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Elias' Theorie der Etablierten-Außenseiter-Beziehungen als kritisches Gegenmodell zur Kulturtheorie Hofstedes

Titel: Elias' Theorie der Etablierten-Außenseiter-Beziehungen als kritisches Gegenmodell zur Kulturtheorie Hofstedes

Referat (Ausarbeitung) , 2006 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Robert Meyer (Autor:in)

Pädagogik - Interkulturelle Pädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit ist eine Spezifizierung des Referates vom 26.10.2005,
welches, im Rahmen des von Frau Dr. Olga Frik im Wintersemester 2005/06
geleiteten Seminars Interkulturelle Fragen der Bildung und Erziehung, einführend
in die Thematik der aktuellen Kulturtheorien, mit Schwerpunktsetzung in den
Bereichen Kulturschock und seine Bewältigung, Typen des Wandels kultureller
Identität sowie kulturelle Standards, gehalten wurde.
Das Referat wurde in Hinblick auf die eigentliche Problematik des Seminars
ausgearbeitet. Hofstedes Kulturtheorie ist dahingehend analysiert worden,
inwieweit sich mit den in seinem Buch Lokales Denken, globales Handeln.
Interkulturelle Zusammenarbeit und globales Management. gezeigten Ansätzen,
die derzeitige Situation der russischen Spätaussiedler in der Bundesrepublik
Deutschland beschreiben und erklären lässt. Die Verschriftlichung versucht über
die im Referat angesprochenen Themen hinaus aufzuzeigen, wie sich eine
unangemessenere Sichtweise der Ereignisse, mangels stärkerer Distanzierung vom
Geschehen, wie sie zum großen Teil durch die in der Kulturanthropologie
vorherrschenden Paradigmen, zu deren führenden Vertretern Geert Hofstede
gezählt werden kann, verbreitet wird, nachhaltig negativ auf die
Integrationsbemühungen sowohl von Deutschen, als auch Spätaussiedlern
auswirkt.
Zunächst wird ein einführender, schwerpunktmäßiger Überblick über die gängige
Kulturtheorie gegeben, wobei im Fokus der Betrachtung die Ausführungen
Hofstedes stehen. Anschließend werden die stärksten Kritikpunkte an dieser
Sichtweise angeführt, um schließlich einen kurzen Abriss der
figurationssoziologischen Theorie von Etablierten-Außenseiter-Beziehungen nach
Norbert Elias aufzuzeigen. Zum Abschluss werden, mit Hinweis auf die Nachteile
der kulturanthropologischen Erklärungsversuche von Integrationsproblemen, die
Vorteile des figurationssoziologischen Erklärungsmodells aufgezeigt.

[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Kultur als mentale Programmierung von Menschen

1.1. Manifestation von Kultur

2. Kulturschock

2.1. Zum Verlauf des Kulturschock

2.2. Kulturelle Anpassung

3. Zur Unangemessenheit der herkömmlichen, kulturanthropologischen Erklärungsmodelle

4. Zum Modell von Etablierten und Außenseitern nach Norbert Elias

4.1. Anmerkungen zu Stigmatisierung und pars-pro-toto-Verzerrung

4.2. Aspekte des Figurationsmodells nach Norbert Elias

5. Aspekte einer figurationssoziologischen Betrachtung des Gruppenkonflikts zwischen Spätaussiedlern und Deutschen

5.1. Ausgrenzung der Mitglieder der Außenseiter vom außerberuflichen Verkehr

5.2. Stigmatisierung und pars-pro-toto-Verzerrung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch das kulturanthropologische Modell von Geert Hofstede hinsichtlich seiner Eignung zur Erklärung der Integrationsprobleme von Spätaussiedlern in Deutschland und stellt diesem das figurationssoziologische Konzept der Etablierten-Außenseiter-Beziehungen von Norbert Elias als angemesseneren theoretischen Rahmen gegenüber.

  • Kulturverständnis und mentale Programmierung nach Geert Hofstede
  • Kritik an individualistischen, kulturanthropologischen Erklärungsmodellen
  • Grundlagen des Figurationsmodells nach Norbert Elias
  • Dynamik von Machtbalancen und Selbstwertbeziehungen bei Gruppenkonflikten
  • Analyse der Stigmatisierung von Spätaussiedlern als Etablierten-Außenseiter-Prozess

Auszug aus dem Buch

4.1. Anmerkungen zu Stigmatisierung und pars-pro-toto-Verzerrung

Unter pars-pro-toto-Verzerrung versteht Elias die Neigung der Etabliertengruppe, der Außenseitergruppe generell die, als schlecht empfundenen Eigenschaften ihrer „schlechtesten“ Teilgruppe zuzuschreiben. Wohingegen das eigene Wir-Bild von der höchsten Teilgruppe der Etablierten geprägt ist. Diese Art der Wahrnehmung ermöglicht es der Etabliertengruppe, ihre eigene Höherwertigkeit und die Minderwertigkeit der Außenseitergruppe als begründet, als bewiesen anzusehen.

