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Aphasie - Kommunikation ohne Sprache?!

Titel: Aphasie - Kommunikation ohne Sprache?!

Hausarbeit , 2006 , 18 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sarah Henkel (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Wörter sind für uns Menschen etwas sehr Kostbares – nicht umsonst spricht man vom Wort- und Sprachschatz eines Menschen.“ (www.aphasie.org, 19.04.06). Und genau das fehlt den Menschen, die an Aphasie leiden. Die Wörter und Sätze, die sie sich erdenken, können sie nicht äußern. Die Ursachen hierfür sind vielfältig, meist ist es aber ein Schlaganfall, durch den die Sprachbereiche im Gehirn verletzt werden. Kommunikation, in Form von Gesprächen, ist dann kaum noch möglich, was sehr belastend für die Betroffenen sein kann, die sich dann immer mehr isolieren.
Mit meiner Hausarbeit möchte ich etwas Aufklärungsarbeit leisten, indem ich kurz die vier häufigsten Formen einer Aphasie vorstelle, auf die verbale Kommunikation bzw. die vier Seiten einer Nachricht eingehe, die Beziehung zwischen Sprache und Denken versuche darzulegen und schließlich das Leben mit Aphasie beschreiben werde. Ich möchte nicht über die Ursachen und Therapiemöglichkeiten berichten. In meiner Arbeit richtet sich das Augenmerk insbesondere auf die Aphasiker selbst und ihre Probleme, die sich aus der Erkrankung ergeben.

Inhaltsverzeichnis

1. Allgemeines 4
1.1 Der Begriff „Aphasie“ 4
1.2 Die aphasischen Syndrome 4
1.2.1 Globale Aphasie 4
1.2.2 Broca-Aphasie („Motorische Aphasie“) 4
1.2.3 Wernicke-Aphasie („Sensorische Aphasie“) 5
1.2.4 Amnestische Aphasie 5
2. Verbale Kommunikation 6
2.1 Sachinformation 7
2.2 Selbstoffenbarung 8
2.3 Beziehung zum Hörer 8
2.4 Appell 9
3. Sprache und Denken 9
4. Das Leben mit Aphasie 11
4.1 Im Kerker der Sprachlosigkeit 11
4.2 Soziale Probleme im Alltag 12
4.3 Bedeutung für die Angehörigen 13
4.4 Der Umgang mit Aphasikern 14

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Allgemeines

1.1 Der Begriff „Aphasie“

1.2 Die aphasischen Syndrome

1.2.1 Globale Aphasie

1.2.2 Broca-Aphasie („Motorische Aphasie“)

1.2.3 Wernicke-Aphasie („Sensorische Aphasie“)

1.2.4 Amnestische Aphasie

2. Verbale Kommunikation

2.1 Sachinformation

2.2 Selbstoffenbarung

2.3 Beziehung zum Hörer

2.4 Appell

3. Sprache und Denken

4. Das Leben mit Aphasie

4.1 Im Kerker der Sprachlosigkeit

4.2 Soziale Probleme im Alltag

4.3 Bedeutung für die Angehörigen

4.4 Der Umgang mit Aphasikern

Zusammenfassende Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von Aphasie auf die zwischenmenschliche Kommunikation und das Erleben der Betroffenen, wobei das primäre Ziel darin besteht, Aufklärungsarbeit über das Leben mit dieser Sprachstörung zu leisten, anstatt medizinische Therapiemöglichkeiten zu fokussieren.

  • Die vier häufigsten Formen der Aphasie und deren Merkmale.
  • Analyse der verbalen Kommunikation anhand des 4-Seiten-Modells von Schulz von Thun.
  • Die komplexe Beziehung zwischen Sprache und menschlichem Denken.
  • Herausforderungen im sozialen Alltag und für pflegende Angehörige.
  • Empfehlungen für den wertschätzenden Umgang mit Aphasikern.

