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Christliche Ethik im Diskurs über die Präimplantaionsdiagnostik

Titel: Christliche Ethik im Diskurs über die Präimplantaionsdiagnostik

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2004 , 31 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anne Goldbach (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Schon seit vielen Jahren ist der Mensch in seiner Forschung bestrebt, sich selbst als Wesen zu durchleuchten. Das Rätsel um seine Fortpflanzung faszinierte und fasziniert ihn noch heute am meisten. Nachdem durch die Einführung des Mikroskops die Identifizierung von Samenzellen möglich war, entdeckte Karl Ernst von Baer den Schlüssel zur Embryonalentwicklung, indem er 1827 die Eizelle als Ausgangsmaterial menschlichen Lebens ausfindig machte.1
Im 20sten Jahrhundert konnte der biochemische Regelkreis des weiblichen Körpers erforscht werden, es folgten Hormondiagnostik und Hormontherapie um den richtigen Zeitpunkt zur Entnahme der Eizelle festzustellen und die Befruchtung im Reagenzglas, das heißt in-vitro durchzuführen. In England kam 1978 das erste Kind durch In-Vitro-Fertilisation zur Welt. Seit dem etabliert sich die Reagenzglasbefruchtung sowohl in gesellschaftlichen als auch in medizinischen Kreisen immer mehr. Obwohl die Erfolgsrate einer künstlichen Befruchtung nur bei etwa 25 Prozent liegt und für die Frau eine psychische und physische Belastung darstellt, ist dieses Verfahren die einzige Möglichkeit für Paare mit Fruchtbarkeitsstörungen ein eigenes Kind zu bekommen. Ein weiterer Schritt der Forschung in Richtung der Enträtselung des Beginns menschlichen Lebens, war der Anfang einer pränatalen Diagnostik (PND), welche sich vor etwa 30 Jahren zu entwickeln begann. PND konnte und kann sowohl nicht invasiv, das heißt durch Blutanalysen bei der Mutter, durch Ultraschalluntersuchungen oder Echokardiographien, als auch invasiv, das heißt durch Fruchtwasserentnahme (Amniocentese) oder durch die Gewinnung von Zellmaterial der kindlichen Plazenta (Chorionzottenbiopsie) vorgenommen werden. Eine invasive PND untersucht immer Zellen fetalen Ursprungs, greift demzufolge in den Organismus ein und ist deshalb mit einem erhöhten Risiko verbunden. Einer „Richtlinie zur pränatalen Diagnostik von Krankheiten und Krankheitsdispositionen“ der Bundesärztekammer zufolge ist ein Ziel der PND die Klärung des Risikos spezifisch genetisch bedingter Erbkrankheiten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung – INV, PND, PID und wie geht’s weiter?

Der Diskurs über die Präimplantationsdiagnostik: Inhalte christlicher Ethik

1 Das Verfahren der Präimplantationsdiagnostik

2 Der öffentliche Diskurs über das Verbot der Präimplantationsdiagnostik

2.1 Diskussionsentwurf zu einer Richtlinie zur Präimplantationsdiagnostik

2.1 Das Für und Wider der Präimplantationsdiagnostik

2.2 Argumente für die Einführung der Präimplantationsdiagnostik

2.3 Argumente wider der Einführung der Präimplantationsdiagnostik

2.4 Schlussfolgerungen aus beiden Standpunkten

2.5 Rechtliche Grundlagen

2.6 Was ist Menschenwürde?

2.7 Wann beginnt menschliches Leben?

3 Inhalte christlicher Ethik im Diskurs über die Präimplantationsdiagnostik

3.1 Das Menschenbild und die Würde des Menschen christlich begründet

3.2 Der Beginn menschlichen Lebens in der Geschichte des Christentums

3.3 Der Mensch als Schöpfer seiner selbst?

4 Welche Rolle spielt christliche Ethik im Diskurs über Präimplantationsdiagnostik

Schluss - Ein Gedicht zum Thema von Tatjana Muster

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der ethischen Problematik der Präimplantationsdiagnostik (PID) auseinander, wobei der Fokus auf der Perspektive christlicher Ethik liegt. Es wird untersucht, inwieweit das Verbot der PID in Deutschland vor dem Hintergrund des christlichen Menschenbildes und der verfassungsrechtlichen Debatte über die Menschenwürde Bestand hat.

  • Grundlagen der PID und medizinische Verfahrensweise.
  • Öffentlicher Diskurs und rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland.
  • Christliches Menschenbild im Kontext von Bioethik und Lebensschutz.
  • Die Problematik des menschlichen Schöpfungsanspruchs.
  • Die Rolle christlicher Ethik in der gesellschaftspolitischen Debatte.

