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"À la folie... pas du tout" als Fallbeispiel für unzuverlässiges Erzählen

Title: "À la folie... pas du tout" als Fallbeispiel für unzuverlässiges Erzählen

Term Paper , 2006 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Bachelor of Arts Bernd Leiendecker (Author)

Communications - Movies and Television

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Summary Excerpt Details

„Verzweifelt, geradezu besessen liebt die junge Kunststudentin Angélique den verheirateten Arzt Loïc. Aber dessen Frau erwartet ein Kind und für eine Zukunft mit Angélique scheint kein Platz in seinem Leben. Heimliche Treffen, einsame Nächte und tagelanges Warten sind offenbar alles, worauf sie hoffen darf – so hat es den Anschein. […]“

Mit diesen Worten beginnt die kurze Inhaltsangabe von À LA FOLIE… PAS DU TOUT auf der Rückseite des DVD-Covers der deutschen Version. Die zentrale Wendung ist hierbei „so hat es den Anschein“. Sie weist darauf hin, dass der Film in seiner Narration nicht zuverlässig ist, sondern zunächst einen Anschein erweckt, der jedoch trügt. Ziel dieses Buches ist es zu beschreiben, mit welchen Mitteln dieser falsche Anschein erweckt wird. Zu diesem Zweck wird zunächst das Konzept des unzuverlässigen Erzählens allgemein kurz zusammengefasst. Im Anschluss werden der für das Verständnis der Erzählweise von À LA FOLIE… PAS DU TOUT besonders relevanten theoretischen Konzepte der Fokalisierung und der kognitiven Aktivität des Zuschauers geklärt. Abschließend wird die Erzeugung, aber auch die Markierung von Unzuverlässigkeit in À LA FOLIE… PAS DU TOUT betrachtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Unzuverlässiges Erzählen

3 Fokalisierungen

4 Die kognitive Aktivität des Zuschauers

5 Fallbeispiel: À LA FOLIE… PAS DU TOUT

5.1 Konstruktion der Unzuverlässigkeit

5.1.1 Fokalisierungen

5.1.2 Alterationen

5.1.3 Weitere Verweise auf bekannte Erzählschemata

5.2 Markierung der Unzuverlässigkeit

5.2.1 Der Filmtitel

5.2.2 Die Persönlichkeit der Erzählerin

5.2.3 Falschaussagen im kleineren Rahmen

6 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Mechanismen des unzuverlässigen Erzählens am Beispiel des Spielfilms À LA FOLIE… PAS DU TOUT. Das primäre Ziel besteht darin, die narrativen und filmischen Strategien zu identifizieren, durch die der Zuschauer zu einer falschen Interpretation der Filmhandlung verleitet wird, um anschließend die Markierungen aufzudecken, die diese Unzuverlässigkeit innerhalb der Erzählung kennzeichnen.

  • Konzept des unzuverlässigen Erzählens in Literatur und Film
  • Theoretische Grundlagen der narrativen Fokalisierung
  • Rolle kognitiver Schemata bei der Rezeption von Filmen
  • Analyse von Alterationen als Mittel zur Erzeugung von Unzuverlässigkeit
  • Paratextuelle und charakterbasierte Markierungen narrativer Unzuverlässigkeit

Auszug aus dem Buch

5.1.2 Alterationen

À LA FOLIE… PAS DU TOUT macht sich in einigen Szenen bei der Erzeugung von Unzuverlässigkeit das Vorhandensein von bekannten Erzählschemata auf Seiten des Rezipienten zu Nutze, indem der Film die Anwendung solcher Schemata nahe legt, um die Bildung falscher Hypothesen durch den Zuschauer zu fördern.

Von besonderer Bedeutung sind in diesem Zusammenhang einige Szenen, bei denen Angélique nicht anwesend ist, die also auch nicht auf sie fokalisiert sein können. Für die Unzuverlässigkeit der Narration sind diese Alterationen zentral, da sie an Stellen im Film eingesetzt werden, an denen nur im Rahmen des Wechsels der Fokalisierung der Eindruck einer tatsächlich existierenden Liebesbeziehung zwischen Angélique und Loïc aufrechterhalten oder sogar noch verstärkt werden kann.

Die erste dieser Szenen befindet sich gleich am Beginn des Films. Angélique kauft in einem Blumenladen eine Rose für Loïc und lässt diese von einem Boten ausliefern. Nun werden Szenen, die Angélique auf dem Weg zum Kunstunterricht zeigen, mit Bildern parallel montiert, in denen die Auslieferung der Blumen gezeigt wird, obwohl Angélique hierbei nicht zugegen ist. Der Zuschauer sieht wie Loïc die Blumen annimmt und sich angesichts des Textes auf der Karte sehr erfreut zeigt. Dies legt den Schluss nahe, dass Loïc weiß, dass die Blumen von seiner Geliebten sind, besonders da Angélique zuvor dem Blumenhändler erklärt hat, dass die Blumen zum Jubiläum ihres Kennenlernens wären.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung zur filmischen Narration und die Zielsetzung der Analyse von Unzuverlässigkeit im Spielfilm À LA FOLIE… PAS DU TOUT vor.

