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Hugenotten in Altpreußen. Integrationsfaktoren und Barrieren der Integration

Title: Hugenotten in Altpreußen. Integrationsfaktoren und Barrieren der Integration

Seminar Paper , 2015 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Robert Samuel Langner (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization

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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Proseminararbeit "Hugenotten in Altpreußen - Integrationsfaktoren und Barrieren der Integration" werden die Faktoren, die zur Integration, aber auch zur Ausgrenzung der zur Flucht gezwungenen Hugenotten, wie die umgangssprachliche Bezeichnung für die französischen Protestanten calvinistischen Bekenntnisses lautete, beleuchtet.

Zeitlich wird die Periode zwischen der sogenannten Révocation, also der Widerrufserklärung des Edikts von Nantes durch die Bestimmungen des Edikts von Fontainebleau von 1685 durch den französischen König Ludwig XIV. und den preußischen Staatsreformen zu Beginn des 19. Jahrhunderts betrachtet. Geografisch hat diese Arbeit die vor Inkrafttreten des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803 preußischen Gebiete, die gemeinhin als "Altpreußen" bekannt sind, zum Gegenstand.

Gesellschaftliche Phänomene wie Integration und Segregation sowie die vielfältigen Probleme und Chancen, die mit ihnen einhergehen, existieren seit Menschengedenken, denn Migration ist ein generischer Wesenszug der Menschheit und bildet somit eine anthropologische Konstante in der Geschichte. Es gibt unzählige Gründe dafür, dass sich Menschen dauerhaft auf den Weg zu einem anderen Ort machen. Vertreibung und Flucht sind nur zwei Auslöser von Migration. Es gibt sie bereits seit Menschengedenken und sie werden auch in Zukunft noch einen Großteil der Weltbevölkerung vor Herausforderungen, im Positiven, wie im Negativen, stellen. Die Rahmenbedingungen sind zwar nie die gleichen, jedoch lassen sich epochenübergreifende Analogien erkennen und Vergleichsgrößen heranziehen, die bei der historischen Beurteilung und einem besseren Verständnis für die Gegenwart mit ihren vielfältigen Problemen und Aufgaben helfen können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Politische Integrationsfaktoren und -barrieren: Das Edikt von Potsdam und rechtlich-administrative Integration

2. Religiöse Integrationsfaktoren und -barrieren

3. Ökonomische Integrationsfaktoren und -barrieren

4. Alltagskulturelle, linguistische und patriotisch motivierte Integrationsfaktoren und -barrieren

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Integrationsfaktoren sowie die Barrieren, die den Integrationsprozess der Hugenotten in Altpreußen zwischen 1685 und dem frühen 19. Jahrhundert prägten. Ziel ist es, ein differenziertes Bild des Assimilationsverlaufes zu zeichnen, das sowohl staatlich-rechtliche Rahmenbedingungen als auch soziale und wirtschaftliche Wechselwirkungen beleuchtet.

  • Politische Steuerung durch das Edikt von Potsdam und rechtliche Sonderstellung.
  • Kirchlich-religiöse Organisation der Französischen Kolonie.
  • Ökonomische Auswirkungen der Migration auf die altpreußische Wirtschaft.
  • Soziokultureller Akkulturationsprozess und Sprachwandel.
  • Herausbildung eines borussophilen Patriotismus als finaler Assimilationsschritt.

Auszug aus dem Buch

1. Politische Integrationsfaktoren und -barrieren: Das Edikt von Potsdam und rechtlich-administrative Integration

Von zentraler Bedeutung für die Schaffung politischer Integrationsfaktoren und rechtlich-administrativer Rahmenbedingungen waren Erlasse von rechtsverbindlichem Charakter, wie zum Beispiel Edikte sowie die sogenannten Franchises und die Déclaration en faveur. Doch nicht lediglich landesherrliche Rechtsbestimmungen, zum Zweck der Legalisierung der allgemeinen Peuplierung des von Bevölkerungsarmut geplagten Brandenburg infolge des Dreißgjährigen und Brandenburgisch-Schwedischen Krieges, waren Voraussetzung für die Ansiedlung und Integration nicht nur französischer Réfugiés. Erst landesübergreifende Regelungen auf Reichsebene ermöglichten zum ersten Mal juristisch sanktionierte und religiös motivierte Migrationsströme innerhalb des Heiligen Römischen Reiches.

Das Edikt von Potsdam lieferte die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Einwanderung der Hugenotten und regelte sie darüber hinaus in 14 Artikeln in religiöser und ökonomischer Hinsicht. Die Zuwanderung und die Maßnahmen, vor allem zu ihrer ökonomischen Nutzbarmachung, sollten mithilfe des Edikts gesteuert und koordiniert werden. Mit den Bestimmungen des sogenannten Toleranzedikts wurden Generalprivilegien in Bereichen der Kirchenstruktur, des Straf- und Zivilrechts und der Wirtschaft, die für alle Réfugiés gleichermaßen Gültigkeit besaßen, geltend gemacht.

