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Kritische Würdigung der Eigenkapitalabgrenzung nach IAS 32

Titel: Kritische Würdigung der Eigenkapitalabgrenzung nach IAS 32

Seminararbeit , 2006 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Stefan Fenner (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Für deutsche Unternehmen gewinnen die IAS/ IFRS immer mehr an Bedeutung, obwohl primär für kapitalmarktorientierte Unternehmen diskutiert, sind auch Personengesellschaften des Mittelstands von der Umstellung betroffen. Der Hoffnung auf höhere Eigenkapitalquoten stehen für Personengesellschaften allerdings vielfach noch Anwendungsprobleme entgegen. Die IFRS sind zwar rechtsformneutral gestaltet, aber vorrangig für Kapitalgesellschaften konzipiert. Ein zentrales Problem stellt dabei der erstmals für das Geschäftsjahr 2005 anzuwendende novellierte IAS 32 (rev. 2003) dar, nach dem Eigenkapital nur vorliegt, wenn ein Unternehmen keine bedingte oder unbedingte vertragliche Verpflichtung zur Lieferung von Geld oder anderen Vermögenswerten hat. Da der deutsche Gesetzgeber den Gesellschaftern von Personengesellschaften und Genossenschaften ein unbedingtes Kündigungsrecht im obigen Sinne zusichert, haben diese Einlagen den Charakter einesputtable instrument.Sie sind somit nicht als Eigen- sondern als Fremdkapital zu klassifizieren. Die FAZ titelte im Zusammenhang mit dieser Regelung in Ihrer Ausgabe vom 28.11.2005 “Müssen sich Personengesellschaften arm rechnen? Die IFRS - Rechnungslegung kann zur Überschuldung führen”. Die Regelungen zur Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital nach IFRS und deren kritische Würdigung im Hinblick auf ihre Zielsetzung speziell bei deutschen Personengesellschaften sind Gegenstand dieser Arbeit. Darüber hinaus sollen die Verbesserungsprojekte des IASB bzw. FASB betrachtet und aus deutscher Sicht gewürdigt werden. Ein weiterer zentraler Kritikpunkt der derzeitigen Regelung, die Konsequenzen für Mezzanine - finanzierte Unternehmen, die u.U. auch einen großen Teil ihres handelsrechtlichen Eigenkapitals als Fremdkapital ausweisen müssen, wird hier nicht näher betrachtet und nur erwähnt, wenn es dem Zusammenhang nach nötig ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis der Seminararbeit

1. Problemstellung

2. Die Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital nach IAS 32 (rev. 2003)

2.1. Darstellung der Regelungen

2.2. Unmittelbare Konsequenzen

2.3. Ziel und Zweck der Abgrenzung

3. IAS 32 (rev. 2003) für deutsche Personengesellschaften

3.1. Darstellung

3.2. Kritische Würdigung

3.2.1. Kritik am Konzept

3.2.2. Kritik an den Folgen

3.2.3. Lösungsansätze

4. Aktuelle Weiterentwicklungen des IASB zur Eigenkapitalabgrenzung

4.1. Ergänzung zu IAS 32 „Financial Instruments puttable at Fair Value“

4.2. FASB & IASB Gemeinschaftsprojekt „Equity & Liabilities“

4.3. Würdigung der Konsequenzen

5. Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung & Forschungsschwerpunkte

Die Arbeit untersucht die kritischen Auswirkungen der Eigenkapitalabgrenzung nach IAS 32 (rev. 2003) auf deutsche Personengesellschaften, wobei insbesondere die Herausforderung analysiert wird, dass gesetzliche Kündigungsrechte von Gesellschaftern zur Einstufung ihrer Einlagen als Fremdkapital führen können.

  • Analyse der Abgrenzungskriterien von Eigen- und Fremdkapital nach IFRS
  • Kritische Würdigung der Folgen für deutsche Personengesellschaften
  • Untersuchung der Informationsfunktion des IFRS-Abschlusses
  • Betrachtung der aktuellen IASB- und FASB-Verbesserungsprojekte
  • Bewertung der ökonomischen Konsequenzen für Unternehmen

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Kritik am Konzept

Die Kritik beginnt schon bei der Definition von Eigenkapital. Die Residualdefinition setzt den Schuld - Begriff und seine Abgrenzung vom Eigenkapital bereits voraus, sie ist zirkulär.

Kritisch beurteilt wird die Bewertung des umqualifizierten Eigenkapitals. Wenn der Gesellschaftsvertrag keine andere Regelung vorsieht, erfolgt die Abfindung eines Gesellschafters zum Verkehrs- und nicht zum Buchwert. Selbst gegen eine anders lautende Satzungsbestimmung, kann eine Verkehrwertabfindung gerichtlich durchgesetzt werden. Das umgegliederte Eigenkapital wird mit seinem fair value bewertet (auch: IAS 32.23 und IFRIC 2.10.). Ohne aktiven Markt wird eine Unternehmensbewertung zu jedem Abschlussstichtag notwendig. Der anteilige Wert wird als Verbindlichkeit passiviert. Eine Verbindlichkeit in Höhe des Barwerts der künftigen Entnahmemöglichkeiten eines Gesellschafters ersetzt das Eigenkapital.

