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Die Verlage Bertelsmann und J. F. Lehmanns Verlag und deren "Beitrag" zum Dritten Reich

Title: Die Verlage Bertelsmann und J. F. Lehmanns Verlag und deren "Beitrag" zum Dritten Reich

Seminar Paper , 2003 , 34 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Magister Katrin Polter (Author)

Book Science

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„Die Geschichte vergisst nichts. Irgendwann präsentiert sie ihre Rechnungen, unnachsichtiger als die preußische Oberrechnungskammer, wie Bismarck einmal bemerkte.“ Dieses Zitat kann auf viele Personen und Unternehmen zutreffen, die durch ihr Handeln und Sein einerseits die Geschichte geprägt, beeinflusst und verändert haben, aber andererseits auch einige Abschnitte daraus vergessen, verschwiegen oder sogar „gereinigt“ haben. Auch vor dem Bertelsmann Verlag und dem J. F. Lehmanns Verlag machte die Geschichte nicht Halt und die Gegenwart präsentiert deren Vergangenheit in einem anderen Licht. Um Beschuldigungen, Vorwürfe und Unklarheiten gegen diese beiden Unternehmen zu entkräften bzw. zu bestätigen, wurden Wissenschaftler beauftragt, die deren Firmengeschichte im Dritten Reich untersuchen sollten.
In Zusammenhang mit den veröffentlichten Untersuchungen zum Bertelsmann Verlag und zum J. F. Lehmanns Verlag werde ich in meiner Hausarbeit deren Verhalten auf dem Gebiet des Buchhandels, der Politik und Kultur in der Weimarer Republik und zu Beginn des Nationalsozialismus untersuchen. Anhand der Verlagsprogramme und ausgewählter Werke möchte ich analysieren und darstellen, inwieweit diese Literatur das Regime des Dritten Reiches ideologisch unterstützt hat oder auch nicht. Außerdem werde ich auch auf die Unternehmensphilosophie eingehen und versuche zu erläutern, inwiefern der Verleger sein verlegerisches Medium nutzte, um die Nationalsozialisten zu fördern. Wurden „regimefreundliche“ Bücher aus Existenzangst oder aus vollster politischer Überzeugung publiziert? Im ersten Teil meiner Arbeit werde ich mich mit dem Bertelsmann Verlag beschäftigen, indem ich zuerst einen kleinen Abriss zu dessen Geschichte gebe und die Untersuchungsergebnisse der „Unabhängigen Historischen Kommission zur Erforschung der Geschichte des Hauses Bertelsmann im Dritten Reich“ (UHK) vorstelle. Jedoch wird dabei der Schwerpunkt meiner Ausführungen auf dem Verlagsprogramm liegen, wobei ich eine Auswahl der von der UHK untersuchten Bertelsmann-Werke aus den Bereichen Theologie und Belletristik vorstellen möchte und versuchen werde, deren antisemitischen Inhalt durch entsprechende Zitate nachzuweisen und zu bestätigen. Der zweite Teil meiner Darstellung wird sich dem J. F. Lehmanns Verlag und seinem „Beitrag“ zum Dritten Reich widmen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Bertelsmann Verlag Gütersloh

2.1 Zur Geschichte

2.2 Unabhängige Historische Kommission zur Erforschung der Geschichte des Hauses Bertelsmann im Dritten Reich (UHK

2.3 Antisemitismus im Verlagsprogramm

2.3.1 Bereich Theologie

2.3.1.1 Judenfrage/Judenmission

2.3.1.2 Christliche Schöpfungstheorie

2.3.1.3 Arierparagraph

2.3.1.4 Der Streit um das Alte Testament

2.3.2 Bereich Belletristik

2.3.2.1 Antisemitismus in historischen Romanen

2.3.2.2 Antisemitismus in Kriegs- und Freikorpsromanen

2.3.2.3 Antisemitische Hetzpropaganda

3. Der J. F. Lehmanns Verlag München

3.1 Zur Geschichte

3.2 Der Verlag und die Rassenhygiene

3.3 Der Verleger als Kulturunternehmer

4. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhalten der Verlage Bertelsmann und J. F. Lehmanns während der Weimarer Republik und der NS-Zeit, mit dem Ziel, deren ideologische Unterstützung des nationalsozialistischen Regimes anhand von Verlagsprogrammen und Unternehmenseinstellungen zu analysieren.

  • Analyse der antisemitischen Tendenzen im Verlagsprogramm von Bertelsmann (Theologie und Belletristik).
  • Untersuchung der Rolle des J. F. Lehmanns Verlags bei der Verbreitung von Rassenhygiene und nationalsozialistischem Gedankengut.
  • Vergleich der unterschiedlichen Verlagsphilosophien und politisch-ideologischen Ausrichtungen.
  • Bewertung des Einflusses der Verleger als aktive Akteure der "Volkserziehung" und Kulturpolitik.

