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Zur französischen Kolonialpolitik in Tunesien vom Berliner Kongress 1878 bis zum Beginn der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts

Auf dem Weg zu einer neuen Großmachtstellung

Title: Zur französischen Kolonialpolitik in Tunesien vom Berliner Kongress 1878 bis zum Beginn der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts

Term Paper , 2009 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Andre Engel (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Summary Excerpt Details

Dreh- und Angelpunkt der vorliegenden Arbeit, der sich als roter Faden durch die Arbeit zieht, wird der Weg Frankreichs zu einem neuen Großmachtstatus sein, basierend auf dem kolonialen Eingreifen in Tunesien. Alle Gliederungspunkte der Arbeit basieren auf den Inhalten der in der Literaturliste angegebenen Werke. Besonders hervorzuheben sind die Autoren Thomas Pakenham und Hendrik Wesseling, da sie in ihren Darstellungen den bearbeiteten Zeitraum abdecken und zudem nützliche Zusatz- und Hintergrundinformationen bieten.

Was machen Sportler beziehungsweise Mannschaften, wenn sie trotz des Glaubens an den Sieg verlieren? Sie fordern einen zweiten Versuch oder besser gesagt: Revanche. Frankreich hegte diesen Revanchegedanken nach dem verlorenen Krieg 1870/71 gegen das Deutsche Reich. Es wollte unter anderem Rache nehmen für die Niederlage und auferlegten Reparationen, die ein regelrechtes Trauma bei den Franzosen hervorriefen, aber vor allem wollte Frankreich seinen verlorenen Großmachtstatus zurück, den es mit dem Erwerb überseeischer Gebiete zu erreichen erhoffte.

Trotz der großen Bedeutung, die der Revanchegedanke in der Forschung einnimmt, ist das Thema dieser Arbeit nicht, inwiefern dieser Frankreich zu neuer Größe verhalf, sondern welche Rolle der französischen Kolonialpolitik, im Zeitraum vom Berliner Kongress 1878 bis Anfang der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts, in Tunesien zukommt. Zeitraum und Ort sind daher interessant, weil sie Frankreich am Beginn des Weges zu einer neuen Großmachtstellung zeigen. Auf dem Berliner Kongress 1878 erhält Frankreich erstmals nach der Niederlage von 1870/71 die Möglichkeit, durch Kolonialpolitik außenpolitische Stärke zu zeigen.

Durch die Verträge von Bardo und La Marsa, die Tunesien zum französischen Protektorat erklären, kämpft sich Frankreich schließlich ins Spiel der europäischen Großmächte zurück. Es soll verdeutlicht werden, wie Frankreich den Weg zu einem neuen Großmachtstatus findet und welche Bedeutung dem Erwerb überseeischer Gebiete, in diesem Fall am Beispiel Tunesiens, auf der Suche nach eben diesem Status zukommt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zur französischen Kolonialpolitik 1830-1870: Tunesien stellt sich vor.

3 Auf dem Weg zu einer neuen Großmachtstellung

3.1 Der Berliner Kongress 1878

3.2 Motive und Umsetzung: Frankreich pflückt die reife Birne!

3.3 Die Bedeutung der Verträge von Bardo und La Marsa

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, welche Rolle die französische Kolonialpolitik in Tunesien im Zeitraum vom Berliner Kongress 1878 bis Anfang der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts für den Wiederaufstieg Frankreichs zur europäischen Großmacht spielte.

  • Der Revanchegedanke Frankreichs nach dem verlorenen Krieg 1870/71.
  • Die außenpolitische Bedeutung des Berliner Kongresses 1878 für Frankreich.
  • Die Motive und Hintergründe für die Errichtung des Protektorats Tunesien.
  • Die Auswirkungen der Verträge von Bardo und La Marsa auf die französische Machtstellung.
  • Die Verflechtung von wirtschaftlichen Interessen und kolonialem Handeln.

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Berliner Kongress 1878

Im Folgenden gilt es, die Rolle des Berliner Kongresses sowie die Interessenkonflikte Frankreichs an einer tunesischen Kolonie nach 1878 näher zu erläutern und die ersten Schritte auf dem Weg aus der außenpolitischen Isolation aufzuzeigen.

