Diese Arbeit untersucht, wie digitale Kommunikation im Unterricht für Deutsch als Zweitsprache eingesetzt werden kann. Als Medien wurden für diese Arbeit die Chat-Dienste ausgewählt, da sie nicht nur annähernd synchron, d.h. zeitgleich, verlaufen, sondern auch noch eine eigene Wahl der Teilnehmergruppe sowie der Anzahl an Chats ermöglichen und sowohl öffentlich, als auch privat geführt werden können. Damit sind optimale Bedingungen für den Unterricht gegeben, da jener bei dieser Anzahl an Optionen individuell geplant werden kann.
Die heutige Zeit ist geprägt durch eine enorme Neuerung: den digitalen Wandel. Dabei spricht man auch von Digitalisierung. Technologische Entwicklungen verändern unter anderem, wie wir uns informieren, wie wir konsumieren und selbstverständlich wie wir kommunizieren. Auf letzteren Aspekt soll in dieser Arbeit eingegangen werden, da die Digitalisierung nicht nur die Kommunikation von IT-Unternehmen, Autohändlern und Krankenhäusern verändert, sondern auch die der Schule. Wo es früher lediglich Schulbücher und Frontalunterricht gab, wird heutzutage offener Unterricht und ein breites Spektrum an Medien gewünscht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 DaZ-Unterricht
2.2 Chat-Dienste
2.2.1 Definition nach Schlickau
2.2.2 Definition nach Würffel und Rösler
2.3 Effektivität und Effizienz
3. Chat-Dienste im DaZ-Unterricht
3.1 ICQ, Schulhofchat und Skype im Vergleich
3.2 Einsatz im DaZ-Unterricht
4. Studien zur Effektivität und Effizienz von Chat-Diensten im Unterricht
4.1 Chancen
4.2 Grenzen
5. Fazit und Reflexion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Chat-Diensten als ergänzendes Medium im Deutsch-als-Zweitsprache-Unterricht (DaZ). Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern der Einsatz solcher digitalen Kommunikationsformen gewinnbringend für den DaZ-Erwerb gestaltet werden kann und welche didaktischen Chancen sowie methodischen Grenzen dabei zu beachten sind.
- Theoretische Fundierung von DaZ-Unterricht und Chat-Kommunikation
- Vergleichende Analyse verschiedener Chat-Plattformen (ICQ, Schulhofchat, Skype)
- Evaluation von Chancen für interkulturelle und kooperative Lehr-Lern-Prozesse
- Kritische Reflexion über technische Voraussetzungen und notwendige Medienkompetenz
- Praktische Implikationen für die Unterrichtsgestaltung in der Grundschule
Auszug aus dem Buch
3.1 ICQ, Schulhofchat und Skype im Vergleich
ICQ, Schulhofchat und Skype sind Chat-Dienste, welche leicht zu bedienen und kostenlos zu erhalten sind. Was sie unterscheidet, wird nun dargestellt.
ICQ entstand 1996 und hat als Wiedererkennungsmerkmal ein grünes Blümchen mit einzelnem roten Blatt. Zudem ertönt zur Begrüßung ein unverkennbares „Ah-Oh“. ICQ wurde von einem israelischen Startup-Unternehmen veröffentlicht und galt als erster Internet-weiter Instant-Messaging-Dienst weltweit. Unter seinen zahlreichen Funktionen befand sich auch die Möglichkeit, mit mehr als einer Person gleichzeitig zu chatten – zu dem Zeitpunkt einmalig. Nötig waren für ICQ lediglich ein Internetzugang und ein Download der kostenlosen Software. Die Nutzer*Innen wurden anhand der ICQ-Nummer identifiziert und konnten so zum Chat eingeladen werden. ICQ hielt sich fünf Jahre lang an der Spitze des Online-Chats.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung verortet den digitalen Wandel im Kontext der Schule und führt die Relevanz von Medienangeboten gemäß LehrplanPLUS für den DaZ-Unterricht ein.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe DaZ-Unterricht, Chat-Dienste (unter Einbezug von Schlickau sowie Würffel und Rösler) sowie die Konzepte Effektivität und Effizienz.
3. Chat-Dienste im DaZ-Unterricht: Hier werden ausgewählte Dienste miteinander verglichen und konkrete Szenarien für die didaktische Integration in den Unterricht entworfen.
4. Studien zur Effektivität und Effizienz von Chat-Diensten im Unterricht: Dieser Abschnitt beleuchtet anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse die Chancen und Grenzen beim Einsatz von Chat-Diensten.
5. Fazit und Reflexion: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Einsatz von Chat-Diensten kritisch im Hinblick auf die Klassenzusammensetzung und die notwendige Vorbereitung durch die Lehrkraft.
Schlüsselwörter
Deutsch als Zweitsprache, DaZ-Unterricht, Chat-Dienste, digitale Medien, Medienkompetenz, Interkulturelles Lernen, Online-Kommunikation, Unterrichtsgestaltung, ICQ, Skype, Schulhofchat, Digitale Transformation, Sprachvermittlung, Grundschule, Kooperatives Lernen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz von Chat-Diensten als moderne Kommunikationsmedien im Unterricht für Deutsch als Zweitsprache (DaZ).
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die Definition neuer Medien, den Vergleich von Chat-Software sowie die Untersuchung von Effektivität und Effizienz im schulischen Kontext.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es herauszufinden, inwiefern Chat-Dienste den DaZ-Unterricht bereichern können und welche Bedingungen für einen erfolgreichen Einsatz erfüllt sein müssen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur sowie auf eine vergleichende Analyse von Chat-Anwendungen basierend auf didaktischen Kriterien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen, vergleicht spezifische Programme und erörtert durch Studien belegte Chancen sowie Herausforderungen bei der Anwendung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind DaZ-Unterricht, Chat-Dienste, Medienkompetenz, interkulturelle Lehr-Lern-Prozesse und digitale Unterrichtsgestaltung.
Welche Rolle spielt die Heterogenität der Klasse bei diesem Konzept?
Die Heterogenität ist ein entscheidender Faktor, da die Lehrkraft abwägen muss, inwieweit die digitale Überforderung einzelner Schüler die angestrebten Lernziele beeinträchtigen könnte.
Warum wird der Vergleich zwischen ICQ, Schulhofchat und Skype angestellt?
Der Vergleich dient dazu, die technische Eignung und die didaktische Einsetzbarkeit dieser Dienste hinsichtlich Kriterien wie Synchronität und Diskursivität zu prüfen.
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- Sophie Engelien (Author), 2019, Der Einsatz von Chat-Diensten im DaZ-Unterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/593811