Ziel dieser Arbeit ist es, einen Einblick in das Krankheitsbild der Demenz zu bekommen und das Gedächtnismodell von Atkinson und Shiffrin zu verstehen. Dabei werden die theoretischen Grundlagen bezüglich der Gedächtnisprozesse im zweiten Kapitel behandelt. Es folgen die Krankheitsformen der Demenz, hier werden Symptome und der Verlauf betrachtet. Ebenso wird die Nonnen-Theorie veranschaulicht und aufgezeigt, wie das Gehirn funktioniert. Anschließend folgt die Diskussion über die Hauptmerkmale. Am Ende dieser Arbeit gibt es ein Fazit und Ausblick über Verbesserungen und Umgang der Krankheit.
Demenz ist eine organische psychische Erkrankung, die sich im Gehirn sehr weitläufig ausbreitet. Bereiche wie Gedächtnis, Orientierung und Sprache werden bei dieser Hirnkrankheit immer schlechter. Momentan sind es über 24 Millionen Menschen, die mit einer Hirnkrankheit leben. Auch in Deutschland leben zurzeit 1,6 Millionen Menschen mit diagnostizierter Demenz. Bisher ist die Krankheit noch nicht heilbar. Die Fallzahlen steigen und stellen den Staat, die Gesellschaft und die Medizin vor wachsende Aufgaben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Gedächtnis
2.1 Gedächtnisprozesse
2.2 Mehrspeichermodell
2.2.1 Sensorisches Gedächtnis
2.2.2 Kurzzeitgedächtnis und Arbeitsgedächtnis
2.2.3 Langzeitgedächtnis
2.3 Fehler des Gedächtnisses
2.3.1 Vergessen
2.3.2 Fehlerhafte Erinnerungen
3. Dementielle Erkrankungen
3.1 Einführung
3.2 Demenzformen und Ursachen
3.2.1 Primäre Demenzform
3.2.2 Sekundäre Demenzformen
3.3 Symptome der Demenz und Krankheitsverlauf
3.4 Diagnostik
3.5 Therapie
4. Was passiert im Gehirn?
5. Nonnen- Studie
6. Diskussion
7. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, das Krankheitsbild der Demenz im Kontext der kognitiven Gedächtnispsychologie zu beleuchten, um ein grundlegendes Verständnis für die neurologischen Prozesse sowie die psychosozialen Auswirkungen der Erkrankung zu erlangen.
- Grundlagen der Gedächtnisprozesse und das Mehrspeichermodell
- Klassifizierung, Symptomatik und Verlauf von Demenzerkrankungen
- Diagnostische Verfahren und therapeutische Interventionsmöglichkeiten
- Neurologische Veränderungen im Gehirn bei Demenz
- Erkenntnisse aus der Nonnen-Studie zur kognitiven Reserve
Auszug aus dem Buch
2.2 Mehrspeichermodell
Es gibt eine Vielzahl von Modellen über den Aufbau und Gedächtnisses. Allerdings ist das Mehrspeichermodell von Atkinson und Shiffrin (1968) eines der einflussreichsten und bekanntesten Modelle.
Das Modell des menschlichen Gedächtnisses zeigt drei verschiedene Speicher, die miteinander in Verbindung stehen. Das Sensorische Gedächtnis (SG), Kurzzeitgedächtnis (KZG) und zuletzt das Langzeitgedächtnis (LZG). Man sagt dazu auch das Dreistufenmodell.
Zunächst nehmen wir Menschen verschiedene Umweltreize wie Informationen und Eindrücke wahr. Diese Informationen werden anschließend vom SG, auch Ultrakurzzeitgedächtnis genannt, erfasst. Informationen werden dabei ganzheitlich sowie vollständig wahrgenommen. Hierbei handelt es sich jedoch um eine kurzfristige Wahrnehmung der Umweltreize.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Gedächtnisforschung und die zunehmende Bedeutung demenzieller Erkrankungen angesichts des demografischen Wandels ein.
2 Gedächtnis: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen des menschlichen Gedächtnisses, dessen Prozessstufen sowie das Mehrspeichermodell detailliert erläutert.
3. Dementielle Erkrankungen: Hier werden Definitionen, Ursachen, diagnostische Ansätze sowie therapeutische Behandlungsmöglichkeiten für Demenzformen ausführlich betrachtet.
4. Was passiert im Gehirn?: Das Kapitel beschreibt die biologischen Abbauprozesse von Nervenzellen und die daraus resultierenden Störungen der Informationsübertragung.
5. Nonnen- Studie: Diese Analyse beleuchtet die Erkenntnisse der Nonnen-Studie zur Widerstandsfähigkeit des Gehirns gegen demenzielle Symptome trotz biologischer Befunde.
6. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die gesellschaftlichen Auswirkungen des demografischen Wandels sowie die Herausforderungen in der Betreuung und Pflege demenzkranker Menschen.
7. Fazit und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und thematisiert die Notwendigkeit frühzeitiger Diagnose und Aufklärung.
Schlüsselwörter
Gedächtnis, Demenz, Alzheimer, Mehrspeichermodell, Sensorisches Gedächtnis, Kurzzeitgedächtnis, Langzeitgedächtnis, Neurodegeneration, Alterskrankheiten, Diagnostik, Therapie, Nonnen-Studie, Demografischer Wandel, Pflege, Kognitive Störungen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Zusammenspiel zwischen den menschlichen Gedächtnissystemen und den klinischen Erscheinungsbildern demenzieller Erkrankungen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf der Gedächtnispsychologie, der medizinischen Klassifikation von Demenz, diagnostischen Methoden und den psychosozialen Herausforderungen der Pflege.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für das Krankheitsbild Demenz zu schaffen und zu verdeutlichen, wie die beeinträchtigten Gedächtnisprozesse im Alltag und in der Pflege relevant werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die existierende psychologische Theorien (wie das Mehrspeichermodell) und medizinische Forschungsberichte miteinander verknüpft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Gedächtnisfunktionen, die Analyse der demenziellen Pathologie sowie die Diskussion pflegerischer und gesellschaftlicher Folgen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?
Die wichtigsten Schlagworte sind Demenz, Alzheimer, Gedächtnispsychologie, kognitive Leistungsfähigkeit und pflegerische Betreuung.
Was besagt die erwähnte Nonnen-Studie in Bezug auf Demenz?
Die Studie legt nahe, dass bestimmte Lebensweisen und kognitive Aktivität das Gehirn dabei unterstützen können, neurodegenerative Prozesse zu kompensieren, sodass keine klinische Demenz auftritt.
Warum ist das Mehrspeichermodell nach Atkinson und Shiffrin zentral für die Arbeit?
Es bietet die theoretische Grundlage, um zu verstehen, auf welchen Ebenen (Enkodierung, Speicherung, Abruf) bei einer demenziellen Erkrankung Defizite entstehen können.
- Arbeit zitieren
- Anna Grimminger (Autor:in), 2018, Das Mehrspeichermodell von Atkinson und Shiffrin. Erinnern in Stufen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/703323