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Funktionale Grammatik - Die Problematik der traditionellen Satzartenlehre in der Schule und die Darstellung aus funktionaler Sicht

Titel: Funktionale Grammatik - Die Problematik der traditionellen Satzartenlehre in der Schule und die Darstellung aus funktionaler Sicht

Seminararbeit , 2006 , 14 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Nadine Zunker (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Grammatikunterricht - Wozu und wie? Kein anderer Lern- und Arbeitsbereich des
muttersprachlichen Deutschunterrichts muss sich immer wieder diesen oder ähnlichen Fragen
stellen und ist mit Attributen wie unbeliebt, schwer verständlich und langweilig gekennzeichnet.
Nichtsdestotrotz hält sich dieser immer wieder heftig umstrittene und in Frage gestellter
Arbeitsbereich im schulischen Muttersprachenunterricht hartnäckig und ist fest im Bildungsplan
etabliert.
Daran können auch Untersuchungsergebnisse, wie die der von Hubert Ivo und Eva Neuland 1991
durchgeführten empirischen Studie über grammatisches Wissen nichts ändern.
In dieser bestätigten die Befragten Unbeliebtheit und Ineffizienz der Schulgrammatik
folgendermaßen: „Die Befragten wissen wenig von der Grammatik ihrer Muttersprache, mögen sie
nicht sonderlich und erinnern sich nicht gern an ihren Grammatikunterricht, halten aber daran fest,
dass Grammatikunterricht sein muss, und geben hierfür unterschiedliche Gründe an, [...].“ und da
„das in der Schule vermittelte grammatische Wissen in sich nicht frei von Irreführungen,
Widersprüchen und Fehlerhaftigkeit ist, [...].“, verwundert es kaum, dass der Grammatikunterricht
sich wenig Beliebtheit erfreut und zu Unsicherheiten sowie Verwirrungen führt.
Sprachdidaktiker hingegen nutzen derartige Umfrageergebnisse und Erkenntnisse, um den nach
wie vor in den Schulen mehrheitlich gelehrten, systematischen Grammatikunterricht in Frage zu
stellen und verweisen auf neue methodische Perspektiven (situativer, integrativer, textorientierter
Grammatikunterricht oder Grammatik-Werkstatt), die zu den erstrebten Zielen führen sollen.
Eine weitere dieser neuen Sichtweisen auf den Bereich der Sprachreflexion stellt eine
vielversprechende Alternative zum systematischen Grammatikunterricht dar: die sogenannte
funktionale Grammatik.
Eine funktionale Sicht auf unsere Sprache ermöglicht den Schülern und Schülerinnen zu erfahren,
wozu wir diese Sprache haben und was wir mit ihr erreichen bzw. tun können.
Diese Erkenntnis führt zu einer Veränderung hinsichtlich der Motivation, weswegen sich der
Grammatikunterricht nicht mehr länger „mit dem Vorwurf des Formalismus konfrontiert“ sehen
muss und die Beschäftigung mit Sprache weitaus mehr ist als der bloße Erwerb toten Wissens über
Sprache. Grammatik wird nämlich nun das Mittel, um Sprachbewusstsein und Sprachverständnis
zu verbessern und zu fördern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die traditionelle Satzartenvermittlung in der Schule

2.1 Darstellung der Satzarten im Duden

2.1.1 Der Aussagesatz (Deklarativsatz)

2.1.2 Der Fragesatz (Interrogativsatz)

2.1.3 Der Aufforderungssatz (Imperativsatz)

2.2 Darstellung der Satzarten in Sprachbüchern der Sekundarstufe I

2.2.1 Beispiel 1: Deutsch - Wege zum sichern Sprachgebrauch

2.2.2 Beispiel 2: Wortstark - Themen und Werkstätten für den Deutschunterricht

3. Die Satzarten aus funktionaler Sicht

3.1 Verbzweitsätze und ihre illokutive Qualität

3.2 Verberstsätze und ihre illokutive Qualität

3.3 Verbletztsätze und ihre illokutive Qualität

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die Problematik der traditionellen Satzartenlehre im schulischen Deutschunterricht und stellt diese einer funktionalen Sichtweise gegenüber, um didaktische Defizite bei der Vermittlung von Satzstrukturen und deren illokutiven Funktionen aufzuzeigen.

  • Kritische Analyse der traditionellen Satzartenvermittlung in gängigen Schulbüchern.
  • Untersuchung der Diskrepanz zwischen grammatischer Form (Satzart) und funktionaler Sprachhandlung.
  • Einführung in die funktionale Grammatik als Alternative zur traditionellen Lehre.
  • Gegenüberstellung von rein formalen Satzklassen (Verbzweit-, Verberst-, Verbletztsätze) und ihrer kommunikativen Verwendung.