Auszug aus dem Buch

2.3.1.1 Judenfrage/Judenmission

„C. Bertelsmann hatte sich im 19. Jahrhundert einerseits mit Missionsliteratur in der evangelischen Verlagslandschaft positioniert und war andererseits in der Erweckungsbewegung verankert.“ Aufgrund dessen publizierte auch der Verlag zeitgenössische Titel zur Judenmission. Schon seit 1874 erschien das „Kirchliche Jahrbuch“, das über den aktuellen Stand der Judenmission und deren Tätigkeitsfelder berichtete. Dabei war Pfarrer Johann de le Roi ein bekannter Autor bei Bertelsmann, der über die Geschichte und die Vertreter der Judenmission schrieb. Auch in den Verlagszeitschriften „Neue Allgemeine Missionszeitschrift“ und „Geisteskampf der Gegenwart“ wurde die Judenmission zum Thema gemacht.

Ab 1917 begann Bertelsmann mit der Publikation der Reihe „Christentum und Judentum“, die sich ausschließlich der Judenmission widmete und von der „Berliner Gesellschaft zur Beförderung des Christentums“ unter der jüdischen Bevölkerung herausgegeben wurde. „Im Programm der Reihe, die bis 1928 fortgeführt wurde, standen Bücher zur Religions- und Sittenlehre der Juden (Serie I), zum Jüdischen Leben (Serie II), zum Thema Die Bibel und die Juden (Serie III), zur Geschichte der Juden (Serie IV), und der Judenmission (V) sowie zur Methodik der Judenmission (Serie VI).“ Die Autoren stellten in ihren Schriften die praktische Arbeit in Deutschland, die Anzahl von Taufen und Mischehen, Methoden zur Judenmission und Anleitungen für jüdische Taufbewerber vor.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Verlagsgeschichte im Dritten Reich und Vorstellung der Forschungsabsicht, die Rolle von Bertelsmann und J. F. Lehmanns zu untersuchen.

2. Der Bertelsmann Verlag Gütersloh: Detaillierte Betrachtung der Geschichte des Verlags und kritische Analyse der theologischen sowie belletristischen Publikationen im Hinblick auf antisemitische Inhalte.

3. Der J. F. Lehmanns Verlag München: Untersuchung des Verlags als treibende Kraft der Rassenhygiene und Analyse der ideologischen Aktivitäten des Verlegers J. F. Lehmann.

4. Fazit: Vergleichende Zusammenfassung der Ergebnisse, die aufzeigt, wie beide Verlage den Nationalsozialismus durch ihre Publikationen ideologisch unterstützten.

Schlüsselwörter

Bertelsmann Verlag, J. F. Lehmanns Verlag, Nationalsozialismus, Antisemitismus, Rassenhygiene, Buchwirtschaft, Weimarer Republik, Judenmission, Verlagsprogramm, Schöpfungstheorie, Belletristik, Ideologie, Propaganda, Unternehmensgeschichte, Drittes Reich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Aufarbeitung der Geschichte der Verlage Bertelsmann und J. F. Lehmanns im Kontext des Nationalsozialismus und der Weimarer Republik.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Verlagsprogramme, die Unternehmensphilosophien sowie die verlegerische Mitwirkung an der Verbreitung von Antisemitismus und rassistischen Theorien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den "Beitrag" dieser Verlage zum Dritten Reich zu entkräften oder zu bestätigen, indem anhand von Werken und historischen Quellen analysiert wird, wie diese Verlage das Regime ideologisch unterstützten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Untersuchung stützt sich auf eine Analyse von Verlagsprogrammen, ausgewählten Werken und historischen Dokumenten, unter Einbeziehung der Forschungsergebnisse der "Unabhängigen Historischen Kommission" (UHK) und zeitgenössischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Bertelsmann-Verlags (Schwerpunkte Theologie und Belletristik) und des J. F. Lehmanns Verlags (Schwerpunkte Rassenhygiene und Rolle des Verlegers als Kulturunternehmer).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Nationalsozialismus, Antisemitismus, Rassenhygiene, Verlagsgeschichte, ideologische Anpassung und kulturunternehmerisches Handeln.

Welche Rolle spielte der Arierparagraph für das Verlagsprogramm bei Bertelsmann?

Theologen im Umfeld von Bertelsmann diskutierten den Arierparagraphen als Instrument zur Gestaltung der Kirchengesetzgebung und stützten teilweise Argumentationen, die jüdische Einflüsse im deutschen Volk als negativ darstellten.

Wie unterschied sich die verlegerische Ausrichtung von J. F. Lehmann von der des Hauses Bertelsmann?

Während bei Bertelsmann ökonomische Interessen und eine national-konservative Grundeinstellung im Vordergrund standen, agierte der J. F. Lehmanns Verlag aktiv und überzeugt als Vorkämpfer der nationalsozialistischen Rassenideologie.

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Details

Title
Die Verlage Bertelsmann und J. F. Lehmanns Verlag und deren "Beitrag" zum Dritten Reich
College
University of Leipzig  (Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft; Abteilung Buchwissenschaft/Buchwirtschaft)
Course
Seminar: Buchwirtschaft im 3. Reich
Grade
1,3
Author
Magister Katrin Polter (Author)
Publication Year
2003
Pages
34
Catalog Number
V56771
ISBN (eBook)
9783638513692
ISBN (Book)
9783656730880
Language
German
Tags
Verlage Bertelsmann Lehmanns Verlag Beitrag Dritten Reich Seminar Buchwirtschaft Reich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Katrin Polter (Author), 2003, Die Verlage Bertelsmann und J. F. Lehmanns Verlag und deren "Beitrag" zum Dritten Reich, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/56771
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