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Luhmanns Gesellschaftstheorie und Reflexive Modernisierung bei Ulrich Beck

Titel: Luhmanns Gesellschaftstheorie und Reflexive Modernisierung bei Ulrich Beck

Hausarbeit , 2005 , 9 Seiten , Note: 2

Autor:in: Bettina Danzinger (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Kleinste Elemente sozialer Systeme, postuliert Luhmann, sind nicht etwa handelnde Menschen, sondern Kommunikationen. Ein soziales System steuert sich selbst, indem es ständig Kommunikationen produziert und anschlussfähig hält. Psychische Systeme (Bewusstsein) können nicht kommunizieren, sie denken; nur soziale Systeme (Interaktion, Organisation, Gesellschaft) können sich kommunikativ anregen. „Die Vorgänge in Köpfen und Sprachen sind von allen anderen abgesondert und machen das eigentliche gesellschaftliche aus; unser innerer Austausch mit unserem Körper z.B. oder unser Austausch mit „Natur“ ist nicht Kommunikation, liegt außerhalb der Grenze von Gesellschaft. Die Grenzen sind also ziemlich eng: sie umfassen nur „Menschliches“ (zum Unterschied etwa von „Tierischem“ oder „Pflanzlichem“), und davon auch nur einen Teil (nämlich insbesondere das, was wir mit anderen Gattungen nicht gemeinsam zu haben scheinen). (Fischer- Kowalski, 1991, S. 179)

Dieses Gesellschaftssystem funktioniert gerade deshalb, weil es gegenüber Veränderungen dieser Umwelt relativ Immun ist, also begrenzt resonanzfähig. Luhmann stellt sich nun die Frage, wie die Gesellschaft handeln soll, um in ihrer Umwelt längerfristig überleben zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Luhmanns Gesellschaftstheorie und die Vermeidung von Umweltzerstörung

2. Reflexive Modernisierung nach Ulrich Beck

3. Die Begriffe Gefahr und Risiko bei Ulrich Beck

4. Literatur:

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretischen Ansätze von Niklas Luhmann zur Systemtheorie sowie von Ulrich Beck zur Risikogesellschaft, um die Herausforderungen der modernen Gesellschaft im Umgang mit ökologischen Gefahren und systembedingten Risiken zu analysieren.

  • Systemtheoretische Betrachtung sozialer Kommunikation
  • Resonanzfähigkeit wirtschaftlicher Funktionssysteme gegenüber Umweltfolgen
  • Übergang von der Industrie- zur Risikogesellschaft
  • Soziale Folgen der Modernisierung und Risikoverteilung
  • Unterscheidung und Definition der Begriffe Gefahr und Risiko

Auszug aus dem Buch

3. Die Begriffe Gefahr und Risiko bei Ulrich Beck

Was ein Risiko ist, kennen wir aus den Artikeln der Zeitungsseiten, die früher unter der Rubrik „Unfälle und Verbrechen“ standen. Ein Verbrechen ist ein Ereignis, das in einer schlecht verlaufenen Risikolage eintreffen kann. Ein Risiko kann so auch durch eine soziale Handlungslage ausgelöst werden, nicht ausschließlich durch technische Unvollkommenheit oder Naturkatastrophen. Man hat an jeweils Beides zu denken. An Technik und Gesellschaft sowie an Natur und Gesellschaft, wenn von einer Häufung der Risiken in den letzten Jahrzehnten gesprochen wird.

„Systematisch argumentiert, beginnen sich gesellschaftsgeschichtlich früher oder später in der Kontinuität von Modernisierungsprozessen die sozialen Lagen und Konflikte einer ‘reichtumsverteilenden’ mit denen einer ‘risikoverteilenden’ Gesellschaft zu überschneiden. In der Bundesrepublik stehen wir – das ist meine These – spätestens seit den siebziger Jahren am Beginn dieses Übergangs. Das heißt: hier überlagern sich beide Arten von Themen und Konflikten. Wir leben noch nicht in einer Risikogesellschaft, aber auch nicht mehr nur in Verteilungskonflikten der Mangelgesellschaften. In dem Masse, in dem dieser Übergang vollzogen wird, kommt es dann wirklich zu einem Gesellschaftswandel, der aus den bisherigen Kategorien und Bahnen des Denkens und Handelns herausführt.“ (Beck,1986, 27)