Auszug aus dem Buch

1.2.2 Broca-Aphasie („Motorische Aphasie“)

Das Sprachverständnis ist bei dieser Form der Aphasie noch recht gut erhalten und auch das Bewusstsein für die eigene Störung ist vorhanden. Betroffene sprechen meist sehr langsam und stockend. Die Sprache weist einen deutlichen Agrammatismus auf. Die Patienten sprechen in kurzen, syntaktisch reduzierten Sätzen, was dem Telegrammstil ähnelt. Es kann zu Lautverwechslungen kommen, auch wenn der Broca-Aphasiker genau weiß, was er sagen will. Er verwendet phonematische bzw. semantische Paraphasien und so wird zum Beispiel aus „Messer“ plötzlich „Meksel“, „Sasse“ statt „Tasse“ bzw. „Erde“ anstatt „Katze“. Dies beeinträchtigt den Sprachfluss enorm. Laute und Silben werden auch manchmal einfach weggelassen. Ihre Morphologie ist vereinfacht. Sie sagen beispielsweise „er laufte“ anstatt richtigerweise „er lief“. Selbst das Zuhören bereitet Schwierigkeiten, da die Sprachverarbeitung nur langsam funktioniert, d.h. dass das Gesagte nicht schnell genug aufgenommen und verarbeitet werden kann. Eine Broca-Aphasie ist oft mit einer Sprechapraxie oder einer Dysarthrie gekoppelt (vgl. www.medizinfo.de, 19.04.06 und vgl. http://de.wikipedia.org, 19.04.06).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung begründet das Thema der Arbeit als Aufklärungsarbeit über die soziale Belastung und die Kommunikationsprobleme von Aphasikern.

1. Allgemeines: Dieses Kapitel definiert Aphasie und stellt die vier klinischen Hauptformen Globale, Broca-, Wernicke- und Amnestische Aphasie vor.

2. Verbale Kommunikation: Anhand des 4-Seiten-Modells von Schulz von Thun wird analysiert, wie Aphasie die verschiedenen Ebenen der Nachricht vermitteln und empfangen beeinflusst.

3. Sprache und Denken: Das Kapitel erörtert die enge Verknüpfung von Sprache und Denken und stellt klar, dass Sprachverlust nicht mit einer Denkstörung gleichzusetzen ist.

4. Das Leben mit Aphasie: Dieser Teil beleuchtet die psychosozialen Folgen der Erkrankung für die Betroffenen, die Angehörigen und den alltäglichen zwischenmenschlichen Umgang.

Zusammenfassende Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst die Erkenntnis zusammen, dass Aphasie zwar weitreichende Veränderungen mit sich bringt, aber bei entsprechender Resilienz ein lebenswertes Dasein möglich bleibt.

Schlüsselwörter

Aphasie, Sprachstörung, Kommunikation, Verbale Kommunikation, 4-Seiten-Modell, Broca-Aphasie, Wernicke-Aphasie, Globale Aphasie, Sprachverlust, Soziale Isolation, Angehörige, Sprachlosigkeit, Denken, Schlaganfall, Rehabilitation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit?

Die Arbeit befasst sich mit den kommunikativen und sozialen Auswirkungen von Aphasie, einer Sprachstörung, die häufig nach Schlaganfällen auftritt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Formen der Aphasie, der Anwendung kommunikationspsychologischer Modelle sowie den Auswirkungen auf den Alltag und die soziale Interaktion der Betroffenen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, Aufklärungsarbeit über die Lebenssituation von Aphasikern zu leisten und ein besseres Verständnis für ihre verbleibenden Fähigkeiten jenseits der Sprachstörung zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur sowie die Anwendung des 4-Seiten-Modells nach Schulz von Thun auf die spezifischen Probleme von Aphasikern.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Aphasie-Syndrome, die Untersuchung der Kommunikation unter Berücksichtigung der Sprachstörung und die Analyse der Lebenssituation von Betroffenen.

Wie lässt sich die Arbeit anhand von Schlagworten charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Aphasie, Kommunikation, Sprachstörung, soziales Leben, Angehörigenarbeit und die Unterscheidung zwischen Sprach- und Denkvermögen.

Ist ein Aphasiker gleichzeitig geistig behindert?

Nein, die Arbeit stellt ausdrücklich fest, dass Aphasie eine Sprachstörung ist, die das Denkvermögen und die Intelligenz des Patienten in der Regel intakt lässt.

Wie sollten Angehörige mit Aphasikern kommunizieren?

Die Arbeit empfiehlt, Geduld zu bewahren, den Betroffenen als gleichwertigen Menschen zu behandeln, nicht über seinen Kopf hinweg zu reden und eine ruhige Umgebung ohne Zeitdruck zu schaffen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Aphasie - Kommunikation ohne Sprache?!
Hochschule
Ernst-Abbe-Hochschule Jena, ehem. Fachhochschule Jena
Veranstaltung
Verbale Kommunikation für die Gesprächsführung
Note
1,7
Autor
Sarah Henkel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
18
Katalognummer
V62039
ISBN (eBook)
9783638553636
ISBN (Buch)
9783638792998
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aphasie Kommunikation Sprache Verbale Kommunikation Gesprächsführung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sarah Henkel (Autor:in), 2006, Aphasie - Kommunikation ohne Sprache?!, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/62039
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Leseprobe aus  18  Seiten
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