Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Sociology - Children and Youth

Schulische Sozialisation und Gewalt

Geschlechtsspezifische Verhaltensformen

Title: Schulische Sozialisation und Gewalt

Term Paper , 2006 , 31 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Linda Weidner (Author)

Sociology - Children and Youth

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Jeder fünfte Hauptschüler hat schon einmal so hart zugeschlagen, dass sein Opfer zum Arzt musste. Einer neuen Bochumer Studie zufolge vermöbeln sich Schüler einander nicht öfter als früher - aber deutlich brutaler. Meist geht es um verletztes Ehrgefühl.
Wir leben heute in einer Zeit, in der Aggression und Gewalt das Erleben und Handeln vieler Menschen zeichnet. Das gilt für Kinder und Jugendliche wie für Erwachsene. In zahlreichen Medien, in Spiel und Unterhaltung finden Gewalterleben und Gewaltverherrlichung weite Verbreitung. Kein Thema zieht z. Z. die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit so stark an sich, wie das der „Gewalt an Schulen“. Spektakuläre Massaker von Kindern und Jugendlichen, wie zum Beispiel zwei Schülern, die schwer bewaffnet ihre Schule in Littleton (Colorado) überfallen haben, entfachen immer wieder das Interesse der Öffentlichkeit und hinterlassen Bestürzung und Hilflosigkeit. Aber diese einzelnen Katastrophen täuschen zu leicht über die Alltäglichkeit der Gewalt auch an deutschen Schulen hinweg, die meist unterhalb der Aufmerksamkeitsschwelle liegt und nur selten in den Fokus der Öffentlichkeit gerät. Ebenso waren der Amoklauf in Erfurt und die Misshandlungen eines Schülers in Hildesheim Anfang 2004, Auslöser für viele Kommentare, Fernsehsendungen und Titelgeschichten. Schnell wird hiernach eine Verschärfung der Waffengesetze gefordert, Gewalt in den Medien soll stärker zensiert und Patentrezepte für gewaltfreie Schulen gefunden werden. Solche dramatischen Gewalttaten sind oft Einzelfälle, die für sich genommen natürlich erschreckend sind, aber oftmals dramatisiert in den Medien dargestellt werden. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Welche Ursachen werden heute für die steigende Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen an Schulen genannt und gibt es in diesem Zusammenhang geschlechtsspezifische Unterschiede?
Vermutlich wird eine völlig gewaltfreie Schule immer eine Illusion bleiben. Die Erkenntnisse aus dem Interventions- und Präventionsprogramm zeigen aber, dass wenn der Wille besteht, Gewalt zu reduzieren, dies in gewissem Umfang möglich ist. Um solche Programme zur Verringerung von Schulgewalt künftig noch wirksamer zu gestalten, bedarf es noch weiterer wissenschaftlicher Arbeit. Besonders die Erforschung der Ursachen für die Gewalt an Schulen muss noch weiter vorangetrieben werden. Nur so können effizientere Gegenmaßnahmen für ein immer bedeutsameres Problem gefunden werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Schule als Sozialisationsbereich

3. Was ist Gewalt?

3.1 Begriffserklärung

3.2 Verständnis und Verbreitung von

3.2.1 physischer Gewalt und

3.2.2 psychischer Gewalt im Hinblick auf geschlechtstypische Unterschiede bei unterschiedlichen Schulformen und Jahrgängen

4. Kurzes Zwischenfazit

5. Konflikte zwischen Schülern und Schülerinnen

5.1 Ursachen und Einflussfaktoren für die Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen – Geschlechtsspezifische Unterschiede

5.2 Wahrnehmung und Reaktion aus Schüler- und Lehrersicht

6. Gewaltprävention nach Dan Olweus

7. Fazit/Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Ursachen für die steigende Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen an Schulen und analysiert dabei insbesondere geschlechtsspezifische Unterschiede im Gewaltverhalten. Basierend auf soziologischen Theorien der schulischen Sozialisation und empirischen Daten wird beleuchtet, wie schulische Strukturen, das familiäre Umfeld, Medienkonsum und Peer-Groups das Gewaltpotenzial beeinflussen, um daraus Ansätze zur effektiven Gewaltprävention abzuleiten.

  • Soziologische Grundlagen der schulischen Sozialisation
  • Definition und Erscheinungsformen von physischer und psychischer Gewalt
  • Empirische Analyse geschlechtsspezifischer Differenzen im Gewaltverhalten
  • Einflussfaktoren wie Familie, Medien, Peer-Groups und Drogenkonsum
  • Evaluation von Präventionsmaßnahmen nach dem Modell von Dan Olweus

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Jeder fünfte Hauptschüler hat schon einmal so hart zugeschlagen, dass sein Opfer zum Arzt musste. Einer neuen Bochumer Studie zufolge vermöbeln sich Schüler einander nicht öfter als früher - aber deutlich brutaler. Meist geht es um verletztes Ehrgefühl. Die Berichte über Gewalt, Erpressungen und Mobbing an Deutschlands Schulen häufen sich. Nach einer Untersuchung der Ruhr-Universität Bochum hat jeder fünfte Hauptschüler einen anderen Jugendlichen schon einmal so brutal verprügelt, dass dieser zum Arzt musste. Und das gilt nicht nur für Hauptschulen: An Gesamtschulen haben 14 Prozent der Schüler in den letzten zwölf Monaten eine solche Körperverletzung begangen, an Gymnasien sind es acht Prozent. Der Kriminologie-Professor Thomas Feltes und seine Forscherkollegen haben rund 4000 Achtklässler in Bochum befragt. Wichtige Erkenntnis der Studie: Die 14-Jährigen prügeln sich meist, weil sie sich beleidigt fühlen. 60 Prozent der befragten Schüler waren der Meinung, dass die eigene Ehre in jedem Fall verteidigt werden müsse. Die Hälfte fand, man solle zurückschlagen, wenn man angegriffen werde.“ (Spiegel Online 2005. In: http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,347930,00.html)

