Die Auswanderung aus Rheinhessen im 19. Jahrhundert
Situation/Entwicklung Rheinhessens im 19. Jahrhundert
• demographische
- seit dem 18. Jh. und in der 1. Hälfte des 19. Jh.s starkes Bevölkerungswachstum 1816 mit ~ 158.000 Ew. eines der am stärksten besiedelten Gebiete des Dt. Bundes
1846 225.445 Ew. : Bevölkerungszunahme von 42 % in 30 Jahren
[...]
Inhaltsverzeichnis
1. Situation/Entwicklung Rheinhessens im 19. Jahrhundert
1.1 demographische
1.2 wirtschaftliche
1.3 Berufsstruktur
2. Umfang der Auswanderung
3. (Nichtökonomische) Ursachen/Beweggründe der Auswanderung
3.1 politische
3.2 individualpsychologische
3.3 religiöse
4. Auswanderungsziele
4.1 USA
4.2 Texas
4.3 Brasilien
4.4 Osteuropa
5. Strukturelle Kennzeichen der Auswanderer
5.1 Alter, Gruppengröße
5.2 Berufszweige
6. Haltung des Staates zur Auswanderung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die sozioökonomischen und politischen Ursachen der Massenauswanderung aus Rheinhessen im 19. Jahrhundert, um die Beweggründe der Migranten sowie deren Zielgebiete und staatliche Rahmenbedingungen historisch zu rekonstruieren.
- Analyse der demographischen und wirtschaftlichen Krisenfaktoren in Rheinhessen.
- Untersuchung der nichtökonomischen Auswanderungsgründe wie politischer Druck und individuelle Motive.
- Dokumentation der bevorzugten Zielregionen wie USA, Texas und Brasilien.
- Erarbeitung der strukturellen Merkmale der Auswanderer hinsichtlich Alter und beruflicher Herkunft.
- Bewertung der staatlichen Haltung und der rechtlichen Rahmenbedingungen für Auswanderungswillige.
Auszug aus dem Buch
(Nichtökonomische) Ursachen/Beweggründe der Auswanderung
bes. zw. 1830 u. 1850 Auswanderungsgrund für zahlreiche Rheinhessen
1832: in Folge des Hambacher Festes, an dem etliche Rheinhessen teilgenommen hatten, verstärkter Druck auf die Staaten des Dt. Bundes durch den österr. Kanzler Metternich: verschärfte Zensur, Verbot aller politischen Vereine, Versammlungen und Feste
Unzufriedenheit rheinhessischer Bürger mit dem polit. System, Entfremdung von der Heimat
1832: Gründung der Mainzer Auswanderungsgesellschaft mit vorwiegend intellektuellen Mitgliedern; Ziel, im US-Territorium Arkansas eine dt. Siedlung freieren Charakaters aufzubauen
Zensuswahlrecht (bis 1848) verhinderte die polit. Einflußnahme breiter Bevölkerungsschichten Rheinhessens trotz allg. Unmuts gg. die reaktionäre Politik des seit 1829 amtierenden hess. Innenministers du Thil
Zusammenfassung der Kapitel
1. Situation/Entwicklung Rheinhessens im 19. Jahrhundert: Beschreibt die demographischen und ökonomischen Rahmenbedingungen, die als Ausgangspunkt für die Migrationsbewegungen dienten.
2. Umfang der Auswanderung: Analysiert die statistisch erfassten Wanderungsbewegungen und deren zeitliche Schwankungen im Verlauf des 19. Jahrhunderts.
3. (Nichtökonomische) Ursachen/Beweggründe der Auswanderung: Beleuchtet politische, psychologische und religiöse Faktoren, die neben wirtschaftlicher Not zur Flucht aus der Heimat führten.
4. Auswanderungsziele: Gibt einen Überblick über die primären Zielregionen der rheinhessischen Auswanderer und die dort vorgefundenen Lebensbedingungen.
5. Strukturelle Kennzeichen der Auswanderer: Untersucht die demografische Zusammensetzung sowie die beruflichen Hintergründe der auswandernden Personen.
6. Haltung des Staates zur Auswanderung: Erläutert die rechtlichen Grundlagen und die staatliche Einstellung gegenüber der Auswanderungsproblematik.
Schlüsselwörter
Rheinhessen, Auswanderung, 19. Jahrhundert, Demographie, Pauperismus, USA, Siedlungsprojekte, Migration, Politik, Wirtschaftsgeschichte, Sozialgeschichte, Auswanderer, Landwirtschaft, Industrialisierung, Lebensbedingungen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der historischen Analyse der Auswanderung aus der rheinhessischen Region während des 19. Jahrhunderts.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die wirtschaftliche und politische Ausgangslage in Rheinhessen, die Migrationsmotive, die Zielgebiete sowie die staatliche Reglementierung der Auswanderung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Ursachenkomplexe der Massenauswanderung zu erfassen und die sozioökonomische Struktur der Auswanderer wissenschaftlich aufzuarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine historische Analyse von Bevölkerungsbilanzen, Zeitzeugendokumenten und Statistiken zur Rekonstruktion der Auswanderungsvorgänge.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Ursachen (wirtschaftlich/politisch), die Beschreibung der Zielgebiete und die Analyse der strukturellen Merkmale der Auswanderer.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen zählen Migration, Pauperismus, rheinhessische Auswanderungsgeschichte und die sozioökonomischen Bedingungen des 19. Jahrhunderts.
Welche Rolle spielte die politische Lage für die Auswanderer?
Besonders zwischen 1830 und 1850 führte politischer Druck, wie Zensur und fehlende politische Mitbestimmung, zu einer Entfremdung vieler Bürger von ihrer Heimat.
Warum war das Texas-Projekt des Adelsvereins so problematisch?
Das Projekt scheiterte an mangelhafter Organisation, schlechter Ortswahl in Indianergebieten und finanziellen Schwierigkeiten, was zu katastrophalen Bedingungen für die Siedler führte.
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- Anonym (Author), 1999, Die Auswanderung aus Rheinhessen im 19. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/569