Diese Hausarbeit befasst sich mit Qualitätsmanagement (QM) als strategischen Wettbewerbsfaktor, insbesondere mit den Möglichkeiten, Unternehmen einen strukturierten Vorteil gegenüber anderen Konkurrenten zu verschaffen. Denn QM-Probleme sind zu den betrieblichen Aufgabenbereichen zu zählen, denen sich die Entscheidungsträger des Unternehmens mit besonderer Aufmerksamkeit zuwenden müssen. Qualitätsmanagement wird somit zur Managementaufgabe durch die „Produkt- und Dienstleistungsqualität auf den immer stärker umkämpften Käufermärkten mit kritischen und anspruchsvollen Kunden“2 und die höheren Anforderungen an die Zulieferer und die Einführung vom Total Quality Management.3
Qualität ist heute ein wichtiger Bestandteil geworden: unabhängig davon, ob ein Kunde ein Produkt kauft oder einen Lieferservice in Anspruch nimmt. Der Konsument erwartet Qualität. Von den ersten Tagen eines Geschäftes an spielt der Qualitätsgedanke eine immer wichtiger werdende Rolle. Gemeint sind nicht nur fertige Produkte, sondern dieser Gedanke beginnt schon bei der Planung und der Herstellung eines Produktes oder einer Dienstleistung. Aufgrund der Vielzahl der Theorien, Methoden und Konzepten des Qualitätsmanagements würde jede Auseinandersetzung mit dem oben angeführten Themen hier den Rahmen sprengen. Ich werde mich, wissentlich der Vielzahl der Möglichkeiten, auf eine Auswahl beschränken.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Thema und Zielsetzung
2 Begriffliche Grundlagen
2.1 Qualität
2.2 Qualitätsmanagement
2.3 Total Quality Management (TQM)
2.4 Wettbewerbsfaktor
3 Qualitätsmanagementsystem
3.1 Allgemein
3.2 QM-Konzepte
3.3 Kundenbindung
3.4 Mitarbeiterzufriedenheit
3.5 Zertifizierung
4 Fazit
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht Qualitätsmanagement (QM) als strategischen Wettbewerbsfaktor und analysiert, wie Unternehmen durch strukturierte QM-Systeme einen nachhaltigen Vorteil gegenüber Konkurrenten erzielen können. Dabei steht die zentrale Frage im Mittelpunkt, wie durch die Implementierung von QM-Konzepten, Mitarbeiterzufriedenheit und Zertifizierung die Wettbewerbsfähigkeit in einem anspruchsvollen Marktumfeld gesichert werden kann.
- Definition und Grundlagen des Qualitätsmanagements
- Methoden des Total Quality Management (TQM)
- Bedeutung der Kundenbindung als Überlebensfaktor
- Förderung der Mitarbeiterzufriedenheit als Ressource
- Zertifizierungsprozesse nach internationalem Standard
Auszug aus dem Buch
3.2 QM-Konzepte
Es wurden verschiedene Konzepte zum QM-System kreiert, die aus einer Anzahl von Publikationen entstanden. Zu unterscheiden sind diese Ausfertigungen in ihren Prinzipien und Vorgehensweisen, denn die Autoren setzten unterschiedliche Schwerpunkte zur Zielerreichung vom Qualitätsmanagement ein. Einige bekannte Namen, die in der Wissenschaft immer wieder erwähnt werden, lauten z. B. Juran, Ishikawa und Deming. Sie alle befassten sich mit der Aufgabenstellung, wie ein QM-System in einem Unternehmen integriert werden könnte und welche Kriterien gelebt werden müssen, damit ein solches System erfolgreich funktionieren kann.
Dr. Joseph M. Juran (1986) schlägt eine kundenorientierte Definition von Produkten und Dienstleistungen vor, in dem er den Begriff des „internen Kunden“ einführt. Mit interner Kunde ist ein Abnehmer als Leistungsempfänger innerhalb des Unternehmens gemeint, der von einem Kollegen, ein Produkt zur Bearbeitung bereitgestellt bekommt. Er legte so den Grundsatz des modernen QM aus, dass jeder Mitarbeiter gleichzeitig Kunde und Lieferant eines anderen Mitarbeiters ist.
Juran entwickelte eine Trilogie, unter der man das Gleichgewicht zwischen Wert der Qualität und Kosten für Qualität versteht. Die Qualitätsauffassung wird als „Qualitätsplanung, –regelung und –verbesserung“ in einem Managementprozess angesehen, um stetig durch statistische Methoden und Verfahren, die Qualität zu verbessern. In diesem Gedankengang sollten die Führungskräfte des Unternehmens an Trainingsprogrammen teilnehmen, um die Mitarbeiter von den Prozessen in Kenntnis zu setzen.
Für K. Ishikawa (1985) definiert sich Qualität als „die Erfüllung der Kundenerwartungen“. So entwickelte er das Company Wide Quality Control – Konzept (CWQC) in dem Motivation und Schulung der Mitarbeiter speziell gefordert wird, um den Kundenerwartungen gerecht zu werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung von Qualität in einem zunehmend internationalen Wettbewerbsumfeld und definiert die Zielsetzung der Arbeit, QM als strategisches Managementinstrument zu beleuchten.
2 Begriffliche Grundlagen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe Qualität, Qualitätsmanagement und Total Quality Management (TQM) definiert und in den Kontext von Wettbewerbsfaktoren eingeordnet.
3 Qualitätsmanagementsystem: Das Hauptkapitel detailliert die praktischen Ansätze des Qualitätsmanagements, inklusive bekannter Konzepte von Juran, Ishikawa und Deming, sowie die Aspekte Kundenbindung, Mitarbeiterzufriedenheit und Zertifizierung.
4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass ein professionelles Qualitätsmanagement unter Berücksichtigung von Mitarbeiter- und Kundenbedürfnissen für Unternehmen heute eine notwendige Voraussetzung für das Überleben im Wettbewerb darstellt.
Schlüsselwörter
Qualitätsmanagement, TQM, Wettbewerbsfaktor, Kundenzufriedenheit, Zertifizierung, ISO 9000, PDCA-Zyklus, Prozessoptimierung, Mitarbeiterzufriedenheit, Strategische Unternehmensplanung, Fehlervermeidung, Qualitätsplanung, Unternehmensführung, Qualitätsstandards, interne Kunden.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert Qualitätsmanagement als strategisches Werkzeug, mit dem Unternehmen ihre Wettbewerbsposition stärken und langfristig sichern können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Grundlagen, verschiedenen QM-Modellen, der Bedeutung des Kunden sowie der Rolle der Mitarbeiter und Zertifizierungsprozesse.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Implementierung von Qualitätsmanagementsystemen Wettbewerbsvorteile gegenüber nationalen und internationalen Konkurrenten realisiert werden können.
Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und dem Vergleich anerkannter Qualitäts-Konzepte führender Theoretiker wie Juran, Ishikawa und Deming.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der konkreten Ausgestaltung von Qualitätsmanagementsystemen, der Einführung verschiedener QM-Konzepte sowie der Analyse von Erfolgsfaktoren wie Kundenbindung und Mitarbeitermotivation.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Qualitätsmanagement, TQM, Zertifizierung, Prozessoptimierung und Wettbewerbsvorteile maßgeblich geprägt.
Was besagt die von Juran eingeführte Idee des internen Kunden?
Juran definiert jeden Mitarbeiter als internen Kunden, der Produkte oder Leistungen von einem Kollegen erhält, wodurch jeder Mitarbeiter gleichzeitig in der Rolle des Kunden und Lieferanten agiert.
Warum ist die Mitarbeiterzufriedenheit laut Autor für QM-Systeme essenziell?
Die Mitarbeiterzufriedenheit wirkt sich direkt auf die tägliche Leistungserbringung aus; motivierte Mitarbeiter erkennen Potenziale zur Qualitätsverbesserung und tragen so maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei.
- Quote paper
- Oliver Bauer (Author), 2005, Qualitätsmanagement als strategischer Wettbewerbsfaktor, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/63328