Wir leben heute in einer Zeit, in der Aggression und Gewalt das Erleben und Handeln vieler Menschen zeichnet. Das gilt für Kinder und Jugendliche wie für Erwachsene. In zahlreichen Medien, in Spiel und Unterhaltung finden Gewalterleben und Gewaltverherrlichung weite Verbreitung. Kein Thema zieht z. Z. die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit so stark an sich, wie das der „Gewalt an Schulen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das aktuelle Problem der Gewalt an Schulen ein, untermauert die Relevanz des Themas durch Studienberichte und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Ursachen und geschlechtsspezifischen Unterschiede.

2. Die Schule als Sozialisationsbereich: Das Kapitel erläutert die Bedeutung der Schule als staatliche Institution der Sozialisation, ihre Rolle bei der Vermittlung von Rollenverhalten sowie die veränderte Bedeutung der Schule unter heutigen Individualisierungsbedingungen.

3. Was ist Gewalt?: Hier erfolgt eine theoretische Begriffsbestimmung von physischer und psychischer Gewalt sowie eine detaillierte Analyse der Verbreitung dieser Gewaltformen nach Geschlecht, Jahrgangsstufe und Schulform.

4. Kurzes Zwischenfazit: Dieses Kapitel fasst die bisherigen Erkenntnisse über die Bedeutung der Schule und die Entstehung von gewaltbereitem Verhalten durch fehlende Grenzen und Orientierung zusammen.

5. Konflikte zwischen Schülern und Schülerinnen: Dieser Hauptteil analysiert Ursachen wie das familiäre Umfeld, Medieneinflüsse, Peer-Groups, Drogenkonsum sowie die Wahrnehmung von Gewalt durch Schüler und Lehrer.

6. Gewaltprävention nach Dan Olweus: Das Kapitel stellt das Interventions- und Präventionsprogramm von Dan Olweus vor, das auf Maßnahmen auf Schul-, Klassen- und persönlicher Ebene basiert und dessen Wirksamkeit beleuchtet.

7. Fazit/Ausblick: Das Fazit resümiert die Möglichkeiten der Prävention und fordert eine weitere Erforschung der Ursachen, da eine völlig gewaltfreie Schule als Illusion angesehen wird.

Schlüsselwörter

Schulische Sozialisation, Gewaltprävention, Gewalt an Schulen, Geschlechtsspezifische Unterschiede, Physische Gewalt, Psychische Gewalt, Mobbing, Peer-Groups, Medienkonsum, Erziehungsstil, Dan Olweus, Schulklima, Jugendalter, Soziale Selektion, Interventionsstrategien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der Gewalt an Schulen im Kontext der schulischen Sozialisation und analysiert die Ursachen sowie geschlechtsspezifische Unterschiede.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Rolle der Schule als Sozialisationsinstanz, die Definition und Verbreitung verschiedener Gewaltformen, Einflussfaktoren wie Familie und Medien sowie Ansätze der Gewaltprävention.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Ursachen für die steigende Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen zu identifizieren und aufzuzeigen, wie geschlechtsspezifische Unterschiede diese beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Studien und Daten zur Gewalthäufigkeit in unterschiedlichen Schultypen und Jahrgängen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die tiefergehenden Ursachen und Einflussfaktoren auf die Gewaltbereitschaft, darunter das familiäre Umfeld, Peer-Groups, Drogenkonsum sowie die Wahrnehmung von Gewalt durch Schüler und Lehrkräfte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Schulische Sozialisation, Gewaltprävention, Geschlechtsspezifische Unterschiede, Mobbing, Peer-Groups und das Präventionsmodell nach Dan Olweus.

Welche Rolle spielen Peer-Groups bei der Entstehung von Gewalt?

Peer-Groups und Cliquen können als Risikofaktor wirken, wenn in ihnen ein aggressives, intolerantes Klima herrscht, das zu Gewaltförmigen Auseinandersetzungen oder Gruppenzwang führt.

Wie effektiv ist das Präventionsprogramm nach Dan Olweus?

Das Programm gilt als sehr effektiv; Evaluationsstudien zeigten, dass der Gewaltlevel an teilnehmenden Schulen signifikant gesenkt und das soziale Klima nachhaltig verbessert werden konnte.

Warum üben Gymnasiasten seltener physische Gewalt aus?

Die Arbeit deutet darauf hin, dass die geringeren physischen Gewalttaten an Gymnasien durch ein höheres Maß an verbalen Mitteln zur Konfliktlösung und eine Überrepräsentation von Mädchen, die sich weniger an solchen Taten beteiligen, erklärt werden können.

Excerpt out of 31 pages  - scroll top

Details

Title
Schulische Sozialisation und Gewalt
Subtitle
Geschlechtsspezifische Verhaltensformen
College
University of Koblenz-Landau
Grade
1,7
Author
Linda Weidner (Author)
Publication Year
2006
Pages
31
Catalog Number
V64811
ISBN (eBook)
9783638575317
ISBN (Book)
9783638691086
Language
German
Tags
Schulische Sozialisation Gewalt Aggression Geschlechtsspezifische Unterschiede Gewaltbereitschaft Einflussfaktoren Psychische Gewalt Physische Gewalt Gewaltprävention Schule Jugendliche Kinder Littleton Parsons Massaker
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Linda Weidner (Author), 2006, Schulische Sozialisation und Gewalt, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/64811
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  31  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint