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Italienische Jugendsprache - ein Phänomen auf dem Weg zur Varietät

Title: Italienische Jugendsprache - ein Phänomen auf dem Weg zur Varietät

Seminar Paper , 2006 , 24 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Kristin Klemann (Author)

Romance Studies - Italian and Sardinian Studies

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Die italienische Sprache allgemein stellt keine Konstante dar. Sie weist ganz im Gegenteil ständige Veränderungen in Grammatik und Vokabular auf. Dies zeigt sich im Alltag zum Einen in Sprachen kleiner Gruppen, und zum Teil nur zu bestimmten Gegebenheiten, die wissenschaftlich gar nicht zu erfassen sind, zum Anderen aber in unzähligen Variationen, Dialekten und Jargons deren Merkmale und Vorkommen genau bezeichnet und somit auch erforscht werden können. Sie haben jedoch alle gemein, dass sie sich auf ganz spezifische Art und Weise von der italienischen Hochsprache unterscheiden.
Diese Hochsprache ist in der italienischen Realität als solche gar nicht wirklich existent, vielmehr dient sie nur als Basis in Zweifelsfällen und als Richtlinie für Lernende. Die Zahl derer, die tatsächlich Standard - Italienisch sprechen, ist, schon auf Grund der starken Verbreitung der zum Teil sehr alten Dialekte gering.
Das Vorhandensein einer einheitlichen Sprache für ganz Italien, derer sich auch alle bedienen, dagegen ist jung. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein, wurde in Italien zu Hause kein Italienisch, sondern ausschließlich Dialekt gesprochen. Das Italienische fungierte lediglich als Amtssprache. Mittlerweile nimmt der Dialekt immer weiter verbreitet den Platz der zweiten Sprache ein, und die Zahl derer, die nur Dialekt sprechen geht fast gegen Null.
Wie die Standardsprache Italienisch selbst, sind auch die sogenannten Substandards in ständiger Bewegung, in ständiger Veränderung.
Eine Untersuchung solcher Substandards bereitet häufig große Schwierigkeiten, da es keine offensichtlichen, und vor allem keine niedergeschriebenen Regeln gibt, an die sich die Sprecher halten. Dennoch müssen solche Regeln bestehen, damit eine funktionierende Kommunikation zwischen den Anwendern des jeweiligen Substandards gewährleistet ist.
Der Substandard Jugendsprache ist in diesem Zusammenhang besonders interessant, da seine Regeln sich in sehr kurzer Zeit zu verändern scheinen.

Die vorliegende Arbeit setzt sich vor allem mit der Definition der Jugendsprache als Varietät auseinander, mit den Schwierigkeiten die damit einhergehen. In diesem Kontext werden neben der Geschichte der Jugendsprache und ihrer Erforschung auch deren Verbreitung und deren Charakteristika ausgearbeitet. Konkret soll das Phänomen Jugendsprache abschließend am Beispiel von Pisa dargestellt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführung

1. Teil Jugendsprache in der Geschichte

A) Geschichte der Jugendsprache in Deutschland

B) Geschichte der Jugendsprache in Italien

2. Teil Jugend und ihre Sprache

Der Versuch einer Definition und ihre Schwierigkeiten

A) Wer ist jugendlich, was ist Jugend?

B) „Varietät?“ oder „Varietät!“

3. Teil Jugendsprache in der Praxis

A) Einflüsse auf Jugendliche und ihre Sprache

B) Verbreitung der Jugendsprache

C) Charakteristika der Jugendsprache

4. Teil Jugendsprache im Raum Pisa

Per un glossario del linguaggio giovanile in area pisana

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Jugendsprache in Italien unter soziolinguistischen Aspekten und analysiert, inwieweit das Phänomen als eigenständige Varietät betrachtet werden kann. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert auf die Definition der Jugendsprache sowie deren Abhängigkeit von regionalen, sozialen und medialen Einflussfaktoren.

  • Historische Entwicklung der Jugendsprache in Deutschland und Italien
  • Soziologische Definition der Lebensphase "Jugend"
  • Untersuchung der Jugendsprache als sprachliches Register vs. Varietät
  • Einflussfaktoren wie soziale Herkunft, Medien und regionale Dialekte
  • Empirische Analyse am Beispiel des Raumes Pisa

Auszug aus dem Buch

Charakteristika der Jugendsprache

Besonders charakteristisch für die Jugendsprache ist der Bereich des Lexikons, weniger die Syntax. Dies bedeutet, dass vor allem das Repertoire an Wörtern ein zumindest teilweise anderes ist, denn viele Wörter die Jugendliche verwenden, kommen natürlich auch in der Standardsprache vor, jedoch haben sie in der Verwendung von den Jugendlichen eine andere Bedeutung. Dieser abweichende Gebrauch, den die Jugendlichen von bestimmten Worten machen, zum einen durch Metaphorisierung, zum anderen durch Umordnung des umgangssprachlichen Bezeichnungsfeldes ist mithin ein Hauptcharakteristikum.

