Diese Arbeit bezieht sich auf ein Projekt, welches wir im Rahmen einen Kurses an der Universität machen sollten: jeder durfte sich eine Institution aussuchen, die nichts mit Schule zu tun hat, und konnte dort an 3 Tagen Beobachtungen anstellen und darüber etwas schreiben.
Es war eine gelungene Abwechslung zum Universitätsalltag und hat sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich auf die Geschichten und Fälle, die ich in den 3 Tagen bei der Kriminalpolizei mitbekommen habe, gerne verzichtet hätte: kriminelle Jugendliche - was tun sie, warum tun sie es und kann man etwas dagegen tun?
Inhaltsverzeichnis
I. Introduction
II. Literature Review
III. Methodology
IV. Findings & Interview
V. Conclusion
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht die zunehmende Gewalt unter Jugendlichen in Karlsruhe und analysiert die polizeilichen Präventionsansätze, insbesondere das Programm „JUGIT“, um die Effektivität neuer Strategien zur Verringerung der Jugendkriminalität zu bewerten.
- Analyse der Ursachen für Jugendgewalt in städtischen Kontexten.
- Untersuchung polizeilicher Abläufe bei der Identifizierung und Festnahme jugendlicher Straftäter.
- Bewertung des Präventionsprogramms „Jugendliche Intensivtäter“ (JUGIT).
- Darstellung der Rolle von Erziehung und familiärem Umfeld bei der Entstehung krimineller Karrieren.
- Vergleich klassischer Strafverfolgung mit modernen präventiven Ansätzen.
Auszug aus dem Buch
II. Literature Review:
First of all, there is not a lot of literature on this topic – and to be honest, I have not found anything about it in a library. When I went to the police department for the first time, I found some flyers and posters on a table right next to the entrance of the department. They gave some information on youth criminals, but it certainly was not enough for me. Above all, these flyers and posters gave information on things I already knew or I got to know at my first day at the department. What is really striking is that the information on the flyers strongly make one attentive that there is criminality among teenagers, but ironically one can only get the information in the police departments when it is obviously too late as you are already there.
Having searched on that table for interesting and “new” information for a while, I found a small brochure called “Was nun? Wenn Kinder und Jugendliche mit dem Gesetz in Konflikt geraten – Informationen für Eltern”. As this brochure does not provide all the information I needed, I had to ask a police officer for more material. And only after I had asked someone, did I get information and papers with statistics. These papers are not available for everybody. I will discuss these in turn.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Introduction: Dieses Kapitel führt in das Problem der zunehmenden Jugendkriminalität ein und schildert beispielhaft gewalttätige Vorfälle, die den Anlass für die Forschungsarbeit bildeten.
II. Literature Review: Hier wird der Mangel an öffentlich zugänglicher Literatur zu diesem Thema dargelegt und die Suche nach polizeilichem Informationsmaterial im Raum Karlsruhe beschrieben.
III. Methodology: Das Kapitel beschreibt den Feldforschungsprozess der Autorin, beginnend bei der polizeilichen Konferenz bis hin zur Beobachtung von Ermittlungstechniken und ED-Behandlungen.
IV. Findings & Interview: Dieser Teil präsentiert Fallstudien zu Gewalttaten, Interviews mit Opfern und Tätern sowie Erkenntnisse über das polizeiliche Vorgehen und den Umgang mit jugendlichen Intensivtätern.
V. Conclusion: Abschließend wird das Fazit gezogen, dass präventive Ansätze wie das Programm „JUGIT“ effektiver sind als klassische repressive Maßnahmen, um den Kreislauf der Kriminalität zu durchbrechen.
Schlüsselwörter
Jugendkriminalität, Polizei, Prävention, JUGIT, Jugendstraftäter, Gewalt, Baden-Württemberg, Strafverfolgung, Erziehung, Soziale Arbeit, Kriminalstatistik, Intensivtäter, Resozialisierung, Opferberatung, Polizeiarbeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der steigenden Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen und wie die Polizei in Karlsruhe darauf reagiert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Fokus stehen die polizeiliche Ermittlungsarbeit, Präventionsprogramme für Jugendliche und die soziologischen Hintergründe, die zur Kriminalität führen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es zu ergründen, ob neue Präventionsstrategien, die über bloße Strafverfolgung hinausgehen, erfolgreich dazu beitragen, den Kreislauf jugendlicher Kriminalität zu durchbrechen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?
Die Autorin nutzte eine qualitative Feldforschungsmethode, indem sie Polizeibeamte in der Abteilung für Jugendkriminalität begleitete und Interviews sowie Beobachtungen vor Ort durchführte.
Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse polizeilicher Datenbanken, dem Ablauf von Verhören, der Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und persönlichen Gesprächen mit Tätern und deren Angehörigen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Schlagworte sind Prävention statt Repression, Jugendkriminalität, Intensivtäter-Programm (JUGIT) und der Einfluss familiärer Strukturen auf das Verhalten Jugendlicher.
Was genau ist das Projekt „JUGIT“?
JUGIT ist ein kooperatives Programm von Polizei und Jugendamt, bei dem ein Polizist als Mentor („God-father“) fungiert, um Jugendliche durch engmaschige Betreuung von einer weiteren kriminellen Karriere abzuhalten.
Wie bewerten die Polizisten selbst die neuen Präventionsmethoden?
Die Meinungen sind gemischt; während einige den Mehrwert der Betreuung betonen und die Entlastung durch Prävention schätzen, sehen andere den hohen Arbeitsaufwand kritisch.
Welche Rolle spielt das soziale Umfeld laut den Erkenntnissen der Autorin?
Die Arbeit unterstreicht, dass fehlende elterliche Aufsicht, soziale Prekarität und ein Mangel an Grenzen maßgeblich dazu beitragen, dass Jugendliche ein falsches Verständnis von Recht und Unrecht entwickeln.
Was ist die Bedeutung der „Erlebnismeile“?
Dies ist eine Methode der polizeilichen Präsenz in stark frequentierten Nachtlebensbereichen in Karlsruhe, um durch Sichtbarkeit aggressive Vorfälle in Kneipen und an Treffpunkten frühzeitig zu unterbinden.
- Arbeit zitieren
- Manuela Kistner (Autor:in), 2006, Youth criminals: From which class do they come and what does the police do against them? - A project -, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/57941