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Deutschunterricht an Elementarschulen im 18. Jahrhundert

Title: Deutschunterricht an Elementarschulen im 18. Jahrhundert

Term Paper , 2006 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Mirjam Letz (Author)

German Studies - Linguistics

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Summary Excerpt Details

„Was nützliches lernen schadet niemals, und kann oft viel helfen.“( Friedrich Eberhard von Rochow )
Seit je her wird das Sprichwort „Wissen ist Macht“ mit Gelehrsamkeit in Verbindung gebracht. Jahrhunderte lang galt Wissen als Privileg der Reichen und Mächtigen und war demnach nur einem geringen Bevölkerungsteil zugänglich. Aber nichts unterliegt mehr den gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten als Bildung und Erziehung. Bis zur Verstaatlichung des Schulsystems und somit der Einführung der allgemeinen Schulpflicht durchliefen die deutsche Gesellschaft, das Schulwesen, aber auch die deutsche Sprache, verschiedene Stadien der Entwicklung.
Ziel dieser Hausarbeit ist es, Schwerpunkte der Entwicklung des elementaren Lese- und Schreibunterrichts bis hin zum elementaren Deutschunterricht im 18. Jahrhundert herauszuarbeiten und unter historischen, politischen, aber auch sozialen Gesichtspunkten zu betrachten.
Da regulärer Deutschunterricht an Schulen das Resultat eines langen Entwicklungsprozesses darstellt, werde ich zunächst auf die Anfänge des Lese-und Schreibunterrichts zurückblicken und dabei didaktische Besonderheiten hervorheben. Im Anschluss daran folgen einige Erläuterungen hinsichtlich der Methodik und des Wesens des Katechismusunterrichts. Des Weiteren gehe ich auf die zunehmende Bedeutung der deutschen Sprache als Nationalsprache im 18. Jahrhundert ein, da das Zeitalter der Aufklärung zu Reformen anregte und maßgeblich zur Entwicklung des Deutschunterrichts beitrug. Bezüglich der Reformierung des Elementarschulwesens beziehe ich mich anschließend auf das preußische Generallandschulreglement von 1763 und werde die Schulsituation vor und nach dem Erlass vergleichend darstellen. Während der Bewegung des Philanthropinismus` kennzeichneten Moral und Vernunft die weitere Entwicklung des Deutschunterrichts im 18. Jahrhundert. Zur Erläuterung dieses Sachverhaltes bediene ich mich des Volkslesebuches „Der Kinderfreund“ von F. E. v. ROCHOW und werde an einem ausgewählten Textbeispiel die Grundsätze der neuen moralischen Erziehung verdeutlichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die Entwicklung des elementaren Lese- und Schreibunterrichts

II.1. Die Verbreitung der deutschen Schriftsprache und die Entstehung von Schreibschulen

II.2. Der Katechismusunterricht - Die deutsche Sprache im Dienst der Glaubens- und Sittenlehre

II.3. Die zunehmende Bedeutung der deutschen Volkssprache als Nationalsprache im 17. und 18. Jahrhundert

III. Die Reformierung des Schulsystems

III.1.Das Elementarschulwesen vor und nach dem preußischen Generallandschulreglement vom 12. August 1763

IV. Friedrich Eberhard von Rochows „Der Kinderfreund“ – Neue Aspekte der Erziehung

IV.1. Strukturelle und inhaltliche Schwerpunkte des Buches

IV.2. Die Verbreitung und Wirkung des Volkslesebuches „Der Kinderfreund“

IV.3. Aufklärung und moralische Erziehung – Erläuterung neuer Lehrmethoden an einem ausgewählten Beispiel

IV.4. Die Umsetzung der Neuerungen an der Reckahnschule

V. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Entwicklung des elementaren Lese- und Schreibunterrichts im 18. Jahrhundert unter Berücksichtigung historischer, sozialer und politischer Faktoren zu analysieren und den Wandel hin zum modernen Deutschunterricht aufzuzeigen.

  • Anfänge des Lese- und Schreibunterrichts und die Rolle der Schreibschulen.
  • Einfluss des Katechismusunterrichts auf die Sprachvermittlung.
  • Bedeutung der Aufklärung für die Etablierung der deutschen Sprache als Nationalsprache.
  • Reformen des preußischen Schulwesens durch das Generallandschulreglement von 1763.
  • Die Rolle von F. E. v. Rochows „Der Kinderfreund“ bei der Umsetzung neuer pädagogischer Ideale.

Auszug aus dem Buch

IV.3. Aufklärung und moralische Erziehung – Erläuterung neuer Lehrmethoden an einem ausgewählten Beispiel

Im Folgenden beziehe ich mich auf das Textbeispiel 37 „Vom Nutzen des Lesens und Schreibens.“ Diese Geschichte verdeutlicht die Notwendigkeit des Schulbesuches für das Erlernen der Fähigkeiten des Lesens und Schreibens. Obwohl Hans ein fleißiger Bürger ist, wird er auf Grund seines Analphabetismus´ Opfer eines Betruges, der ihn um sein gesamtes Vermögen bringt.