Des Weiteren sind besonders hervorzuheben die stilistischen Merkmale der Übertreibung und der Rigorismus (z. Bsp.: Heiße Show; superschön; monstermäßig geil, etc.). Jugendsprache fokussiert Konnotationen; kontext- und situationsabhängige emotive Zugriffe und ermöglicht so eine Distanzierung von anderen Sprechweisen. Sie dient eben vorrangig dem Zugehörigkeitsgefühl zu der Gruppe der Jugendlichen, zum anderen aber auch der Abgrenzung zu der der Erwachsenen und zur Distanzierung von anderen Sprechweisen, dementsprechend werden die Charakteristika auch angewandt.

Neben diesen sprachlichen Besonderheiten ist, wie auch in der Standardsprache Italienisch vor allem die Verwendung von Anglizismen und anderen Fremdwörter sehr auffällig, betrachtet man in diesem Zusammenhang allein schon den kleinen Zeitungsausschnitt aus der Jugendzeitschrift „Paninaro“. Die verstärkte Verwendung von Anglizismen ist vor allem auf die Medien zurückzuführen, die diese in ihren Zeitschriften und Fernsehbeiträgen kultivieren und permanent verbreiten, und somit eine Art Trend setzen, dem besonders Jugendliche, unter anderem um immer aktuell zu sein, gerne erliegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Teil Jugendsprache in der Geschichte: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Jugendsprachenforschung in Deutschland und Italien nach, wobei besonders die begrenzte Quellenlage in Italien und der Einfluss der Studentensprache hervorgehoben werden.

2. Teil Jugend und ihre Sprache: Hier werden die soziologischen Schwierigkeiten bei der Definition der Lebensphase "Jugend" erörtert und die Problematik diskutiert, ob Jugendsprache aus linguistischer Sicht korrekt als eigenständige Varietät oder lediglich als komplexes Register klassifiziert werden sollte.

3. Teil Jugendsprache in der Praxis: Dieser Abschnitt beleuchtet die psychologischen und gesellschaftlichen Einflüsse auf den jugendlichen Sprachgebrauch sowie die Rolle der Massenmedien und die charakteristischen lexikalischen Besonderheiten.

4. Teil Jugendsprache im Raum Pisa: Das Kapitel bietet eine konkrete Fallstudie auf Basis eines Glossars, die untersucht, wie regionale Dialekte und überregionale Jargons im Raum Pisa miteinander verschmelzen.

Schlüsselwörter

Jugendsprache, Varietätenlinguistik, Soziolinguistik, Italienisch, Sprachwandel, Register, Dialekt, Pisa, Jugendsprachforschung, Identität, Lexikon, Massenmedien, Gruppenkommunikation, Sprachvarietät, Soziolekt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der italienischen Jugendsprache und untersucht diese unter varietätenlinguistischen Gesichtspunkten.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Fokus stehen die historische Entwicklung, die Definition des Jugendbegriffs, die linguistischen Merkmale der Sprache und der Einfluss regionaler Dialekte.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu ergründen, ob man bei der Jugendsprache von einer linguistischen Varietät sprechen kann oder ob es sich lediglich um ein situationsgebundenes Register handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine literarische Analyse soziolinguistischer Fachliteratur und verknüpft diese mit einer Fallstudie zur Jugendsprache im Raum Pisa.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, die definitorische Abgrenzung von "Jugend", eine Untersuchung der Praxisformen sowie eine detaillierte Auswertung von Forschungsergebnissen zu Pisa.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Jugendsprache, Varietätenlinguistik, Sprachwandel, Soziolinguistik und Identität geprägt.

Warum spielt das Beispiel Pisa eine besondere Rolle in der Arbeit?

Pisa dient als konkretes Anwendungsbeispiel, um zu verdeutlichen, wie lokale Dialekte, soziale Schichten und internationale Medieneinflüsse in der tatsächlichen Sprache von Jugendlichen interagieren.

Welchen Einfluss haben Anglizismen auf die italienische Jugendsprache laut der Arbeit?

Anglizismen werden durch Medien permanent verbreitet und dienen Jugendlichen als Ausdrucksmittel für Zugehörigkeit sowie als zeitgemäßes Markenzeichen.

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Details

Title
Italienische Jugendsprache - ein Phänomen auf dem Weg zur Varietät
College
Martin Luther University
Grade
2,0
Author
Kristin Klemann (Author)
Publication Year
2006
Pages
24
Catalog Number
V66829
ISBN (eBook)
9783638592208
ISBN (Book)
9783638737395
Language
German
Tags
Italienische Jugendsprache Phänomen Varietät
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kristin Klemann (Author), 2006, Italienische Jugendsprache - ein Phänomen auf dem Weg zur Varietät, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/66829
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