Als landesherrlich-absolutistisches Werkzeug der Legislation wurden den Réfugiés erhebliche Zoll- sowie Stuererleichterungen und -erlasse für sechs sogenannte Freijahre (Artikel 4), persönliche Freiheit, mit dem ius civitatis und das Zunftrecht, ius opificiorum (Artikel 7), Subventionen zur Existenzgründung (Artikel 8), kostenfreie Übergabe von Ackerland (Artikel 9), kostenloses Bau- und Brennholz (Artikel 5) sowie kostenfreie Notunterkünfte (Artikel 6) und die Möglichkeit zur Errichtung einer eigenen partiellen Sondergerichtsbarkeit in Form von Friedens- und Schiedsrichtern (Artikel 10) sowie einer weitgehend autonomen Kirchenorganisation (Artikel 11) garantiert.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz der Migrationsforschung und definiert den Untersuchungsgegenstand der hugenottischen Migration nach Altpreußen im Kontext der historischen Integrations- und Assimilationsprozesse.

1. Politische Integrationsfaktoren und -barrieren: Das Edikt von Potsdam und rechtlich-administrative Integration: Dieses Kapitel analysiert die rechtlichen Rahmenbedingungen und Privilegien, die durch landesherrliche Edikte, insbesondere das Edikt von Potsdam, für die Zuwanderer geschaffen wurden.

2. Religiöse Integrationsfaktoren und -barrieren: Hier wird die kirchliche Organisation der Hugenotten unter Berücksichtigung der landesherrlichen Vorgaben und der Spannung zwischen der calvinistischen Identität und der lutherisch geprägten Aufnahmegesellschaft betrachtet.

3. Ökonomische Integrationsfaktoren und -barrieren: Das Kapitel untersucht den ökonomischen Beitrag der Hugenotten zur preußischen Volkswirtschaft sowie die daraus resultierenden Konkurrenzkämpfe und wirtschaftlichen Reibungspunkte mit der einheimischen Bevölkerung.

4. Alltagskulturelle, linguistische und patriotisch motivierte Integrationsfaktoren und -barrieren: Dieser Abschnitt beschreibt den langfristigen Akkulturationsprozess, den Sprachwandel sowie die Identitätsverschiebung hin zu einem preußischen Patriotismus, der schließlich in der Assimilation mündete.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die anfangs starke Gruppenidentität durch wechselseitige Assimilationsprozesse schrittweise abgelöst wurde, bis hin zur vollständigen sozialen Integration in der napoleonischen Ära.

Schlüsselwörter

Hugenotten, Altpreußen, Integration, Assimilation, Migration, Edikt von Potsdam, Réfugiés, Konfession, Wirtschaftspolitik, Akkulturation, Identität, Brandenburg-Preußen, Französische Kolonie, Patriotismus, Gesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Faktoren und Barrieren, die den Integrationsprozess der Hugenotten in Altpreußen zwischen 1685 und dem frühen 19. Jahrhundert maßgeblich beeinflussten.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentrale Themen sind die politisch-rechtliche Steuerung, die religiöse Organisation, die wirtschaftliche Eingliederung sowie soziokulturelle Prozesse wie Sprachwandel und Heiratsverhalten.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Welche Integrationsfaktoren waren für die Hugenotten besonders ausschlaggebend und welche Hindernisse mussten sie im Integrationsprozess überwinden?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine interdisziplinäre historische Analyse vorgenommen, die Kategorisierungen wie Push- und Pull-Faktoren sowie sozioökonomische Ebenen zur Strukturierung der historischen Quellen und Forschungsergebnisse nutzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in vier Sektoren: die politische Rahmengebung (Edikt von Potsdam), die religiöse Strukturierung, die ökonomische Wirkung sowie die alltagskulturelle und linguistische Akkulturation.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Migration, Assimilation, Hugenotten, Edikt von Potsdam, preußischer Patriotismus und religiöse Toleranz beschreiben.

Welche Rolle spielte das Edikt von Potsdam konkret?

Das Edikt fungierte als zentrales rechtliches Instrument, das durch Privilegien und Sonderrechte wie Steuererleichterungen oder autonome Gerichtsbarkeit die Ansiedlung der Hugenotten gezielt förderte.

Warum war die napoleonische Zeit ein Wendepunkt?

In der napoleonischen Zeit verstärkte sich das preußische Nationalgefühl der Hugenotten, was zu einem endgültigen Bruch mit der französischen Herkunft und einer weitgehenden sozialen Assimilation führte.

War die Integration der Hugenotten reibungsfrei?

Nein, es gab erhebliche Widerstände, insbesondere in Form von Konkurrenzkämpfen in den Zünften, antifranzösischen Ressentiments in der Bevölkerung und institutionellen Schikanen.

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Details

Title
Hugenotten in Altpreußen. Integrationsfaktoren und Barrieren der Integration
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Geschichte der Frühen Neuzeit unter besonderer Berücksichtigung der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte)
Course
Proseminar NG I: Frühe Neuzeit
Grade
1,3
Author
Robert Samuel Langner (Author)
Publication Year
2015
Pages
17
Catalog Number
V584798
ISBN (eBook)
9783346175816
ISBN (Book)
9783346175823
Language
German
Tags
Hugenotten Reformierte Calvinisten Lutheraner Presbyterianer Preußen Brandenburg-Preußen Friedrich Wilhelm III. Der Große Kurfürst Kurfürst Friedrich Wilhelm Ludwig XIV. Edikt von Nantes Edikt von Potsdam Edikt von Fontainbleau Toleranzedikt 1664 1672 1685 1808 1809 1813 Peuplierung Integration Wirtschaft Religion Konfession Sprache Frankreich Monarchie Absolutismus Preußische Reformen Adel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robert Samuel Langner (Author), 2015, Hugenotten in Altpreußen. Integrationsfaktoren und Barrieren der Integration, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/584798
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