So lautet die These von Beck, dass die Häufung der Risiken sosehr zugenommen hat, dass sie in ihrem Wirkungsverhältnis bezüglich der Gesellschaftsstruktur mit demjenigen des Reichtums konkurriert. In der Industrie und Klassengesellschaft hatten wir das Problem die Reichtumsverteilung und wie der gesellschaftlich produzierte Reichtum sozial legitim verteilt werden kann. Diese soziale Ungleichheit zwischen Klassen und Schichten bleibt nach Beck zwar bestehen, tritt aber in den Hintergrund.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Luhmanns Gesellschaftstheorie und die Vermeidung von Umweltzerstörung: Dieses Kapitel erläutert Luhmanns Verständnis sozialer Systeme als Kommunikationszusammenhänge und diskutiert die begrenzte Resonanzfähigkeit von Funktionssystemen gegenüber ökologischen Problemen.

2. Reflexive Modernisierung nach Ulrich Beck: Der Autor beschreibt den unbewussten Wandel von der Industriegesellschaft zur Reflexiven Moderne, der primär durch unbeabsichtigte Nebenfolgen des industriellen Fortschritts vorangetrieben wird.

3. Die Begriffe Gefahr und Risiko bei Ulrich Beck: Hier wird der historische Wandel von der Logik der Reichtumsverteilung hin zur Logik der Risikoverteilung thematisiert sowie die Parameter für Gefahr und Risiko definiert.

4. Literatur:: Das Kapitel listet die verwendeten wissenschaftlichen Quellen auf.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Niklas Luhmann, Ulrich Beck, Risikogesellschaft, Reflexive Modernisierung, Umweltsoziologie, Kommunikation, soziale Systeme, Modernisierungsrisiken, Reichtumsverteilung, Risikoverteilung, Funktionssysteme, Umweltzerstörung, gesellschaftlicher Wandel, Zivilisationsrisiken.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt eine soziologische Analyse des Verhältnisses zwischen Gesellschaftssystemen und den von ihnen verursachten Umwelt- und Modernisierungsfolgen auf Basis der Theorien von Luhmann und Beck.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Systemtheorie, die Funktionsweise von Gesellschaftssystemen, der Prozess der reflexiven Modernisierung und die sich wandelnde Bedeutung von Risiken in der modernen Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die gesellschaftlichen Dynamiken zu verstehen, die den Übergang zur Risikogesellschaft prägen und wie Systeme mit den Gefahren ihrer eigenen Entwicklung umgehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse soziologischer Fachliteratur, um die Konzepte von Luhmann und Beck gegenüberzustellen und zu erläutern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die systemtheoretische Perspektive auf Umweltzerstörung, das Konzept der reflexiven Modernisierung und die spezifische Differenzierung zwischen den Begriffen Gefahr und Risiko.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind vor allem Risikogesellschaft, Systemtheorie, Kommunikation, soziale Ungleichheit und reflexive Modernisierung.

Warum ist das Wirtschaftssystem laut Luhmann nur beschränkt resonanzfähig?

Es ist beschränkt resonanzfähig, da es ökologische Probleme nur dann wahrnimmt, wenn sie in Kosten übersetzt werden können; Probleme, die nicht als rentabel oder finanzierbar gelten, werden weitgehend ignoriert.

Was unterscheidet bei Beck die Industriegesellschaft von der Risikogesellschaft?

In der Industriegesellschaft dominierte die Logik der Reichtumsverteilung und klassische Verteilungskonflikte, während in der Risikogesellschaft die Verteilung von selbstproduzierten, systembedingten Risiken und Gefahren in den Vordergrund tritt.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Luhmanns Gesellschaftstheorie und Reflexive Modernisierung bei Ulrich Beck
Hochschule
Universität Wien  (Institut für soziale Ökologie)
Veranstaltung
VOSE/Vorlesung und Seminar
Note
2
Autor
Bettina Danzinger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
9
Katalognummer
V72442
ISBN (eBook)
9783638633079
ISBN (Buch)
9783638919494
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Luhmanns Gesellschaftstheorie Reflexive Modernisierung Ulrich Beck VOSE/Vorlesung Seminar
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bettina Danzinger (Autor:in), 2005, Luhmanns Gesellschaftstheorie und Reflexive Modernisierung bei Ulrich Beck, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/72442
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Leseprobe aus  9  Seiten
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