Die Teilhabe am Gruppenstolz, an dem Gefühl der Höherwertigkeit der eigenen Gruppe, ist für den Einzelnen die Belohnung für das Befolgen der gruppenspezifischen Normen. Außenseitergruppen werden folglich als anomisch empfunden. Sie befolgen nicht die eigenen Normen, wodurch sie die Identität und den Selbstwert der Außenseitergruppe gefährden. Deren Mitglieder entwickeln folglich Gefühle der Ablehnung, z.B. Ekel, Beschmutzungsängste usw., welche als Schutzmechanismen des eigenen Selbstwertempfindens begriffen werden können. Stigmatisierung, dass Herabwerten anderer Menschen, dient also der Betonung, der Rechtfertigung, Schutz und Steigerung des eigenen Selbstwertes. Ausdrücke, mit denen die Mitglieder der Etabliertengruppe die Mitglieder der Außenseitergruppe als schlechtere Menschen zu kennzeichnen versuchen, können je nach Figuration variieren. Gemeinsam ist ihnen aber die Funktion als Waffe, im Kampf um Erhalt oder Veränderung der Machtbalance, um Sicherung und Erhöhung des individuellen und gruppenspezifischen Selbstwertes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Kultur als mentale Programmierung von Menschen: Erläutert das Kulturbegriffsverständnis nach Geert Hofstede als mentale Software, welche das Denken, Fühlen und Handeln von Menschen bestimmt.

2. Kulturschock: Beschreibt den Prozess der Eingewöhnung in eine fremde Umgebung und die damit verbundenen psychischen Belastungen sowie die Phasen der kulturellen Anpassung.

3. Zur Unangemessenheit der herkömmlichen, kulturanthropologischen Erklärungsmodelle: Hinterfragt die Gültigkeit von Hofstedes Theorie für komplexe gesellschaftliche Gruppenkonflikte und bemängelt deren individualistische Sichtweise.

4. Zum Modell von Etablierten und Außenseitern nach Norbert Elias: Führt das figurationssoziologische Konzept ein, das Gruppenkonflikte durch ungleiche Machtbalancen und selbstwertrelevante Wahrnehmungsprozesse erklärt.

5. Aspekte einer figurationssoziologischen Betrachtung des Gruppenkonflikts zwischen Spätaussiedlern und Deutschen: Anwendung des Modells von Elias auf die empirische Realität von Spätaussiedlern, insbesondere in Bezug auf Ausgrenzung und Stigmatisierung.

Schlüsselwörter

Kulturtheorie, Geert Hofstede, Norbert Elias, Etablierte, Außenseiter, Integrationsprozesse, Spätaussiedler, Machtbalance, Stigmatisierung, pars-pro-toto-Verzerrung, Figurationssoziologie, Selbstwert, Gruppendynamik, interkulturelle Bildung, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Integrationsproblematik von Spätaussiedlern in der Bundesrepublik Deutschland unter Anwendung von kulturtheoretischen und figurationssoziologischen Ansätzen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Kulturtheorie nach Geert Hofstede, das Figurationsmodell von Norbert Elias sowie die Analyse von Ausgrenzung und Stigmatisierung bei Migrationsprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass Hofstedes kulturtheoretischer Ansatz zur Erklärung der Situation von Spätaussiedlern unzureichend ist und das Modell von Elias eine fundiertere Analyse ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die durch den Vergleich zweier soziologischer Modelle (Hofstede vs. Elias) und die exemplarische Analyse von Interviews aus anderen Studien erfolgt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Theorie von Hofstede, deren Kritik, die Einführung von Elias' Modell und deren praktische Anwendung auf den Konflikt zwischen Spätaussiedlern und Deutschen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Etablierten-Außenseiter-Beziehungen, Machtbalance, Stigmatisierung, pars-pro-toto-Verzerrung und Integrationsprozesse charakterisiert.

Warum ist laut Autor Hofstedes Ansatz bei Integrationsproblemen kritisch zu sehen?

Der Autor argumentiert, dass Hofstedes Modell zu individualistisch ist und die strukturellen sozialen Zwänge sowie machtpolitischen Aspekte von Gruppenkonflikten vernachlässigt.

Welche Rolle spielt der Selbstwert im Figurationsmodell nach Elias?

Der Selbstwert ist der entscheidende Erklärungsfaktor für menschliches Verhalten, da Individuen in ihrer Identität von der Zugehörigkeit zu Gruppen und der damit verbundenen Anerkennung abhängig sind.

Wie unterscheidet sich die Ausgrenzung im beruflichen versus außerberuflichen Bereich?

Die Analyse zeigt, dass im Berufsleben funktionale Zwänge eine Rolle spielen können, die den Kontakt ermöglichen, während im privaten Umfeld die Ausgrenzung aufgrund von Stigmatisierung meist absoluter ausfällt.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Elias' Theorie der Etablierten-Außenseiter-Beziehungen als kritisches Gegenmodell zur Kulturtheorie Hofstedes
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Veranstaltung
Interkulturelle Fragen der Bildung und Erziehung
Note
1,0
Autor
Robert Meyer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
22
Katalognummer
V68159
ISBN (eBook)
9783638608848
ISBN (Buch)
9783640866304
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Elias Theorie Etablierten-Außenseiter-Beziehungen Gegenmodell Kulturtheorie Hofstedes Interkulturelle Fragen Bildung Erziehung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Robert Meyer (Autor:in), 2006, Elias' Theorie der Etablierten-Außenseiter-Beziehungen als kritisches Gegenmodell zur Kulturtheorie Hofstedes, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/68159
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Leseprobe aus  22  Seiten
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