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Der Film im NS-Regime

Titel: Der Film im NS-Regime

Hausarbeit , 2005 , 21 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Laura Helm (Autor:in)

Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In heutiger Zeit ist Film zur Industrie geworden. Beinahe wöchentlich erscheinen neue Produktionen, in die Millionen investiert wurden. Das mittlerweile in den deutschen Sprachgebrauch übernommene Wort „Blockbuster“ ist schon den Kleinsten ein Begriff, und auch für Erwachsene ist Kino, Film und Fernsehen eine nicht mehr wegzudenkende Freizeitbeschäftigung geworden. Das Potenzial dieses häufig frequentierten Mediums Film ist selbstverständlich auch der Werbe- und Merchandisingindustrie nicht verborgen geblieben. So werden die Filme technisch ständig aufwendiger – ob es nun die ausgeklügelten Tonsysteme der Filmtheater, oder „Special-Effekts“, die für den Zuschauer nicht mehr als künstlich erschaffen zu erkennen sind - um die Klientel auch weiterhin bedienen zu können. In das Erlebnis Film wird investiert, und jeder, der dem Alltag entfliehen möchte, kann in immer realere andere Welten eintauchen. Doch nicht nur die erwirtschafteten Eintrittsgelder, Mieteinnahmen oder Verkäufe des Produktes selbst sind für die Produzenten Grund zu investieren, vor allem die Möglichkeit gezielt Werbung für verschiedenste Konsumprodukte in einem Streifen zu platzieren hat großen Marktwert. So flimmert im Hintergrund schon mal das Emblem einer Fastfoodkette auf der Leinwand. Oder der Held, mit dem man sich nur allzu gerne identifizieren möchte, trägt einen Schriftzug auf dem Pullover und fährt eine bekannte Automarke, mit der er jeden Gegner abzuhängen im Stande ist. Und tatsächlich hat der eine oder andere nach dem Besuch des Kinos Lust einen Hamburger zu essen, oder kauft sich am nächsten Tag besagten Pullover, weil dieser dem Hauptdarsteller einfach unglaublich gut zu Gesicht stand. Diese oft im Unterbewusstsein stattfindende Manipulation ist jedoch keine Innovation der letzten Jahre, denn auch schon das Regime der Nationalsozialisten wusste sich dieser Art von Beeinflussung zu bedienen. Obschon es sich zu dieser Zeit nicht um die mögliche Steigerung von Verkaufszahlen etwaiger Produkte handelte, sondern vielmehr um die Verbreitung und Verinnerlichung „braunen“ Gedankenguts.
In dieser Arbeit soll annähernd gezeigt werden, wie sich die Regierung unter Adolf Hitler das Medium Film zu Eigen machte, es kontrollierte und manipulierte und nicht zu letzt, auf welche Weise es benutzt wurde, um spezielle Ideale zu transportieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Machtergreifung auf kultureller Ebene

1.1 Die finanzielle Übernahme

1.2 Die künstlerische Unterwerfung

2. Die Manipulation der Massen

2.1 Nur Unterhaltung?

2.2 Die Einspeisung der parteiinternen Ideologie

2.3 Die Rassen politik

2.4 Politische Schachzüge

2.5 Die Jugend von heute als die Soldaten von Morgen

Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Regierung unter Adolf Hitler das Medium Film als Instrument zur Machtausübung, Kontrolle und Manipulation einsetzte, um nationalsozialistische Ideologien in der Bevölkerung zu verankern.

  • Methoden der staatlichen Kontrolle und finanziellen Übernahme der Filmindustrie.
  • Die Rolle des Films als Instrument zur Massenmanipulation und emotionalen Beeinflussung.
  • Die Vermittlung von NS-Ideologie durch Unterhaltungsfilme und gezielte Propaganda.
  • Strategien der Ausgrenzung durch Rassenpolitik und Antisemitismus in Filmproduktionen.
  • Besondere Maßnahmen der Indoktrination der Jugend und Vorbereitung auf den Krieg.

Auszug aus dem Buch

2. Die Manipulation der Massen

Der Nationalsozialismus hatte es sich zum Ziel gesetzt nicht nur ein neues Zeitalter, sondern damit einhergehend auch „neue Menschen“ hervorzubringen. Der „neue Mensch“ entsprach offiziell einer arischen, körperlich und geistig gesunden Person, für die Kameradschaft, Treue dem Vaterland gegenüber, Gehorsam und Genügsamkeit die obersten Prämissen bildeten. Dass diese Dogmen Werte wie Individualität, Kritikfähigkeit, Selbstbewusstsein des Einzelnen und auch eine offene Intelligenz kategorisch ausschlossen, liegt nahe, wenn man den enormen Propagandaapparat betrachtet, der in Bewegung gesetzt wurde, um eben diese Werte zu untergraben. Das Volk sollte in geradezu jeder Lebenslage (Beruf, Familie, Schule) erreicht und erfasst werden, um vor allem die „emotionale Stabilität“ und damit die Kontrolle aufrecht zu erhalten. Aus mehreren Gründen schien Goebbels für den Freizeitbereich besonders der Film geeignet.

Im Vergleich zu anderen Künsten ist der Film durch seine Eigenschaft primär auf das Optische und Gefühlsmäßige, also Nichtintellektuelle einzuwirken, massenpsychologisch und propagandistisch von besonders eindringlicher und nachhaltiger Wirkung.

Es ging also auch um das Reichen der Zuschauer über die Emotion, wobei man von der Identifikation, dem Miterleben und Mitfühlen als das ins Bewusstsein Eindringende ausgehen kann. Allerdings war das nicht die einzige Begründung für Goebbels` Wahl, denn vor allem die im Film immer und immer wiederkehrenden Dogmen wirkten derartig „getarnt“ sehr einprägsam und erfuhren eine simpel nachzuvollziehende Rechtfertigung.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in das Thema der Filmindustrie als Propagandainstrument im Nationalsozialismus und die Fragestellung der Arbeit.

1. Die Machtergreifung auf kultureller Ebene: Erläuterung der schrittweisen finanziellen Gleichschaltung der Filmindustrie und der erzwungenen personellen Unterwerfung der Filmschaffenden.

2. Die Manipulation der Massen: Analyse der strategischen Nutzung des Films zur Beeinflussung der Volksmeinung, von der Unterhaltung bis zur gezielten ideologischen Indoktrination.

2.1 Nur Unterhaltung?: Untersuchung der Rolle von Spielfilmen, die trotz ihres scheinbar unpolitischen Charakters zur unterschwelligen Propaganda genutzt wurden.

2.2 Die Einspeisung der parteiinternen Ideologie: Darstellung der Einbindung nationalsozialistischer Werte, Führerkult und Kameradschaftsmythos in filmische Erzählungen.

2.3 Die Rassen politik: Analyse der filmischen Umsetzung antisemitischer Propaganda und der Konstruktion rassistischer Feindbilder.

2.4 Politische Schachzüge: Untersuchung der Darstellung von Kriegsgegnern und historischer Legitimationsmuster in Filmen zur Durchhaltepropaganda.

2.5 Die Jugend von heute als die Soldaten von morgen: Erörterung der gezielten Indoktrination von Kindern und Jugendlichen durch spezielle Jugendfilmstunden und propagandistische Produktionen.

Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Schwierigkeit, die tatsächliche Wirkung der Filmpropaganda auf das damalige Publikum zu bewerten, unter Reflexion heutiger Sehgewohnheiten.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Film, Propaganda, Joseph Goebbels, Volksaufklärung, Massenmanipulation, Antisemitismus, Rassenpolitik, Unterhaltungsfilm, NS-Ideologie, Indoktrination, Reichsfilmkammer, Durchhaltepropaganda, Jugendpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie die nationalsozialistische Regierung unter Adolf Hitler das Medium Film methodisch kontrollierte, um es als effizientes Instrument für ihre Propaganda und ideologische Beeinflussung einzusetzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der administrativen Kontrolle der Filmwirtschaft, den Techniken der Massenmanipulation, der Darstellung von Feindbildern, der Verbreitung von Ideologie durch das Unterhaltungskino sowie der Indoktrination der Jugend.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch die staatliche Kontrolle des Mediums Film spezielle Ideale, rassistische Dogmen und die Loyalität zum Regime im Bewusstsein der Bevölkerung verankert wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine medienhistorische Analyse, wobei sie zeitgenössische Quellen sowie filmhistorische Literatur heranzieht, um die Propagandamechanismen anhand konkreter Filmbeispiele und gesetzlicher Erlasse aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische und finanzielle Gleichschaltung der Filmproduktion sowie in eine inhaltliche Untersuchung, wie Filme als Instrumente zur Massensteuerung, zur Stigmatisierung von Minderheiten und zur Vorbereitung auf den Krieg eingesetzt wurden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie NS-Film, Propaganda, Manipulationsstrategien, Ideologisierung und Gleichschaltung beschreiben.

Wie wurde die Filmkritik durch das Regime beeinflusst?

Die freie Filmkritik wurde 1936 durch einen Erlass verboten und durch den Begriff der „Kunstbetrachtung“ ersetzt, womit sichergestellt wurde, dass die Beurteilung von Filmen ausschließlich der nationalsozialistischen Kulturauffassung unterlag.

Welche Rolle spielten die sogenannten „Jugendfilmstunden“?

Diese Massenveranstaltungen dienten dazu, Jugendliche kostengünstig und organisiert mit propagandistischen Streifen zu indoktrinieren, um sie in ihrem Denken an die Ideale der Hitler-Jugend und das Soldatentum zu binden.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Film im NS-Regime
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Note
1,7
Autor
Laura Helm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
21
Katalognummer
V64088
ISBN (eBook)
9783638569835
ISBN (Buch)
9783640100095
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Film NS-Regime
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Laura Helm (Autor:in), 2005, Der Film im NS-Regime, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/64088
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Leseprobe aus  21  Seiten
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