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Menschenbild und die Würde des Menschen christlich begründet

Das christliche Menschenbild hat zwei Facetten. Zum einen die Kreatürlichkeit als Geschöpf, welches vergänglich geschaffen ist und zum anderen die Gottebenbildlichkeit, welche ihm Freiheit und Vernunft zuspricht.44

Als erstes möchte ich das Bild des endlich geschaffenen Menschen näher betrachten. Das christliche Menschenbild ist geprägt durch die Fragmenthaftigkeit, zu der nicht nur die Sterblichkeit sondern auch die Schuldfähigkeit und die Leidensfähigkeit des Menschen gehört.

„Tatsächlich und konkret beherrscht die Sünde das Menschsein des Menschen, und seine Geschöpflichkeit wird durch die Sünde verzerrt.“45

Dass genau diese Sündhaftigkeit zum christlichen Menschbild gehört, zeigt die Tatsache, dass Gott seinen Sohn Mensch werden ließ, dass Jesus Christus die Verzerrung der Geschöpflichkeit durch die Sünde ebenso wie die Übermacht der Sünde kennen lernte. Gott schickte seinen Sohn als Mensch auf die Welt um seine Geschöpfe von der Last ihrer Schuld zu befreien und sie in ihrer Schuldfähigkeit anzunehmen. In der evangelischen Tradition wird diese Annahme mit der Rechtfertigungslehre begründet, laut welcher der Mensch allein aus Gnade vor Gott gerechtfertigt ist, er selbst kann nichts dazu tun, muss keine Leistung zeigen.

„Rechtfertigung ist ein göttliches Urteil, das von außen an den Menschen herangetragen ist und von Seiten des Menschen als grundlose Annahme erfahren wird.“46

Zusammenfassung der Kapitel

1 Das Verfahren der Präimplantationsdiagnostik: Dieses Kapitel erläutert die medizinischen Schritte der PID, einschließlich Hormonbehandlung, Eizellentnahme und der anschließenden genetischen Untersuchung von Embryozellen.

2 Der öffentliche Diskurs über das Verbot der Präimplantationsdiagnostik: Hier werden die kontroversen Debatten um den Entwurf einer Richtlinie zur PID und die gegensätzlichen Argumente von Befürwortern und Gegnern im Kontext der Rechtslage dargestellt.

3 Inhalte christlicher Ethik im Diskurs über die Präimplantationsdiagnostik: Dieser Teil beleuchtet die christliche Anthropologie, den moralischen Status des frühen Embryos und die Frage, ob der Mensch mit der Gentechnik zum Schöpfer seiner selbst wird.

4 Welche Rolle spielt christliche Ethik im Diskurs über Präimplantationsdiagnostik: Das Schlusskapitel analysiert den Einfluss christlicher Werte auf die deutsche Politik und betont die Funktion der Ethik als Korrektiv für den verantwortungsvollen Umgang mit moderner Forschung.

Schlüsselwörter

Präimplantationsdiagnostik, PID, christliche Ethik, Menschenwürde, Embryonenschutzgesetz, Genforschung, Lebensschutz, christliches Menschenbild, Selektion, Bioethik, Gottebenbildlichkeit, In-Vitro-Fertilisation, Lebensrecht, Anthropotechnik, Medizinethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ethische Debatte rund um die Präimplantationsdiagnostik (PID) in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung christlicher Ethik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die medizinische Praxis der PID, der verfassungsrechtliche Kontext sowie die christlich-anthropologische Einordnung von Lebensbeginn und Menschenwürde.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die ethische Auseinandersetzung mit der PID abzubilden und aufzuzeigen, wie christliche Perspektiven die politische und rechtliche Bewertung beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und argumentative Aufarbeitung des ethischen Diskurses unter Einbeziehung theologischer, juristischer und medizinischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine verfahrenstechnische Einführung, eine Analyse des öffentlichen Diskurses und eine Untersuchung der christlich-ethischen Argumentationsmuster.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Präimplantationsdiagnostik, Menschenwürde, christliche Ethik, Embryonenschutz und Selektion sind die maßgeblichen Begriffe.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Kirche bei der PID?

Die Arbeit stellt heraus, dass die Kirche wichtige Werte verteidigt, die Grenzen setzen und zur Wahrung der Humanität in der Gesellschaft beitragen.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin zum Verbot der PID?

Die Autorin deutet an, dass es auf lange Sicht schwierig sein wird, den Mittelweg zwischen einem Totalverbot und einer vollständigen Zulassung beizubehalten.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Christliche Ethik im Diskurs über die Präimplantaionsdiagnostik
Hochschule
Universität Leipzig  (Erziehungswissenschaftliche Fakultät Fachbereich Geistigbehindertenpädagogik)
Veranstaltung
Ethische Fragen am Lebensanfang
Note
1,3
Autor
Anne Goldbach (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
31
Katalognummer
V63098
ISBN (eBook)
9783638562201
ISBN (Buch)
9783656782087
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Christliche Ethik Diskurs Präimplantaionsdiagnostik Ethische Fragen Lebensanfang
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anne Goldbach (Autor:in), 2004, Christliche Ethik im Diskurs über die Präimplantaionsdiagnostik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/63098
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Leseprobe aus  31  Seiten
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