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Der Bund Schweizerischer Jüdischer Frauenvereine im Spannungsfeld zwischen Solidarität und Resignation - Politik und Engagement in den Jahren der Bedrohung 1933-1945

Titel: Der Bund Schweizerischer Jüdischer Frauenvereine im Spannungsfeld zwischen Solidarität und Resignation - Politik und Engagement in den Jahren der Bedrohung 1933-1945

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2006 , 47 Seiten , Note: 1

Autor:in: Master Angela Mattli (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit werde ich mich dem Engagement des Bunds Schweizerischer Jüdischer Frauenvereine (BSJF) - Dachverband der regionalen jüdischen Frauenvereine in der Schweiz - in der Flüchtlingshilfe widmen. Ich möchte mich dabei nicht auf den praktischen karitativen Einsatz des BSJF beschränken, sondern setze meinen Fokus bewusst auf die politischen Reflexionen, die den einzelnen Aktionen zu Grunde lagen und schliesslich auch zum eigenen Selbstverständnis führten. Da den Schweizerfrauen die politische Partizipation bis zur Erlangung des Frauenstimmrechts im Jahre 1972 verwehrt wurde, bildete die soziale Wohlfahrtspflege lange ein zentrales Forum für die politische Arbeit von Frauen. Anfang des 20. Jahrhunderts profitierten vor allem konfessionelle Organisationen von den zunehmenden Möglichkeiten bürgerlicher Frauen, sich „akzeptabeln“ Vereinigungen anzuschliessen. Dies erklärt die Popularität und den Mitgliederzuwachs der konfessionellen Verbände und belegt eine Verschmelzung von fürsorgerischen, religiösen und politischen Motivationen. Die Betrachtung von Wohltätigkeits- und Frauenvereinen fungiert somit als wichtiges Arbeitsinstrument, um den politischen Diskurs und die dazugehörigen Reflexionen von Frauen erforschen zu können, welche sich nicht über eine Parteizugehörigkeit definieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Flüchtlingspolitik des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes 1933-1945

2.1 Anfänge der Flüchtlingshilfe

2.2 Die Flüchtlingspolitik des SIG 1935-1945

2.3 Die praktische Flüchtlingsbetreuung

3. Stellung und institutionelle Vernetzung der Schweizer Jüdin am Anfang des 20. Jahrhunderts

4. Die Zeit der Bedrohung: Politischer Diskurs und Reflexion im Bund Schweizerischer Jüdischer Frauenorganisationen( BSJF) 1933-1945

4.1 Statuare Ausrichtung und Selbstdefinition

4.2 Die Zwischenkriegszeit: Konsolidierung des Selbstbildes

4.3 Vereinspolitik in den Jahren der Bedrohung

4.3.1 Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft „Frau und Demokratie“

4.3.2 Loyalitätsbekundung und Heimatverbundenheit

4.3.4.1 Rückzug der nationalen Kampagne gegen Antisemitismus

4.3.4.2 Zurückhaltung bei Frauenspezifischen Diskriminierungen

5. Die Rolle des BSJF in der praktischen Flüchtlingsbetreuung 1934-1946

5.1 Aufbau der Kinderhilfe 1934-1938

5.2 Das Engagement des BSJF während den Kriegsjahren

5.3 Verstärkte Zusammenarbeit mit dem SHEK

5.3.1 Ferienkolonie in Klosters

5.3.2 Chanukka-Päckchen Aktion

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Engagement des Bundes Schweizerischer Jüdischer Frauenorganisationen (BSJF) in der Flüchtlingshilfe zwischen 1933 und 1945, wobei der Fokus insbesondere auf dem Spannungsfeld zwischen karitativen Aktivitäten, politischen Reflexionen und dem Selbstverständnis der jüdischen Frauen während der Zeit der Bedrohung liegt.