ROCHOW wählte diesen lebenspraktischen Inhalt des Textes, um an die Erfahrungswelt der Schüler anzuknüpfen. Die hohe Analphabetenrate in dieser Zeit betraf viele Haushalte und wirkte sich negativ auf die Lebensumstände der Bürger aus. Hier erfolgt eine Abschreckung und Motivierung zugleich. Dabei wird die Unterlegenheit des Guten auf Grund einer vermeidbaren Schwäche veranschaulicht. Das Böse, hier der „arglistige Bürger“, erlangt durch sein lasterhaftes Verhalten einen Vorteil. Die Schüler identifizieren sich mit dem tugendhaften und ehrlichen Bürger und werden durch dessen Opferrolle abgeschreckt. Dabei ist die moralische Intention der Geschichte nicht zu übersehen und wird durch die Hauptperson selbst in den letzten Zeilen unterstrichen (Vgl.: „… ach hätte ich doch schreiben und lesen gelernt!“). Um im Leben nicht selbst das Nachsehen zu haben, werden die Schüler dazu angehalten Lesen und Schreiben zu lernen und gleichzeitig an ihre Pflicht erinnert, ihre Kinder später ebenfalls in die Schule zu schicken (Vgl.: „Und von der Zeit an schickte er alle Tage seine Kinder in die Schule, wo sie schreiben und lesen lernen konnten.“). Dabei deutet der Name „Hanns“ eine Allgemeingültigkeit an.

Die Sprache dieser Geschichte ist klar und einfach. So erfolgt beispielsweise der Ausdruck von Emotionen in kindgerechter Sprache ( Vgl.: „ Als er nun traurig nach Hause kam …“). Bezüglich des didaktischen Konzepts, war ein Vorlesen der Geschichte durch die Schüler sowie eine anschließende Aufarbeitung des Inhalts und der Intention in einem dialogischen Unterrichtsgespräch vorgesehen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung legt den historischen Kontext des Wissenserwerbs dar und definiert das Ziel der Arbeit, die Entwicklung des Deutschunterrichts im 18. Jahrhundert zu untersuchen.

II. Die Entwicklung des elementaren Lese- und Schreibunterrichts: Das Kapitel beleuchtet die Anfänge des Lese- und Schreibunterrichts, die Rolle der Schreibschulen sowie den Einfluss des Katechismusunterrichts.

III. Die Reformierung des Schulsystems: Hier werden die katastrophalen Bedingungen an den Landschulen vor 1763 und die Auswirkungen des preußischen Generallandschulreglements analysiert.

IV. Friedrich Eberhard von Rochows „Der Kinderfreund“ – Neue Aspekte der Erziehung: Dieser Teil untersucht die pädagogischen Neuerungen durch Rochow, die strukturelle Gestaltung des Werkes und deren praktische Umsetzung in Reckahn.

V. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert den Prozess der historisch geprägten Entwicklung des Deutschunterrichts und den nachhaltigen Einfluss von Reformbewegungen.

Schlüsselwörter

Deutschunterricht, 18. Jahrhundert, Aufklärung, Elementarschulwesen, Philanthropinismus, Friedrich Eberhard von Rochow, Der Kinderfreund, Katechismusunterricht, Schreibschulen, Generallandschulreglement, Moralische Erziehung, Sprachgeschichte, Pädagogik, Analphabetismus, Schulpflicht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die historische Entwicklung des elementaren Deutschunterrichts im 18. Jahrhundert und zeigt, wie soziale und politische Bedingungen den Unterricht beeinflussten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entstehung der Schreibschulen, der Wandel des Unterrichts vom Katechismus zur Aufklärung sowie die Bedeutung staatlicher Schulreformen wie das Generallandschulreglement von 1763.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der Lese- und Schreibvermittlung herauszuarbeiten und die Bedeutung von Bildungsansätzen unter historischen und sozialen Gesichtspunkten zu betrachten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Literaturanalyse sowie der Untersuchung didaktischer Konzepte am Beispiel des Werkes „Der Kinderfreund“ von F. E. v. Rochow.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des frühen Elementarunterrichts, die Analyse der Schulreformen in Preußen und die pädagogische Untersuchung von Rochows Lesebuch als Instrument der Aufklärung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Deutschunterricht, Aufklärung, Philanthropinismus, Elementarschulwesen und der historische Kontext der Schulpflicht im 18. Jahrhundert.

Warum war das Werk „Der Kinderfreund“ so erfolgreich?

Sein Erfolg basierte auf der Kombination von Lehr- und Leseübungen, der klaren, einfachen Sprache und der didaktischen Struktur, die den Unterricht lebensnah und verständlich gestaltete.

Wie unterschied sich Rochows Methode vom klassischen Katechismusunterricht?

Während der Katechismus auf starrem Auswendiglernen basierte, setzte Rochow auf dialogische Unterrichtsgespräche, die die Urteilsfähigkeit der Kinder anregen sollten.

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Details

Title
Deutschunterricht an Elementarschulen im 18. Jahrhundert
College
University of Potsdam  (Institut für Germanistik )
Course
Einführung in die Sprachgeschichte und Sprachgeschichtsforschung
Grade
2,0
Author
Mirjam Letz (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V56126
ISBN (eBook)
9783638509039
ISBN (Book)
9783656773658
Language
German
Tags
Deutschunterricht Elementarschulen Jahrhundert Einführung Sprachgeschichte Sprachgeschichtsforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mirjam Letz (Author), 2006, Deutschunterricht an Elementarschulen im 18. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/56126
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