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Der Zusammenhang zwischen Luhmanns Machtbegriff und seiner Bestimmung der Grundrechtsfunktion

Title: Der Zusammenhang zwischen Luhmanns Machtbegriff und seiner Bestimmung der Grundrechtsfunktion

Seminar Paper , 2005 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Manuel Wätjen (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities

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Summary Excerpt Details

Ziel dieser Arbeit ist die Klärung des Verhältnisses von Macht und den Grundrechten bei Niklas Luhmann. Nach einer Analyse der strukturellen Besonderheiten von Macht und speziell politischer Macht, welche sich als generalisiertes Kommunikationsmedium zum politische System ausdifferenzieren lässt, wird zunächst das Verhältnis zwischen politischem System und dem Rechtssystem als eines der strukturellen Koppelung und wechselseitiger Beobachtung identifiziert. Danach wird eine evolutionäre Verortung sowie eine Bestimmung der Funktionen der Grundrechte als Teil des Rechtssystems vorgenommen. Hierbei soll gezeigt werden, dass aus dem Machtmedium des politischen Systems die Gefahr einer Entdifferenzierung der Gesellschaft erwächst, auf die Grundrechte als Machtbegrenzung reagieren, wenn auch die Beziehung zwischen Macht und den Grundrechten sich keineswegs darin erschöpft.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführendes zur klassischen Dogmatik und Luhmanns Methode

2. Die Beziehung zwischen Macht und den Grundrechten

2.2. Luhmanns Machtbegriff

2.2.1. Strukturelle Verortung der Macht

2.2.2. Macht als Kommunikationsmedium

2.2.3. Politische Macht und die Ausdifferenzierung des politischen Systems

2.3. Das Verhältnis zwischen politischem System und Rechtssystem

2.4. Luhmanns Bestimmung der Grundrechtsfunktion

2.4.1. Lokalisierung der Grundrechte

2.4.2. Funktionen der Grundrechte

2.5. Das Verhältnis von Macht und den Grundrechten

2.5.1 Diagnose: Gefahr der Entdifferenzierung durch die Macht des politischen Systems

2.5.2 Therapie: Grundrechte als Machtbegrenzung

2.5.3 Grundrechte als Machtverstärkung

2.5.4 Weitere Aspekte wechselseitiger Konstitution von Macht und den Grundrechten

3. Schlussbemerkung zu Luhmanns Bezugsproblem der funktionalen Differenzierung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Verhältnis von Macht und Grundrechten innerhalb der soziologischen Systemtheorie von Niklas Luhmann. Im Fokus steht die Frage, wie Grundrechte als Teil des Rechtssystems die durch das politische Machtmedium drohende Gefahr der gesellschaftlichen Entdifferenzierung abwehren, ohne dabei die Funktion des politischen Systems zu untergraben.

  • Analyse von Luhmanns Machtbegriff als generalisiertes Kommunikationsmedium.
  • Untersuchung der strukturellen Koppelung zwischen politischem System und Rechtssystem.
  • Bestimmung der Funktion von Grundrechten zur Wahrung gesellschaftlicher Differenzierung.
  • Wechselseitige Konstitution von Machtbegrenzung und Machtverstärkung durch Grundrechte.
  • Reflektion über die funktionale Differenzierung als gesellschaftliches Ordnungsprinzip.

Auszug aus dem Buch

2.2.2. Macht als Kommunikationsmedium

Nach Jensen sind „Medien im Sinne der Alltagerfahrung Mittel, um im Handeln bestimmte Absichten deutlich zu machen und durchzusetzen“. (zit. nach Morel 2001: 161). Im Gegensatz zu Sprache, welche Aufforderungen lediglich mitteilt, haben symbolisch generalisierte Kommunikationsmedien die Funktion, „... die Motivation zur Annahme von Selektionsofferten zu konditionieren ...“ (Luhmann 2003: 6), d.h. die Wahrscheinlichkeit der Annahme von Kommunikationsofferten unter der Prämisse ihrer prinzipiellen Unsicherheit und Unwahrscheinlichkeit (vgl. Luhmann: 2001: 79) auch gegen Widerstreben nahe zu legen, unter der Bedingung, dass eine Selektion als Wahl unter Alternativen beobachtbar ist, also Unsicherheit über das kontingent bleibende Verhalten des Gegenübers besteht (vgl. a.O: 8).

Insbesondere werden Medien evolutionär notwendig, wenn die Ablehnung von Kommunikationsofferten wahrscheinlich wird „in Situationen, in denen die Annahme der Kommunikation positive Funktionen hätte“ (Luhmann 2000: 27).

Im Falle der auf negativen Sanktionen basierenden, als Medium des politischen Systems ausdifferenzierbaren Macht wird diese Motivation dadurch erzeugt, dass „negative Sanktionen ... über Drohungen kommuniziert“ (Luhmann 2000: 46) werden, wobei vorausgesetzt wird, dass die Vermeidung dieser in Aussicht gestellten negativen Sanktion auf beiden Seiten intendiert wird. Macht strukturiert die Wahrscheinlichkeit der Selektion von Alternativen durch Entscheidung. Zur oben erwähnten Voraussetzung, dass beide Partner überhaupt Handlungsalternativen haben, kommt im Falle von dieser Macht, dass beide Partner Alternativen haben, die sie vermeiden möchten. Zur Machtkommunikation kommt es, wenn der Machthaber mit der Realisierung einer Alternative droht, welche beide Partner vermeiden wollen, der Machtunterlegene diese Realisierung aber stärker dispräferiert als der Machthaber.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführendes zur klassischen Dogmatik und Luhmanns Methode: Einführung in Luhmanns funktional-strukturelle Theorie und Abgrenzung zu klassischen, auf absoluten Werten basierenden Dogmatiken.