  • Analyse des karitativen Einsatzes jüdischer Frauen in der Flüchtlingshilfe.
  • Untersuchung des politischen Diskurses und der Zurückhaltung des BSJF angesichts der Bedrohungslage.
  • Beleuchtung der institutionellen Zusammenarbeit mit dem SIG und dem SHEK.
  • Erforschung der spezifischen Situation jüdischer Frauen im Kontext gesellschaftlicher Rollenzuweisungen und bürgerlicher Werte.
  • Bewertung des Einflusses der nationalsozialistischen Verfolgung auf die Arbeit jüdischer Frauenvereine.

Auszug aus dem Buch

4.3.4 Angst vor dem „schlummernden Antisemitismus“

Sinnbildlich für die politische Zurückhaltung des BSJF gilt seine Intervention in der Arbeitsgemeinschaft „Frau und Demokratie“. Diese hegte 1938 die Absicht, einen Aufruf „gegen die undemokratische Erscheinung des Antisemitismus“ zu verfassen, der in der Frauenpresse erscheinen und von welchem weitere 4000 Flugblätter durch die einzelnen Mitglieder verteilt werden sollten. Dieser Aufruf war der Arbeitsgemeinschaft sehr wichtig und nahm viel Zeit in Anspruch. Ausserdem intervenierte „Frau und Demokratie“ bei den Behörden „gegen die „J“, die in schweiz. Ausländerausweisen und anderen Dokumenten angebracht worden waren.“

Kurz vor dem Erscheinungstermin des Aufrufes wurde das Unterfangen jedoch wieder zurückgezogen: „Den Aufruf gegen den Antisemitismus hatten wir soweit gefördert, dass er auf Ende September in der Frauenpresse hätte erscheinen und in cirka 4000 Exemplaren durch unsere Mitglieder verteilt werden können. Wir haben aber nach reiflicher Überlegung diese Kundgebung zurückgestellt, da der Aufruf im jetzigen Augenblick wohl nicht das nötige Interesse gefunden hätte und vielleicht da oder dort den schlafenden Antisemitismus geweckt haben würde.“

Hinter diesem Rückzug stand eine Intervention des BSJF, welcher sich zwar für das Engagement der Arbeitsgruppe bedankte, jedoch befürchtete, dass mit diesem Aufruf der „schlafende Antisemitismus“ provoziert werden könnte. In einem Brief an die Arbeitsgemeinschaft wurde für das Engagement, „in welchem Sie in für uns lebenswichtigen Fragen deutlich Stellung beziehen“ gedankt, jedoch Bedenken gegen einzelne Ausführungen geäussert und um eine mündliche Aussprache gebeten. In dieser Aussprache, von der leider jegliche Aufzeichnungen fehlen, wurde wohl der Rückzug dieses Appells beschlossen, um so keine antisemitischen Reaktionen zu provozieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Forschungslücke bezüglich der Rolle jüdischer Frauen in der Flüchtlingsbetreuung und motiviert das Ziel der Arbeit, diese Lücke durch die Untersuchung des BSJF zu füllen.

2. Die Flüchtlingspolitik des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes 1933-1945: Dieses Kapitel analysiert die restriktive Flüchtlingspolitik des SIG, die stark von der Angst geprägt war, Antisemitismus in der Schweiz zu provozieren.

3. Stellung und institutionelle Vernetzung der Schweizer Jüdin am Anfang des 20. Jahrhunderts: Hier wird der historische Kontext der Rolle der jüdischen Frau im Spannungsfeld zwischen traditionellen bürgerlichen Werten und karitativem Engagement dargestellt.

4. Die Zeit der Bedrohung: Politischer Diskurs und Reflexion im Bund Schweizerischer Jüdischer Frauenorganisationen( BSJF) 1933-1945: Das Kapitel untersucht die vereinspolitischen Strategien des BSJF, die primär auf Apolitizität, Loyalität zur Schweiz und Zurückhaltung bei kontroversen Themen basierten.

