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Von der behüteten Königstochter zur bösen Rächerin? Die Darstellung Kriemhilds im 'Nibelungenlied'

Title: Von der behüteten Königstochter zur bösen Rächerin? Die Darstellung Kriemhilds im 'Nibelungenlied'

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Annie Schoppe (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

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Summary Excerpt Details

Die Kriemhild-Figur ist eine der wichtigsten Frauengestalten der mittelhochdeutschen Literatur. In dieser Hauptseminararbeit wird nicht eine neue Gesamtdeutung des 'Nibelungenliedes' vorgenommen, sondern vordergründig nur Kriemhild analysiert, sie und ihr Verhalten untersucht und sie in den jeweiligen Kontext der verschiedenen Szenen, in denen sie auftaucht, eingeordnet. Gleichzeitig wird auf das Problem der "Entwicklung" Kriemhilds von der behüteten Königstochter zur bösen Rächerin eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. WERK, FORSCHUNGSSTAND UND FRAGESTELLUNG

II. UNTERSUCHUNGEN ZUR FIGUR KRIEMHILDS IM ‚NIBELUNGENLIED’

A. Von der behüteten Königstochter zur trauernden Witwe – Die Darstellung Kriemhilds im ersten Teil des ‚Nibelungenliedes’ (1. bis 19. Âventiure)

1. Die Darstellung Kriemhilds als burgundische Königstochter sowie ihrer ersten Begegnung mit Siegfried (1. bis 5. Âventiure)

2. Die Rolle Kriemhilds gegenüber ihren Brüdern und Siegfried (1. bis 11. Âventiure)

3. Der Streit der Königinnen (14. Âventiure) und seine Folgen (15. und 16. Âventiure)

4. Kriemhilds Trauer um Siegfried und ihre ersten Rachegedanken (17. Âventiure)

5. Kriemhilds Leben nach dem Tod Siegfrieds und die Bedeutung des Hortraubes für sie (18. und 19. Âventiure)

B. Kriemhild als hunnische Herrscherin und burgundische Rächerin – Der zweite Teil des ‚Nibelungenliedes’ (20. bis 39. Âventiure)

1. Etzels Werbung als Anstoß zu Kriemhilds Rache (20. Âventiure)

2. Die Darstellung Kriemhilds auf der Fahrt ins Hunnenland bis zur Hochzeit mit Etzel (21. und 22. Âventiure)

3. Kriemhild in der Rolle als hunnische Königin und die Einladung ihrer Brüder als Teil ihres Racheplans (23. Âventiure)

4. Kriemhilds Empfang der Burgunden im Hunnenland (28. Âventiure) und ihre Provokation durch Hagen (29. Âventiure)

5. Kriemhilds Maßnahmen zur Rache: Werbung um Rachehelfer und Einsatz des Königssohnes (31. bis 33. Âventiure)

6. Die Folgen von Kriemhilds Racheplan: der grôze mort (34. bis 39. Âventiure)

C. Schlussbetrachtung

III. BIBLIOGRAPHIE

A. Primärliteratur

B. Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die literarische Darstellung der Kriemhild-Figur im Nibelungenlied. Ziel ist es, ihr Verhalten in den unterschiedlichen Szenen des Epos zu analysieren, ihre Figurenentwicklung kritisch zu hinterfragen und sie in den jeweiligen situativen Kontext einzuordnen.

  • Wandel Kriemhilds von der behüteten Königstochter zur trauernden Witwe und hunnischen Herrscherin.
  • Die Rolle von Minne, Machtstrukturen und familiärer Bindung für die Handlungen der Figur.
  • Der Einfluss von Siegfrieds Ermordung und des Hortraubes auf die Entstehung von Kriemhilds Rache.
  • Untersuchung der psychologischen Darstellungsweise sowie der Grenze zwischen höfischem Ideal und dämonisierter Rächerin.

Auszug aus dem Buch

3. Der Streit der Königinnen (14. Âventiure) und seine Folgen (15. und 16. Âventiure)

Brünhild bewegt Gunther dazu, ein Fest zu veranstalten, zu dem Siegfried und Kriemhild eingeladen werden sollen. Ihre Beunruhigung über Siegfried ist immer noch nicht zur Ruhe gekommen (Vgl. Str. 618-622). Sie versteht nicht, dass Kriemhild noch so untadelig und schön ist (Vgl. Str. 799), obwohl sie doch mit einem Leibeigenen zusammen sei (Vgl. Str. 724; 803), wie ihr Siegfried fälschlicherweise bei der früheren Werbungsfahrt vorgestellt (Vgl. Str. 420) wurde. Da ein solcher einer Königstochter nicht anstehe (Vgl. Str. 620) sucht Brünhild nach Anzeichen, ob Kriemhild nun verderbet (Str. 620,4) sei und täuscht Gunther deshalb über die Beweggründe des gewünschten Verwandtenbesuchs hinweg.

