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Genreentwicklung am Beispiel des Western - Vergleich Stagecoach / The Quick and the Dead

Titel: Genreentwicklung am Beispiel des Western - Vergleich Stagecoach / The Quick and the Dead

Seminararbeit , 2006 , 13 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Katina Tomaschewski (Autor:in)

Germanistik - Gattungen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Genrefilme unterliegen zwei gegensätzlichen Anforderungen durch das Publikum: auf der einen Seite erwartet der Zuschauer bestimmte Strukturen, die das Genre auszeichnen. Auf der anderen Seite soll eine gewisse Art der Variation und der Abwechslung gegeben sein, um nicht immer wieder denselben Inhalt zu wiederholen. Diese Gegensätzlichen Anforderungen führen zwangsläufig zur Veränderung eines Genres. Nach Thomas Schatz vollzieht sich diese Entwicklung des Genres in Stufen. Die ersten Filme eines Genres entsprechen weitgehend der Wirklichkeit, was die Personen, Konflikte, Erscheinungsweisen etc. betrifft. Wenn nun allerdings die Geschichte wiederholt wird, entwickeln die Filme ihre eigenen Realitäten. Am Western lässt sich diese Entwicklung deutlich aufzeigen: die ersten Western der 30er Jahre, basierten auf der sozialen und historischen Realität. Thematisiert wurden die Erschließung des Westens und die damit verbundenen Probleme. Zu diesen „klassischen“ Western gehört auch Stage coach von John Ford (1939). Henri Focillon entwickelt in The Life of Forms in Artein Schema für die verschiedenen Stufen kultureller Formen, zu denen auch der Genrefilm zählt. Demnach macht die kulturelle Form, in diesem Fall der Genrefilm, eine „experimental stage“ durch. Auf dieser Stufe nutzt das Genre das Medium Kino als Medium. Ein idealisiertes kulturelles Selbstbild mit kleineren Makeln wird dargestellt. Nachdem nun das Genre diese Phase durchlebt hat, gelangt es in die „classic stage“. Hier sind nun die Konventionen des Genres festgelegt und ausgeglichen. Während dieser Phase entstehen Ausschmückungen bis sich das Genre schließlich in der „baroque stage“ oder „manieristischen Phase“ befindet. In dieser Phase behandelt das Genre sich selbstreflexiv. Schließlich stehen nur noch die Form selbst und die Ausschmückungen im Mittelpunkt des Interesses. Sam Raimis The Quick and the Dead(1995) ist als spätmanieristischer Genrefilm zu sehen. Christian Metz bezeichnet den Western als eine Geschichte, die niemals ganz erzählt, aber in verschiedenen Variationen ausgearbeitet wird. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Genreentwicklung am Beispiel des Western

1.1 Einführung

2. Stagecoach/Ringo - The Quick and the Dead

ein Vergleich zweier Western unterschiedlicher Epochen

2.1 Unterschiede in der Narration

2.2 Visuelle Unterschiede

3. Schluss

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die filmtheoretische Entwicklung des Western-Genres anhand eines vergleichenden Analyserasters. Dabei wird die Frage beantwortet, wie sich narrative Strukturen und visuelle Inszenierungsstrategien von einem klassischen Vertreter wie "Stagecoach" (1939) hin zu einem spätmanieristischen Genrefilm wie "The Quick and the Dead" (1995) verändert haben.

  • Evolution des Western-Genres in verschiedenen Stufen
  • Vergleich narrativer Strukturen und Charakterzeichnung
  • Analyse visueller Inszenierung und Spezialeffekte
  • Bedeutung von filmhistorischen Vorbildern und Zitaten
  • Rolle technischer Möglichkeiten in der Genregestaltung

Auszug aus dem Buch

2.2 Visuelle Unterschiede

Über 50 Jahre liegen zwischen den Verfilmungen von Stagecoach und The Quick and the Dead. In dieser Zeit hat sich das Western-Genre, wie oben beschrieben, verändert. Die Entwicklung eines Genres macht sich allerdings nicht nur in der Gestaltung der Story, sondern besonders in der Gestaltung des Visuellen bemerkbar. Um die Filme dauerhaft interessant zu gestalten, reicht es irgendwann nicht mehr, die Geschichte einfach zu erzählen. Genau wie die Story immer mehr ausgeschmückt wird, bekommt auch das Visuelle immer mehr „Schmuck“ und Besonderheiten.

