann und soll, mit ihm in eine der bürgerlichen ähnliche Verfassung zu treten, wo jedem sein Recht gesichert werden kann. Dies wäre ein Völkerbund, der aber gleichwohl kein Völkerstaat sein müsste.“ (Kant 2005, 16)

In Kants Friedensschrift wird eine wesentliche Neuerung eingeführt, er betrachtet Staaten wie einzelne Menschen, die auch dementsprechend zu behandeln sind. Dennoch ist es wichtig hinzuzufügen, dass Kant nicht automatisch Mensch und Staat gleichsetzt. Seine Überlegungen gelten nur für den Moment des Naturzustandes. Wenn auf internationaler Ebene noch keine Verrechtlichung stattgefunden hat, dann können Staaten wie Menschen betrachtet werden. Solange Anarchie herrscht können auf der internationalen Ebene Staaten sich so zueinander verhalten wie Bürger die in den bürgerlich gesetzlichen Zustand treten wollen. Ein Staat kann demnach von einem anderen Staat fordern, mit ihm in eine, „der bürgerlichen ähnliche Verfassung zu treten“ um so den internationalen Raum zu verrechtlichen. Das was im Naturzustand für vernunftbegabte Menschen möglich sein soll muss sich, wenn ähnliche Bedingungen vorherrschen, auch auf eine höhere Ebene transferieren lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in Kants Werk „Zum ewigen Frieden“ ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Angemessenheit des „negativen Surrogats“ im Vergleich zur Weltrepublik.

2. Weltrepublik oder Völkerbund? Die Positionen verschiedener Autoren zu Kants Konzeption von supranationaler Staatlichkeit: Dieses Kapitel stellt gegensätzliche wissenschaftliche Interpretationen von Kants Friedenskonzept gegenüber, unterteilt in Befürworter einer Weltrepublik und Befürworter eines Völkerbundes.

3. Für Kants Völkerbund und dessen Vorzüge: Das Kapitel analysiert die drei Definitivartikel Kants sowie deren inhaltliche Voraussetzungen und rechtliche Bedeutung für den ewigen Frieden.

4. Schluss: Kant als Visionär des Realisierbaren: Das Fazit würdigt Kant als visionären Denker, der den Schutz von Rechten in den Fokus rückt, und schließt sich der Einschätzung an, dass der Staatenbund aus politischen Gründen die realistische Lösung darstellt.

Schlüsselwörter

Immanuel Kant, Zum ewigen Frieden, Völkerbund, Weltrepublik, negatives Surrogat, supranationale Staatlichkeit, Föderalismus, Völkerrecht, Weltbürgerrecht, Souveränität, ewiger Frieden, politische Philosophie, Naturzustand, Menschenrechte, Institutionen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Kants philosophischen Entwurf „Zum ewigen Frieden“ und untersucht kritisch sein Konzept eines Staatenbundes im Vergleich zur Idee einer Weltrepublik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt Themen wie die Struktur der internationalen Ordnung, das Verhältnis von Einzelstaaten, den Schutz von Menschenrechten und die Rolle des Völker- und Weltbürgerrechts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es wird der Frage nachgegangen, ob Kants Entscheidung für ein „negatives Surrogat“ (den Völkerbund) ein halbherziger Kompromiss ist oder ob diese Form der Organisation dem angestrebten Zweck des ewigen Friedens am besten gerecht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine hermeneutische Textanalyse und einen interdiskursiven Vergleich der Argumentationen verschiedener politikwissenschaftlicher und philosophischer Autoren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung widerstreitender Fachpositionen zu Kant sowie eine detaillierte Exegese der drei Definitivartikel, ergänzt durch die Analyse der Rolle der Natur und des Weltbürgerrechts.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Kants „negatives Surrogat“, den „Föderalismus freier Staaten“, „supranationale Staatlichkeit“ sowie die „kosmopolitische Öffentlichkeit“.

Warum hält Otfried Höffe Kants Argumentation für widersprüchlich?

Höffe kritisiert, dass Kant einerseits die Analogie zwischen Menschen und Staaten betont, die für einen Weltstaat spräche, sich aber dennoch gegen einen solchen entscheidet, was aus Höffes Sicht nicht stringent ist.

Wie begründet die Arbeit den Nutzen des „negativen Surrogats“?

Die Arbeit argumentiert, dass der Völkerbund den politischen und rechtlichen Pluralismus wahrt und die Souveränität der Staaten respektiert, was eine Weltrepublik politisch unrealistisch oder sogar gefährlich erscheinen lässt.

Excerpt out of 24 pages  - scroll top

Details

Title
Weltrepublik oder Völkerbund? Zur Konzeption von supranationaler Staatlichkeit in Immanuel Kants "Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf"
College
University of Tubingen  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Theorien der internationalen Beziehungen
Grade
1,0
Author
Anke Leins (Author)
Publication Year
2005
Pages
24
Catalog Number
V73049
ISBN (eBook)
9783638720458
Language
German
Tags
Weltrepublik Völkerbund Konzeption Staatlichkeit Immanuel Kants Frieden Entwurf Theorien Beziehungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anke Leins (Author), 2005, Weltrepublik oder Völkerbund? Zur Konzeption von supranationaler Staatlichkeit in Immanuel Kants "Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/73049
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  24  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint