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Strukturpolitik in Osteuropa - Überblick, Analyse und Perspektiven eines Wirtschaftszweigs anhand einer Einzelfallstudie

Titel: Strukturpolitik in Osteuropa - Überblick, Analyse und Perspektiven eines Wirtschaftszweigs anhand einer Einzelfallstudie

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2006 , 26 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Ljubomir Milev (Autor:in)

Politik - Region: Osteuropa

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Zusammenfassung Leseprobe Details

Strukturpolitik ist ein Oberbegriff für die Gesamtheit der wirtschaftspolitischen Maßnahmen zur Gestaltung der Struktur der Volkswirtschaft eines Staates. Ziel der Strukturpolitik ist die Vermeidung bzw. Überwindung von Strukturkrisen, die das gesamtwirtschaftliche Gleichgewicht stören. Mit Strukturpolitik werden Veränderungen in der Wirtschaft, die durch neue Produkte, Globalisierung oder Strukturwandel hervorgerufen werden, abgeschwächt oder sozial verträglich gestaltet. Strukturpolitik wird einerseits als regionale Strukturpolitik, die durch Maßnahmen der Investitionsförderung die Ansiedlung von Industrien in Fördergebieten unterstützt, umgesetzt. Andererseits ist sie auch in Form von sektoraler Strukturpolitik präsent, die durch Subventionen und Steuervergünstigungen bestimmte Wirtschaftszweige fördert oder die Anpassungen an den Strukturwandel erleichtert u.a. 1 Die vorliegende Arbeit implementiert sowie regionale, als auch sektorale Aspekte der Strukturpolitik und bezieht sich dabei auf einen konkreten Wirtschaftszweig in einem konkreten osteuropäischen Land, nämlich auf das Tourismuswesen in Bulgarien. Um die Wahl des Tourismuswesens als zu analysierenden Wirtschaftszweig zu begründen, sei auf Folgendes verwiesen: Zum einen war das Tourismuswesen in den Jahren vor dem Umbruch 1989 einer der ertragsreichsten Sektoren der bulgarischen Wirtschaft, welcher im darauf folgenden immer mehr vernachlässigt wurde und verfiel. Seit 2001 hat man sich das Ziel gesetzt, das Tourismuswesen wieder stark zu fördern, um es zur „führenden“ Branche in der bulgarischen Wirtschaft auszubauen. 2 Zum anderen wird, geht man von der Analyse der Welt Tourismus Organisation (UNWTO) aus, der Tourismus bis 2020 die führende Branche im globalen Maßstab sein. 3 Jedoch machten bereits im Jahr 1999 die Einnahmen vom internationalen Tourismus 8,1% der Einnahmen aller Exporte von Waren und Dienstleistungen aus, wodurch er die Erlöse aus anderen Branchen übertraf und somit die führende Rolle unter den exportorientierten Branchen in der Weltwirtschaft übernahm. 4 Wie die statistischen Daten belegen, ist der Tourismus eine dynamische Branche, die durch stetige Zuwachsraten gekennzeichnet ist. Wurden 1998 durch die UNWTO 625 Mio. Auslandsreisen konstatiert, so sind diese im Jahr 2000 auf 698 Mio. angestiegen, wobei die Ausgaben für touristische Dienstleistungen, exklusive Transportkosten, sich von $445 Mrd. auf $478 Mrd. erhöhten. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Vorwort

II. Fragestellung

III. Überblick und allgemeine Betrachtungen

IV. Strukturpolitische Maßnahmen

1. Werbung und Information

2. Investitionen

3. Nationale Tourismusstrategie

V. Alternativen zum Sonne-Strand-Urlaub

1. Dorftourismus

2. Kulturtourismus

VI. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert kritisch die Tourismuspolitik in Bulgarien im Zeitraum von 2001 bis 2003, untersucht die Entwicklung der Branche unter Berücksichtigung strukturpolitischer Maßnahmen und erörtert Potenziale für alternative Tourismusformen wie Dorf- und Kulturtourismus zur Stärkung der bulgarischen Wirtschaft.

  • Analyse strukturpolitischer Maßnahmen im bulgarischen Tourismus
  • Kritische Auseinandersetzung mit bestehenden Reformvorhaben und dem Tourismusgesetz
  • Untersuchung von Potenzialen der Branche zur Etablierung als führender Wirtschaftssektor
  • Bewertung von Alternativkonzepten zum Massentourismus (Dorf- und Kulturtourismus)
  • Identifikation notwendiger infrastruktureller und marketingrelevanter Verbesserungen

Auszug aus dem Buch

1. Dorftourismus

Die Tendenz zum Reisen im alternativen Tourismus gegenüber dem Massentourismus nimmt zu, nicht zuletzt weil man hier individuell und in kleinen Gruppen reisen kann. In Bulgarien gibt es zwei große Gebiete, in denen sich Dorftourismus bewährt hat. Das sind der West- und Zentralbalkan und die Rhodopen. Im Jahre 2003 boten etwa 50 Dörfer diese Art von Tourismus an. Die Gebietsdefinition und die Anzahl der Kapazitäten zeigen einerseits, dass die Ortschaften, die diese Dienstleistung anbieten, zu statisch konzentriert sind, und zum anderen, dass das Angebot an solchen eindeutig unter dem Potential des Landesterritoriums liegt. Die ehemalige Regierung hatte sich der Abschaffung dieses Phänomens zwar angenommen, jedoch nicht mit der nötigen Intensität und Konsequenz, denen es bedarf. 2003 waren immer noch, trotz allen Ankündigungen und einem neuen Tourismusgesetz einige essentielle Probleme noch nicht behoben worden.

In Kapitel 1, Abschnitt1, §5, Abs.15 Tourismusgesetz ist reglementiert, dass sich der Wirtschafts-, Bildungs-, Kultur- und Arbeitsminister verpflichten, die Einführung eines einheitlichen Ausbildungssystems und die bessere Qualifizierung von Fachkräften im Tourismuswesen zu koordinieren. Dennoch sind die Unterqualifizierung und die dürftigen Fremdsprachenkenntnisse der Beschäftigten keine Seltenheit im alternativen Tourismus, darunter auch im Dorftourismus. Beispielsweise kennen sie sich in den grundlegenden Geschäftsmechanismen nicht aus, die Qualität der Bedienung ist niedrig, sehr wenige können mit einem Computer umgehen usw. Es gibt keine spezialisierten Ausbildungsstätten und kein ausgearbeitetes Ausbildungsmodel. Zwar führen einige NGOs Lehrgänge und Seminare durch, wie etwa die Ausbildung von Bergführern durch den Bulgarischen Verband für alternativen Tourismus zusammen mit dem Verband „Berge und Menschen“ im Rahmen des Programms „Schönes Bulgarien“, jedoch ist das unzureichend auch angesichts des Bedarfs in diesem Tourismussektor.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Vorwort: Dieses Kapitel definiert Strukturpolitik und begründet die Wahl des Tourismuswesens in Bulgarien als zentralen Untersuchungsgegenstand der Arbeit.

II. Fragestellung: Hier wird die kritische Auseinandersetzung mit dem Aufsatz von Ivan Velev formuliert und die Analyse der bulgarischen Tourismuspolitik im Zeitraum 2001-2003 eingeleitet.

III. Überblick und allgemeine Betrachtungen: Das Kapitel analysiert die Gründe für den Zusammenbruch des touristischen Sektors nach 1989 und die sozioökonomischen Transformationsprozesse in Osteuropa.

IV. Strukturpolitische Maßnahmen: Es werden die staatlichen Eingriffe in die Bereiche Werbung, Investitionen und die nationale Strategie beleuchtet, wobei deren bisherige Effektivität kritisch bewertet wird.

V. Alternativen zum Sonne-Strand-Urlaub: Dieses Kapitel diskutiert die Diversifikation des Tourismusangebots durch Dorf- und Kulturtourismus als notwendige Ergänzung zum klassischen Massentourismus.

VI. Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst zusammen, dass Bulgarien zwar über Potenzial verfügt, der Erfolg jedoch entscheidend von Verbesserungen in der Infrastruktur und beim Marketing abhängt.

Schlüsselwörter

Strukturpolitik, Tourismus, Bulgarien, Transformation, Marktwirtschaft, Tourismusgesetz, Investitionen, Tourismusmarketing, Dorftourismus, Kulturtourismus, Infrastruktur, Diversifikation, Wettbewerbsfähigkeit, Osteuropa, Fremdenverkehrspolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Strukturpolitik im bulgarischen Tourismussektor und analysiert, wie sich der Wirtschaftszweig nach den Transformationsprozessen in Osteuropa entwickelt hat und welche Maßnahmen ergriffen wurden, um ihn wiederzubeleben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die staatlichen Eingriffe in die Tourismusbranche, die Bedeutung von Investitionen und Marketing, sowie die Notwendigkeit, durch alternative Tourismusformen wie Dorf- und Kulturtourismus breitere Zielgruppen anzusprechen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Evaluierung der bulgarischen Tourismuspolitik zwischen 2001 und 2003, um zu klären, ob der Tourismus als florierender Wirtschaftszweig angesehen werden kann und welche politischen Maßnahmen hierzu notwendig sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse, die kritische Auseinandersetzung mit existierenden Aufsätzen (insbesondere von Ivan Velev) sowie die Auswertung statistischer Daten und rechtlicher Rahmenbedingungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der aktuellen strukturpolitischen Maßnahmen, eine Diskussion der Investitionssituation und der nationalen Tourismusstrategie sowie eine Untersuchung der Potenziale von Dorf- und Kulturtourismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Strukturpolitik, Tourismus, Bulgarien, Diversifikation, Marktwirtschaft, Infrastruktur und Tourismusgesetz.

Inwieweit spielt die Infrastruktur für den bulgarischen Tourismus eine Rolle?

Der Autor identifiziert die mangelhafte Infrastruktur (Straßen, Wegweiser, medizinische Versorgung) als eines der gravierendsten Probleme, das trotz neuer Gesetze den Tourismus in vielen Regionen massiv behindert.

Wie bewertet der Autor den Einfluss von Deutschland auf den bulgarischen Tourismus?

Deutschland wird als größter ausländischer Investor hervorgehoben, wobei der Autor auch kritisch anmerkt, dass manche Küstenregionen mittlerweile unter "deutschem Protektorat" stehen, was den Blick auf "Tourismus als Bestandteil des Imperialismus" wirft.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Strukturpolitik in Osteuropa - Überblick, Analyse und Perspektiven eines Wirtschaftszweigs anhand einer Einzelfallstudie
Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
1,0
Autor
Ljubomir Milev (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
26
Katalognummer
V64700
ISBN (eBook)
9783638574471
ISBN (Buch)
9783656776741
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Strukturpolitik Osteuropa Analyse Perspektiven Wirtschaftszweigs Einzelfallstudie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ljubomir Milev (Autor:in), 2006, Strukturpolitik in Osteuropa - Überblick, Analyse und Perspektiven eines Wirtschaftszweigs anhand einer Einzelfallstudie , München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/64700
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Leseprobe aus  26  Seiten
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