Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Politics - Region: USA

Selbstverstärkungseffekte der Bush-Administration zum Irak-Krieg

Title: Selbstverstärkungseffekte der Bush-Administration zum Irak-Krieg

Term Paper , 2006 , 27 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Markus Kühbauch (Author)

Politics - Region: USA

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit wird die Entscheidung der Bush-Administration für den Irak-Krieg unter dem Gesichtspunkt von Selbstverstärkungsprozessen untersucht. Was die Entscheidung für den Irak-Krieg betrifft, so ist ihr das Problem der Ungewissheit anhänglich. Die zentrale Frage wird sein, wie die Bush-Administration mit dem Risiko der Entscheidung und der Ungewissheit über die Folgen der Entscheidung umgeht. Dabei stehen Unterscheidungen wie Risiko/Gefahr, Entscheider/Betroffene, Rationalität/Irrationalität, Sicherheit/Unsicherheit bzw. die Unterscheidungen der Bush-Administration als Beobachter erster Ordnung im Vordergrund.
Des Weiteren stellt sich die Frage, wie die Bush-Administration als Organisationen, deren elementare Operationen aus Entscheidungen bestehen, eine stringente Entscheidungssicherheit trotz Unsicherheit im Irak-Konflikt aufbaut. Welche Rolle dabei Informationen aus der Umwelt spielen oder welche Bedeutung die Identität und die Abgrenzung der Organisation von ihrer Umwelt hat, wird näher analysiert.
Schließlich wird die von vielen Beobachtern als chaotisch beschriebene Situation im Irak drei Jahre nach dem Einmarsch der Koalitions-Truppen aufgezeigt. Im Zusammenhang damit wird erörtert, wie sich die Bush-Administration kommunikativ darauf einstellt. Die Frage ist, wie die Organisation mit den negativen Entscheidungsfolgen umgeht und dabei ihre elementaren Operationen trotz Misserfolg sichert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Vorbau

3 Die Bush-Doktrin

3.1 Historisch gewachsenes Selbstverständnis, american exceptionalism und der Kampf gegen den Terror

3.2 Die Ideologie des american exceptionalism

4 Unsicherheitsabsorption der Bush-Administration

4.1 Risiko/Gefahr, Entscheider/Betroffene und das Friedens-Paradox

4.2 Weniger Sicherheit duch mehr Sicherheit

5 Die Zeit nach der Entscheidung

6 Fazit

7 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entscheidung der Bush-Administration für den Irak-Krieg unter systemtheoretischen Aspekten mit dem Fokus auf Selbstverstärkungsprozessen. Dabei wird analysiert, wie die Organisation trotz Ungewissheit über die Folgen eine Entscheidungssicherheit konstruiert, welche Rolle die Bush-Doktrin als ideologischer Unterbau spielt und wie das System nachfolgende negative Entscheidungsfolgen kommunikativ verarbeitet, um seine Handlungsrationalität zu sichern.

  • Systemtheoretische Analyse von Entscheidungsprozessen in der Politik
  • Die Funktion von Ideologien wie dem "american exceptionalism" zur Unsicherheitsabsorption
  • Risiko- und Gefahrenwahrnehmung innerhalb politischer Organisationen
  • Die Stabilisierung von Entscheidungssystemen durch Selbstbindung trotz Misserfolg
  • Kommunikative Immunisierungsstrategien gegenüber negativen Entscheidungsfolgen

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Ideologie des american exceptionalism

Ideologien in Organisationen erfüllen systemtheoretisch drei Funktionen. Erstens bilden Sie für die Organisation einen Kristallationspunkt für Konsens. Die Entscheidungen von Organisationen kommen nicht von deren Mitgliedern. Eine Organisation, wie die Bush-Administration, koppelt die Motive ihrer Mitglieder (z. B. des Außenministers Powell) von den Motiven der Organisation ab. Die Richtigkeit von Entscheidungen in Organisationen wird dann von der, in diesem Falle normativen, Ideologie der Organisation und nicht von den Entscheidungen der Personen gesteuert. Sie sind hervorzuheben, denn sie begrenzen die Kommunikationsmöglichkeiten indem sie einen für die Zukunft zu erreichenden Zweck angeben (hier Befreiung des Irak, Demokratisierung des Irak). Zweitens ist der Zweck wiederum eine Eigenleistung des Systems, das das System-Umwelt-Verhältnis kausaltechnisch und vereinfacht darstellt. Diese System-Rationalität entspricht systemtheoretisch der Selbstsimplifizierung. An Ideologien wird folglich kontrafaktisch festgehalten, da sie in der Organisation Konsens binden und gewisse Rationalitätserwartungen erfüllen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, wie die Bush-Administration als Organisation mit den Risiken und der Ungewissheit bei der Entscheidung zum Irak-Krieg umgeht.

