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Arthur Schopenhauer. Philosophie zwischen Pessimismus und Mitleid

Title: Arthur Schopenhauer. Philosophie zwischen Pessimismus und Mitleid

Term Paper , 2020 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Michelle Spilling (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)

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Summary Excerpt Details

Will man die Begriffe „Philosoph“ und „Pessimismus“ in ein und denselben Satz einbringen, kommt man nicht ohnehin, sich auf den deutschen Philosophen Arthur Schopenhauer zu beziehen. Er war kein Optimist, wie die meisten seiner Zeit, und sicherte sich somit seinen Platz als Gegen-den-Strom-Schwimmer. Schopenhauer erkennt die Welt als einen Ort der Qualen, des Schreckens und der Furcht und stützt auf dieses allumfassende Leiden das Grundgerüst seiner Mitleidsethik. Schopenhauers Mitleidsethik trägt diesen Namen, weil das Mitleiden mit einem anderen Individuum in seiner Ethik und die dazugehörige Moral die ausschlaggebenden Rollen markieren.

Doch warum sieht er gerade darin das Fundament der Moral? Warum spielt für Schopenhauer ausgerechnet Mitleid eine Rolle in einer Welt voller Egoismus und Boshaftigkeit? Und ist wirklich nur Handeln aus Mitleid moralisch wertvoll?

Mit diesen Fragen setze ich mich in groben Zügen in dieser Hausarbeit auseinander und werde dabei verschiedene Teilgebiete seiner Philosophie beleuchten. Zu Beginn der Arbeit wird das Thema der Metaphysik Schopenhauers angerissen, um auf die grundlegenden Aspekte seiner Weltanschauung einzugehen, die bei Betrachtung seiner Mitleidsethik von essenzieller Bedeutung sind. Dabei werden unter anderem Dieter Birnbachers "Schopenhauer" und Michael Hauskellers "Vom Jammer des Lebens. Einführung in Schopenhauers Ethik" ausgewertet. Weiterführend werfen wir einen Blick auf das Mitleid, den Kernpunkt seiner Mitleidsethik. Ebenso greifen wir das Thema der drei Triebfedern des moralischen Handelns auf.

Parallelität und Differenz die Kardinaltugenden, die im unmittelbaren Gegensatz zu zwei der drei Triebfedern stehen, betrachtet werden. Da Schopenhauer zu einem der ersten Philosophen gehört, der Tiere ganz konkret in seine Philosophie mit einbezogen hat, wird zum Schluss die Tierethik in Berücksichtigung seiner Mitleidsethik in groben Zügen erläutert, um herauszukristallisieren, inwiefern Tiere in seiner Ethik wirklich mit einbezogen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Schopenhauers Metaphysik

2.1 Die Welt als Vorstellung

2.2 Die Welt als Wille

2.3. Die Welt als Ort des Leidens

3. Mitleid als Fundament der Moral

3.1 Was ist Mitleid?

3.2 Mitleidsethik

3.3 Die drei Triebfedern moralischen Handelns

3.4 Die Kardinaltugenden

4. Schopenhauers Mitleidsethik am Beispiel der Tierethik

4.1 Was ist Tierethik?

4.2 Schopenhauer als Förderer der Tierethik

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht das philosophische System Arthur Schopenhauers mit einem besonderen Fokus auf das Spannungsfeld zwischen seiner pessimistischen Weltanschauung und seiner Mitleidsethik. Dabei wird analysiert, inwiefern das Mitleid als zentrales Motiv moralischen Handelns fungiert und welche Rolle es in der theoretischen Fundierung seiner Ethik spielt, insbesondere im Kontext seiner Behandlung tierethischer Fragestellungen.

  • Metaphysische Grundlagen: Wille und Vorstellung
  • Die Anthropologie des Leidens als Ausgangspunkt der Ethik
  • Kritische Analyse der Triebfedern moralischen Handelns
  • Die Rolle der Kardinaltugenden Gerechtigkeit und Menschenliebe
  • Anwendung der Mitleidsethik auf den Umgang mit Tieren

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Welt als Vorstellung

„Die Welt ist meine Vorstellung“.

So beginnt Schopenhauer sein Werk Die Welt als Wille und Vorstellung und eröffnet mit dieser These seine Argumentation zu seiner Metaphysik. In Anbetracht auf die Welt als Vorstellung bezieht Schopenhauer sich auf die von Kant gegebenen Grundlagen der Metaphysik. Sie besagen, dass wir nicht dazu in der Lage seien, die Welt wirklich so zu sehen, wie sie tatsächlich ist, sondern nur wie wir sie aufgrund unserer Erkenntniswerkzeuge vorstellen. Im Großen und Ganzen kann man davon sprechen, dass man zwischen dem erkennenden Subjekt und dem Objekt unterscheidet. Das Subjekt nimmt das Objekt wahr. Wir können nicht davon ausgehen, dass uns, dem Subjekt, die Welt identisch mit seiner wirklichen Existenz erscheint. „Mein Erkennen ist mein Vorstellen.“ Da das Subjekt durch seine individuellen Erfahrungen immer etwas Eigenes zu seiner Vorstellung hinzufügt, kann es sich nicht mit dem wahren Wesen des erkannten Objekts decken. So unterteilt man die Dinge, die man wahrnimmt, zum Beispiel in Raum und Zeit. Ein Objekt erscheint in unserer Wahrnehmung unter anderem nebeneinander, übereinander, gleichzeitig oder nacheinander. Aufgrund solcher eigenständigen Empfindungen und Erfahrungen wirkt die Welt so wie sie für uns ist nur in unserer Vorstellung. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Welt wie wir sie sehen, bloße Imagination ist. Die durch die Erkenntniswerkzeuge aufgenommenen Einblicke bieten genügend Andeutungen auf ihr wahres Wesen. Das Subjekt muss diesen Kern nur erkennen und dementsprechend zu deuten wissen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Philosophie Schopenhauers und Darlegung der Forschungsfragen hinsichtlich seiner Mitleidsethik und Tierethik.