5. Die Rolle des BSJF in der praktischen Flüchtlingsbetreuung 1934-1946: Der praktische karitative Einsatz, insbesondere die Kinderhilfe und die Zusammenarbeit mit anderen Hilfswerken wie dem SHEK, wird hier detailliert dokumentiert.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Zurückhaltung des BSJF aus einer permanenten Angst vor antisemitischen Reaktionen resultierte und eine offensive Auseinandersetzung mit Diskriminierungen verhinderte.

Schlüsselwörter

Bund Schweizerischer Jüdischer Frauenorganisationen, BSJF, Flüchtlingshilfe, Schweiz, Nationalsozialismus, Antisemitismus, Frauenvereine, SIG, Kinderhilfe, SHEK, politische Zurückhaltung, Assimilation, Ehrenamt, Judentum, Zwischenkriegszeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Beitrag des Bundes Schweizerischer Jüdischer Frauenorganisationen (BSJF) zur Flüchtlingshilfe während der Jahre 1933 bis 1945 und hinterfragt dabei das Selbstverständnis sowie die politischen Reflexionen der jüdischen Frauen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zentrale Themen sind die karitative Arbeit, die politische Zurückhaltung gegenüber Antisemitismus, die Kooperation mit anderen Hilfsorganisationen wie dem SIG und dem SHEK sowie die soziale Rolle der jüdischen Frau im Kontext der damaligen Zeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die in der Forschung oft unterrepräsentierte, aber bedeutende ehrenamtliche Arbeit jüdischer Frauen sichtbar zu machen und die Gründe für ihre politische Vorsicht im Umgang mit der nationalsozialistischen Bedrohung zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Quellenanalyse, insbesondere der Auswertung von internen Archivdokumenten, Protokollen des BSJF sowie zeitgenössischen Berichten und Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Flüchtlingspolitik des SIG, dem historischen Kontext der jüdischen Frauenrolle, der konkreten Vereinspolitik des BSJF sowie seinem Engagement in der praktischen Kinderhilfe und Flüchtlingsbetreuung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie BSJF, Flüchtlingshilfe, Antisemitismus, karitative Tätigkeit, jüdische Identität und politische Zurückhaltung charakterisiert.

Welche Rolle spielte die "Arbeitsgemeinschaft Frau und Demokratie" für den BSJF?

Die Mitgliedschaft in dieser Arbeitsgemeinschaft stellte die einzige nennenswerte Durchbrechung des apolitischen Kurses des BSJF dar, wobei der Verein jedoch vor konfrontativen öffentlichen Kampagnen zurückschreckte, um keinen Antisemitismus zu schüren.

Wie ging der BSJF mit der Diskriminierung jüdischer Frauen durch das Schweizer Bürgerrecht um?

Obwohl die Diskriminierung durch das Schweizer Zivilgesetz für jüdische Frauen eine existenzielle Bedrohung darstellte, blieb eine öffentliche oder interne Auseinandersetzung des BSJF mit diesem Thema aufgrund der Angst vor negativen Reaktionen aus.

Ende der Leseprobe aus 47 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Bund Schweizerischer Jüdischer Frauenvereine im Spannungsfeld zwischen Solidarität und Resignation - Politik und Engagement in den Jahren der Bedrohung 1933-1945
Hochschule
Université de Fribourg - Universität Freiburg (Schweiz)  (Departement für Zeitgeschichte)
Note
1
Autor
Master Angela Mattli (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
47
Katalognummer
V58277
ISBN (eBook)
9783638525190
ISBN (Buch)
9783638952880
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bund Schweizerischer Jüdischer Frauenvereine Spannungsfeld Solidarität Resignation Politik Engagement Jahren Bedrohung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Master Angela Mattli (Autor:in), 2006, Der Bund Schweizerischer Jüdischer Frauenvereine im Spannungsfeld zwischen Solidarität und Resignation - Politik und Engagement in den Jahren der Bedrohung 1933-1945, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/58277
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