2 Unzuverlässiges Erzählen: Dieses Kapitel erläutert das theoretische Konzept des unzuverlässigen Erzählens und die Bedeutung der Interaktion zwischen Narration und Rezipient.

3 Fokalisierungen: Hier werden Genettes Kategorien des narrativen Modus und der Fokalisierung auf die filmische Erzählweise übertragen.

4 Die kognitive Aktivität des Zuschauers: Das Kapitel beschreibt, wie Zuschauer auf Basis ihrer Alltagserfahrungen und Erzählschemata Hypothesen zur Handlung konstruieren.

5 Fallbeispiel: À LA FOLIE… PAS DU TOUT: Dieses Hauptkapitel analysiert konkret, wie der Film durch Fokalisierung, Alterationen und Täuschungsmanöver die Sicht des Zuschauers manipuliert.

6 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die zentralen Erkenntnisse über die Konstruktion und die Markierung von Unzuverlässigkeit in dem untersuchten Film.

Schlüsselwörter

Unzuverlässiges Erzählen, Filmwissenschaft, Fokalisierung, Alteration, kognitive Rezeption, narrative Instanz, À LA FOLIE… PAS DU TOUT, Erzählschemata, Zuschauerhypothesen, Paratextuelle Signale, Filmtheorie, Narration, Psychologie, subjektive Erzählung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie ein Spielfilm durch gezielte narrative Strategien eine unzuverlässige Sichtweise erzeugt und den Zuschauer dazu bringt, einer subjektiven, falschen Erzählversion zu glauben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen das Konzept des unzuverlässigen Erzählens, narrative Fokalisierungstechniken und die kognitiven Prozesse, die beim Zuschauer während des Filmkonsums ablaufen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die spezifischen filmischen Mittel aufzuzeigen, mit denen im Film À LA FOLIE… PAS DU TOUT eine nicht-objektive Handlungsversion konstruiert und später als unzuverlässig markiert wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt narratologische Theorien, insbesondere die von Gérard Genette und Ansgar Nünning, um filmische Strukturen wie Fokalisierungen und die Manipulation von Zuschauererwartungen zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird am konkreten Fallbeispiel detailliert analysiert, wie die Fokalisierung auf die Protagonistin und die bewusste Nutzung von Alterationen und Erzählschemata das Publikum täuschen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unzuverlässiges Erzählen, Fokalisierung, Alteration, Zuschauerhypothesen, narrative Instanz und kognitive Aktivität.

Wie spielt die Fokalisierung auf die Figur Angélique eine Rolle bei der Unzuverlässigkeit?

Durch die Fokalisierung auf Angélique wird dem Zuschauer ein eingeschränkter Wissenshorizont präsentiert, der dazu führt, dass er deren subjektive Wahrnehmung der Beziehung zu Loïc für die objektive Realität hält.

Warum spielt der Filmtitel eine Rolle für die Interpretation des Films?

Der Titel enthält eine ambivalente Bedeutung, die zwischen leidenschaftlicher Liebe und Wahnsinn oszilliert, und dient somit als ein paratextueller Hinweis darauf, dass der erste Anschein der Narration trügerisch ist.

Welche Funktion haben die "Alterationen" im Film?

Alterationen fungieren als kurzzeitige Fokalisierungswechsel, die dem Zuschauer zusätzliche Informationen liefern, welche er jedoch durch seine bestehenden Schemata fälschlicherweise zur Bestätigung seiner irrigen Annahme über die Liebesbeziehung nutzt.

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Details

Title
"À la folie... pas du tout" als Fallbeispiel für unzuverlässiges Erzählen
College
Ruhr-University of Bochum  (Institut für Medienwissenschaft)
Course
Vertiefungsmodul: Film / Kino; Vertiefungsmodul: Theorien und Methoden; Reinventing Film Studies - Filmforschung im Medienzeitalter
Grade
1,0
Author
Bachelor of Arts Bernd Leiendecker (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V62291
ISBN (eBook)
9783638555586
ISBN (Book)
9783638753036
Language
German
Tags
Fallbeispiel Erzählen Vertiefungsmodul Film Kino Vertiefungsmodul Theorien Methoden Reinventing Film Studies Filmforschung Medienzeitalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Bernd Leiendecker (Author), 2006, "À la folie... pas du tout" als Fallbeispiel für unzuverlässiges Erzählen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/62291
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