2. Schopenhauers Metaphysik: Analyse der grundlegenden Konzepte von Welt als Vorstellung, Welt als Wille und die daraus resultierende pessimistische Auffassung als Ort des Leidens.

3. Mitleid als Fundament der Moral: Untersuchung des Begriffs Mitleid, der Mitleidsethik, der Triebfedern moralischen Handelns sowie der Kardinaltugenden.

4. Schopenhauers Mitleidsethik am Beispiel der Tierethik: Anwendung der ethischen Konzepte Schopenhauers auf den Bereich der Tierethik und Bewertung seiner Position gegenüber Tieren.

5. Zusammenfassung: Synthese der Untersuchungsergebnisse und Fazit zur moralischen Relevanz des Mitleids innerhalb von Schopenhauers Philosophie.

Schlüsselwörter

Arthur Schopenhauer, Mitleidsethik, Metaphysik, Wille zum Leben, Pessimismus, Tierethik, Moral, Egoismus, Boshaftigkeit, Gerechtigkeit, Menschenliebe, Vorstellung, Leid, Erkenntniswerkzeuge, Triebfedern.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem philosophischen System von Arthur Schopenhauer, insbesondere mit der Verbindung zwischen seiner metaphysischen Weltanschauung und seiner ethischen Lehre, bei der das Mitleid eine zentrale Rolle einnimmt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die metaphysische Unterscheidung von Wille und Vorstellung, die menschliche Leidensfähigkeit, die Analyse moralischer Handlungsantriebe und die Übertragung der Mitleidsethik auf den ethischen Umgang mit Tieren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie Schopenhauers pessimistische Weltsicht mit seiner Mitleidsethik korrespondiert und ob diese Ethik eine konsequente moralische Basis für den Umgang mit Lebewesen bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische, geisteswissenschaftliche Analyse, die auf der Auswertung primärer philosophischer Texte Schopenhauers sowie relevanter Sekundärliteratur zur Interpretation seines Werkes basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die metaphysischen Grundlagen, die detaillierte Ausarbeitung der Mitleidsethik inklusive der Triebfedern und Kardinaltugenden sowie die praktische Anwendung dieser Überlegungen auf tierethische Fragestellungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch die Begriffe Schopenhauer, Mitleidsethik, Wille zum Leben, Metaphysik und Tierethik beschreiben.

Inwiefern beeinflusst die Metaphysik Schopenhauers seine Ethik?

Da Schopenhauer die Welt als einen Ort des leidgeprägten Willens sieht, bildet diese Erkenntnis der universellen Verbundenheit im Leid die notwendige Grundlage für seine Ethik, in der das Mitleid die zentrale moralische Antwort auf das Leiden darstellt.

Wie unterscheidet Schopenhauer zwischen moralischen und antimoralischen Triebfedern?

Antimoralische Triebfedern wie Egoismus und Boshaftigkeit zielen auf das eigene Wohl oder die Schädigung anderer ab, während das Mitleid als die einzige wahrhaft moralische Triebfeder gilt, da es das fremde Wohl anstrebt.

Welche Rolle spielt die Tierethik in der Arbeit?

Die Tierethik dient als praktisches Anwendungsbeispiel, um zu prüfen, ob Schopenhauers Ethik konsistent bleibt, wenn man seine moralischen Prinzipien vom Menschen auf nicht-menschliche Wesen ausweitet.

Wie bewertet Schopenhauer das Handeln aus Mitleid gegenüber Tieren?

Schopenhauer sieht den Willen zum Leben in allen Lebewesen als identisch an, weshalb er als ein Wegbereiter für eine Ethik gilt, die den moralischen Status von Tieren unter Berücksichtigung ihrer Leidensfähigkeit thematisiert.

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Details

Title
Arthur Schopenhauer. Philosophie zwischen Pessimismus und Mitleid
College
University of Potsdam  (Institut für Philosophie)
Grade
1,0
Author
Michelle Spilling (Author)
Publication Year
2020
Pages
17
Catalog Number
V595382
ISBN (eBook)
9783346173751
ISBN (Book)
9783346173768
Language
German
Tags
Ethik Schopenhauer Mitleidsethik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michelle Spilling (Author), 2020, Arthur Schopenhauer. Philosophie zwischen Pessimismus und Mitleid, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/595382
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