2. Die Beziehung zwischen Macht und den Grundrechten: Analyse der grundlegenden Verbindung zwischen politischer Steuerung und rechtlichen Rahmenbedingungen.

2.2. Luhmanns Machtbegriff: Untersuchung der Macht als soziales Phänomen, das in Situationen doppelter Kontingenz entsteht.

2.2.1. Strukturelle Verortung der Macht: Erklärung der Entstehung von Macht innerhalb sozialer Systeme und der Selektion von Handlungsalternativen.

2.2.2. Macht als Kommunikationsmedium: Darstellung der Macht als symbolisch generalisiertes Medium, das Handlungsoptionen durch negative Sanktionen strukturiert.

2.2.3. Politische Macht und die Ausdifferenzierung des politischen Systems: Erläuterung des binären Codes machtüberlegen/machtunterlegen im politischen Subsystem.

2.3. Das Verhältnis zwischen politischem System und Rechtssystem: Analyse der strukturellen Koppelung zwischen Politik und Recht in modernen Gesellschaften.

2.4. Luhmanns Bestimmung der Grundrechtsfunktion: Einordnung der Grundrechte als institutionelle Absicherung innerhalb des Rechtssystems.

2.4.1. Lokalisierung der Grundrechte: Verortung der Grundrechte als Teil der Verfassung eines modernen Rechtsstaates.

2.4.2. Funktionen der Grundrechte: Beschreibung der Grundrechte als Schutzmechanismus zur Aufrechterhaltung funktionaler Differenzierung.

2.5. Das Verhältnis von Macht und den Grundrechten: Diskussion der dialektischen Wirkung von Grundrechten auf Machtprozesse.

2.5.1 Diagnose: Gefahr der Entdifferenzierung durch die Macht des politischen Systems: Identifikation des Risikos einer Politisierung aller Lebensbereiche.

2.5.2 Therapie: Grundrechte als Machtbegrenzung: Erörterung der Rolle von Grundrechten als thematische Barrieren gegen Machtübergriffe.

2.5.3 Grundrechte als Machtverstärkung: Aufzeigung der paradoxen legitimativen Funktion, die Macht wirksamer gestaltet.

2.5.4 Weitere Aspekte wechselseitiger Konstitution von Macht und den Grundrechten: Vertiefende Analyse der Macht als Katalysator und deren rechtsförmiger Standardisierung.

3. Schlussbemerkung zu Luhmanns Bezugsproblem der funktionalen Differenzierung: Kritische Reflexion der Annahme, dass funktionale Differenzierung das ideale gesellschaftliche Ordnungsprinzip sei.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Niklas Luhmann, Politische Macht, Grundrechte, Funktionale Differenzierung, Kommunikationsmedium, Rechtssystem, Soziale Systeme, Machtbegrenzung, Machtverstärkung, Strukturelle Koppelung, Negative Sanktionen, Autopoiese, Differenzierung, Politische Soziologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen dem politischen Machtbegriff bei Niklas Luhmann und der Funktion von Grundrechten im modernen Rechtsstaat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die soziologische Systemtheorie, die Struktur des politischen Systems, das Verhältnis von Macht und Recht sowie die Bedeutung der gesellschaftlichen Ausdifferenzierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu zeigen, wie Grundrechte einerseits den Machtgebrauch der Politik begrenzen, um Entdifferenzierung zu vermeiden, und andererseits Macht durch Legitimation erst effizient ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet die funktional-strukturelle Methode der Systemtheorie nach Niklas Luhmann, um gesellschaftliche Phänomene als Beiträge zur Aufrechterhaltung von Systemdifferenzierung zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Macht als Kommunikationsmedium, die strukturelle Koppelung von Politik und Recht sowie die doppelte Funktion von Grundrechten als Schutz- und Machtverstärkungsmechanismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Systemtheorie, Macht als Kommunikationsmedium, funktionale Differenzierung, Entdifferenzierung, Grundrechte und strukturelle Koppelung.

Inwiefern können Grundrechte gleichzeitig Macht begrenzen und verstärken?

Sie begrenzen Macht, indem sie bestimmte Themenbereiche dem politischen Zugriff entziehen (Freiraumschutz), und verstärken sie, indem sie durch rechtsförmige Strukturen die Legitimität und Planbarkeit von Machtausübung erhöhen.

Warum ist das Problem der Entdifferenzierung so zentral für die Argumentation?

Da das Machtmedium politischer Kommunikation universell anwendbar ist, besteht die Gefahr, dass alle gesellschaftlichen Bereiche "politisiert" werden, was die Effizienz hochspezialisierter Funktionssysteme wie Wirtschaft oder Recht gefährden würde.

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Details

Title
Der Zusammenhang zwischen Luhmanns Machtbegriff und seiner Bestimmung der Grundrechtsfunktion
College
LMU Munich  (Institut für Soziologie)
Course
Einführung in die politische Soziologie
Grade
1,3
Author
Manuel Wätjen (Author)
Publication Year
2005
Pages
18
Catalog Number
V65287
ISBN (eBook)
9783638578912
ISBN (Book)
9783656815891
Language
German
Tags
Zusammenhang Luhmanns Machtbegriff Bestimmung Grundrechtsfunktion Einführung Soziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuel Wätjen (Author), 2005, Der Zusammenhang zwischen Luhmanns Machtbegriff und seiner Bestimmung der Grundrechtsfunktion, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/65287
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