Auszug aus dem Buch

2.2 Darstellung der Satzarten in Sprachbüchern der Sekundarstufe I

Die Vielzahl von Ausnahmen, die der Duden aufführt zeigt deutlich, dass sich die traditionelle Grammatik in einem Zwiespalt zwischen Regelhaftig- und Regelwidrigkeit befindet, so dass eine 1:1 Übertragung der Satzform auf die Funktion des Satzes nicht möglich ist.

Trotz dieser Problematik basiert die Satzartenlehre der meisten Sprachbücher auf solch einer traditionellen Satzartenkonzeption wie die des Dudens, natürlich in stark vereinfachter Form. Es verwundert also kaum mehr das Ergebnis von Paul Ingwers Befragung, wenn man bedenkt, dass bereits die Grundlage der schulischen Satzartenlehre nicht frei von Irreführungen ist.

Anhand von zwei ausgewählten Sprachbüchern für die Sekundarstufe I werde ich nun darstellen, wie die unterschiedlichen Satzarten in der Schule den Schülern und Schülerinnen vermittelt werden, welche Probleme dabei entstehen und wie es überhaupt zu diesen Schwierigkeiten kommen kann. Hierfür habe ich folgende zwei Sprachbücher ausgewählt:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Unbeliebtheit des Grammatikunterrichts und führt die funktionale Grammatik als vielversprechenden, alternativen Ansatz zur Sprachreflexion ein.

2. Die traditionelle Satzartenvermittlung in der Schule: Dieses Kapitel analysiert die Problematik der Duden-basierten Satzartenlehre und deren unzureichende Umsetzung in ausgewählten Schulbüchern, da diese Form und Funktion oft unzulässig vermischen.

3. Die Satzarten aus funktionaler Sicht: Hier wird ein zweistufiges Modell vorgestellt, das zunächst zwischen Verbzweit-, Verberst- und Verbletztsätzen unterscheidet, bevor deren jeweilige kommunikative Intention analysiert wird.

4. Fazit: Das Fazit fordert ein Umdenken im Unterricht, da die traditionelle Vermittlung zu unnötigen Verwirrungen führt, warnt jedoch vor den Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung im Schulalltag.

Schlüsselwörter

Funktionale Grammatik, Satzartenlehre, Schulgrammatik, Didaktik, Verbzweitsatz, Verberstsatz, Illokutive Qualität, Sprachhandlung, Sprachreflexion, Duden-Grammatik, Kommunikation, Form und Funktion, Deutschunterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Kritik an der traditionellen Vermittlung von Satzarten im Deutschunterricht und plädiert für eine funktionale Betrachtungsweise.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die grammatische Satzartenanalyse nach dem Duden, deren didaktische Umsetzung in Sprachbüchern und die funktionale Differenzierung von Sätzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie die traditionelle Vermengung von Form und Funktion zu Lernschwierigkeiten führt und wie eine funktionale Trennung diese beheben könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine theoretische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur mit einer kritischen Analyse aktueller Sprachbücher für die Sekundarstufe I.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Duden-Definitionen hinterfragt, anschließend die Vermittlungsweise in Schulbüchern untersucht und schließlich die funktionale Grammatik als Alternative vorgestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Hauptbegriffe sind Funktionale Grammatik, Satzarten, Sprachhandlung, Illokution und Schulgrammatik.

Warum ist die traditionelle Satzartenlehre laut der Arbeit problematisch?

Sie suggeriert Kindern, dass eine bestimmte Form (z.B. Aussagesatz) zwangsläufig eine bestimmte Funktion (Aussage) haben müsse, was die komplexe Realität der Sprache verkennt.

Welche Rollen spielen Verbzweit- und Verberstsätze im funktionalen Modell?

Sie dienen im funktionalen Modell primär als rein formale Klassifizierungsmerkmale, die erst im zweiten Schritt auf ihre jeweilige kommunikative Absicht hin untersucht werden.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Funktionale Grammatik - Die Problematik der traditionellen Satzartenlehre in der Schule und die Darstellung aus funktionaler Sicht
Hochschule
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Note
1,5
Autor
Nadine Zunker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
14
Katalognummer
V63268
ISBN (eBook)
9783638563550
ISBN (Buch)
9783640149629
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Funktionale Grammatik Problematik Satzartenlehre Schule Darstellung Sicht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadine Zunker (Autor:in), 2006, Funktionale Grammatik - Die Problematik der traditionellen Satzartenlehre in der Schule und die Darstellung aus funktionaler Sicht, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/63268
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Leseprobe aus  14  Seiten
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