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Eine Analyse des Grotesken und des Verständnisses von Überfluss in Ludwig Tiecks Novelle "Des Lebens Überfluß"

Title: Eine Analyse des Grotesken und des Verständnisses von Überfluss in Ludwig Tiecks Novelle "Des Lebens Überfluß"

Term Paper , 2019 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Pauline Antonia Richter (Author)

German Studies - Comparative Literature

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Die spätromantische Novelle "Des Lebens Überfluß" von Ludwig Tieck spielt mit dem Verständnis von Regeln und Gesetzmäßigkeiten, übertreibt und überfordert, und bringt den Leser an die Grenzen seines Vorstellungsvermögens. Gefüllt mit verschiedenen Formen der Komik provoziert der Text nicht nur Reaktionen des Lachens, sondern ebenso der Verwirrung und Unruhe. Für Letzteres verantwortlich ist vor allem die groteske Komik, die in dem ersten von zwei Teilen der vorliegenden Arbeit untersucht wird.

Herausgearbeitet wird darin eine Erläuterung des Grotesken, indem unterschiedliche Auslegungen ausgewählter Schriftsteller dargelegt werden. Daraufhin wird die Idylle in einem Abschnitt des Kapitels als eine Art Gegenpol dessen untersucht. Auf der Grundlage von Begriffsbestimmungen des Grotesken und der Idylle werde ich in einem weiteren Abschnitt den Angsttraum der Novellenfigur Heinrich untersuchen und ihn auf seine grotesken Merkmale überprüfen.

Im Fokus des zweiten Teils meiner Arbeit steht der Überfluss. Der erste Abschnitt dieses Kapitels beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Luxus und Überfluss. Außerdem werde ich versuchen eine Definition zu formulieren. Der nachfolgende Kapitelabschnitt konzentriert sich auf das Verständnis von Überfluss in der Novelle Tiecks. Es wird untersucht, inwieweit die Auffassung dieses Phänomens übertrieben oder ausgedehnt wird. Darauf aufbauend wird in dem letzten Abschnitt des Kapitels analysiert, warum die Treppe zur Wohnung des Novellenpaares als Überfluss gilt und wie das Dasein ohne Treppe in dem Werk gerechtfertigt wird. Des Weiteren wird die Funktion der Treppe als Verbindung zwischen Idylle und Realität untersucht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DAS GROTESKE

2.1 DIE IDYLLE ALS GEGENPOL

2.2 DER TRAUM HEINRICHS

3. LUXUS UND ÜBERFLUSS

3.1 DAS VERSTÄNDNIS VON ÜBERFLUSS IN DER NOVELLE

3.2 DIE TREPPE ALS ÜBERFLUSS

4. SCHLUSS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die grotesken Elemente in Ludwig Tiecks Novelle "Des Lebens Überfluß" und setzt diese in Bezug zum Verständnis von Überfluss. Dabei wird untersucht, wie die Protagonisten durch die Umdeutung ihrer prekären Lebenssituation eine eigene Idylle schaffen und inwiefern diese durch groteske Einschübe und eine kritische Auseinandersetzung mit ökonomischen Faktoren bedroht wird.

  • Die Definition und ästhetische Funktion des Grotesken in der Literatur.
  • Die Idylle als Gegenentwurf zur Realität und als poetischer Schutzraum.
  • Die psychologische Bedeutung von Träumen im Kontext der Novellenhandlung.
  • Das Spannungsfeld zwischen ökonomischem Luxus und poetischem Überfluss.
  • Die symbolische Zerstörung der Treppe als Akt der Radikalisierung und Isolierung.

Auszug aus dem Buch

3.2 DIE TREPPE ALS ÜBERFLUSS

Die Treppe fungiert als Zugang zur Liebesidylle, der „seligen Insel“ Heinrichs und Claras. Um die Vollkommenheit dieser Insel zu gewähren und darin eine wohlige Atmosphäre zu schaffen, muss die Treppe verschwinden. Sie wird zum Überfluss erklärt und zu Brennholz verarbeitet:

Ich brauchte indes das Holz höchst nötig, und da ich gar nicht ausging, meine Frau ebensowenig, auch kein Mensch zu mir kam [...] so gehörte diese Treppe durchaus zu den Überflüssigkeiten des Lebens, zum leeren Luxus, zu den unnützen Erfindungen.

Die Isolierung der Figuren erfolgt „schrittweise, von Treppenstufe zu Treppenstufe“. So werden sie von jeder Art gesellschaftlicher Interaktion abgeschnitten.