Der daraus folgende Frauenstreit ist Kulminations- und Wendepunkt des ersten Teils des ‚Nibelungenliedes’. Er entsteht am elften Tag im Rahmen des Wormser Festes, das zunächst friedlich, aber nicht wie sonst gemeinschaftsstiftend und schließlich in drei gesteigerten von Hass (Vgl. Str. 843,3; 829,4), Zorn (Vgl. Str. 823,4; 826,4) und Empörung (Vgl. Str. 848,4) geprägten Auftritten verläuft. Der erste Auftritt ist ein Dialog zwischen Brünhild und Kriemhild, als sie ihren Männern bei einem Ritterspiel zuschauen. Kriemhild behauptet in stolzer Übertreibung, dass Siegfried die Herrschaft elliu disiu – wahrscheinlich Gunthers – rîche anstünde (Str. 815,4). Brünhild weist aber diesen Anspruch zurück und sagt, dass Gunther alle Könige überragt. Die anschließenden Reizreden beider Frauen handeln vom Konflikt um die Bedeutung der jeweiligen Ehegatten. Erstmals geht dabei unerwartet von Kriemhild ein wichtiger Handlungsimpuls aus, obwohl Brünhilds Wunsch nach Aufklärung der politischen Abhängigkeitsverhältnisse hinter der Situation steht. „Wir haben hier nicht so sehr einen Streit zwischen machthungrigen Frauen, als die Gegenüberstellung der beiden von Sîvrit inszenierten Wirklichkeiten.“ Beide Königinnen wollen nur das, was ihnen zusteht. Kriemhild lässt sich zwar zu übertriebenen Ansichten hinreißen, aber der eigentliche Streit beinhaltet den gesellschaftlichen Rang Siegfrieds und hier haben beide Königinnen objektiv Recht, zumindest im Rahmen der ihnen gegenüber dargestellten Wirklichkeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

I. WERK, FORSCHUNGSSTAND UND FRAGESTELLUNG: Einführung in die Bedeutung Kriemhilds im Epos und Diskussion kontroverser Forschungsansätze zur Figurenentwicklung.

II. UNTERSUCHUNGEN ZUR FIGUR KRIEMHILDS IM ‚NIBELUNGENLIED’: Detaillierte Analyse der Darstellung Kriemhilds, gegliedert in ihre Rolle als burgundische Prinzessin sowie als hunnische Königin und Rächerin.

III. BIBLIOGRAPHIE: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur zur Arbeit.

Schlüsselwörter

Kriemhild, Nibelungenlied, Siegfried, Rache, Burgunden, Hagen, Minne, Figurenentwicklung, mittelalterliche Literatur, mittelalterliches Rechtsverständnis, Etzel, Frauenbild, Hofkultur, Gewalt, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hauptseminararbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der literarischen Darstellung der Figur Kriemhild im Nibelungenlied, wobei ihr Handeln und ihre psychologische Entwicklung im Fokus stehen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Rolle der Frau in der mittelalterlichen Gesellschaft, die Einflüsse von Minne und politischer Macht, sowie die Motive hinter Kriemhilds Wandel zur Rächerin.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Figur Kriemhild in ihrem Kontext zu analysieren, um festzustellen, ob eine bewusste Entwicklungsdarstellung durch den Dichter vorliegt oder ob ihr Handeln primär durch die jeweiligen situativen Kontexte bestimmt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer literaturwissenschaftlichen Analyse der Strophen des Nibelungenliedes unter Einbeziehung relevanter fachwissenschaftlicher Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in zwei große Blöcke: Der erste Teil befasst sich mit Kriemhilds Leben am Wormser Hof und dem dramatischen Wendepunkt durch den Frauenstreit, der zweite Teil thematisiert ihre Rolle im Hunnenland und ihre Rachepläne gegen die Burgunden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Kriemhild, Rache, Hagen, Nibelungenlied, Machtstrukturen und das höfische Ideal.

Welche Bedeutung kommt dem Streit zwischen Kriemhild und Brünhild für den Handlungsverlauf zu?

Der Streit wird als Kulminations- und Wendepunkt des ersten Teils begriffen, der die unheilbare Feindseligkeit auslöst und Kriemhild erstmals aktiv in das Geschehen eingreifen lässt.

Warum erscheint Kriemhild gegen Ende des Epos als „dämonische“ Figur?

Ihre Grenzüberschreitungen – sowohl höfisch als auch menschlich – und die rücksichtslose Ausführung ihrer Rache führen zu einer dämonisierenden Darstellung, da sie sich über das gesellschaftlich und rechtlich akzeptierte Maß für eine Frau hinausbewegt.

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Details

Title
Von der behüteten Königstochter zur bösen Rächerin? Die Darstellung Kriemhilds im 'Nibelungenlied'
College
Dresden Technical University  (Institut für Germanistik)
Course
Das Nibelungenlied
Grade
1,0
Author
Annie Schoppe (Author)
Publication Year
2006
Pages
27
Catalog Number
V70002
ISBN (eBook)
9783638614313
ISBN (Book)
9783638624701
Language
German
Tags
Königstochter Rächerin Darstellung Kriemhilds Nibelungenlied
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Annie Schoppe (Author), 2006, Von der behüteten Königstochter zur bösen Rächerin? Die Darstellung Kriemhilds im 'Nibelungenlied', Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/70002
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