2 Theoretischer Vorbau: Es werden die systemtheoretischen Grundlagen erläutert, insbesondere die Konzepte der Unsicherheitsabsorption, der Selbstbindung von Systemen und die Rolle von Entscheidungen als elementare Operationen.

3 Die Bush-Doktrin: Dieses Kapitel beleuchtet den ideologischen Unterbau der Administration, geprägt durch das historisch gewachsene Selbstverständnis des "american exceptionalism" und den Kampf gegen den Terror.

4 Unsicherheitsabsorption der Bush-Administration: Die Analyse zeigt, wie durch die Konstruktion von Gefahren und den Verzicht auf kognitive Informationsverarbeitung kommunikative Sicherheit trotz riskanter Entscheidungen erzeugt wird.

5 Die Zeit nach der Entscheidung: Das Kapitel betrachtet die Situation im Irak drei Jahre nach Kriegsbeginn und analysiert die kommunikative Reaktion der Administration auf die eingetretenen negativen Folgen und das Ausbleiben der Waffenfunde.

6 Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Ideologien für die Entscheidungsfähigkeit von Organisationen in komplexen Umwelten zwar funktional, aufgrund der entstehenden "Gewissheitsfalle" aber hochriskant sind.

7 Literatur: Ein Verzeichnis der verwendeten systemtheoretischen und politikwissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Bush-Administration, Irak-Krieg, Unsicherheitsabsorption, Entscheidungssicherheit, american exceptionalism, Risikokommunikation, Ideologie, Handlungsrationalität, Selbstverstärkung, Selbstbindung, Beobachter zweiter Ordnung, politische Organisation, Kontingenz, Präventiv-Krieg

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entscheidung der Bush-Administration, in den Irak-Krieg zu ziehen, aus einer systemtheoretischen Perspektive, wobei der Fokus auf den internen Prozessen liegt, die eine solche Entscheidung stabilisieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Rolle von Ideologien (insbesondere der Bush-Doktrin), Konzepte der systemtheoretischen Unsicherheitsabsorption, Risikomanagement in politischen Organisationen und der Umgang mit Enttäuschungen und Misserfolgen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, wie die Bush-Administration als Organisation, deren elementare Operationen Entscheidungen sind, trotz hoher Unsicherheit über die Folgen der Entscheidung eine stringente Entscheidungssicherheit aufbaut und aufrechterhält.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen systemtheoretischen Ansatz, insbesondere die Theorie sozialer Systeme nach Luhmann, und analysiert die Kommunikation und Selbstbeschreibung der Administration als Beobachter erster bzw. zweiter Ordnung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Bush-Doktrin als ideologischen Kristallisationspunkt, die Mechanismen der Unsicherheitsabsorption, die Konstruktion von Risiken und die fortwährende Selbstbindung des Systems an seine eigenen Entscheidungen trotz der sich verschlechternden Lage im Irak.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Systemtheorie, Bush-Doktrin, Unsicherheitsabsorption, Selbstbindung, Handlungsrationalität, american exceptionalism.

Wie erklärt die Arbeit das Festhalten der Administration an ihrer Politik trotz fehlender Beweise für Massenvernichtungswaffen?

Das System nutzt die Ideologie des "american exceptionalism" und Mechanismen der Unsicherheitsabsorption, um Informationen, die dem eigenen Kurs widersprechen, auszublenden, wodurch eine "Gewissheitsfalle" entsteht, die Lernen trotz Misserfolg verhindert.

Was bedeutet der Begriff "Unsicherheitsabsorption" im Kontext dieser Analyse?

Er beschreibt die Art und Weise, wie ein System komplexe und riskante Informationen durch normative Erwartungen und ideologische Voreinstellungen ersetzt, um so eine "kommunikative Sicherheit" zu gewinnen, die den Entscheidungsprozess vor externen Störungen schützt.

Excerpt out of 27 pages  - scroll top

Details

Title
Selbstverstärkungseffekte der Bush-Administration zum Irak-Krieg
College
Bielefeld University
Course
Risikoverarbeitung in politischen Organisationen
Grade
2,0
Author
Markus Kühbauch (Author)
Publication Year
2006
Pages
27
Catalog Number
V55781
ISBN (eBook)
9783638506441
ISBN (Book)
9783656773702
Language
German
Tags
Selbstverstärkungseffekte Bush-Administration Irak-Krieg Risikoverarbeitung Organisationen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Kühbauch (Author), 2006, Selbstverstärkungseffekte der Bush-Administration zum Irak-Krieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/55781
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  27  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint