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Realistische Kinder- und Jugendliteratur

Title: Realistische Kinder- und Jugendliteratur

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 36 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Tanja Kargl (Author)

Didactics for the subject German - Genres

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Summary Excerpt Details

Der Begriff "Realismus" ist, bezogen auf die Kinder- und Jugendliteratur, keine Epochenbezeichnung, sondern die Bezeichnung für eine Stilrichtung, "in der es bei Themenauswahl und Darstellungsweise um ein möglichst genaues Treffen der tagtäglichen Probleme von Kindern und /oder Jugendlichen geht." (Karst, S. 135) Realismus im engen Sinn ist für eine bestimmte Art der Erzählliteratur charakteristisch: die realistische Kindergeschichte (Umweltgeschichte) und den realistischen Jugendroman (psychologisch-emanzipatorisch). Beide Formen sind seit dem 19. Jahrhundert bekannt und zeitweise auch richtungsgebend für die Entwicklung der Kinder- und Jugendliteratur. Es geht um die literarische Entdeckung der kindlichen realen Umwelt und auch um die schon bald sichtbar werdenden sozialen Probleme. Es geht um die Darstellung der nahen Lebenswelt des Kindes. Demnach sind die klassischen Themen: Konflikte innerhalb der Familie/Generationskonflikte, Schulsituation, Außenseitertum und Gemeinschaft der Gleichaltrigen (näheres dazu und weitere Themen siehe Punkt 3.)Der Realismus taucht sowohl in Mädchenbüchern, Sachbüchern, Adoleszenzromanen und auch in der zeitgeschichtlichen und politischen Jugendliteratur auf. Er wird authentisiert durch dokumentarische Darstellungsweisen und durch den Gebrauch der wirklichkeitsgetreuen Sprache der Jugendliche wie Umgangssprache und Slang (dies ist aber erst in der neueren Kinder- und Jugendliteratur der Fall).
Die realistischen Kindergeschichten greifen besonders Themen aus dem nahen Lebenskreis des Kindes auf wie Elternhaus, Schule und Freundschaft. Die kindlichen Protagonisten der Geschichten agieren selbst als Handelnde und sollen als Identifikationsfiguren fungieren.
Realistische Kindergeschichten sollen dem Kind Hilfestellung bei der Bewältigung seiner Umwelt geben, indem die Realität mit all ihren Problemen und Konflikten aufgezeigt wird. Da die Kinderfiguren "Umweltabenteuer" (Marquard, S. 76) bestehen spricht man auch von "Umweltgeschichten".
Realistische Kinderbücher sind während der Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert entstanden. In diesen Büchern soll die "reale" Umwelt des Kindes gezeigt und kritisiert, also aufgedeckt werden. Im Gegensatz zur vorherigen Idyllisierung der Kinderwelt und Idealisierung des Kindheitsbildes in der Kinderliteratur, dessen literarische Welt in keinster Weise mit der realen Welt der Kinder damals entsprach, hatten die Bücher im Zuge der Jahrhundertwende nun einen sozialkritischen Anspruch.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Was ist ein realistisches Kinder- und Jugendbuch? (Definition des Begriffs ,Realismus’)

1.1. Die realistischen Kindergeschichten

1.2. Das realistische Jugendbuch

2. Das realistische Kinder- und Jugendbuch im Wandel der Zeit

2.1. Realismus vor der Weimarer Republik (19. Jahrhundert) und während der NS-Zeit

2.2. Realismus nach dem Zweiten Weltkrieg/Realismus in den 60er und 70er Jahren

2.3. Realismus ab den 80er Jahren bis heute

3. Themen, Motive und ihre Bedeutung

3.1. Themenbereiche und Motive1

3.2. Intentionen1

3.3. Wirkung und Funktion von realistischer Kinder- und Jugendliteratur

4. Fazit/Bewertende Betrachtung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und Bedeutung der realistischen Kinder- und Jugendliteratur. Das primäre Ziel ist es, den Wandel der Gattung von der moralischen Erziehung hin zur problemorientierten und psychologisch vertieften Auseinandersetzung mit der kindlichen Lebenswelt sowie gesellschaftlichen Konflikten aufzuzeigen.

  • Historische Einordnung des Realismusbegriffs in der Kinder- und Jugendliteratur.
  • Analyse des Wandels in der Themenwahl und Darstellungsweise über verschiedene Epochen.
  • Untersuchung von Schlüsselkonzepten wie Familie, Gemeinschaft, Außenseitertum und gesellschaftlicher Kritik.
  • Reflektion über die didaktische Funktion und die Wirkung von Literatur auf junge Leser im Hinblick auf Identitätsfindung und kritisches Denken.

Auszug aus dem Buch

1. Was ist ein realistisches Kinder- und Jugendbuch? (Definition des Begriffs ,Realismus‘)

Der Begriff „Realismus“ ist , bezogen auf die Kinder- und Jugendliteratur, keine Epochenbezeichnung, sondern die Bezeichnung für eine Stilrichtung, „in der es bei Themenauswahl und Darstellungsweise um ein möglichst genaues Treffen der tagtäglichen Probleme von Kindern und /oder Jugendlichen geht.“ (Karst , S. 135) Realismus im engen Sinn ist für eine bestimmte Art der Erzählliteratur charakteristisch: die realistische Kindergeschichte (Umweltgeschichte) und den realistischen Jugendroman (psychologisch-emanzipatorisch). Beide Formen sind seit dem 19. Jahrhundert bekannt und zeitweise auch richtungsgebend für die Entwicklung der Kinder- und Jugendliteratur. Es geht um die literarische Entdeckung der kindlichen realen Umwelt und auch um die schon bald sichtbar werdenden sozialen Probleme. Es geht um die Darstellung der nahen Lebenswelt des Kindes. Demnach sind die klassischen Themen: Konflikte innerhalb der Familie/Generationskonflikte, Schulsituation, Außenseitertum und Gemeinschaft der Gleichaltrigen (näheres dazu und weitere Themen siehe Punkt 3.)Der Realismus taucht sowohl in Mädchenbüchern, Sachbüchern, Adoleszenzromanen und auch in der zeitgeschichtlichen und politischen Jugendliteratur auf. Er wird authentisiert durch dokumentarische Darstellungsweisen und durch den Gebrauch der wirklichkeitsgetreuen Sprache der Jugendliche wie Umgangssprache und Slang (dies ist aber erst in der neueren Kinder- und Jugendliteratur der Fall).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Was ist ein realistisches Kinder- und Jugendbuch? (Definition des Begriffs ,Realismus’): Dieses Kapitel definiert den Realismus in der Kinderliteratur als Stilrichtung, die Alltagsprobleme und soziale Realitäten aufgreift, statt lediglich eine idealisierte Welt darzustellen.

1.1. Die realistischen Kindergeschichten: Hier werden verschiedene Erzählformen wie Reihen- und Stadtgeschichten betrachtet, die den Lebensalltag jüngerer Kinder thematisieren und auf deren Entwicklung abgestimmt sind.

1.2. Das realistische Jugendbuch: Dieser Abschnitt beschreibt die komplexere Form des Jugendbuchs, das soziale Konflikte, Rollenkonflikte und die Distanzierung von der Umwelt fokussiert.

2. Das realistische Kinder- und Jugendbuch im Wandel der Zeit: Ein Überblick über die chronologische Entwicklung, von der Moralgeschichte über den Einfluss des Nationalsozialismus bis hin zur kritischen Literatur der 70er und 80er Jahre.

2.1. Realismus vor der Weimarer Republik (19. Jahrhundert) und während der NS-Zeit: Analyse der Anfänge und der politisch geprägten Literatur vor und während des Nationalsozialismus.

2.2. Realismus nach dem Zweiten Weltkrieg/Realismus in den 60er und 70er Jahren: Untersuchung des Übergangs von der "sanften Pädagogik" nach 1950 zur antiautoritären und problemorientierten Literatur ab den späten 60er Jahren.

2.3. Realismus ab den 80er Jahren bis heute: Fokus auf die Entdramatisierung der 80er Jahre sowie auf aktuelle Themen wie Krankheit, Alter und soziale Veränderungen.

3. Themen, Motive und ihre Bedeutung: Eine vertiefende Analyse der inhaltlichen Schwerpunkte und der Absichten hinter der realistischen Literatur.

3.1. Themenbereiche und Motive1: Detaillierte Darstellung der zentralen Konfliktfelder wie Familie, soziale Randgruppen und gesellschaftliche Institutionen.

3.2. Intentionen1: Erläuterung der pädagogischen und aufklärerischen Ziele, die Autoren mit ihren Werken verfolgen.

3.3. Wirkung und Funktion von realistischer Kinder- und Jugendliteratur: Reflexion über die Bedeutung der Literatur für die kindliche Entwicklung und die Förderung von Urteilsfähigkeit und Sprachkritik.

4. Fazit/Bewertende Betrachtung: Zusammenfassende Einschätzung der Rolle der realistischen Jugendliteratur im Kontext gesellschaftlicher Einflüsse und moderner Konsumkultur.

Schlüsselwörter

Realismus, Kinderliteratur, Jugendliteratur, Sozialkritik, Familienkonflikte, Außenseiter, Adoleszenzroman, Erziehung, Literaturdidaktik, Emanzipation, Psychologisierung, Umweltgeschichten, Zeitgeschichte, Identitätsfindung, Problemorientierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit behandelt die Definition, historische Entwicklung und die thematischen Schwerpunkte der realistischen Kinder- und Jugendliteratur im deutschsprachigen Raum vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

Was sind die zentralen Themenfelder der realistischen Literatur?

Zu den zentralen Themen gehören familiäre Konflikte, die Schulsituation, das Außenseitertum, soziale Ungerechtigkeit, Krankheit, Tod, sowie gesellschaftskritische Auseinandersetzungen mit politischen und ökonomischen Systemen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie realistische Literatur als Medium der Aufklärung fungiert und junge Leser dazu anregen kann, ihre Lebenswirklichkeit kritisch zu hinterfragen und eigene Identitäten zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der zentrale theoretische Konzepte (z.B. von Lichtenberger, Kaminski, Baumgärtner) auf exemplarische Werke der Kinder- und Jugendliteratur angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die chronologische Entwicklung der Gattung, die Analyse spezifischer Themen und Motive sowie eine Untersuchung der Intentionen und Funktionen der realistischen Literatur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Realismus, Sozialkritik, Erziehung, Jugendroman, Identitätsfindung und Literaturdidaktik.

Warum ist der "psychologische Realismus" in der Jugendliteratur ab den 70er Jahren so wichtig?

Er ermöglicht es, den Blick von einer rein äußeren Darstellung gesellschaftlicher Umstände nach innen zu richten und die komplexen Gefühle, Ängste und Konflikte der kindlichen Protagonisten erfahrbar zu machen.

Welche Rolle spielt die "offene Form" in neueren realistischen Jugendromanen?

Sie dient didaktischen Zwecken, indem sie dem Leser keine vorgefertigten Lösungen präsentiert, sondern ihn dazu auffordert, selbst nach Lösungen zu suchen und eigene kritische Positionen zu finden.

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Details

Title
Realistische Kinder- und Jugendliteratur
College
University of Münster  (Institut für Deutsche Sprache und Literatur und ihre Didaktik)
Course
Hauptseminar: Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur
Grade
1,0
Author
Tanja Kargl (Author)
Publication Year
2001
Pages
36
Catalog Number
V6449
ISBN (eBook)
9783638140157
ISBN (Book)
9783638697088
Language
German
Tags
Realistische Kinder- Jugendliteratur Hauptseminar Klassiker
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tanja Kargl (Author), 2001, Realistische Kinder- und Jugendliteratur, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/6449
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