Bei erstmaliger Anwendung wird der Unterschiedsbetrag zwischen Buchwert und Verkehrswert erfolgsneutral erfasst, die Folgebewertung erfolgt aber erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Jede Steigerung des Unternehmenswertes führt zu einer Erhöhung der Verbindlichkeit. Je besser die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens ist, desto schlechter stellt sie sich im Jahresabschluss dar. Bspw. kann bei einem positiven Geschäfts- oder Firmenwert der Effekt entstehen, dass die finanzielle Verbindlichkeit den Buchwert der Vermögenswerte übersteigt. Das Problem wurde vom IASB als aparently anomalous accounting erkannt, aber (noch) nicht gelöst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Einführung in die Problematik der Eigenkapitalumqualifizierung bei deutschen Personengesellschaften infolge von IAS 32.

2. Die Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital nach IAS 32 (rev. 2003): Erläuterung der theoretischen Grundlagen und der strikten Kriterien zur Abgrenzung in den IFRS.

3. IAS 32 (rev. 2003) für deutsche Personengesellschaften: Detaillierte Darstellung der Anwendbarkeit auf deutsche Personengesellschaften sowie eine intensive kritische Würdigung der Konsequenzen.

4. Aktuelle Weiterentwicklungen des IASB zur Eigenkapitalabgrenzung: Analyse neuerer Lösungsansätze des IASB und des FASB zur Korrektur der erkannten Bilanzierungsanomalien.

5. Thesenförmige Zusammenfassung: Kompakte Darstellung der wesentlichen Ergebnisse und Erkenntnisse der gesamten Seminararbeit.

Schlüsselwörter

IAS 32, IFRS, Eigenkapitalabgrenzung, Personengesellschaften, Fremdkapital, Kündigungsrecht, puttable instrument, Fair Value, Bilanzierung, IASB, FASB, Unternehmensbewertung, Kapitalstruktur, Finanzinstrumente, Rechnungslegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse der Eigenkapitalabgrenzung nach IAS 32 (rev. 2003) und den daraus resultierenden Bilanzierungsproblemen für deutsche Personengesellschaften.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Abgrenzungskriterien von Eigen- und Fremdkapital, die rechtlichen Rahmenbedingungen für deutsche Personengesellschaften sowie die laufenden Harmonisierungsprojekte des IASB und FASB.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Untersuchung, inwiefern die aktuellen IFRS-Regelungen dem Zweck eines Abschlusses bei deutschen Personengesellschaften gerecht werden und welche Lösungsansätze für die entstehende Bilanzierungsproblematik existieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis von Fachliteratur, Kommentierungen zum HGB und IFRS sowie unter Auswertung aktueller Diskussionspapiere des IASB und FASB.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der IAS 32-Regelungen, deren Anwendung auf Personengesellschaften, eine kritische Würdigung des Konzepts sowie die Analyse aktueller Weiterentwicklungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Eigenkapitalabgrenzung, IAS 32, Personengesellschaften, Kündigungsrechte und Fair-Value-Bewertung geprägt.

Warum wird das Eigenkapital von Personengesellschaften nach IFRS oft als Fremdkapital eingestuft?

Da Gesellschafter von Personengesellschaften gesetzlich bedingte Kündigungsrechte besitzen, werden ihre Anteile als "puttable instruments" klassifiziert, die nach IAS 32 als Fremdkapital auszuweisen sind.

Was bedeutet "aparently anomalous accounting" in diesem Kontext?

Dies bezieht sich auf den Effekt, dass bei einer positiven Unternehmensentwicklung die Verbindlichkeiten durch die Fair-Value-Bewertung steigen, was zu einer schlechteren Darstellung im Jahresabschluss führt.

Welchen Einfluss haben die aktuellen IASB-Projekte auf die Problematik?

Sie bieten punktuelle Korrekturen, insbesondere für Instrumente, die "puttable at fair value" sind, lösen aber nicht das grundlegende konzeptionelle Problem der Eigenkapitalabgrenzung.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kritische Würdigung der Eigenkapitalabgrenzung nach IAS 32
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
1,3
Autor
Stefan Fenner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
20
Katalognummer
V62088
ISBN (eBook)
9783638554039
ISBN (Buch)
9783656812661
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kritische Würdigung Eigenkapitalabgrenzung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Fenner (Autor:in), 2006, Kritische Würdigung der Eigenkapitalabgrenzung nach IAS 32, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/62088
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Leseprobe aus  20  Seiten
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