Die verschwundene Treppe ist demnach bezeichnend für das insulare Dasein des Liebespaares; die Abgeschiedenheit wird bis ins Groteske gesteigert und macht abermals deutlich, dass die Liebenden sich in ihrer eigenen poetischen Welt selbst genügen. In ihrer grotesken Wirklichkeit wird das Dingliche in phantastischer Weise der poetischen Freiheit des Individuums unterworfen. Das Abnehmen der Treppe wirkt wie eine Antwort auf den grotesken Traum, in dem wiederum das Individuelle auf phantastische Weise der Verdinglichung unterworfen wird. Die Verbrennung der Treppe wird verstanden als eine Zerstörung der letzten Brücke zur Wirklichkeit oder, noch radikaler, als die Zerstörung der Wirklichkeit selbst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die spätromantische Novelle ein und definiert die methodische Zielsetzung, die groteske Komik sowie das Verständnis von Überfluss zu analysieren.

2. DAS GROTESKE: Dieses Kapitel erläutert den Begriff des Grotesken durch verschiedene theoretische Ansätze und positioniert es als Gegenpol zur Idylle.

2.1 DIE IDYLLE ALS GEGENPOL: Dieser Abschnitt untersucht, wie das Liebespaar durch Poetisierung ihrer armen Lebensumstände eine eigene, von der Gesellschaft isolierte Idylle konstruiert.

2.2 DER TRAUM HEINRICHS: Der Traum wird hier als groteske Bedrohung der Idylle und als kritische Allegorie auf die Verdinglichung des Menschen durch ökonomische Zwänge gedeutet.

3. LUXUS UND ÜBERFLUSS: Es werden allgemeine Definitionen von Luxus und Überfluss erarbeitet, um deren gesellschaftliche und ökonomische Dimensionen zu klären.

3.1 DAS VERSTÄNDNIS VON ÜBERFLUSS IN DER NOVELLE: Dieser Teil analysiert, wie die Protagonisten materielle Dinge als überflüssig abwerten, um einen "poetischen Überfluss" der Liebe zu gewinnen.

3.2 DIE TREPPE ALS ÜBERFLUSS: Der Abschnitt analysiert die Zerstörung der Treppe als radikalen Akt, der die räumliche Trennung zwischen dem Liebesidyll und der Außenwelt zementiert.

4. SCHLUSS: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bestätigt die enge Verflechtung von Groteske und Überfluss innerhalb des Werkes.

Schlüsselwörter

Ludwig Tieck, Des Lebens Überfluß, Groteske, Idylle, Überfluss, Luxus, Romantik, Verdinglichung, Liebespaar, Wirklichkeit, Poetisierung, Gesellschaftskritik, Treppe, Traum, Literaturwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Ludwig Tiecks Novelle "Des Lebens Überfluß" im Hinblick auf das Wechselspiel zwischen grotesken Elementen und dem Verständnis von Überfluss im Leben der Protagonisten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der ästhetischen Kategorie des Grotesken, der Konstruktion der Idylle als Schutzraum gegen die Realität sowie der sozioökonomischen Deutung von Luxus und Überfluss.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die groteske Komik als Gegenpol zur Idylle aufzuzeigen und zu untersuchen, wie das Paar durch die Umdeutung des Materiellen ihren eigenen "poetischen Überfluss" erschafft.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die auf theoretischen Bestimmungen des Grotesken und der Idylle basiert und diese auf den novellistischen Text anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in zwei Teile: Zuerst wird die groteske Komik inklusive einer Idylle-Analyse und Traumdeutung untersucht, gefolgt von einer Auseinandersetzung mit dem Begriff des Überflusses in Theorie und Anwendung auf die Novelle.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Groteske, Idylle, Überfluss, Verdinglichung und die literarische Analyse von Tiecks Erzählwerk charakterisiert.

Warum wird die Treppe in der Novelle zum Überfluss erklärt?

Die Treppe ist die physische Verbindung zur Außenwelt. Um die "selige Insel" des Liebespaares zu perfektionieren und jede gesellschaftliche Interaktion zu unterbinden, wird sie als unnötiger Luxus deklariert und verbrannt.

Welche Funktion hat Heinrichs Traum für die Argumentation?

Der Traum dient als "Antiidylle". Er macht Heinrichs Angst vor der ökonomischen Verdinglichung und dem Verlust seiner Individualität deutlich und fungiert als grotesker Spiegel der Wirklichkeit.

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Details

Title
Eine Analyse des Grotesken und des Verständnisses von Überfluss in Ludwig Tiecks Novelle "Des Lebens Überfluß"
College
University of Bonn  (Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft)
Course
Die Romantik und das Komische
Grade
1,3
Author
Pauline Antonia Richter (Author)
Publication Year
2019
Pages
15
Catalog Number
V594014
ISBN (eBook)
9783346169297
ISBN (Book)
9783346169303
Language
German
Tags
Groteske Komik Romantik Tieck Ludwig Tieck Novelle
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Pauline Antonia Richter (Author), 2019, Eine Analyse des Grotesken und des Verständnisses von Überfluss in Ludwig Tiecks Novelle "Des Lebens Überfluß", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/594014
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