Nach 1870/71 erstarrte die einstige Großmacht Frankreich regelrecht, denn die Reparationen, die den Franzosen vom Deutschen Reich auferlegt worden waren, trafen mitten in das französische Bewusstsein. Die Gebietsabtretung Elsass-Lothringens war in den Augen der Franzosen der Höhepunkt der Erniedrigungen gegen Frankreich, das fortan den Revanchegedanken gegen das Deutsche Reich hegte und sich damit, wie bereits erwähnt, in Europa sowie außenpolitisch für das Erste isolierte. Der Berliner Kongress, der vom 13. Juni bis 13. Juli 1878 in Berlin stattfand, sollte nun den „…turning point in North African and French colonial history…“ markieren.

Der Reichskanzler des Deutschen Reiches, Otto von Bismarck, lud in dem oben genannten Zeitraum die Staatsmänner Großbritanniens, Frankreichs, Russlands, Deutschlands, Österreich/Ungarns, Italiens und der Türkei ein, um nach einer Antwort in der Orientfrage zu suchen. Diese Frage bezeichnete die Auflösung und Aufteilung von Teilen des Osmanischen Reiches unter den europäischen Mächten. Es wurde von dem russischen Zar als „[…] kranker Mann Europas […]“ bezeichnet, da es seit Jahren im Zustand des Zerfalls war.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema des französischen Revanchegedankens nach 1870/71 ein und skizziert die Fragestellung zur Bedeutung der Kolonialpolitik in Tunesien für den Großmachtstatus.

2 Zur französischen Kolonialpolitik 1830-1870: Tunesien stellt sich vor.: Dieses Kapitel beleuchtet die historischen Ambitionen in Algerien als Grundlage und beschreibt die Situation Tunesiens vor der französischen Einflussnahme.

3 Auf dem Weg zu einer neuen Großmachtstellung: Hier wird der Prozess analysiert, wie Frankreich über den Berliner Kongress und die gezielte koloniale Expansion nach Tunesien versuchte, seine außenpolitische Isolation zu überwinden.

4 Fazit: Das Fazit resümiert, dass die koloniale Politik in Tunesien eine wesentliche Rolle bei der finanziellen und machtpolitischen Konsolidierung Frankreichs spielte.

Schlüsselwörter

Frankreich, Tunesien, Kolonialpolitik, Berliner Kongress, Großmachtstatus, Revanchegedanke, Protektorat, Vertrag von Bardo, Vertrag von La Marsa, Außenpolitik, Imperialismus, Wirtschaft, Algerien, Mohammed al Sadok, Bismarck

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Weg Frankreichs aus der außenpolitischen Isolation nach 1870/71 durch koloniale Aktivitäten in Tunesien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören der französische Revanchegedanke, der Berliner Kongress 1878, der Prozess der Errichtung des Protektorats sowie wirtschaftliche Interessen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, ob und wie der Erwerb Tunesiens Frankreich dabei half, seinen verloren gegangenen Großmachtstatus zurückzugewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer Auswertung existierender Fachliteratur und zeitgenössischer Dokumente basiert.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Etappen: von der Situation vor 1870 über den Berliner Kongress 1878 bis hin zur Etablierung des Protektorats durch die Verträge von Bardo und La Marsa.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind "Großmachtstatus", "Protektorat", "Kolonialpolitik" und "Berliner Kongress".

Welche Rolle spielte die Enfida-Affäre?

Die Enfida-Affäre war ein entscheidender Auslöser, der Italien in der Gunst des Beys stärkte und Frankreich unter Druck setzte, konsequenter zu handeln, um seinen Einfluss nicht zu verlieren.

Warum wurde Tunesien kein direktes französisches Gebiet wie Algerien?

Frankreich wählte die Form des Protektorats, um internationale diplomatische Konflikte zu vermeiden und bestehende Verwaltungsstrukturen für die eigene Herrschaft zu nutzen.

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Details

Title
Zur französischen Kolonialpolitik in Tunesien vom Berliner Kongress 1878 bis zum Beginn der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts
Subtitle
Auf dem Weg zu einer neuen Großmachtstellung
College
University of Potsdam  (Historisches Institut)
Course
Zur Republikanisierung einer Nation. Frankreich am Übergang ins 20. Jahrhundert
Grade
1,7
Author
Andre Engel (Author)
Publication Year
2009
Pages
15
Catalog Number
V703281
ISBN (eBook)
9783346202697
ISBN (Book)
9783346202703
Language
German
Tags
beginn berliner großmachtstellung jahre jahrhunderts kolonialpolitik kongress tunesien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andre Engel (Author), 2009, Zur französischen Kolonialpolitik in Tunesien vom Berliner Kongress 1878 bis zum Beginn der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/703281
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