Im Folgenden werden die Filme Stagecoach und The Quick and the Dead auf ihre visuellen Unterschiede untersucht.

Stagecoach ist ein visuell „ruhiger“ Film. Ford nutzt hauptsächlich ruhige Schnitte und Kameraaktionen. Seine visuellen Effekte sind auf die Narration abgestimmt. Schnitte werden an den Stellen gesetzt, wo sie die Handlung unterstreichen. Visuell sticht die Szene hervor, in der Ringo und Dallas gemeinsam durch die Stadt gehen. Die Szene wird vorbereitet, indem Ford den Raum leeren lässt. Anfangs befinden sich viele Menschen im Bild. Durch die Verhaftung des Bankiers wird der Raum geteilt. Jetzt befinden sich nur noch vier Personen im Bild, nämlich Ringo, Dallas, der Sheriff und der Bankier. Der Bankier wird abgeführt und der Sheriff gewährt Ringo zehn Minuten um sich von Dallas zu verabschieden und mit der Plummer-Gang abzurechnen. Ringo und Dallas spazieren vor dem Hintergrund der Stadt. Die Kamera begleitet sie mit einem leichten Travelling seitwärts. Die ganze Szene kommt ohne Schnitte aus. Erst beim ersten Satz wird auf eine kleinere Einstellung geschnitten. Dieser Schnitt akzentuiert die Handlung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Genreentwicklung am Beispiel des Western: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Stufen der Genreentwicklung nach Thomas Schatz und Henri Focillon, um den Western als wandelbare kulturelle Form zu definieren.

2. Stagecoach/Ringo - The Quick and the Dead: In diesem Hauptteil erfolgt die direkte Gegenüberstellung der beiden Filme hinsichtlich ihrer narrativen Komplexität und visuellen Gestaltung.

3. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass die Entwicklung des Western-Genres maßgeblich von den Erwartungen des Publikums sowie den zunehmenden technischen Möglichkeiten der Filmemacher geprägt ist.

Schlüsselwörter

Western, Genretheorie, Filmgeschichte, Stagecoach, The Quick and the Dead, Narration, Visualisierung, Manierismus, Klassischer Western, Postmoderne, Kameraführung, Filmanalyse, Genreentwicklung, Western-Motive, Filmtechnik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die filmische Entwicklung des Western-Genres über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren anhand von zwei konkreten Fallbeispielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Der Fokus liegt auf dem Wandel der Erzählweise (Narration) sowie den Veränderungen in der visuellen Inszenierung und den eingesetzten filmischen Mitteln.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die filmische Form des Western von einer realistisch geprägten Erzählung hin zu einem selbstreflexiven, manieristischen Genrefilm entwickelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Filmanalyse auf Basis filmtheoretischer Modelle, insbesondere der Genretheorien von Thomas Schatz, Henri Focillon und Christian Metz, angewandt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine narrative Analyse, welche den Plot und die Charakterentwicklung vergleicht, und eine visuelle Analyse, welche Schnitttechniken, Kameraeinstellungen und Spezialeffekte untersucht.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind "Genreentwicklung", "Klassischer Western", "manieristischer Genrefilm", "visueller Schmuck" und "Postmoderne".

Warum wird "Stagecoach" als klassischer Western eingeordnet?

Der Film orientiert sich laut der Analyse an sozialen und historischen Realitäten und folgt einer linearen, mythologisch geprägten Erzählstruktur.

Wie unterscheidet sich die visuelle Gestaltung in "The Quick and the Dead"?

Im Gegensatz zum ruhigen, narrativ orientierten Stil von John Ford setzt Sam Raimi auf eine effektgeladene Inszenierung mit schnellen Schnitten, Zooms und einer ständigen Übersteigerung der visuellen Form.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Genreentwicklung am Beispiel des Western - Vergleich Stagecoach / The Quick and the Dead
Hochschule
Universität Karlsruhe (TH)
Veranstaltung
Einführung in die Filmtheorie V: Genretheorie
Note
2,0
Autor
Katina Tomaschewski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
13
Katalognummer
V58610
ISBN (eBook)
9783638527569
ISBN (Buch)
9783656783589
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Genreentwicklung Beispiel Western Vergleich Stagecoach Quick Dead Einführung Filmtheorie Genretheorie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katina Tomaschewski (Autor:in), 2006, Genreentwicklung am Beispiel des Western - Vergleich Stagecoach / The Quick and the Dead, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/58610
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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